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callas

Lücken aufmachen/ Implantate

Gibt es hier im Forum zufällig jemanden, bei dem Lücken im Zahnbogen aufgemacht und diese dann anschließend mit Implantaten versorgt wurden? Mir wurden wie vielen anderen KFO-Opfern auch die Vierer gezogen, und ich leide jetzt so unter meinem eingefallenen Gesicht und der unnatürlichen Zahnbogenform, dass ich mir überlege, die gezogenen Zähne durch Implantate ersetzen zu lassen. Mich würde mal interessieren, wie lange es dauert, eine ausreichend große Lücke zu schaffen und welche Risiken es bei so was gibt.

Callas

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Hi Callas!

Bei mir wurde der gleiche Unfug wie bei dir getrieben, nur dass ich die Behandlung abgebrochen habe, nachdem ich feststellte, was der KFO (gegen meinen Willen und den vereinbarten Behandlungsplan) tut.

Mir hat man auch gesagt, man könne die Zähne wieder nach vorne bewegen und somit auch die ursprüngliche Lippenfülle wiederherstellen. Ich weiß auch nicht genau, was ich davon halten soll. Ich hab mich schon im Internet nach solchen Fällen umgeschaut und bin nicht fündig geworden. Meine ganz konkrete Sorge ist nämlich, dass das Zahnfleisch die Bewegung nicht ganz mitmacht und ich dann im OK-Frontbereich auch extrem freiliegende Zahnhälse habe. :confused:

Die andere Option ist für mich eine OP. Also den Oberkiefer nach vorne setzen zu lassen.

Wie weit sollen deine Zähen nach vorne bewegt werden? Eine gesamte Prämolarenbreite? Wenn die Zähne soweit zurückgezogen wurden, ist recht wahrscheinlich dass sie nicht nur gekippt, sondern auch körperlich distalisiert wurden. Letzteres kann mit KFO nicht rückgängig gemacht werden. :-?

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Hallo Iris,

Ja, es würde schon um fast eine Prämolarenbreite gehen.

Was genau bedeutet "körperlich distalisiert"?

Die Prämolaren im OK wurden mir bereits mit 10 oder 11 gezogen, so dass natürlich die knöchernen Strukturen bei mir völlig deformiert sind.

Vielen Dank übrigens für deine tolle Website. Du dokumentierst sehr eindrucksvoll, welche Auswirkungen Extraktionen auf das Gesicht haben. Man sieht sehr gut, wie das Profil abflacht, das Gesicht langgezogen wird und die Mundwinkel absinken (besonders bei der Mundform kann ich mich wiedererkennen).

Ich habe nun endlich eine Erklärung dafür, dass mein Gesicht sich so merkwürdig entwickelt hat. Unter den psychischen Folgen meines deformierten Gesichts habe ich bereits seit meiner Kindheit zu leiden, denn als Kind konnte ich natürlich nicht verstehen, warum ich anders aussah als die anderen Kinder und warum bei mir nicht mehr der Mund zuging und ich immer so schnaufen musste. Deine Fotos sind für mich der ultimative Beweis, dass das die direkte Folge der Prämolarenextraktion ist.

Liebe Grüße,

Callas

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Die von dir beschrieben Effekte, die auf meinen Fotos zu erkennen sind sind nur teilweise auf die Prämolarenextraktion und die Frontretrusion zurückzuführen. Was bei mir noch dazu kommt, ist, dass der KFO im OK die Backenzähne einige mm extrudiert hat, wodurch sich die vordere Gesichtshöhe um ungefähr 5 mm vergrößert hat. Das ist auch der Grund für die Lippenschlussprobleme und die herabhängenden Mundwinkel. Die Prämolarenextraktion und Frontretrusion selbst verursacht "nur" die Abflachung der Mundpartie bzw den Verlust an Oberlippenfülle und die optische Vergrößerung der Nase (was aber schon schlimm genug ist :cry: ).

Wenn du schreibst, dass der optische Effekt bei dir genau der gleiche ist wie bei mir, dann besteht vermutlich ebenso ein vertikales Problem. Das ist nicht ungewöhnlich, da nicht lege artis vorgenomme KFO Behandlungen im Wachstum nicht selten zu einem krankhaften vertikalem Wachstum führen. Diese Seite http://www.orthotropics.com/ warnt vor festsitzenden Zahnspangen im Wachstum und zeigt eindrucksvoll die möglichen katastrophalen Auswirkungen.

Was genau bedeutet "körperlich distalisiert"?
Das bedeutet, dass die Wurzel der Zähne zurückbewegt wurde und der Zahn nicht nur zurückgekippt wurde. Etwas schwer zu beschreiben, wenn man keine Bilder hat.

So, wie sich das für mich anhört wird es vermutlich ebenso wie auch bei mir schwierig sein, ein gutes ästhetisches Ergebnis nur mit KFO-Behandlung wiederherzustellen. Ich bin unendlich froh, dass es als "letzten Ausweg" aus der Misere die chirurgische Option gibt. Auch wenn ich mich momentan noch nicht damit anfreunden kann und die Angst überwiegt, so ist es doch ein Hoffnungsschimmer wieder ungefähr mein früheres Aussehen zu erlangen.

Bist du aus .de oder aus .at?

Was die psychischen Folgen dieser iatrogenen Gesichtsdeformierung betrifft, kann ich dich sehr gut verstehen. Es war enorm schwierig für mich plötzlich mit diesem ungünstigeren Aussehen leben zu müssen, wo ich es von klein auf gewohnt war, ein "normales" Gesichts zu haben. Ich empfinde es noch immer als massive Beeinträchtigung meiner Lebensqualität und kann mir absolut nicht vorstellen den Rest meines Lebens mit diesem Gesicht zu verbringen.

lg aus Wien,

Iris

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Ich denke mal, dass bei mir natürlich auch die Backenzähne extrudiert wurden, sie sahen bei mir als Kind schon sehr lang aus, und mein Mittelgesicht ist wirklich extrem in die Länge gezogen. Die von dir angeführte Seite habe ich natürlich auch schon entdeckt - schade dass es die nicht schon vor 25 Jahren gab ...

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