Hexe

Bimax-Operation am 02.03.2007 am Knappschaftskrankenhaus Bochum

Bimax-OP am 02.03.2007 im Knappschaftskrankenhaus Bochum-Langendreer

Die Aufnahme fand am 01.03.2007 statt. Nachdem ich die Station gefunden und mich beim Pflegepersonal gezeigt hatte, dauerte es noch gut 2 Stunden, bis ich wirklich mein Bett hatte und es mir ein bisschen „häuslich“ einrichten konnte.

Es wurden noch einmal Fotos gemacht („Bitte einmal ganz breit lachen!“) und das Gespräch mit der Anästhesie dauerte auch seine Zeit. Zum Glück konnte ich den Kompromiss aushandeln, mein Bauchnabelpiercing drinnen behalten zu dürfen, wenn ich es mit Pflaster gut abklebe.

Ansonsten hieß es für mich nur noch: Essen, essen, essen, - die nächsten Tage soll es ja nix richtiges geben.

Meine Operation fand direkt morgens um 9 Uhr statt. Das ist die letzte Uhrzeit, die ich im OP-Vorbereitungsraum erkennen konnte, dann wurde es Nacht ...

Operiert wurde ich vom Chefarzt (Prof. Dr. Dr. Wolff) und 2 Assistenten. Die Operation soll insgesamt 3,5 Stunden gedauert haben, wie ich am nächsten Tag erfuhr.

Als ich aufwachte und langsam zu mir kam, war ich schon wieder in meinem Zimmer. Im rechten Nasenloch steckte die Magensonde, ansonsten fühlte ich im ersten Moment nichts. Ich schlief dann wohl einige Zeit und nachdem ich dann wach wurde, griff ich zu aller erst in meinen Nachttisch, holte meinen Fotoapparat hervor und machte ein Selbstbild. Man will ja schließlich wissen, wie man aussieht.

Nun ja, um meinen Kopf herum waren Kühlakkus gepackt und ansonsten wirkte ich etwas verquollen, sonst keine negativen Auffälligkeiten.

Und dann kam die Nacht ...

Leider hatte ich mir kurz vor der Krankenhaus-Aufnahme einen kleinen Schnupfen eingehandelt. Und da es mit Splint und verschnürtem Mund nun mal erforderlich ist, durch die Nase zu atmen, erwachte ich mitten in der Nacht mit Panik bzw. Erstickungsangst.

Der Nachtpfleger half so gut er kann mit der Absaugmaschine (die wurde bald meine beste Freundin) und redete mir gut zu. Ich schlief dann fast im Sitzen weiter, so fiel mir das Atmen nicht so schwer.

Problematisch war auch das viele Blut in meinem Mund. Wie ich später erfuhr, kann der Mensch kein Blut verdauen (wäre ja auch irgendwie ungünstig, oder?), so dass man dieses erbricht, wenn zuviel im Magen ist.

Da mir am nächsten Vormittag (Samstag) die beiden „Röhrchen“ im Mund entfernt wurden und ich zudem ein arges Problem mit der Magensonde hatte, wurde mir diese auch gleich gezogen. FREIHEIT!!! Also diese Sonde werde ich hoffentlich nie wieder benötigen!

Ab diesem Zeitpunkt begann das Warten – und es endete eher als erwartet.

Am Abend des 3. postoperativen Tages (Montag) erscheint der Professor an meinem Bett und meinte (wörtlich!): „Na, wollen wir sie mal klappern hören?“ Er meinte meine Zähne und ich brach in Tränen aus, denn ich hatte und habe noch nicht das Vertrauen in die Metallplatten, die die Knochenteile zusammen halten.

Aber der Professor beruhigte mich und keine 10 Minuten später war ich splintfrei! Ich sollte auch eine Nacht ohne Gummis verbringen, so dass ich am nächsten Morgen erstmals wieder mit einem kleinen Löffel essen konnte!

Allerdings wurden mir dann am späteren Vormittag wieder „Führungsgummis“ eingesetzt, den Splint brauchte ich jedoch nicht mehr. So konnte ich mich wenigstens einigermaßen verständlich machen und brauchte nicht mehr mit Zettel und Stift durch die Gegend laufen.

Die Nächte waren immer noch nicht das Wahre. Lag allerdings nicht an meiner Atemnot (den Schnupfen bekam ich immer besser in Griff) sondern an einer schnarchenden Mitpatientin, wegen der ich dann meine Schlafgewohnheiten änderte und nachts wach war, während ich den Vormittag verpennte.

An meinem Geburtstag (Mittwoch) erwischte mich dann ein emotionales Mega-Tief. Nach einem guten Gespräch mit der grünen Dame und dem Assistenzarzt machte ich dann einen schönen Spaziergang durch das frühlingshafte Langendreer. So ein bisschen Sonne wirkt manchmal Wunder.

Allerdings wurde ich immer ungeduldiger.

Schließlich hieß es, ich darf am 10.03.2007 nach Hause! Jubel!

Die Ärzte sind mit meiner Kiefersituation sehr zufrieden. Ich muss lediglich in 2 Wochen noch einmal Fotos machen lassen und in 4 Wochen zur Kontrolle. Und irgendwann zur Metallentfernung, aber das ist ja noch weit weg!

Samstag hieß es dann nur noch Einkaufen (alles was weich ist) und einmal ab zum Media Markt eine Munddusche kaufen. Ich habe die günstige von Severin genommen, die macht zwar Lärm aber der Reinigungseffekt ist genial.

Gerade (14.03.2007) war ich auch beim KFO, leider nur ein Vertreter, der offensichtlich mit meinem Sachverhalt nicht vertraut und ziemlich überfordert war. So hänge ich also die Gummis weiter nach Gutdünken ein und hoffe, dass mir in der nächsten Woche die Fäden gezogen werden, wenn ich eigentlich nur zum Fotos machen ins Knappschaftskrankenhaus fahre.

Soweit erst mal der Bericht von der Krankenhaus-Zeit.

Allen die in Kürze operiert werden – VIEL GLÜCK! Bei allen die es auch gerade hinter sich haben, bin ich auf die Erfahrungsberichte gespannt!

Viele Grüße einstweilen! Annette

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Hallo Hexe

Glückwunsch mit deiner OP und weiter ein fröhliches Leben.

Können wir auch bald deine Bilder sehen.

Nele ne Magensonde is zur Futteraufnahme da "weil man ja so veschnürt wie man ist nicht alleine essen kann".

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Hallo Hexe !

Von mir auch Glückwunsch zur überstandenen OP und Glückwunsch nachträglich zum Gebburtstag. Ist ja auch nicht die beste Art Geburtstag zu feiern :wink: .

Na ja, kannst es dann im nächsten Jahr um so besser, metallfrei ect.

weiterhin alles Gute

lG

Jasna

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Magensonde zur Futteraufnahme, wo Magen schon ohnehin voll mit Blut ist ??

Hatte auch ne Magensonde durch die Nase bekommen. Die war aber nicht zur Futteraufnahme, sondern rein zum Blutabsaugen. Hat auch ganz schön was rausgeholt das Ding. Würde auf gute 1,5 - 2,0 Liter schätzen. Allerdings war da wohl auch einiges an Speichel und sonstigen Körperflüssigkeiten mit drin.

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Hallo Nele,

das frage ich mich auch. War gestern zur ersten Eigenblutspende und nächste Woche nocheinmal, dann am 30.03. die OP. Das Blut braucht aber 6-8 Wochen um sich wieder neu zu bilden. Passt alles nicht so ganz, aber egal. Wann hast du Termin ?

@ Hexe

Glückwunsch zur überstandenen Op und nachträglich zum Geburtstag. Den feierst du ganz doll nach, wenn es dir besser geht. Das entschädigt dich für den nicht so tollen Tag. Ist es eigentlich besser Besuch zu bekommen, oder besser nicht? Ich meine wegen der Anstrengung und der Aufregung.

Überfordert man sich da nicht ??

Viele Grüße

Daniela

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Hi Daniela,

ich fand Besuch toll, da mir nämlich irgendwann total langweilig wurde. Sprechen ist allerdings noch anstrengend, man sollte also Leute zu Besuch haben, die selber viel reden :lol: und die dich vielleicht nicht zu sehr zum Lachen bringen, denn das zieht so herlich fies an den Nähten:twisted::roll:...

Lieben Gruß,

Eve

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@Eve05 Ich denke auch, das ein bischen Ablenkung nicht schaden kann, aber ich weiss halt nicht, ob ich mich dann nicht schnell verausgabe, um nicht unhöflich zu sein ( war so nach der sehr anstrengen Geburt meines kleinen Sohnes letztes Jahr. Hatte viel Besuch und mir ging es garnicht gut, konnte aber niemanden wegschicken, wollte nicht unhöflich sein).

@nele ich spende 2 x 450 ml Blut, die mir während der OP zurückgegeben werden. Die Ärzte haben die Termine so gelegt. Ich persönlich halte das auch für sehr knapp. Aber ich denke die MHH weiss schon was sie tut.

Die Zeit bis Juni geht für dich bestimmt auch schnell rum.

Viele Grüße

Daniela

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Hallo zusammen und danke für die Glückwünsche.

Der Besuch zum Geburtstag war schon gut, war schließlich mein Freund ... und meine "Chefin", zu der ich aber eh ein gutes Verhältnis habe.

Die Magensonde sollte tatsächlich zunächst dazu dienen, das Blut aus dem Magen zu bekommen. Zu allererst wurde auch abgesaugt, komisches Gefühl.

Blutspenden musste ich übrigens gar nicht. Scheinbar haben die genügend Konserven am Krankenhaus (ich hab jetzt auch keine wirklich exotische Blutgruppe - A positiv).

Zurzeit bin ich schon echt schlank - im Gesicht. Anderswo sowieso - leider, hatte nicht viel zum zusetzen, so dass ich jetzt echt wieder Kilos aufbauen muss!

Also noch einmal Dankeschön an alle - Fotos folgen!

Annette

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Hallo Annette ,

Gratulation zur überstandenen OP !

Ich war auch in Bochum , war super begeißtert vom Prof. Aber der soll ja nun leider nach München gehen. Ich kann ihn wärmstens empfehlen.

Ich wünsche dir weiterhin alles Gute .

lieben Gruß

Tanja

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2 liter in die sonde + noch was in die drainagen...vorher noch 2 liter blutspenden... dass man da überhaupt noch aus der narkose aufwacht ...:shock:

Drainagen werden in Stuttgart gar nicht gemacht. Hatte ich daher gar nicht. Ich musste das Blut schlucken und es wurde dann mit der Sonde wieder hochgeholt und abgesaugt.

Eigenblut spenden wird in Stuttgart auch nicht gemacht. Mein Arzt meinte bei einer OP wo das Risiko unter 1% liegt, ist es nicht notwendig Eigenblut zu spenden. Zudem hätte ich eh genug Blut im Körper. Ich bin 2m groß musst du wissen ;)

Und wie schon geschrieben, war bei der Menge bestimmt einiges an Magensäure, Speichel und sonstigem ekligem Zeug dabei

@Hexe

Im Übrigen, glückwunsch zur überstandenen OP und frohes abschwellen :grin: *Hab ich ganz vergessen*

Bei mir ist die Schwellung schon ganz schön abgeklungen.

*Hab ich ganz vergessen*

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Das weitere Fortschreiten:

Nachdem ich nun 5 Wochen lang den Krankenschein ausgenutzt habe, werde ich am Dienstag nach Ostern wieder arbeiten gehen.

Ich denke, das ist eine normale Arbeitsunfähigkeitszeit bei einer Bimax oder?

Mit dem Frühstück wird es allerdings länger dauern, muss ja alles klein schneiden bzw. mit Messer und Gabel essen ...

Es grüßt ... Annette

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Hallo zusammen,

nachdem ich mich traue, seit einer Woche wieder zu kauen und mein Freund meint, ich ess schon wieder ganz normal, hat mir auch meine Kfo heute bestätigt, dass alles zu bester Zufriedenheit verläuft.

Gummis muss ich aber weiterhin tragen, jetzt im Dreieck, hurra!

Gewicht nimmt langsam wieder zu .... Abwarten.

Gruß, Annette

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