Thomas_1956

Erste Zahnspange mit 51

29 Beiträge in diesem Thema

Hallo,

ich bin neu hier und wollte mich auch mal vorstellen.

Ich bin 51 und hatte eigentlich bisher noch nie Probleme mit meinen Zähnen. Ich hab natürlich jede Menge Plomben, aber bis auf zwei Weißheitszähne mussten bisher auch noch keine Zähne gezogen werden und ich habe weder Kronen noch Brücken. Habe zwei Kinder im Alter von 15 und 13, der ältere hat seine Zahnspangen-Zeit hinter sich, die Jüngere ist gerade mitten drin.

Ich selbst hatte in meiner Jugend keine Zahnspange (damals gab es ja nur die losen) weil mein Zahnarzt meinte, dass das bei mir nicht nötig wäre. Und als ich dann ausgewachsen war hatte ich auch gedacht, dass sich das Thema Zahnspangen für mich insgesamt erledigt habe.

Weit gefehlt. Seit einigen Jahren merke ich, dass sich meine unteren Schneidezähne immer enger zusammenschieben. Das hat schon dazu geführt, dass an den zwei mittleren Zähnen jeweils ein kleines Teil abgesprungen ist. Außerdem haben sich diese zwei Zähne auch angefangen zu verdrehen, so dass sie inzwischen fast schon eine Verdrehung von 45 Grad gegenüber den anderen Zähnen aufweisen, Tendenz steigend. Mein Zahnarzt hat gemeint, da könne man nichts machen, das sei bei mir genetisch bedingt. Offiziell nennt das wohl Engstand in Ober- und Unterkiefer. Allerdings würde sich die Tendenz im zunehmenden Alter noch verstärken und die zwei Schneidezähne unten würden sich weiter verdrehen. Er hat auch gemeint, es nütze nichts, wenn ich mir die Zähne z.B. durch eine Spange richten ließe, da sie sich nach der Abschulung der Spange immer wieder in die alte Ausgangslage zurückbewegen würden.

Das habe ich mir eine Zeit lang so angehört, irgendwann habe ich mich dann aber doch entschlossen, mal einen Kieferorthopäden aufzusuchen.

Der erste, den ich besuchte verschrieb mir erstmal ne Aufbeiß-Schiene für den Oberkiefer, weil er meinte, dass ich in der Nacht die Kiefer wohl zusammenpresse, und meinte, die Fehlstellung der unteren Schneidezähne könne man schon hinbekommen. Und er meinte auch, das sich das Ergebnis auch halten ließe, da er nach der Behandlung ja hinter den Zähnen sogenannte Retainer anbringen würde, die die Zähne in ihrer neuen Position halten würden.

Er bot mir zwei Behandlungsmethoden an: Entweder ne feste Spange für den Unterkiefer als sogenannte Billiglösung, oder die hier ja bestens bekannte Invisalign Lösung, die mich zwar ungefähr doppelt so teuer kommen würde, die er mir aber wegen der besseren optischen Wirkung schon sehr ans Herz legte.

Um einen Vergleich zu haben bin ich dann noch zu einem zweiten KFO in unserer Nähe gegangen. Hab ihm die gleiche Geschichte erzählt und er meinte sofort, er könne mir gut helfen. Allerdings – und hier war ich überracht – meinte er, dass man hier nicht mit einer Spange im Unterkiefer bewenden lassen könne, sondern dass auf jeden Fall auch der Oberkiefer mit gerichtet werden müsse, weil sonst der Biss nicht mehr stimme. Das führte natürlich dazu, dass sein Kostenvoranschlag für zwei feste Spangen in OK und UK ungefähr das gleiche kostete, wie die Invisalign-Lösung des ersten KFO. Außerdem riet mir dieser KFO von der Invisalign-Lösung ab, da sie erstens zu teuer sei, und es zweitens bei Invisalign manchmal Probleme mit gebrochenen Schienen gegeben habe. Er meinte, die beste Lösung seien die feste Zahnspange, da ginge die Behandlung am schnellsten und ich könnte in einem halben Jahr alles hinter mir haben.

Mit diesem Wissen ging ich dann wieder nach Hause und überlegte, ob ich mir jetzt noch eine dritte Meinung einholen sollte. Aber ich hatte das Gefühl, dass ich dann auch nur wieder die persönliche – zufällige – Meinung eines einzelnen KFO hören würde, was mich auch nicht unbedingt weiter bringen würde.

Nach zwei Wochen Überlegung habe ich dann dazu entschlossen, die Lösung des zweiten KFO zu wählen, d.h. zwei feste Spangen für ein halbes Jahr in OK und UK. Die Invisalign-Lösung war mir für beide Kiefer einfach zu teuer, und nur einen Kiefer richten zu lassen hatte ich doch Bedenken, dass nacher möglicherweise der Biss nicht mehr stimmt.

Also machte ich für letzten Mittwoch (Mittwoch vor einer Woche) einen Termin beim KFO aus, um die Sache noch einmal zu besprechen, und um die Gipsabdrücke und die Röntgenaufnahmen machen zu lassen.

Die Aufnahmen und die Abdrücke gingen recht schnell, und wir besprachen noch einmal den Behandlungsplan. Wir besprachen die Wahl der Brackets, wobei er mir nahe legte, selbstligierende Brackets zu verwenden, da mit ihnen ein weitaus schnellerer Behandlungverlauf möglich sei. Er bot mir auch an, in den Oberkiefer durchsichtige Keramikbrackets zu verwenden, meinte aber, dass das in meinem Alter nicht so sehr viel Sinn macht, da man im höheren Alter beim Lächeln eher die untere Zahnreihe und nicht die obere sieht, und als ich mir das mal im Spiegel bei mir ansah musste ich ihm Recht geben.

Ich entschied mich also für die selbstligierenden Damon2 Metall-Brackets für Unter- und Oberkiefer, und der KFO machte mir einen Festpreis einschließlich der Retainer am Behandlungsende (sowohl feste Retainer als auch herausnehmbare). Nachdem wir uns geeinigt hatten kam die Frage, wann wir die Brackets reinmachen sollten, und ich meinte, dass mir das eigentlich egal sei. Darauf fragte er mich, ob ich denn jetzt Zeit hätte, dann würde er sie mir gleich reinmachen.

Ich war etwas verdutzt, weil ich damit überhaupt nicht gerechnet hatte. Ich bekam ein etwas mulmiges Gefühl und mir wurde es etwas flau im Magen. So schnell hatte ich es dann eigentlich dann doch nicht gewollt. Andererseits war ich jetzt eh schon da, und ich musste nicht extra noch mal nen Termin ausmachen.

Also hab ich mit feuchten Händen ja gesagt und nach weiteren anderthalb Stunden hatte ich unten 10 und oben 12 Brackets verpasst bekommen. Auf die Bänder um die Backenzähne hat mein KFO verzichtet, da er meint, die nötige Kraft bei mir auch über die Klebebrackets aufbringen zu können. Und unten sind es zwei weniger, weil mir seit meiner Geburt ein unterer Schneidezahn fehlt (hätte eh nicht hingepasst) und er an den 31 kein Bracket anbringen konnte, da ja 41 und 31 so eng und im ungefähren 90 Grad –Winkel zueinander stehen, dass er erst den 41 etwas wegbewegen muss, bevor er den 31 bekleben kann. Außerdem bekam ich noch zwei Brackets an die Innenseite der oberen vorderen Schneidezähne (11 und 21) geklebt, sogennante Aufbiss-Brackets oder auch Turbos genannt, die einerseits verhindern sollen, dass man sich die unteren Brackets abbeißt, und andererseits auch den Biss etwas regulieren. Dann hat die Helferin noch den Bogen reingemacht, und ich durfte zum ersten mal meinen Mund wieder schließen.

Als ich das erste mal versuchte, zuzubeißen traf mich fast der Schlag. Ich hatte das Gefühl, überall auf Metall zu beißen, und ich konnte mir nicht vorstellen mit diesem Zeug im Mund jemals wieder zubeißen zu können. Der KFO schliff an einem Bracket noch etwas ab, damit der Biß etwas besser wurde, aber an meinem Gefühl im Mund änderte sich erst mal nichts. Die Aussage, dass ich nach der abschließenden Fluorierung in einer halben Stunde etwas essen dürfte empfand ich als einen guten Witz.

Über die nächsten Tage brauch ich Euch nicht viel zu erzählen. Das haben ja die meisten von Euch selbst mitgemacht. Ich muss echt sagen, ich hätte es mir nicht so schlimm vorgestellt, und ich bin baff wie widerspruchslos die Teenies das alle ertragen. Mein Entschluß, aus Kostengründen nicht die Invisalign-Lösung zu wählen hab ich in den ersten Tagen mehrfach bitter bereut, und ich war kurz davor, das ganze Zeug wieder rausreissen zu lassen (hätt ich dann natürlich doch nicht gemacht, dazu wär’s mir dann zu schad ums Geld). Kauen war am Anfang absolut unmöglich und ist eigentlich auch jetzt noch nach gut einer Woche kann ich die Zähne erst ganz vorsichtig schließen, wobei die Schneidezähne immer auf die blöden Aufbiss-Brackets stoßen was weh tut und was auch richtig Überwindung kostet, da man immer das Gefühl hat, dass da was kaputt geht, und weil die Schneidezähne praktisch in diese Teile ‚einrasten’ und der Unterkiefer dabei etwas nach vorne bewegt wird. Ein echt unangenehmes Gefühl. Die Zähne sind auch nach wie vor ziemlich schmerzempfindlich, was dazu führt, dass ich mich immer noch (nach über einer Woche) überwiegend von Suppe und Nudeln mit Soße ernähre.

Vom optischen her finde ich das ganze nicht so schlimm. Ich finde, die Metall-Brackets sehen gar nicht schlecht aus. Was etwas gewöhnungsbedürftig ist, dass man meint, dass einen beim Reden jeder auf den Mund schaut. Und ich erwische mich dabei dass ich versuche, beim Lächeln den Mund zu schließen, was auch ein etwas komisches Gefühl ist.

Viel schlimmer finde ich die veränderte Aussprache, was hauptsächlich durch die Aufbiss-Brackets hinter den Schneidezähnen verursacht wird. S-Laute werden sehr undeutlich und ich hab auch das Gefühl, ich hab ne deutlich nassere Aussprache.

So, das war’s im Wesentlichen. Genug gejammert. Ist etwas länger geworden als geplant, aber vielleicht hat ja jemand bis hierher durchgehalten. Bin gespannt, wie es mir in nächster Zeit so ergeht. Und bin hauptsächlich gespannt darauf, wann ich wieder halbwegs normal essen kann. So ein frischer Salat oder ein schönes Stück Fleisch wäre schon mal wieder was feines!

Viele Grüße

Thomas

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Hey!

Also ich als Teenie (19 ;-)) muss ja sagen, dass ich es bewundere wenn sich "ältere" (oder weise ;-)) Leute noch eine Zahnspange verpassen lassen, denn realistisch gesehen entspricht es natürlich nicht der Norm - auch wenn es natürlich bei weitaus mehr nötig wäre. Mein KFO ist übrigens auch in dem Alter und hat in 4 Wochen eine Bimax mit allem möglichen vor sich! ^^

Ich denke, dass du durch deine Kinder auch unterstützt wirst und sie werden sich auch freuen am Ende einen neuen, frischen Papa zu haben. Ehrlich, so eine Veränderung macht meist jünger und attraktiver! ;-)

Klar, am Anfang ist es sehr ungewohnt mit so viel Metall im Mund und auch wenn ich jetzt die SPange schon 1 1/2 Jahre habe ist es ein anderes Gefühl wie ohne - auch wenn ich dieses Gefühl gar nicht mehr in Erinnerung habe (ich sehne den Tag in 2 - 3 Monaten herbei wenn sie wieder rauskommen - wie seltsam sich das anfühlen wird!). Du stehst noch am Anfang und - auch wenn ich das leider so sagen muss - wirst du diese "Schmerzen" der Zähne wohl noch öfters haben. Besser gesagt nach jedem Bogenwechsel, denn es wirkt ja nun mal eine ungeheure Kraft auf die Zähne um diese zu bewegen. Man kann es sich zwar nicht vorstellen, aber anscheinend kann so ein kleiner Bogen sehr viel. Ich bin kein Kieferorthopäde (KFO), aber ich kann mir gut vorstellen, dass bei dir evtl. die Schmerzen größer sind, weil die Zähne halt schon sehr, sehr lange in dieser falschen Position sind.

Aber hey, freu dich, es gibt noch mehr Quälereien dieser Art :grin:

Man kämpft sich da durch und gewöhnt sich in gewissermaßen auch dran und man muss sich halt immer dieses Ziel vor Augen führen.

Denk dran: Du möchtest doch danach noch die Menschen für die restlichen 45 Jahre deine schönen Zähne zeigen! hehe..

Gruß & viel Durchhaltevermögen! :)

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Hallo Thomas,

ja hast recht der Beitrag ist schon einwenig lang geworden;-), aber ich finde ihn föllig in ordnung! Das ist ja eine Beeindurckende Story mit 51 noch eine Zahnspange zu bekommen und noch dazu so schnell und spontan!!! Was hat den deine Familie dazu gesagt als du plötzlich mit der Zahnspange aufgekreuzt bist? Haben sie es sofort gemerkt oder gedacht da is was anders?

Wünsche dir alles gute für das halbe Jahr das is ja nicht so lange und bald wieder vorbei.

l.g sabine:grin:

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Hey Thomas,

find ich toll, daß Du Dich für eine Zahnspange entschieden hast! Ich hab mich sogar mit meinen 29 Jahren auch erst für zu alt gehalten um noch (wieder) mit einer KFO-Behandlung zu beginnen, aber wie man in diesem Forum erfährt, ist es völlig normal als Erwachsener mit Zahnspange rumzulaufen! :mrgreen:

Wie schon erwähnt, an die Schmerzen wirst Du Dich wohl oder übel gewöhnen müssen, da müssen wir alle durch - aber ich denke mal, am Ende der Behandlung wird sich jeder Schmerz gelohnt haben!

Zum Thema Invisalign: Hab so das Gefühl, dass immer genau die KFO`s von Methoden wie Invisalign oder auch Lingual abraten, wenn sie selbst damit nicht arbeiten (bzw. keine Ahnung davon haben)!? Aber dafür gibt es ja glücklicherweise Fachleute!!!

Also, ich wünsch Dir viel Glück & Erfolg und willkommen im Club! :grin:

LG

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Hallo,

vielen Dank für die aufmunternden Worte. Ich muss sagen, wegen dem Alter hatte ich mir gar keine so großen Gedanken gemacht, und mir gar nicht so genau überlegt, für wieviel Jahre ich mein 'neues' Gebiss noch nutzen kann. War einfach die Überlegung, dass ich so mit meinem 'alten' Gebiss nicht mehr weitermachen wollte.

Was hat den deine Familie dazu gesagt als du plötzlich mit der Zahnspange aufgekreuzt bist? Haben sie es sofort gemerkt oder gedacht da is was anders?

Ich hatte es schon telefonisch angekündigt, dass ich die Zahnspange schon drin habe, dadurch waren sie dann abends nicht mehr allzusehr überrascht. Meine Tochter hat etwas irritiert reagiert, nach dem Motto, es ist schon uncool, wenn die Eltern auch Spangen tragen, die eigentlich für die Teenies da sind, aber sie hat mir dann doch noch gute Tips für die erste Zeit mit der Spange gegeben. :D

Viele Grüße

Thomas

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Hallo,

hab heute mal mit meiner Digitalkamera rumgespielt und ein paar Aufnahmen meiner Zahnspange und meines Gebisses gemacht. Man sieht gut, wie die unteren mittleren Schneidezähne schräg in der Landschaft rumstehen, wobei ich das Gefühl habe, dass sich der eine, wo das Bracket angebracht ist, schon etwas gedreht hat. Insgesamt ist der Platz unten aber eben sehr eng.

Viele Grüße

Thomas

PS: rechts sieht man gut die Aufbiß-Schutz-Teile (Turbo-Brackets). Ganz schön groß die Dinger

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Hallo Thomas,

fand deinen Bericht echt super nur eine Frage blieb offen. Wie teuer wird das ganze jetzt eigentlich für dich?

Würde mich wirklich interessieren, weil ich auch mit den Gedanken spiele mir den Schmerz und die Qualen zu zufügen:grin:

Lg

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Hallo mullemaus,

entschuldigung für die späte Antwort, habe Deine Frage erst jetzt gesehn!

fand deinen Bericht echt super nur eine Frage blieb offen. Wie teuer wird das ganze jetzt eigentlich für dich?

Das ganze kommt mich auf gut 3.000 Euro, inklusive festen und herausnehmbaren Retainern.

Hab allerdings keine Ahnung, ob das angemessen ist.

Viele Grüße

Thomas

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Hallo,

wollte mal nur wieder melden, wie es mir inzwischen so ergangen ist:

Inzwischen habe ich meine Spange ja knapp 8 Wochen drin und war letzte Woche zur ersten planmäßigen Kontrolle.

Es wurde nicht viel gemacht, ich bekam neue Bögen rein (16/22, was immer das heißt), und außerdem eine Feder zwischen die beiden Einser (oder Einser und zweier, je nachdem wie man es betrachtet. Mir fehlt ja da vorne ein Zahn).

Der eine der beiden ehemals schräg stehenden Frontzähne hat sich inzwischen schon schön gedreht, dafür steht der andere, an dem noch kein Bracket befestigt ist nach wie vor sehr schräg in der Landschaft. Da er gegenwärtig auch gar keinen Platz hätte, sich zu drehen, kam nun erst mal die Feder rein. Bin gespannt, ob das Teil es schafft, genügend Platz für die Drehung freizumachen.

Ich hab mal zwei Bilder angehängt, die einerseits die Feder zeigen (rechtes Bild), außerdem wird die Zahnbewegung der ersten sieben Wochen deutlich, wenn man die beiden Bilder vergleicht.

Mit den Aufbiß-Schutz-Teilen (Turbos) komme ich inzwischen recht gut klar, obwohl die Teile echt gewöhnungsbedürftig sind, da man eben echt mit den Zähnen auf Metall beißt. Inzwischen berühren sich die Backenzähne auch wieder beim Zubeißen, was das ganze auch etwas leichter macht. Auch das Lispeln hat sich halbwegs gelegt.

Meine Schleimhäute reagieren nach acht Wochen immer noch etwas allergisch auf den ganzen Drahtverhau, was dazu führt, dass ich immer noch recht viel Wachs brauche. Am unangenehmsten sind die Bogenenden des unteren Bogens. Damit die Feder sich ausdehnen kann müssen die Bogenenden überstehen, und obwohl sie wohl irgendwie umgebogen sind, pieksen sie die ganze Zeit unangenehm in die Backen.

So, das war der kurze Zwischenstand meiner (kleinen) KFO-Behandlung!

Viele Grüße

Thomas

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Hallo,

war am Donnerstag (gestern) mal wieder planmäßig beim KFO, nachdem er mich ja 8 Wochen am Stück nicht mehr sehen wollte. Beim letzten Termin hat er mir ja vorne eine Feder reingemacht, um Platz für meinen (noch) verdrehten Frontzahn zu schaffen.

Also, was hat sich dieses mal getan: Oben wurde der bestehende 16/22er Bogen durch einen 17/25er ersetzt.

Unten kam die Feder raus, der noch verdrehte Schneidezahn erhielt jetzt auch ein Bracket. Dieses Bracket sitz jetzt nicht mit dem Mechanismus des selbstligierenden Brackets am Bogen festgemacht sondern mit einem Gummi, da sonst die Rotationskraft auf den Zahn sonst viel zu hoch wäre (würde gar nicht gehen). Zwischen dem verdrehten Frontzahn und seinem Nachbarn ist eine Gummi-Kette gespannt (durchsichtig, mal sehen wie lange noch). Die Zähne hinter dem verdrehetn Zahn sind vom Zweier bis zum Sechser verblockt mit einer Metall-Alligatur (sagt man das so?). Der untere Bogen wurde gegen einen 14er ausgetauscht, das heißt, da ist jetzt ein schwächerer drin als vorher.

Was ist der Effekt des ganzen?

Der Zahn, an dem gedreht wird tut tierisch weh, wenn man ihn irgendwie belastet, und das strahlt irgendwie auch auf die anderen Zähne aus. Oben merk ich hauptsächlich den festeren Bogen.

Nach einem Tag sehe ich bereits, dass der Frontzahn sich etwas gedreht hat, allerdings hab ich bereits das Gefühl, dass die Drehung nicht weitergehen kann, da der Zahn bereits an seine Nachbarzähne anstößt. Die Feder hat zwar über die letzten acht Wochen etwas Platz geschaffen, aber wohl nicht genug.

Ich muss dieses mal nur drei Wochen warten, bis mein KFO mich wiedersehen will. Bin gespannt, ob sich bis dahin noch was bewegt, bzw. was ihm dann noch einfällt, um mehr Platz zu schaffen.

Ich hab noch mal zwei Bilder reingemacht, aber man sieht nicht viel. Man sieht das neue Bracket und die Gummi-Befestigung, aber die Gummi-Kette und die Verblockung der restlichen Zähne ist praktisch nicht zu sehen.

Viele Grüße

Thomas

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ist ja ganz schön gedreht dein schneidezahn.

kann ich mit vorstellen, dass das etwas weh tut und unangenehm ist, wenn da kräfte wirken. gummiketten sind echt gemein.:-x kenne ich auch. aber man gewöhnt sich dran.;)

und wenn es schmerzen bereitet, hat man wenigstens das gefühl es tut sich was!

so habe ich mich motiviert.

weiterhin guten behandlungserfolg.

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Hallo Thomas!

Ich kenn das von meiner Spange, dass es weh tut, wenn die Zähne sich bewegen....kann dir gut nachfühlen....aber ich finds richtige "Zauberei", was sich da manchmal innerhalb von Tagen in meinem Mund alles bewegt hat.

Ich hab versucht, das Ganze positiv zu nehmen - je mehr Bewegung desto eher Behandlungsabschluss!!! :D Das läßt die Schmerzen und die Unannehmlichkeiten leichter ertragen...

Übrigens klasse, dass du das mit 51 Jahren machen läßt. Ich bin 37 Jahre und bin auf viel Unverständnis in meinem Umfeld gestoßen....

LG

Teika

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Hallo Ina, hallo Teika,

vielen Dank für Eure aufmunternden Worte.

Heute tut's uch schon wieder weniger weh :D

Und das stimmt schon: Wenn's wehtut hat man wenigstens das Gefühl, dass sich auch was tut!

Aber wenn alles klappt hab ich ja in einem viertel Jahr meine Spange schon wieder los. Wenn mein KFO sich nicht verschätzt hat und sich der eine Zahn nicht doch noch sturer stellt als geplant!

Viele Grüße

Thomas

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Hallo Thomas!

Ich finde es klasse, dass Du das mit der Spange in den Angriff genommen hast. Bin 35 Jahre und hab seit 09/07 eine feste Spange und meine UKvorverlagerung hinter mir und ich muss sagen, die meisten Leute aus dem Umfeld fragen mich dauernd, warum ich mir das noch antue.

Drücke Dir die Daumen, dass Du in einem viertel Jahr alles überstanden hast. Ich darf meine Spange noch mind. 6 Monate nach meiner OP drin behalten. Aber auch die Zeit wird rum gehen.

Ich habe morgen wieder einen Termin bei meiner KFO und da bekomme ich das erste mal nach der OP neue Bögen verpaßt etc. Kann mich also wieder auf 2-3 Tage danach auf Druck- und Schmerzgefühl einstellen. Danach geht es in der Regel wieder.

Liebe Grüße & noch Alles Gute!!

Trulla

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Hallo Trulla,

Bin 35 Jahre und hab seit 09/07 eine feste Spange und meine UKvorverlagerung hinter mir und ich muss sagen, die meisten Leute aus dem Umfeld fragen mich dauernd, warum ich mir das noch antue.

Das ist bei mir komischerweise nicht so. Seit ich jetzt meine Spange drin habe haben mich erst zwei Personen darauf angesprochen, und die waren höchstens erstaunt, dass man in dem Alter noch was bewegen kann, weil sie das schlichtweg nicht wussten.

Warum ich mir das noch antue hat mich nur mein Sohn gefragt, der seine Zahnspangen-Zeit jetzt schon seit zwei Jahren rum hat und der damals echt froh war, als das Teil wieder rauskam. :D

Viele Grüße

Thomas

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Ich ziehe meinen Hut vor jedem der in diesem Alter noch mit Zahnregulierung anfängt, nur will ich immer nicht Recht verstehen, warum man das nicht schon viel Früher machen lässt, aber jeder wird wohl seine Gründe haben.

LG Sven

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hallo sven!

in meinem fall war es so, dass ich zu "ddr-zeiten" schon bei einem kfo vorstellig war. da hier aber nichts unternommen wurde, nahm ich an, die sache ist alles nicht so schlimm. ende 2004 habe ich meine zahnärztin angesprochen, da ich seitlich eine zahnlücke hatte und meine vorderzähne wieder ein wenig auseinander gingen. ich war der annahme, es hatte mit der lücke zu tun. meine damalige zahnärztin riet mir zu einem besuch bei einer kfo und diesem folgte ich auch. hier wurde bei der intensiven untersuchung die kieferfehlstellung festgestellt und nachdem man mir den behandlungsplan mündlich schon mal bekannt gab, habe ich ohne zu zögern dem ganzem vorhaben zugesagt. aufgrund anfänglicher probleme mit der kostenübernahme bei meiner beihilfe (kk gabs bisher nichts negatives) zog sich das alles hin und seit februar/ märz 2006 habe ich mit so ner art bügel (genauer ausdruck ist mir grad nicht eingefallen:-) ) am gaumen angefangen und seit 09/06 ist die feste zahnspange dazu gekommen.

du siehst......manches dauert einfach.... :-)

lg trulla

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nur will ich immer nicht Recht verstehen, warum man das nicht schon viel Früher machen lässt

Bei mir hat sich der Engstand erst mit der Zeit entwickelt, d.h. die Zähne haben sich alle langsam auf die Wanderung nach vorne begeben mit dem Erfolg, dass die Einser dann angefangen haben, sich zu verdrehen.

Vielleicht hätte man auch schon früher erkennen können, dass sich da mal ein Engstand draus ergibt, aber gewarnt hat mich keiner davor. :D

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dieser Bügel heist mit aller Wahrscheinlichkeit, Palatinalbogen, richtig ?

Genau!! Ich vergesse das andauernd! Wenn alles klappt, bin ich den in 3 Wochen schon einmal nach 1 1/2 Jahren los. YIIIIPPPPPPPPPPIIIIIIIIIIIEE :grin: Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen...aber das wird schon alles mit der Zeit.

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Hallo,

heute war ich mal außerplanmäßig bei meinem KFO, nachdem ich ja letzte Woche eine Gummikette reinbekommen hatte, die meinen schiefstehenden Frontzahn drehen sollte.

Das Problem war, dass die Gummikette den Zahn nicht drehte, sondern ihn seitlich verschob, wo er sich dann mit dem Nebenzahn verhakte.

Nun ist die Gummikette wieder draußen und dafür wieder ne Feder drin, da sich die Lücke, die die Feder in den acht Wochen vor dem letzten Termin aufgemacht hat, sich in der knappen Woche seit dem Termin schon wieder geschlossen hat. Nun muss ich wieder vier Wochen warten, bis die Lücke hoffentlich wieder da ist, und dann will der KFO nen neuen Versuch starten, den Zahn zu drehn, dann aber mit ner anderen Methode, nicht mehr mit ner Gummikette. Bin gespannt, was er sich einfallen lässt.

Hab meinen KFO bei dieser Gelegenheit mal gefragt, was er davon hält, den Engstand im Unterkiefer durch eine Unterkiefer-Distraktion zu beseitigen, aber er hat mich für verrückt erklärt. Das wäre mit Kanonen nach Spatzen geschossen. Aber ich hab eben Angst, dass selbst wenn er das jetzt so hinkriegt, dass sich wegen meinem Engstand anschließend alles wieder verschiebt, trotz Lingual-Retainer. Bin etwas unsicher, ob ich mir da mal noch ne zweite Meinung einholen soll, weiß nur nicht von wem? Habt Ihr da ne Idee?

Im Bild unten hab ich noch mal die gegenwärtige Situation in meinem Unterkiefer, wie es dort bis heute morgen noch darstellte, bevor die Feder wieder eingebaut wurde, nochmals angefügt!

Viele Grüße

Thomas

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Hallo Thomas,

ganz große HOCHACHTUNG von mir für diesen Schritt zur Zahnregulierung.

Ich weiß ganz genau wie Du Dich fühlst - ich bin 26 und habe in der Kindheit auch nie einen Hinweiß bekommen eine Zahnspange tragen zu müssen.

Bei mir liegt ein Fehlstand des Kiefers vor - bedeutet eine OP Ende dieses Jahres....

Wie ich an Deinen Bilder sehen kann, ist der Fortschritt ja sehr gut sichtbar - sowas motiviert, nicht wahr? :-D

Bei mir habe ich mittlerweile das Gefühl keine Veränderungen mir wahr zu nehmen, die Zähne stehen eigentlich schon so gut - dennoch sind die Feinheiten ja das wichtigste...

Ich wünsche Dir noch ganz viel Motivation für die restliche Behandlung.

Werde Dich weiter im Auge behalten...

Ganz liebe Grüße,

Sabrina 8-)

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Hallo Thomas,

auch mein Zahnengstand wird ohne OP korrigiert. Meine Unsicherheit hinsichtlich der Nachhaltigkeit der Behandlung habe ich mit meinem Zahnarzt diskutiert. Er hat meinen Behandlungsplan bekommen, sich bei Kollegen und befreundeten KFO und KFC weitere Meinungen eingeholt und die noch offenen Fragen direkt mit meinem KFO geklärt. Einfach nur fragen, vielleicht hast Du auch einen so lieben Zahnarzt, der sich kümmert.

Ich denke ja, er hat nur einen Grund gesucht sich abends mal wieder mit den "Jungs" beim Bier zu treffen, nach dem Motto "Schatz, wir müssen da einen interessanten Fall diskutieren", denn er hat die Begutachtung nicht mal abgerechnet. ;-)

Liebe Grüße

*Zahnfee*

P.S.: Zufällig kam ich heute mit einer Dame ins Gespräch, deren Korrektur 10 Jahre zurück liegt (1997 kam die Spange 'raus). Ihre Zähne sind noch immer am alten Platz, natürlich mit Lingualretainer, aber ohne OP.

P.P.S.: Du machst wirklich tolle Fotos.

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Hallo Sabrina, hallo Zahnfee,

vielen Dank für Eure Komplimente!

Letzten Donnerstag war ich wieder mal bei meinem KFO. Die Feder in der unteren Zahnspange hatte gute Arbeit geleistet, so dass ich sogar zwei Wochen früher hinging als eigentlich verabredet. (Er hatte aber das letzte mal angedeutet, dass ich auch früher wiederkommen könnte, wenn ich den Eindruck hätte, dass sich in der Zwischenzeit genug getan hätte.)

Die ersten drei angehängten Bilder zeigen die Situation im Unterkiefer vor und nach der Federaktion. Das dritte Bild von Links zeigt die Situation nach dem Aufdehnen, die beiden linken Bilder zeigen die Situation vorher, mit der Gummikette noch dran, beim ersten (erfolglosen) Versuch, den Zahn mittels Gummikette zu drehen.

Im Unterkiefer habe ich dieses mal wieder einen 17/25-er Bogen reinbekommen, dieses mal aber aus Stahl (zieht schon wesentlich mehr als die SE-Bögen). In diesen Bogen wurde wurde allerdings dort, wo das Bracket an dem schiefen Zahn hängt, ein großes rechteckiges U gebogen, so dass der Bogen jetzt unten um dieses Bracket herumführt.

Außerden kommt dort ein zweiter Bogen zum Einsatz, ein so genannter Overlay-Bogen der Stärke 14, der nur vom Fünfer zum Fünfer geht. Dieser Bogen wird mit Ligaturen an den Brackets, in die der Hauptbogen eingefädelt ist, befestigt. In diesen Bogen wird das Bracket des schief stehenden Einsers eingefädelt.

Die drei rechten Bilder zeigen, wie das jetzt aussieht.

Am Oberkiefer machte er dieses mal gar nichts, der Bogen von letzten mal bleib drinnen.

Die ganze Aktion im Unterkiefer hat zwei Nachteile: Dieses U am Hauptbogen schneidet tierisch in die Lippe. Beim Essen und beim Reden tut das ziemlich weh. Und der Einser, der jetzt eingereiht werden soll hat die ersten beiden Tage auch ganz nett wehgetan. Und das, obwohl es nur ein leichter 14er Bogen ist, der ihn zurechtrücken soll.

Aber was einen nicht umbringt….

In vier Wochen darf ich wieder zu meinem KFO. Mal sehen, was sich dann bis dahin getan hat!

Viele Grüße

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da ist ja schon ordentlich was zu sehen, finde ich.

logisch, dass das nicht ohne schmerzen geht. sind ja heftige bewegungen.

halt durch! deine eigenmotivation ist schon mal bestens.:smile:

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