hallo ihr lieben,

nach langer abwesenheit im forum, melde ich mich nun endlich mit meinem erfahrungsbericht zurück. wurde am 6.12. in linz operiert.

gleich vorweg: die op ist planmäßig verlaufen und ich bin echt froh, dass ich vorab dieses forum nutzen konnte, so war ich echt gut vorbereitet.

andererseits brauchte ich nach der op aber auch einen gewissen abstand und war deshalb auch nicht in der lage so schnell einen erfahrungsbericht ins netz zu stellen.

nachdem ich mittlerweile schon einen guten blick über den genesungsprozess habe, werde ich weniger ausführlich über die zeit unmittelbar nach der op berichten und auf eine paar dinge näher eingehen, die ich in der genesung als besonders schwierig erlebt habe.

werd ich aber sicher auf mind. zwei threads aufteilen müssen.

also zur op: wie gesagt, die op ist gut verlaufen, bei mir wurde das ok nach vorne gelegt und hinten nach oben gekippt, das uk wurde nach vorne und oben versetzt. ich war insgesamt 12 Tage im KH, 9 Tage post op.

dank des forums war ich vor der op überhaupt nicht nervös, ich habe die nacht davor bestens geschlafen und die schwester musste mich sogar wecken. habe sogar überlegt ob ich die beruhigungstabl. überhaupt nehmen soll.

gedanken hab ich mir eigentlich nur darüber gemacht, ob ich wohl mein nabel-piercing nach der op wieder hineinbringen werde ;-)

doc malek hat mir vorab gesagt, dass er so operieren wird, dass mein oberkörper aufrecht sein wird, dann muss auch nicht ein blutdrucksenkendes mittel gegeben werden.

nachdem ich ja vorher mit invisalign behandelt wurde und bei der op anstatt einer fixen spange nur einen rebond-streifen über die zähne geklebt, war auch unsicher, ob das eh hält, nachdem das auf diese art so gut wie noch nie - zumind. in österreich - gemacht worden ist.

ich kam dann bald nach der op in mein zimmer, hatte eine magensonde durch die nase und die wollte ich so schnell wie möglich los werden. hab sie dann auf drängen auch bald rausbekommen. magensonde und nabel-piercing waren eigentlich meine einzigen anliegen unmittelbar nach der op.

wirklich viel hab ich am tag der op nicht mitbekommen, außer dass ich blut gebrochen hatte und irgendwie alles schwummrig war.

die nacht war horror, alles tat weh und die drainage-schläuche störten zusätzlich beim versuch einzuschlafen. außerdem hatte ich das gefühl mein gesicht platzt aus dem druckverband, den ich um den kopf hatte, mir war heiß und ich hatte kopfschmerzen. bekam auch richtig panik ob diese beengenden gefühls.

der zweite tag verging auch irgendwie, war ziemlich schwach und konnte allein nicht aufstehen. nacht war wieder einmal unendlich lang und konnte wieder nicht schlafen.

am dritten tag nach der op blieb ich in der früh, als ich allein aufs klo aufstehen wollte, mit einem schlauch irgendwo am bett hängen. ich dachte ich müsste vor schmerzen die wände hochgehen. hab mich dann auch nicht mehr getraut aufzustehen (mit den schläuchen), gott sei dank sollten die an diesem tag noch rauskommen .

eigentlich war die schläucheentfernung ein ziel von mir, aber irgendwie war ich psychisch an diesem tag total down.

aber nachdem nun endlich die schläuche und somit auch der verband entfernt waren, waren die nächte nicht mehr schlimme, denn nun wusste ich, dass ich wenistens musik hören konnte - was ich auch tat, weil ans schlafen war eigentlich nie zu denken.

was ich total als komisch empfunden habe, war dann das gehen nach der op, ich hatte das gefühl als wurde mein uk hin und herwackeln, so wie bei einem skelett, das war ganz eigenartig.

am 4. tag nach der op, begann ziemlich schlimm mein speichelfluss und ich sabberte in einem fort. ich musste wirklich die gesamte zeit ein tuch vorhalten, weil der speichel wie ein fluss aus meinem mund floss. ich sabberte übrigens noch einige wochen vor mich hin, aber der höhepunkt war so am 4./5. tag post-op.

ich war echt froh, dass meine mutter so viel zeit bei mir im kh verbrachte. die ersten drei tage war sie eigentlich den ganzen tag da und auch die restlichen tage ist sie jeden tag gekommen - was für sie auch ein enormer aufwand war, denn sie musste jeden tag 250km fahren. und dann hat sie zusätzlich auch noch immer suppe für mich gekocht, weil das kh-essen nicht meins war und ich war zwar mit hipp und soja-pudding bestens ausgestattet gewesen, aber auch das war schon zu schwierig zum essen.

dem essen werd ich aber noch einen eigenen thread widmen.

so das war's vorerst einmal. werde wie gesagt, noch näher auf meine ess-erfahrungen, krankenstand und psyche nach op eingehen.

sabine

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deine op war am gleichen tag wie meine, aber ich habe es als wesentlich unkomplizierter empfunden aber ich hatte ja auch nur eine UK vorverlagerung denke das spielt dabei eine große rolle.

Nun ja es sind jezt 4 monate vorbei und du kannst jetzt sicherlich berichten ob du denkst das sich das alles gelohnt hat oder nicht?

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Hi Sabine,

danke für deinen interessanten Bericht und toll daß dus geschafft hast!

Bist du während der OP etwa gesessen,weil du davon berichtet hast, daß dich dr.Malek in aufrechter Position operierte? Hab mich das übrigens schon öfters selbst gefragt,warum das nicht Standard ist.

Was hast du während der Genesungsphase als besonders schwierig empfunden -Gabs da Probleme?

Sag wie bist du eigentlich auf Linz und Dr.Malek gekommen-War Wien (Z.B. SMZ-Ost) keine Option für Dich, das wäre ja näher gewesen?

Alles Gute,

P.

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Also ich wurde jetzt bei meiner 2. OP auch zweimal komplett aufgerichtet, damit man das Ergebniss besser beurteilen kann. Finde auch, dass dies zum Standard gehören sollte, schließlich wird das bei einer Brust-OP auch gemacht...:-D

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hi sabine,

gratuliere, zur überstandenen op (besser spät als nie ;-)).

warum hattest du denn einen druckverband um'n kopf? hab ich noch nirgends hier gelesen.

lg janet

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hallo,

war im urlaub, deshalb erst heute meine antwort auf eure fragen.

zum druckverband: ich denke, dass war wegen der Schläuche. ich hatte ja z.b auch keine kühlmaske oder sonst irgendwelche eisbeutel nach der op. hab mich da vorher auch beim kc erkundigt, und der hat gemeint, dass machen sie nicht, die erklärung weiß ich allerdings nicht mehr so genau.

also, obwohl ich den genesungsprozess schon als sehr langwierig erlebt habe, hab ich die op nie bereut, das möcht ich ganz klar betonen. ehrlich gesagt, hab ich mir auch nie gedanken darüber gemacht. ich hatte mich damit abgefunden, dass die op sein musste. oder lasst es mich so formulieren: diese op hab ich nícht bereut, müsst ich das alles noch ein 2. mal über mich ergehen lassen, weiß ich nicht, ob ich's mich würde. aber nicht weil ich prinzipiell die op bereue, sondern einfach, weil ein Mal reicht.

mein oberkörper war deshalb aufgerichtet, damit mein blutdruck nicht zusätzlich mittels medikamente abgesenkt werden muss (von denen einem ja noch zusätzlich schlecht wird) ist aber erst alles bei der op gemacht worden, dh als ich die narkose bekommen hab, bin ich noch gelegen.

nach linz bin ich deshalb gekommen, weil ich mit invisalign die kieferorthopäd. beh. hatte, wien aber nur mit festsitzender operiert und doc malek hat gesagt, ja er würd das machen. meine zähne sind für die op ja mit einem rebond system fixiert worden und das war ein bissl ein risiko, weil nicht so sicher war ob das auch hält. jedenfalls war ich ein bissl ein versuchskaninchen, weil scheinbar in österreich noch kaum jemand invisalign + op bekommen hat.

liebe grüße

sabine

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hi beebee,

danke für deinen ausführlichen bericht. meine op ist ebenso im linzer akh und für den 23.2. vorgesehen...natürlich plagen mich fragen aber zum gross teil habe ich die antworten im forum gefunden. wie hast du den aufenthalt in linz empfungen, speziell die ärzte und die nachbetreuung? schön das du es geschafft hast..ich wünsche dir weiterhin eine gute genesung und einen festen biss im leben! :-)

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hi ela 192...wie war das den bei dir...ich hab auch nur eine UK vorverlagerung. wie war dein erstes empfinden nach dem aufwachen, wie lange warst du geschwollen u. ab wann hast du dich wieder halbwegs fit gefühlt. freu mich auf deine antwort...zitter schon ein bisschen nur noch 1,5 wochen to go :-)

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Hallo Wurmk,

ich werde auch im AKh in Linz operiert und werde am 23. Februar stationär aufgenommen!

Die OP steht dann für MI od. DO an, zumindest hat meine KFO das gesagt!

Was wird denn bei dir gemacht? Bei mir wird auf jeden Fall der UK zurückversetzt, ob auch der OK dran glauben muss, wird mir Dr. Malek noch mitteilen, bei dem genauen Gespräch.

Ich finds klasse, dass ich jemanden gefunden haben der auch zur selben Zeit am selben Ort operiert wird.

Freue mich auf deine Antwort.

Lg Steffi

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Hallo Beebee,

sehr interessanter Bericht!! :-)

Das mit dem Speichelfluss war bei mir auch ziemlich schlimm, aber nur zu Beginn. Sobald ich meinen Oberkörper aufrichtete, ist der Speichel völlig unkontrolliert aus dem Mund gelaufen (wie appetitlich *gg*). Zum Glück ist das aber schnell besser geworden...

Wie lange warst du insgesamt im Krankenstand?

Glg

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Hallo

Ich bin schon gespannt wie bei mir die Gaumenspaltung inkl. Weisheitszahnentfernung abläuft.

Mein Termin ist bist jetzt unbekannt, aber eines ist sicher er rückt immer näher.

Gruß

Florian

bearbeitet von Florian

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