Onkel_Donald

Onkels Gebiss Teil 1

28 Beiträge in diesem Thema

Hallo,

zunächst mal finde ich es gut dass es dieses Forum hier gibt. Als ich vor 4 Jahren meine Behandlung in die Wege geleitet habe, gab's sowas noch nicht und ich kam mir damals ziemlich allein vor-habe mich aber trotzdem nach längerem hin und her überlegen dafür entschieden.

Bei mir war's ein "offener Biss", ca. 5mm haben gefehlt fürs richtig abbeissen. Das hat mich mal mehr mal weniger gestört, nicht nur wegen der Funktion, auch wegen der Optik. In meinem Umfeld habe ich leider zu diesem Schritt wenig Zuspruch gefunden - ausser von meinem damaligen Zahnarzt, der aber dass nur zufällig von einem Freund her kannte, der mal sowas durchführen lies.

Naja, wo soll ich am besten Anfangen - ok gehn wir erst mal ganz weit zurück.

Irgendwie hats an dem Freitag abend im Mund gekracht und anschliessend wars ziemlich scharfkantig für die Zunge im hinteren Teil im Mund. Natürlich am Feierabend und schon in WE-Stimmung. Also Samstags erst mal zum Notdienst und schauen lassen. "Da stimmt was nicht an dem Zahn da hinten"."Sie haben recht - ein rieeesen Loch ... ich füll ihnen den auf und lassen sie sich bei ihrem ZA einen Termin geben, dass er den zieht".

Ok, ich war noch neu in der Gegend und hab mir bei Freunden erst mal eine Empfehlung geben lassen. Also Montags darauf, anruf, "Ja kommen sie diese Woche, Mittwoch -ok ...". Fahre hin und habe das typische zum Zahnarzt-geh-und-Magengrummel-gefühl das vielleicht andere von euch auch kenn ;-) Der schaut sich mich an, den Zahn und dann gehts weiter zur Rundumaufnahme, also hauptsächlich vom Gebiss natürlich.

"Den können wir nicht halten, der muss raus". Dann haben wir zusammen die Röntgenaufnahmen angeschaut, und dann war der Tag so ziemlich gelaufen.:-P

Die nette ZA-Helferin hat's positiv ausgedrückt: Fünf von allen sind OB ...

(Fortsetzung folgt)

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Hi Onkel,

schön, dass du hier gelandet bist. So ein Fortsetzungs"roman" ist echt spannend zu lesen. Würd am liebsten gleich weiterlesen...

Ich hab auch nen offenen Biss, bin momentan in vorbereitender KFO-Behandlung, und Anfang '08 geht's wahrscheinlich zur OP.

Gruß von der "flitzebogengespannten" Johanna

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...was halt andersherum hieß, dass 23 saniert werden müssen - halt ne einer wird ja gezogen, also nur noch 22. Uff, gerade nochmal Glück gehabt.

Mir war ziemlich elend zu mute, als ich dann zurück in den Sessel kam. In den meisten Fälllen waren's eben undichte Stellen von alten Füllungen. Auf der anderen Seite, besser sowas rechtzeitig feststellen anstatt dann später größeren Ärger zu bekommen. Ich weiss es gar nicht mehr so genau, aber ich glaub an diesem Tag wurden nur zwei Füllungen noch gemacht und das ziehen auf andermal. Jedenfalls war ich für die nächsten Wochen mit ZA-Terminen zugedeckt.

Ich war noch etwas benommen, als ich nach Hause gefahren bin-es hat den Tag voll gebraucht bis ich das ganze realisiert hatte.Wollte dann am Telefon von jemand ein paar aufmunternde Worte haben, aber da kam nur "tja, da musst du halt durch".

Die Wartezeit in der Praxis war in der Regel nicht allzu lange, mal 10 Minuten, mal 20 seltenst aber mehr als ne halbe Stunde. Das Team war organisatorisch gut drauf-das ist nicht selbstverständlich.

Im Wartezimmer bin ich dann an einem Buch hängengeblieben, dass sich mit Fehlstellungen beschäftig-und habe mich dort auch wiedergefunden. Beim ersten mal hab ich's recht rasch wieder zur Seite gelegt und im GEO weitergeblättert. Aber irgendwie hat mich das Thema doch nicht losgelassen.

Inzwischen hatte der ZA einen Behandlungsplan aufgestellt der in Richtung von mehreren Kronen und einigen Inlays bzw. Teilkronen ging. Ein Vermögen kostet sowas, ich meine ich wäre so bei ca. 10.000 DM, (oder warens schon EUR?) gelandet. Mittlerweile meldete sich noch ein Kandidat recht bösartig und wir mußten den erstmal wurzelbehandeln.

Aber ich habe dann doch noch die Kurve bekommen und meinen Zahnarzt auf das Problem mit dem offenen Biss angesprochen ...

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Hallo Onkel Donald,

ich finds auch spannend deine Geschichte zu lesen, hört sich wirklich gut an, teil 2 ist schon etwas geflissener geschrieben. Sehr gut! Aber meine Frage an dich wäre, was machst du beruflich? Wie alt bist du? Und hast du sonst mit Zähnen zu tun, oder nur am Rande, weils schon weh getan hat? Danke für antworten und weitere Teile von dir. Gruß matteo:-P

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"Ich hätte da noch ne Frage, bevor wir mit den Kronen beginnen - hab ein Buch im Wartezimmer gelesen - was können wir dagegen tun ?" So ungefähr hab ich ihn damals gefragt. Er kratzte sich am Kinn und überlegt eine Weile "hmm, mit den Kronen bekommen wir es definitiv nicht hin, bei 1mm gings vielleicht noch, aber in ihrem Fall. Ich geb ihnen eine Überweisung für einen Kieferorthopäden. Ihr Karies muss bis dahin aber definitiv beseitigt sein."

Dann ging die behandlung weiter. Pfffffit, sssssit drrrrd Pcccchhhscht "Nur noch ein bisschen... ". sssssst prrrrrrrrt - "so für heute haben wir's, bis zum nächsten mal". Er erzählte dann noch von einem Freund, der das auch mal machen liess und letztlich froh darüber war, auch dass es auf eine OP wohl rauslaufen wird. Das gab mir Mut, weiter dran zu bleiben.

Für die Reparatur sind wir dann zu "normalen Füllungen mit besserer Haltbarkeit" übergegangen. Bis heute (6 Jahre später) tun die auch gute Dienste.

"Waren Sie schonmal bei uns in de Praxis". "Nein ich bin neu hier". "Wie alt ist ihr Kind"."Nein, es geht um mich selber, sie behandeln doch auch Erwachsene ?!"."Äh moment, ich stell sie mal zum Chef durch --- dingdidingdüüdüüü--- hier ...., was kann ich für sie tun? ...Ja, machen wir, lassen sie sich noch einen Termn geben ... düüdideldum ... Wie wärs am 15.November, vormittags ?" Ich hatte als somit meinen ersten Termin zur Beratung. Und, weil ich nachmittags auch nochmal wieder beim Zahnarzt war hab ich mir frei genommen für diesen Tag...

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Es war, trotz Spätherbst, ein sonniger Tag, als ich das erste mal zur KFO-Praxis fuhr. Und das Wartezimmer war relativ leer-schliesslich sind die Kinder ja auch vormittags in der Schule.

"Grüß Gott, ich habe heute einen Termin bei Ihnen"."Grüß Gott, ihr Name? ahja 10:30, dann bitte die Versichertenkarte.... so und nun noch die Überweisung und die 10 EUR". Danach ging's dann ins Wartezimmer. Ich war mir sofort bewusst, dass ich den Alterdurchschnitt der Patienten erheblich angehoben habe. Ich hatte grad ein bisschen im GEO geblätter, kam auch schon mein Aufruf. Nun gings nicht nur in den Gemeinschaftsbehandlungsraum sondern in ein extra Zimmer. Der Dr. kam dann auch dazu-standesgemäß mit einem strahlendem Lächeln, aber auch insgesamt mit einer sympathischen Ausstrahlung. Mit Fragen und kompetenten Antworten hat er mir damals den Behandlungsplan erkleutert, d.h. so wie er vorraussichtlich noch aufgestellt wird. Sein Vorschlag ging dahin, zunächst eine feste Spange im Ober- und Unterkiefer einzusetzen und die Zähne etwas gerade zu rücken, danach sollte dann der Unterkiefer nach oben geschwenkt werden. Das bedeutet natürlich ein OP, aber das war mir schon zu 95% klar gewesen. Danach sollte dann die neue Lage noch ein Jahr mit einer festen Spange gehalten werden. Und, was sehr erfreulich war, die Krankenkasse würde in diesem speziellen Fall die Kosten übernehmen. Na, das war doch wirklich was erfreuliches-vielleicht ein Vorteil, wenn man etwas hat, das sehr selten ist ...

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da fällt mir mein erster anruf beim kfo ein:

guten tag, ich hätte gerne einen beratungstermin

...wie alt ist das kind?

das kind ist 37 *g...

beim ersten besuch sagte die kfo: ich kenne sie, sie waren vor 20 jahren schon mal hier...stimmt sagte ich..und damals war ich noch ein schisser...

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Es war damals auch klar, dass wir nicht sofort mit der Behandlung beginnen werden. Dass "Esszimmer" war ja zunächst noch vollständig zu reparieren. Und das lief leider nicht "so glatt", wie man sich das so wünscht. Besonders die rechte Seite machte arge Schwierigkeiten, oder für diejenigen die mit den Begriffen vetraut sind 45,46 und 48. Irgendwie kam da aber auch alles zusammen, viel Stress bei der Arbeit, schwere Krankheiten innerhalb der Familie und der Ärger mit den Zähnen, die Buchstäblich auf den Nerv gingen. Das ging schliesslich soweit, das einem nach dem anderen der Nerv gezogen werden mußte. Komischerweise gings nach jeder Behandlung so 1-2 Wochen ganz gut, hat mich dann aber wieder eingeholt, obwohl das Röntgenbild eigentlich ganz gut aussah. Zwischendurch haben wir uns ünerlegt, ob vielleicht eine Medikamentenallergie vorliegt. Ich bin der Sache dann auch nachgegangen. Aber dass war doch einige Monate später, bis ich über Allergologe, Hautarzt schliesslich in einer speziellen Klinik gelandet bin, die sowas überhaupt zu testen in der Lage sind. Über die Zeit der Feiertage hatte ich zumindest Ruhe und ich dachte jetzt ist alles ausgestanden, gut 6 Wochen später gings jedoch wieder los. Ausgerechnet im Urlaub :roll:

Insgesamt hatte es sich noch ein 3/4 Jahr hingezogen, bis es wirklich los gingen...

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Hallo Onkel Donald,

wie gings dann mweiter mit dem KFO, erzähl mal? Wurden dir erst noch ein paar Zähne nervlos gemacht und wie hat deine Familie drauf reagiert, wegen den Zahnarztbesuchen? Gruß M:mrgreen:

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Insgesamt waren es 3 Zähne, die "entnervt" wurden. Wie oben bereit beschrieben alle unten rechts und nebeneinander.

Was meine Verwandtschaft angeht, kann ich nur sagen, dass die das nur so beiläufig mitbekommen haben. Meine Eltern hatten damals hauptsächlich mit sich zu tun - und wohnten auch ne ganze Ecke weg. Wenn was kam, dann eher sowas, dass ich das mit der KFO bleiben lassen soll, weils ja so unnötig wäre. :???:

Aber zum Glück ist man ja erwachsen und trifft seine Entscheidungen selber. Ich hab das Thema deshalb kaum angeschnitten, wenn wir mal telefoniert haben, sondern sie nur hin und wieder über den Stand der Dinge unterrichtet. Letztlich haben sie es akzeptiert und viel später hat meiner Mutter mal zu mir gesagt, dass es doch gut war, dass ich das mal hab machen lassen. Aber das soll jetzt nicht irgendwie ne Anklage oder sowas sein, es war nunmal wie es ist, und jeder hat so seine Meinung zu so etwas (KFO, OP usw.)

Vielleicht gings ja manchen hier ähnlich...

Geärgert habe ich mich damals über einen Brief eines Sachbearbeiters der Krankenkassen. Als der Behandlungsantrag gestellt war kam nur ein kurzes Schreiben zurück mit dem Satz "...und ist nach meiner Einschätzung nicht von der Krankenkasse zu tragen" Auf gut deutsch, ich hätt's selber zahlen müssen.

Das witzige - sie haben ein Beiblatt geschickt, auf dem genau mit Fall, als der "offene Biss" als Ausnahme dargestellt war, der auch noch als Erwachsener von der KK übernommen wird. Bei meinem Anruf habe ich mich kurz vorgestellt und bin dann auf das Schreiben eingangen. Ich (leicht gereizt): "Haben Sie sich das auch durchgelesen, was sie mir geschickt haben". Vielleicht hatte der Mann ja nur einen schlechten Tag gehabt. "Hmm- naja, ich wollte ja eigentlich mit ihnen darüber reden "- rumdrucks, lufthol. "Aber hier steht doch eindeutig ..." und ich hab ihm das einfach nochmal vorgelesen, was er im Beiblatt mitgeschickt hat. Danach gings dann plötzlich. :mrgreen:

Noch etwas unerfreulich, beim letzten Durchleuchten haben wir noch 3 Instrumente gefunden. Dabei handelte es sich aber nicht um Geigen oder Flöten oder ähnliche Dinge sonder um drei Feilen die wohl mal bei einer WB im Kanal abgebrochen sind...

so, mal genug für heute, beim nächsten mal gehts dann richtig los...

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Es muss so im Sommer 2002 gewesen sein, als ich verdrahtet wurde. Hatte mir extra für diesen Tag frei genommen, und sonst auch nix mehr vorgenommen. Ich habe mich damals auch für die Plastic-Brakets, also die weissen entschieden. Das fällt doch nicht so sehr auf.

In der Praxis das übliche, etliche Kinder, teilweise in Begleitung von Erwachsenen, die wohl die Fahrer sind, und dazwischen ich.

Es wurden natürlich auch noch die "vorher" Aufnahmen gemacht und dazu noch ein Abdruck. Für den Abdruck durfte ich mir sogar einen bestimmten Geschmack aussuchen, leider war aber Lieblingssorte "Amaretto-Kirsch" nicht dabei ;)

"Wir müssen erst mal etwas Platz schaffen", der KFO flexte sich zwischen den Zähnen kleine Schlitze, dafür ging dann später auch alles schön in Reih und Gleid -mein Unterkiefer war wohl einfach etwas zu klein für meine Zähne geraten.

Als nächstes kam die Bänder rein, wobei wir nicht den allerletzen, sondern den im UK die vorletzten Zähne bebändert haben. Das bebänder war ziemlich unangenehm, ihr kennt das ja bestimmt auch. Man sitzt mit weit geöffneten Mund ne ganze Weile, ausserdem liess es sich wohl nicht vermeiden, dass die Bänder das Zahnfleisch lediert hatten. Ich war froh, bis der ersten Bauabschnitt durch war. Danach kamen die einzelnen Braket draus, vorher wurde aber noch angeäzt. Das man selber nicht dran kommt, bekommt man so ne Art Schiene eingesetzt, die die Lippen ausseinander zieht und die Baustelle kein Wasserschaden bekommt - so ungefähr zumindest. Vielleicht erlischt ja auch die Garantie des Klebers...

Schliesslich wurden die Bänder noch eingezogen. Das erste war rund, aus Metall und elastisch. Die ersten Tage taten mir noch alle Zähne weh, aber mit der Zeit gab sich dass dann zum Glück. Der nächste Termin war m.W. dann 4 Wochen später.

Zu Hause hatte ich mich mit sämtlichen Zahnputzutensilien eingedeckt, Zahnbürste und Zahnseide allein reichen ja nun nicht mehr. Hinzu kam noch ein elektrische Munddusche, eine rotierende Zahnbürste und eine Dentalbürste mit der man auch zwischen Zahn und Bogen kommt. Mit Zahnseide war eher sparsam, da die gern gerissen ist und die Reste dann irgendwo hängengeblieben sind. Hin und wieder habe ich sie bei den Schneidezähnen durchgefädelt - aber dazu braucht man viel Zeit und Geduld.

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Die Praxis war in einem der schönsten Gebäude in dieser Kleinstadt. Eine große Glasfront durchflutete die Räume von der Nordwestseite, und auch vom Flachdach waren größere verglaste Flächen vorhanden. Hell aber nicht blendent-die Praxis war im obersten Stock, im "Penthouse" sozusagen. Man hatte von den Liegestühlen einen schönen Blick in Richtung Remstal und Waiblingen. Das erste mal ist man ja schon noch etwas aufgeregt und kommt sich zwischen den ganzen Kindern etwas seltsam vor. Auch die Helferinnen war zum größten Teil noch recht jung.

Ich habs auch irgendwann geschafft mich auf diesen Liegeplätzen zu entspannen-sogar bei ZA, was früher nie der Fall war. Aber diese Gefühl, der Brackets unter den Lippen, des neuen Bogens, der dann doch wieder zieht und spannt, da ist man dann froh wenn's wieder weg kommt-obwohl sich direkt danach die Zahnreihe darunter ungewohnt glatt anfühlt. Weitere Dinge, wie Separiergummis oder ähnliches wurden bei mir nicht verwendet. Den großen Umbau kann in so einem Fall eh nur der Kieferchirug richten. Ich war auch erstaunt, wie lange es dauerte bis meine Umgegend feststellte, dass ich da ne

Spange im Mund habe. Selbst bei Leuten, mit denen ich oft zusammen war wurds erst bewusst, als ich mich schon zur OP verabschiedet habe - "Was du hast, ne aha tatsächlich..."

Ein kleiner Kunstgriff von meinem Zahnarzt, war es eine Füllung noch, trotz "montierter Kette" nachzuschieben. Er schien sie irgendwie übersehen zu haben, als er mir die "Lizenz zum richten" gab. Ich hab ihm zwar angeboten, den Draht vorher wegmachen zu lassen, aber er hatte gemeint, dass schaffen wir auch so - und hat Wort gehalten.

Das Geraderücken des UK's ging recht zügig von statten, eigentlich hätte man schon früher mit der OP beginnen können, aber man muss ja auch erst mal einen Termin im KK bekommen. Im KK dauert alles eben ein bisschen länger. Angefangen von den Wartezeiten in der Ambulanz bis zur Vergabe des Termins...

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Mein erster Termin in der Chirurgie zog sich also schon einen ganzen Nachmittag hin. Ich hatte es geahnt und zeitlich entsprechend eingeplant. Hinter der Scheibe sass ein quirlige kleine etwas untersetzte Dame mit Brille. Die Brille war zusätzlich mit einem Kettchen gesichert, das bei jeder Kofbewegung etwas mit wackeltet. Die Dame legte ihre Kinne in den Hals und blickte einem über die Brille an, wenn sie mit einem sprach. So habe ich mir immer eine "Oberschwester" vorgestellt ;)

Teilweise kommt man sich ja ziemlich "gesund" vor, wenn man in so einer Ambulanz wartet. Mir persönlich war das auch nicht so ganz unbekannt, weil ich wenige Jahre zuvor eltiche Stunden in der Onko-Ambulanz verbringen musste. Wahrscheinlich hat mir das auch ein bisschen die Angst vor der Sache relativiert. Aber das ist eine Geschichte für sich...

Obwohl ich mich mit allen verfügbaren Röntgenbildern eingedeckt hatte, wurden trotzdem nochmal eigene gemacht. Ihr kennt das sicher, man beisst auf etwas um die Kiefer zu arritieren und das Röntgengerät fährt so um einen rum. Dazu kamen m.W. noch spezielle Aufnahmen aus ganz bestimmten Richtungen. Später wurde auch nochmal ein Abdruck für die OP gemacht.

Die Röntgerei ging an und für sich recht zügig voran ohne große Warterei.

Danach gings nochmal zu Onkel Doc. Der hat mir dann genau erklärt wie er es machen würde. Er hat mir geraten nicht, wie ursprünglich geplant, den UK nach oben zu schwenken, sondern den OK nach vorne-unten zu schenken. Im hinteren Bereich kämen die Backzähne dadurch automatisch etwas weiter nach oben, sodass der UK - weil er besser schließt auch nach vorne oben kommt - na alles klar ;) ?

Er hat mirs's dann noch an Modellen erklärt und ich glaub aus prinzipiell verstanden zu haben. Eigentich hätte ich mir das noch gerne auf einem PC simulieren lassen wollen, auch im Vergleich zu UK umstellung, aber die Möglichkeit hatten sie dort leider nicht. Ob sich das inzwischen geändert hat ?

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Was ist denn eine Onko Ambulanz? L.G matteo:-P

Ich hoffe dass keiner von euch da hin muss:

Ausführlich heißt es onkologische Ambulanz. :(

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Hi Onkel Donald,

fängt der Name des KFO mit der lichtdurchfluteten Praxis mit Blick ins Remstal mit K an?

Neugierige Grüße

Rara

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Im Frühjahr, so im März 03 war es dann soweit, dass mein KFO meinte, nun können man mit der OP beginnen. Die Aufnahme hatte im KH hatte ich das letzte mal bereits geschildert. Hinzu kamen noch einige Vermessung mit verschiedenen Apperaturen, z.B. wie weit man den Mund auf bekommt, und verscheidenes anderes.

Es wurde schliesslich Mai, bis ich im Katharinenhospital einrücken durfte. Es war zum Glück noch sehr kühl draussen (bin echt froh, dass ich dort nicht im Juli/August 2003 ) war.Ich einige Tage vorher besonders verdrahtet, was für die Putzerrei ziemlich lästig war. Nach der ersten Aufnahme hatte ich einige Stunden Ruhe und habe mich mit ein paar Patienten auf dem Stock bekannt gemacht. Abends kam dann die Anästhesistin, die mich nochmal über die Betäubung usw informierte, auch dass ich dann nüchtern bleiben muss. Ich sollte Nachmittags dran kommen. Der nächste Tag zog sich so hin. Es passierte lange nichts, erst am Nachmittag kam dann jemand, der mir mitteilte, dass das wohl heute nichts mehr wird und sich doch nochmal um 'nen Tag verschiebt. Ich bin kurz darauf nochmal in die Stadt gegangen und hab was Ordentliches gegessen - schliesslich vergingen darauf über eine Woche, bis das wieder möglich war.

Ich hatte in der Zeit das Glück alleine auf dem Zimmer zu sein, also kein nervender Fernseher oder sonst was. Am nächsten Tag gings dann auch zeitig los und ab da hab ich 'nen Filmriss. Bin erst spät nachmittags wieder aufgewacht.

@Rara: Ja

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...so im Halbschlaf bekam ich noch mit wie der Chirurg sich sein "Werk" ansah. War dann aber gleich wieder weg...

Später beim richtigen Aufwachen spannte irgendwie alles im Gesicht und ich hatte das Gefühl einen heftigen Schnupen in der Nase zu haben, teilweise kam auch noch blut raus. Sie haben mir etwas gegeben, das abschwellend wirkt. Die Nahrung lief die ersten paar Tage über eine Magensonde (also durch die Nase) ein. Ich lag übers Wochenende drinn und Montag bei der Visitite bat ich darum, vielleich Umzustellen, ich hatte irgendwie einfach lust wieder etwas "normales" zu bekommen", das ging dann auch Dienstags los mit Spargelsuppe. Das Tagesmenue war recht einfach: Kaffee/Tee/Kakao am Morgen, Spargelsuppe danach zu Mittag Spargelsuppe und abends Spargelsuppe, am nächsten Tag wieder das gleiche und das die ganze Woche (war ja im Mai). Über diese Zeit im KH hatte ich auf dicke Gummis zwischen dem OK und dem UK - einfach damit sich die beiden auch richtig finden und "zusammenwächst was zusammen gehört"

Nach und nach füllte sich das Zimmer mit zwei weiteren Herren, jedoch mindesten nochmal so alt wie ich und bereits im "wohlverdienten" Ruhestand.

Die Kommunikation war jedoch am Anfang eher eingeschränkt. Erst in den letzten Tagen meines Aufenthalts lernte ich noch einige Patienten der Station kennen.

Der eine hatte einen Unfall "mit dem Schraubenziehen durchs Auge" (die Augenabteilung ist auf der gleichen Etage) und der andere kämpfte gegen oralen Krebs mit Bestrahlungen. Aber wir waren alle drei guter Dinge, das die Sache für uns gut ausgehen würde. Leider weiss ich nicht was inzwischen aus den beiden geworden ist.

Im Stockwerk darüber sind die "Privatpatienten" untergebracht. Da sind dann halt weniger in einem Zimmer, Teppich liegt und was sonst noch so anders gemacht wird, weiss ich nicht - wahrscheinlch OP vom Chefarzt.

Was mir auch noch in Erinnerung ist, war die Blaskappelle die am Montag abend vor den Fenstern spielte: "Gott ist und bleibt getreu" in einem Satz von J.S.Bach- wirklich sehr schön und mit Gefühl vorgetragen.

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...ja, dann war da auch noch ein ältere Herr, früher selber Zahnarzt, der am ersten Abend gekommen ist - einfach nur um ein bisschen zu plaudern, aber natürlich auch fachlich mitreden konnte. Ich finde das toll, wenn sich Menschen in ihr Freizeit einfach ein bisschen Zeit für anderen nehmen.

Ich hab ihm erzählt was alles vor mir liegt, aber, da ich schonmal zu einer OP im KH einige Jahre vorher war, das ganze recht optimistisch anging. Man geht rein, und weiss genau, hat einge schlechte Tage und kommt ca 8-10 Tage später wieder heraus und es geht nur noch aufwärts. Drei Jahre vorher kam ich zwar auch nach 8 Tagen wieder heraus, aber eher mit weichen Knien und etwas benommen. Damals hiess es, sie haben 80% Überlebenschance - hört sich zwar viel an, aber man stelle sich in eine Reihe und muss aufpassen, dass man nicht ausgerechnet an 5.ter Stelle steht - oder kurz wegducken, wenn ausgezählt wird...auf jeden Fall ist es von Vorteil, wenn in solchen Situationen die sozialen Kontakte bestehen bleiben und man da nicht alleine durch muss. Ich finde es auch klasse, wenn hier der eine oder andere aus dem Forum sich mal aufmacht und einen seiner Leidensgenossen besucht. Die Realität und was viele über bestimmte Fernsehserien von KH zu wissen glauben sind oft zweierlei.

Mittwochs, inwzischen am 5. Tag nach OP gings mir soweit gut, dass ich ein bisschen Klinikgelände spazieren gehen konnte. War von euch das Katharinen-Hospital kennt, dem ist sicher das große Artrium in Eingangsbereich aufgefallen. Das wurde an diesem Abend zu einem kleinen Konzertsaal umfunktioniert. Ein Gruppe sang verscheidenerlei Lieder - teilweise a-capella, teilweise mit Flügelbegleitung. Es ging so gut 90 minuten. Jeder Platz war besetzt. Das Reden von mir war noch ziemlich eingeschränkt. Auch wegen der dicken Ringe.

Das Essen bestand nach wie vor immer noch aus - tara - Spargelsuppe: morgens, mittags, abends....

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Man lernt hier die unterschiedlichsten Schicksale kennen. Da gab es einen älteren Herrn, der zum Zahnziehen in die Klinik musste - Hintergrund: er nahm bestimmte Medikamente, (m.W. Makomar) und brauchte deshalb Spezialisten. Ein andere Frau, mit der ich mich auf dem Gang unterhielt hatte bald ihr 30-maligen Aufenthalt, auch bei ihr war etwas anders, das sie immer wieder hierher musste (Bluter oder so). Dann war da noch das Mädchen, das auch wie ich einen offenen Biss hatte, jedoch schon zum zweiten mal operiert wurde, da nach dem ersten mal nach einiger Zeit ein Rezidiv auftrat-der trotz (oder wegen ?) Spange nicht aufgehalten werden konnte.

Die "guten Geister der Station", also diejenigen, die hier ihren Dienst machten, gestanden mir einmal, dass sie viel lieber mit den Patienten hier, als mit den Privatpatienten zu tun hatten. Die haben doch manchmal ganz schöne Allüren und Macken ...

Nachmittags habe ich, zum Zeitvetreib etwas den Giro verfolgt, der die Rennfahrer grad durch die Dolimiten und Norditalien hetzte. Am vorletzten Tag suchte ich die Bibliothek auf.

Endlich, am letzten Tag wurde noch Fotos gemacht und der Splint wieder abgebaut-war dann echt froh, das Ding endlich draussen zu haben. Ich durfte übers Wochenende nach Hause-juhuu, aber ich war noch 8-Tage Krank zu Hause geschrieben. Die Schwellung war noch mäßig.

Zu Hause genehmigte ich mir das erste mal etwas Abwechslung im Speiseplan und nahm etwas "festes" zu mir. Ich hatte zwar noch etwas Problem den Mund zu öffnen und musste natürlich sorgfältig danach spülen, damit nichts unnötiges hängenbleibt aber .... es war einfach ein soooooooo toller Genuß.

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Nach einem ruhigen Wochende gings nochmal zum Fädenziehen in Krankenhaus, diesmal aber nur in die Ambulanz. Es wurde mit dem typischen "Zahnarztspray" gearbeitet, das einem sofort (früher zumindest) entgegenschlägt wenn man einen Zahnarztpraxix aufsucht. Alles war wie vereist und die Fäden konnten geschnippelt werden. An einer Stelle waren sie doch etwas eingewachsen und ich kam total ins schwitzen, bis der Assistent sie endlich herausgezwickt hatte, war auch ziemlich unangenehm.

"Kommen Sie in einigen Wochen wieder - zur Kontrolle, die Platten können wir in ca 8 Monaten rausnehmen". Ich ließ mir von der Dame am Tresen die neuen Termine geben. Es war auch an diesem Tag recht voll in der Ambulanz.

Teilweise Angehörige von Patienten, Leute die sich beraten liessen, seltener Kinder...

Meine Zähne waren nun durch den Splint ziemlich in Mitleidenschaft gezogen worden, zumindest was die Farbe angeht. Sie waren dunkel - fast schwarz. Es war nun höchste Zeit sich "etwas für sie zu gönnen". Ich hatte bereits im vorhinein einen Termin bei meinem Zahnazrt vereinbart, um der Sache nachzugehen. Er hatte da speziell jemanden, der in seinem Haus die professionielle Zahnreiningung durchführte, kostet zwar dort 99EUR, aber in dem Fall war mir das die Sache auch wert. Mittlerweile habe ich erfahren, dass es da die unterschiedlichsten Methoden gibt-von einfacher Reinigung mit einem spitzen Instrument, über Pasten und, wie's hier war mit einem Art "Sandstrahler", naja, Sand war's nicht, eher so nen Art Salz, an den Lippen hatte es seine Spuren hinterlassen.

Die Frau musste ihr Geld bei mir wirklich hart verdienen :mrgreen: , die Flecken waren doch ziemlich hartnäckig. Ich glaub sie hat über ne Stunde an mir gearbeitet. Danach "Spiegel bitte - rechts und sieht man noch was, was ich nicht sehen sollte". Mit einem verhaltenen Stöhnen hat sie die Arbeit nochmals aufgenommen, jedoch diesen Fleck haben wir nicht ganz weg bekommen.

Es hat sich zum Glück jedoch nicht als Karies rausgestellt-gibts manchmal auch solche verfärbungen. Wir haben den Zahnarzt einfach noch zu Rate gezogen. Jetzt war ich richtig stolz mit meinem neuen "Esszimmer".

Der Bogen musste natürlich noch einige Zeit drinbleiben-länger eigentlich wie ich vermutet hatte...

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Die meiste Zeit der Nachbehandlung wurde von einem anderen Kieferorthopäden durchgeführt. Nicht jedoch, weil ich mit dem Vorgänger nicht zufrieden gewesen wäre, es war einfach ein Umzug nötig und die Entfernung zum alten war für mich zu weit.

Diese Praxis war schon etwas in die Jahre gekommen, die Ärztin allerdings auch. Es erinnerte mich an die Zeit, die ich als Kind in solchen Praxen zubrachte. Aber etwas anderes erinnerte mich auch an die Zeit. Die Brakets wollten einfach nicht mehr richtig halten. Und es verging kaum eine Woche, wo nicht wieder irgend eines abgefazzt ist.:twisted: Wenn die Befestigung jedoch nicht vollständig ist, ist's mir als Laie schon klar, dass die nicht richtig funktionieren kann, womöglich sogar sich eine Verschlechterung einstellt.

Tatsächlich passierte das auch an den 18 bzw 48'ern, die langsam nach oben kamen.

An der Zahnstellung wurde nicht wirklich etwas verändert, es sollte lediglich zur Stabilisierung noch beibehalten werden. Naja, über ein Jahr habe ich das noch mitgemacht, aber im darauffolgenden Herbst, als eben mal wieder einige Brakets den Halt verlieren, hab die die KFO zur Rede gestellt, was sie mit der Apparatur noch bewegen will, wenn sie es eh nicht hin bekomme, die Brakets stabil auf den Zähnen zu befestigen. Da es auch schon über längere Zeit keinen Zahn mehr zu Bewegen gab, meinte sie dann, dass die Behandlung nun beendet sei. Das sah ich genauso. Endlich kam sie also raus und die Pflege war nun erheblich erleichtert. Ehrlich gesagt war ich das ja noch gar nicht gewohnt, meine glatten Zähne unterhalb der Lippen so zu spüren, aber ich habe mich schnell daran gewöhnt.

Es wurde noch ein Retainer angefertigt, anfangs habe ich den auch noch getragen-oder zumindest versucht zu tragen. Aber ich kam mit dem Teil nicht klar, konnte damit einfach nicht schlafen. Auch habe ich mal gehört, dass die Ursache des offenen Bisses auf falsches Schlucken zurückzuführen sei, da sich die Zunge dabei zwischen die Vorderzähne presst. Das stimmt zwar, ob da jedoch Ursache und Wirkung vertauscht wird? Oder presst sich die Zunge dazwischen, weil mal ein Spalt da war, um den Unterdruck zu halten, und verschlimmert womöglich die Sache weiter? Vielleicht ein Zahnlücke im Kindesalter?

Der Retainer ware jedenfalls so, dass wiederum eine Lücke vorne übrig blieb, und die Ursache, kein Unterdruck zu erzeugen, war wieder da. Also hab ich für mich beschlossen das Ding nicht mehr anzufassen.

Und bis heute blieb alles stabil, das hatte mir der Kieferchirurg auch bei der OP-Methode OK-Vorverlagerung und Schwenkung, auch zugesagt.

Und das möchte ich euch auch mitgeben, lasst euch nicht auf jede OP ein, und fragt danach, wie es mit der Langzeitstabilität aussieht. Ein Behandlung, die danach ein Leben lang immer künstlich gehalten werden muss, wäre mein Fall nicht. Aber das müßt ihr selber abwägen...

So, dass war sie, meine Zahnspangengeschichte. Ich hoffe, sie hilft vielleicht dem einen oderen anderen weiter. Falls ihr noch Fragen habt, könnt ihr mir gerne schreiben, oder auch direkt im Forum Fragen stellen.

Oder einfach auch schreiben, ob euch die Geschichte gefallen hat. Sie ist nun so einige Jahre danach aus dem Gedächtnis aufgeschrieben und natürlich vergisst man manches, medizinisch sicherlich nicht so ausführlich, als wie wenn man mittendrin steht.

Alles Gute und frohe Ostern wünscht

Onkel Donald

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Hallo Onkel Donald,

so eine schöne Geschichte mit happy end....schade, dass ich jetzt nicht immer wieder nen neuen Teil zum Lesen bekomme.. :-) das war fast wie so ein Fortsetzungsroman in der Zeitung ;-)... hat echt Spaß gemacht, das zu lesen...

Danke für die ganzen Infos. Und supi, dass alles stabil bleibt. Das wünsch ich mir für meinen offenen Biss auch...und sowohl KFO als auch KC haben mir das eigentlich zugesichert.... Bin mal gespannt...

LG, Johanna

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@roter Pulli

zunächst nochmal danke, für die Rückmeldung.

Die Zähne sind ja trotz allem so eine never-ending-story. Auch wenn's nicht ganz inst Thema passt. Aber zur Zeit lasse ich noch etwas machen. Sagt euch der Begriff Depotphorese etwas? Das ist eine elektrophysikalische Behandlungsmethode im Bereich Endodontie. Sie ist etwas umstritten-aber meiner Meinung nach gilt: Wer heilt, hat Recht.

Ich bin mittels googel und in einem anderen Forum darauf aufmerksam geworden. Wollte mich einfach nicht so schnell von einem Zahn trennen. Er wurde damals in der Vorgeschichte wurzelbehandelt und einige Zeit später hat sich eine Zyste gebildet. Beim ersten feststellen meinte die Zahnärztin einfach nur, abwarten und zuschauen. Inzwischen wurde das Ding jedoch größer.

Die erste Meinung: Wurzelspitzenresektion, die nächste vollständige Entfernung - ich habe mich dann für die 3. entschieden - Ionophorese bzw. Depotphorese.

Der Zahn wird aufgebohrt und ein leitfähiges Medikament eingebracht. Mittels kleinem Strom wird das Medikament in alle Kanäle des Zahns transportiert.

Das ganze wird 3-5 mal in Abständen von ein bis zwei Wochen durchgeführt, danach wird dann richtig verschlossen - man spricht auch von einem natürlichen Implantat. Soweit, sogut... Was aber sehr schwierig war, war jemand zu finden, der das überhaupt durchführt. Das war echt nen Fall für sich. Anruf bei der Krankenkasse. "Da verbinden wir sie mit unseren Spezialisten in der Zentrale"...Musik spielt..." Dr. soundso, was kann ich für sie tun ...hm wie heisst das-tut mir leid, ich bin Augenarzt, so genau kann ich ihnen das nicht sagen, Moment bitte "... wieder irgendeine Musik ..." und wie buchstabiert man das ... nein, sorry, das hat unsere Datenbank nicht".

Die nächste Anlaufstelle, die Zahnärztekammer des Landes (Habt ihr schonmal versucht, deren Telefonnummer auf der homepage zu finden? abenteuerlich)

..." Es tut uns leid, aber unsere Datenbank kennt den Begriff nicht".

Danach bin ich wieder ins Internet, hab schliesslich die Telefonnummer vom Gerätehersteller erhalten und endlich auch die Adresse eines Zahnarztes - klingt verrückt-ist aber so.

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welche vorteile oder auch nachteile hast du über die depotphorese erfahren ?

naja, ein vorteil scheint ja schon mal zu sein, dass er den zahn nicht verliert, oder? find ich schon mal nicht sooo schlecht.

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