muse

Jetzt keine Op, später evt doch nötig?

Hallo, ich bin neu hier und habe mich auch schon fleißig durch viele Berichte hier durchgekämpft. Ihr könnt ganz schön stolz sein, was ihr so hinter euch gebracht habt. Ich bin noch lange davor, habe gerade erst den ersten Schritt getan und eine Diagnose von einem Kieferorthopäden erhalten:

-bimaxilläre Schmalkiefer

-maxilläre Retrognathie

-Skelettale Klasse II bei stark brachiofazialem Schädelaufbau.

Ende April habe ich einen Termin bei einem Kieferchirurgen an der Uniklinik Mainz. Da ich aber leider nicht die Geduld in Person bin, habe ich die Hoffnung, das mir hier einer von euch eine Frage beantworten kann, die mir momentan die Nachtruhe raubt:

Mein Kieferorthopäde meinte, eine OP wäre nicht dringend notwendig, ein anderer meinte davor ohne Op würde das alles nichts bringen. Klar, verschiedene Meinungen gibt immer, aber:

Wenn ich diese OP jetzt nicht mache, und nur mit einer Zahnspange meine Fehlstellung (extrem schiefer Schneidezahn ist das offensichtlichste) kann es dann sein, das ich in ein paar Jahren in die Situation komme, sie machen zu MÜSSEN?

Wenn es nämlich so wäre, würde ich das nämlich lieber gegen den Rat meines jetzigen KFO's machen lassen bevor ich in ein paar Jahren da durch muss.

Ich weiß, die Frage ist wahrscheinlich nicht ultimativ zu beantworten, aber über eine kleine Einschätzung würde ich mich sehr freuen. Dann kann ich wenigstens noch über andere Fragen an den Chirurgen nachdenken, statt nur über die eine nachzusinnen...

lg, muse

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Hallo Muse,

ich will deinem KFO wirklich nichts unterstellen(!), aber du musst sicher gehen können, dass er dich gut berät und dir nicht nur des Geldes wegen zu einer Zahnspange, die du ja ohne OP privat zahlen musst, rät.

Mir hat man z.B. von Anfang an gesagt, dass es nur mit Spange nicht zu machen sei (zum Glück, sonst hätte ich es evtl versucht!).

Es kommt drauf an, wie ausgeprägt deine Fehlstellung ist; aber wenn es sich um eine skelettale Fehlstellung handelt, kommt es selten vor, dass man diese ohne OP mit einem wirklich befriedigendem Ergebnis beheben kann.

Meine KFO meinte zu mir: Entweder Sie lassen es ganz bleiben (also auch keine Spange) oder Sie machen das volle Programm ;-)

Nach langem hin und her habe ich mir FÜR eine Behandlung entschieden und vor 10 Tagen hatte ich meine OP.

Falls du dich dafür entscheiden solltest, musst du wissen, dass es eine sehr sehr langwierige Angelegenheit werden wird.

Deshalb: überlege dir gut die Vor-und Nachteile einer Behandlung und hole dir mehrere Meinungen ein!

Liebe Grüße

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Hey,

ich wollt dazu noch sagen, dass ich auch glaube, dass wenn das GANZE Programm oder gar nichts ansteht.

Mir wurde das, und es klingt logisch, mal wie folgt erklärt: Wenn man die Zähne richtet mit einer Spange und diese danach rauskommt (ohne OP!) dann besteht ja immernoch die Fehlstellung durch welche die Kiefer falsch aufeinanderstehen. Dadurch werden die Zähne mit der Zeit wieder falsch und dein Schneidezahn sähe warscheinlich nach nicht allzu langer Zeit so aus wie jetzt....mal als Beispiel.

Außerdem geht eine Fehlstellung ja auch auf die Gelenke!

Am besten nochmal einen/den anderen Kieferorthopäden aufsuchen.

Ansonsten schließe ich mich mayi an!

Gruß und viel Glück

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Ich bin nicht der Meinung, dass man das verallgemeinern kann und behaupten kann, dass eine Behandlung mit Zahnspange unsinnig ist ohne OP und sich danach sowieso wieder alles verändert! Klar, es gibt Leute, bei denen einen OP (zwingend) notwendig ist, dazu gehört aber noch lange nicht jeder, der gerade Zähne haben möchte! Ich meine auch, Du solltest Dir noch mehrere Informationen bei verschiedenen KFO`s einholen!

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Hallo,

die Frage ist sehr vielschichtig und leider gilt eines in der Medizin: ganz sicher ist nichts! Es gibt, im Gegensatz zur Krankenkassenvorschrift (KIG), leider keine klare Trennlinie. Eine alleinige Orientierung an mm-Abweichungen ist weniger sinnvoll, man sollte weitere Faktoren berücksichtigen: Gesicht, Lachlinie, Funktion des Kauen und Sprechens etc pp.

Eine OP erlaubt es, schwere Kieferabweichungen zu korrigieren - was schwer ist und was nicht, kann erst nach Abwägen aller Faktoren für jeden Einzelnen bestimmt werden.

Unabhängig von finanziellen Aspekten sollte aber berücksichtigt werden, dass der Ausgleich allein über die Zahnstellung insgesamt ein deutlich niedrigerers Risiko hat ... Vielleicht gibt es ja auch den Kompromiß, zunächst mit dem Ziel einer operativen Korrektur zu beginnen und wenn nach einer gewissen Zeit schon gute Ergebnisse vorliegen, dann kann man die Entscheidung OP ja/nein nochmals bedenken.

Viel Glück

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Danke erstmal für eure Antworten.

Es tut gut, alleine schon mal drüber zu reden, momentan sitze ich eigentlich nur daheim und fühl mich scheiße.

Ich denke auch, das mein Kieferorthopäde mich gut berät und nur mein wohl im Sinn hat (er weigert sich zb diese Teenieschneeketten einzusetzen und gibt stattdessen lieber zum gleichen Preis diese Keramikbrackets her, die ja wesentlich mehr hermachen.) Er weiß halt auch von meiner absoluten Krankenhausphobie und ist halt deshalb der Meinung, wir sollten es erst einmal ohne diese Op versuchen. Wo ich ihm in Grundzügen ja zustimme (der kleine heulende Angsthase in mir nickt grad ganz heftig mit dem Kopf). Aber mir geht halt auch nicht dieser ander KFO aus dem Kopf, bei dem ich vor 4 Jahren war, der nur meinte: Da wird der Kiefer gebrochen, dann sehen wir weiter (und das ist O-Ton! Verständlicherweise bin ich da gleich rückwärts zur Tür raus und habe dem Kerl nie wieder einen Besuch abgestattet).

Allerdings fühle ich mich mit der Zeit immer unwohler in meiner Haut. Gelächelt habe ich sowieso seit mindestens 15 Jahren nicht mehr ohne Hand vorm Mund, meine obere Zahnreihe steht komplett über der unteren (wenn ich also die Zähne aufeinanderbeiße sieht man von der unteren Zahnreihe nur das Zahnfleisch) Magersucht und Bulimie haben ihr übriges dazu getan und jetzt habe ich mich endlich entschieden etwas zu tun, bevor diese Sache mein Leben weiter psychisch und physisch beeinträchtigt.

Wie ist das eigentlich wenn man mit einer Op Absicht die Behandlung beginnt und die dann überflüssig wird? Ich habe irgendwo gelesen, das man vor Behandlungsbeginn der Krankenkasse seine OP Absicht schriftlich bestätigen muss.... Klar, mann muss es dann doch alles selber zahlen, aber gibt es da noch rechtliche Folgen oder so?

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Hallo muse,

ich finde deine Unsicherheit was OP oder eine KFO Behandlung angeht ganz zutreffend und völlig gerechtfertigt, denn die Behandlung hat mit Kosten und Kostenübernahme ( KK) zu tun.

Geht es in dem KFO Antrag an die KK um op mit KFO, dann willigt die KK ein, wenn ein Gutachter sein OK gibt. Dann stehen der Kostenübernahme nichts mehr im Weg.

Wenn es nur um eine KFO Behandlung geht, ist es bis zum 18 Lebensjahr( einschließlich) eine größere Gewährleistung der KK, dass sie die Kosten übernimmt.

Die Zustandbeschreibung und Art der Fehlstellung ist in der KIG Klasse nachzulessen und da entscheidet die KK, wie nach staatlicher Gesetzesgebung, und zwar sturr nach Schaltplan, kann allerdings sein, dass BonBons ( kleine Vergünstigungen)vergeben werden.

Wenn eine OP bei dir anliegt, ist es die Frage, ob die KFO`s zu mehreren Teilen gleich vorne weg sagen, dass es ohne OP nicht geht. Das wäre für dich ein überzeugendes Argument.

Es geht bestimmt auch ohne OP, nur: das Endergebniss wird nicht lange stabil sein, oder du wirst mit deinem neuen Biss nachwievor Probleme haben, Kiefergelenke inbegriffen.

Also wenn du über 18 Jahre bist, geht eine kostenreduzierte Behandlung nur in Verbindung mit OP.

Wenn du unter 18 bist,wird die KK erstmal eine KFO Behandlung in Betracht ziehen. An deiner Stelle würde ich den KFO fragen, welcher Schweregrad in deinem Fall vorliegt und was man dagegen tun kann. Dann hast du die Gewähr, dass du in der Tabelle schon sehen kannst, ob es mit OP oder ohne geht. Bzw., ob die KK sich an der Durchführung beteiligt.

Berichte doch einfach, was dir da gesagt wird, wenn deine Fehlstellung so stark ist, kannst du vielleicht auch ein Foto hochladen. Gruß matteo:idea:

Die OP ist auch immer ein Anzeichen einer Skelletalen Fehlentwicklung( Schädel, Kiefer).

Ich denke mal, es ist auch eine Frage der Kaumuskeln, wie sehr sie schon auf deinen Fehlbiss eingespielt sind

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