Sarah

Drehe total am Rad - Hilfe !!!

Hallo Ihr Lieben,

in knapp drei Wochen ist meine Bimax angesetzt und ich laufe völlig aus dem Ruder.

Zu meiner psychologischen Vorgeschichte (meine Zahngeschichte findet ihr im Zahnspangen-Thread): Ich leide seit 15 Jahren an Depressionen und Panikattacken. Die Panikattacken äußern sich so, dass ich Angst habe zu ersticken. Ich ringe verzweifelt nach Luft, fange dann natürlich an zu hyperventilieren und verschlimmere das Ganze nur noch so.:( Bin deswegen auch seit 15 Jahren in psychotherapeutischer Behandlung und nehme Antidepressiva.

Jetzt macht mir der Gedanke an die OP so sehr zu schaffen, dass ich total aus dem Ruder laufe. Ich schwanke ständig zwischen "Himmel hoch jauchzend und zu Tode betrübt". Heute war ich bei meinem Psychiater, um mich wegen der Medikamente auf die OP einzustellen. Er hat mir ein zusätzliches Medikament verschrieben, dass mich noch ruhiger stellen soll. Und anstatt darüber froh zu sein, könnte ich den ganzen Abend lang schon nur noch heulen. Ich bin total fertig und habe Angst die OP nicht durchzustehen.

Ich weiß, dass hier keine Psychologen unter uns sind. Aber Ihr seid im Moment wohl die einzigen, die meine Gedanken nachvollziehen könnt.

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Stimmt, Psychologen sind wir wohl nicht, aber wir haben/hatten alle wohl ähnliche Gedanken. "WIe wird es sein?", "Was ist danach?" usw... hast du generell Angst vor OPs oder speziell vor dieser ?

Ich kann dir sagen, dass die CHirurgen sich da wirklich auskennen und eine spitzen Ausbildung hinter sich haben (Human- & Zahnmedizinstudium & "Weiterbildung") und das alles super laufen wird! Die Zeit danach geht gut vorbei und dann geht es nur noch bergauf!!!

Gruß

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Hallo Sarah,

das tut mir sehr leid für dich. Diese Angst ist wohl nicht mit einer "normalen" Angs, die jeder hat, zu vergleichen.

Hat dir deine jahrelange Therapie (was war es für eine?) nicht geholfen?

So kurzfristig jetzt noch etwas wirklich wirksames gegen die starke Angst zu unternehmen wird wohl schwierig... Da können die wahrscheinlich wirklich nur Medikamente helfen. Ich würde aber auf jeden Fall noch mal mit deinem Therapeuten darüber sprechen!!

Wünsche dir ganz viel Kraft!

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Hallo Sarah,

ohjeh, du Arme!! Hmm, wenn du eh schon in Behandlung bist, dann fällt es natürlich schwer, dir etwas zu raten. So Angst- und Panikattacken sind - glaube ich - etwas ziemlich fieses, weil man so machtlos dagegen ist. Hast du mit deinem Therapeuten irgendwelche Entspannungs- oder Beruhigungstechniken erprobt, die dir vielleicht jetzt helfen könnten (ich denk da an Autogenes Training, oder Progressive Muskelentspannung)... oder sonst irgendwelche Bewältigungsstrategien erarbeitet?

Ansonsten fällt mir leider auch nicht mehr ein, als dir gute Nerven und viel Kraft für die drei Wochen bis zur OP und die Zeit danach zu wünschen. Du bist ja bei nem wirklich guten Chirurgen. Das wird schon alles!!!

Liebe Grüße und alles Gute,

Johanna

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Liebe Sarah,

ich denke, Mayi hat Recht! Denn Deine Angst ist krankhaft! Wie Du selber geschrieben hast, leidest Du seit vielen Jahren unter Panikattacken, aus dem Grund kann Dir wahrscheinlich niemand außer Deinem Therapeuten helfen! Da ich selber nicht operiert werde, kann ich Dir in dem Anliegen auch keine richtigen Ratschläge geben, aber ich würde Dir gern helfen, damit Du Deine Angst vor der bevorstehenden OP etwas in den Griff bekommst! Ist es Dir möglich, Dich selbst zu beruhigen, bzw. Dich in irgendeiner Art abzulenken, so daß Du nicht ständig an die OP denken mußt? Du darfst der Angst nicht erlauben, Herr über Dich und Deinen Körper zu werden - da Du schon so lange in Therapie bist, weißt Du das sicherlich auch selbst! Du machst die OP ja aus einem bestimmten Grund und diesen Grund solltest Du nicht aus den Augen verlieren! Du wirst das schaffen, genau wie alle anderen Mutigen hier im Forum, die sich einer OP unterzogen haben! Ich drück Dir die Daumen! :smile:

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Vielen Dank für die lieben Beiträge, das hilft wirklich schon enorm. Allein der Gedanke, mit seinen Problemen nicht allein gelassen zu werden, beruhigt.

Natürlich hat mein Therapeut probiert, mit mir irgendwelche Entspannungstechniken zu erarbeiten. Aber auch wenn ihr das Problem mit Panikattacken nicht habt, wißt ihr vielleicht aus Erfahrung wie schwierig es ist, sich bei Angst zu entspannen:sad:

Ein bißchen geholfen hat mir eine Liste mit den Punkten, warum ich die OP machen lasse. Ich glaube, daß dürfen wir bei aller Angst nicht aus den Augen verlieren. Irgendwie werde ich wohl auch noch diese Zeit herumbekommen, auch wenn ich "weiter am Rad drehe".

Nochmal vielen Dank. Das ist sehr lieb von Euch.

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Sarah, eine Frage: hat dir die 15-jährige psychologische Behandlung denn etwas gebracht? Oder hast du hauptsächlich nur Medikamente bekommen?

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Sarah, eine Frage: hat dir die 15-jährige psychologische Behandlung denn etwas gebracht? Oder hast du hauptsächlich nur Medikamente bekommen?

Das gleiche hab ich mich auch schon gefragt! Medikamente lindern das Ganze doch nur für eine Zeit, damit kriegst Du die Angst jedoch nicht in den Griff!

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also bei ein paar dingen kann ich dich vielleicht beruhigen:

1. ich hatte auch angst, dass ich nicht genug luft bekomme nach der op. die nase ist ja fast ganz zu und im mund ist der splint + man kann den nicht richtig aufmachen. ABER: erstens hatte ich überhaupt kein problem nach der op durch den mund zu atmen, weil da noch ausreichend lücken sind, durch die man atmen kann. und zweitens kommt der körper mit wesentlich weniger luft aus, als man das selbst denkt. aber noch mal: keine sorge wegen der luft! ich hab mir da auch voll den stress drum gemacht, aber das is überhaupt kein problem.

2. bei einer bimax kommst du normalerweise auf die intensiv station: es gibt wohl keinen ort an der welt, an dem du besser bewacht wirst als dort! also wenn du atemnot hast, dann bist du wohl auf den intensiv besser aufgehoben, als wenn dir das zuhause oder beim spazieren gehen passiert. wenn irgendwas ist, kommt immer sofort die schwester.

3. wenn du aufwachst bist du immer noch total von den ganzen betäubungsmitteln bedröhnt. also ich habe den ersten tag nur bilderweise im kopf. ich war da noch so weggetreten, dass mir eigentlich alles relativ egal war.

also ich will nix schönreden... die ersten 3 tage waren echt scheisse, aber das wusste ich auch und deshalb hab ich mir immer nur gesagt: so, durchhalten jetzt und ab dem 4 tag wird's besser... und dann stand ich am 4 tag am fenster, die sonne hat ins zimmer geschienen, ich war total schmerzfrei und ich dachte: na siehst'e!

also ich bin eiegntlich so nen typ, der immer alles unter kontrolle haben will. ich muss immer wissen, wann, was, wie passiert. bei der op kann man das aber nicht, da muss man sich einfach mal dem (ich nenn es mal) schicksal überlassen. was mir da auch irgendwie geholfen hat ist, dass ich mir gesagt hab: so oder so, in 5-6 tagen gehst'e aus dem krankenhaus wieder raus, egal was passiert. das sag ich mir auch immer vor klausuren.

ob du vorher nicht einschlafen kannst, ob du vorher nen heulkrampf bekommst, ob du vorher vor nervösität fast zerspringst... alles egal, die zeit kannst du nicht aufhalten und so oder so... in 5-6 tagen gehst'e dann wieder nach hause.

...und wenn du alles durchgestanden hast, dann kannst du stolz auf dich sein!

ich wünsche dir viel glück! (aber so oder so, du bist bald wieder hier im forum und schreibst, wie es so war.... ;) )

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Hallo Sarah !

Ich wollte Dir auch noch ein wenig Mut machen, leider kann Dir keiner wirklich helfen dabei, aber Du wirst das schaffen !

Wie Du ja schon selbst geschrieben hast, besinne Dich auf die Vorteile der OP, die Punkte , die Dein Leben hoffentlich verbessern werden.

Ansonsten versuche, nicht die ganze Zeit daran zu denken, kommen wird der Tag so oder so, versuch dich abzulenken. Ich weiß, daß ist schwer, ich denke selbst auch ständig darüber nach und ich hab nicht mal einen Termin, vielleicht kannst Du ein neues Buch anfangen zu lesen und in die Geschichte abtauchen , um von Deiner Situation wegzukommen.

Also Kopf hoch ! Ich wünsche Dir viel Kraft und Stärke

...und dann wird sich hoffentlich alles zum Guten wenden

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lG

Jasna

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ich würde das auf jeden jeden Fall mit den Ärzten und Krankenschwestern besprechen!!!

Denn es kann sehr wohl sein, daß Du nur wenig Luft bekommst und Deine Nase wird voller Blut sein. Und für diesen Fall gibt es ein Gerät, eine Art "Staubsauger", mit dem Du Deine Nase freisaugen kannst. Und vielleicht können sie die Magensonde nicht durch die Nase, sondern irgendwie durch den Mund machen, damit der Schlauch nicht auch noch Platz wegnimmt... Oder sie legen direkt einen Schlauch in die Nase, mit dem Du atmen kannst!

Es ist schon so, daß das Atmen schwieriger wird. Aber natürlich passen die Leute darauf auf. Sag auf jeden fall vorher den Krankenschwestern bescheid.

Vor der sonstigen OP mußt Du Dir keine Gedanken machen.

Die Ärzte kennen sich aus.

Und Schmerzen hat man nicht so.

Und noch ein Tip: nach der OP mußt Du keine Panik mehr haben, denn ab dann wird alles nur noch besser!

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Und Schmerzen hat man nicht so.

ich hatte leider das glück bzw. das pech (wie man es auffassen will), dass mein Chirurg meinen Unterkiefer so ideal operiert hat, dass der Unterkiefernerv kaum gequetscht oder gar beschädigt wurde. Dementsprechend konnte ich schon nach dem aufwachen aus der narkose meinen unterkiefer wieder fast so spüren, wie vor der OP. Dementsprechend habe ich jetzt aber auch schmerzen (bin nun 1 woche post op).

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So Leute, war ein paar Tage mächtig im Stress, deshalb melde ich mich erst jetzt wieder. Zunächst einmal vielen herzlichen Dank für die lieben Worte, Vorschläge, Gedanken, Daumendrücken... und was ich sonst noch alles von Euch erfahren habe. Ihr seid wirklich großartig.:-D

In einer Woche liege ich wohl um diese Zeit unter dem Messer, grusel. Nervosität steigt proportional an. Aber in zwei Wochen, werde ich darüber hoffentlich schon lachen können. Wie hat hier einer geschrieben? So oder so... der Termin kommt und geht vorüber.

Also nochmals vielen Dank. Ich halte Euch weiter auf dem Laufenden.

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geh noch mal richtig lecker essen vorher..

und freu dich auf die op, denn das ist der nächste schritt zur zielgeraden, dann hast es bald alles hinter dir.. ich wünsche dir von herzen alles gute!

liebe grüße

julia

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Hallo Julia,

war gestern gleich zweimal nochmal lecker essen. Mittags beim Chinesen und abends schöner Filettopf. Nehme anstatt wie die anderen 10 kg zu, und nicht ab.:wink:

Gestern beim Koffer packen, flossen dann doch ein paar Tränen. Bin eben mächtig aufgeregt. Aber nur noch ein paar Tage, dann liegt dieser wichtige Schritt hinter mir und dann geht es nur noch bergauf.

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Hai Sarah

Wird schon schief gehn.

Ich wünsch dir auf jedenfall Hals- und Beinbruch (oder sollt ich lieber Kieferbruch sagen). :rolleyes:

Julia282

und freu dich auf die op...:shock:

na denjenigen möcht ich sehn der sich drauf freut.

Aber kannst ja mal schreiben was dich drann gefreut hat. :mrgreen:

Vieleicht kann ich dann was Positives für meine OP mitnehmen.

also bis dann

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Hallo Sarah,

ich wünsch dir auch ganz viel Kraft und Mut - du schaffst das!!!

Wir haben es hier alle irgendwie überstanden und bald gehörtst du auch zum Club der Leute, die sagen können:"Wir haben`s hinter uns!"

Und dann kannst du stolz auf dich sein, dass du trotz deiner großen Angst den Schritt gewagt und gemeistert hast!

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hallo sarah ich kann dich gut verstehen das du grosse angst hast mir geht es genau so ich hab manchmal richtige alpträume und wünschte ich hätte es schon hinter mir aber bei mir wird es noch bis okt.-nov. dauern auf jeden fall kannst du jetzt schon sehr stolz auf dich sein überhaupt drotz deiner angst diesen weg zu gehen ich wünsche dir für deine op alles gute und das du mit dem ergebniss zu frieden bist ganz liebe grüsse ashanti

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