berlin20

Operation Ober- oder Unterkiefer?

Hallo,

ich wohne in Berlin und bin seit etwa 18 Monaten in kieferorthopädischer Behandlung. Mein Problem: Meine Kieferorthopädin empfielt Unterkiefer-Rückverlagerung während mein Chirurg Oberkiefer-Vorverlagerung bevorzugt. Insgesamt stehen vier Millimeter zur Diskussion. Ich persönlich tendiere zur Unterkiefer-Rückverlagerung, weil ich ein langes Gesicht habe.

Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht?

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Hallo Nele,

schön Gleichgesinnte hier zu finden. Ich hatte erst ein Gespräch mit meinem KC, der mir eine OK-Vorverlagerung empfahl, weil bei einer Rückverlagerung des Unterkiefers meine Zähne wieder schief werden könnten. Alternativ hat er mir auch eine Bimax-OP zur Diskussion gestellt.

Allerdings haben meine beiden Kieferorthopädinnen eine andere Meinung dazu: meine erste Kieferorthopädin hat bereits am Anfang eine UK-Rückverlagerung empfohlen und meine zweite Kieferorthopädin zuerst eine OK-Vorverlagerung vorgeschlagen, dann wieder UK-Rückverlagerung.

Das nächste Gespräch mit dem KC steht in Kürze an, daher bin ich in dieser Sache leicht verstört.

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Hi berlin20!

Ich habe eine ähnliche Fehlstellung wie du. Ich habe auch immer geglaubt, dass (nur) mein Unterkiefer zu "lang" sei und mein erster KFO wollte auch nur eine Unterkieferrückverlagerung empfehlen.

Mein jetziger KFO hat dann aber das Hauptproblem erkannt: nicht (nur) mein Unterkiefer ist zu lang, sondern auch mein Oberkiefer ist zu "klein" (kurz?)!

Überleg doch mal: wenn nur der Unterkiefer zurückverlagert würde, wäre danach die Zunge ja noch mehr eingeengt als sie jetzt schon ist..

Auf jeden Fall soll bei mir jetzt anstelle der Unterkieferrückverlagerung wahrscheinlich eine Bimax gemacht werden.. Naja, bis dahin ist es jedoch noch ein weiter Weg.. am 13. kommt erst mal die Spange rein..

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...aber wie soll mehr platz werden, wenn ich auch noch den OK vorverlagere:confused: die zunge bleibt doch gewöhnlich unten....hoffe ich zumindest.

Hi Nele

Wie Du auf dem beigefügten Link http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/2/20/Sagittalmouth.png sehen kannst, liegt die Zunge nicht nur im UK sondern benötigt ebensoviel Platz im OK.

Mein MGK wollte auch nur meinen UK nach hinten verlagern. Nach einem längeren Gespräch zusammen mit meiner KFO und meinem Drängen, wird nun eine Bimax durchgeführt.

Da meine Zunge etwas größer ist, hatte sie durch den zu kleinen OK weniger Platz und hat dadurch permanet Druck auf meine Zähne ausgeübt. Dies hatte zur Folge daß sowohl die Zähne im OK als auch im UK nach vorne gedrückt wurden.

Durch die 1/3 - 2/3 Bimax wird sich das Zungenhabit vergrößern und der Druck von den Zähnen genommen.

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wie äußern sich denn die MGK, die nur uk-rückverlagerung machen,...

Hi Nele

Wenn der OK normal ausgebildet ist, dann spricht ja auch nichts dagegen.

Es gibt ja wohl auch nicht so viele die einen so großen Sabberlappen haben wie ich:mrgreen:

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Ich hatte vor kurzem einen Termin bei einem anderen Chirurgen, weil mein alter Chirurg nicht mehr in der UNI-Klinikum arbeitet. Er war sehr freundlich und begutachtete zunächst mein Gesichtsprofil und meine Zähne. Anschließend fragte er mich nach den Gründen für mein Operationsvorhaben. (Ich anwortete mit Bissproblemen, schiefe Zähne...) Er sagte, dass er bewußt meine Unterlagen vorher nicht anschaut habe, damit er möglichst ein objektives Bild von mir machen kann.

Sein Vorschlag war eine UK-Rückverlagerung, weil meine OK-Position verhältnismäßig normal ausgebildet sei, während meine UK-Position durch das überdurchschnittliche Wachstum eine Vorverlagerung aufweise. Zudem diagnostizierte er mir, dass ich aufgrund meines großen UK-Winkels ein langes Gesicht habe.

Er hat sich dann die Unterlagen von meiner KO angeschaut und sagte mir, dass etwa 8mm meines UK rückverlagert werden müsste. Auf meine Frage hin - ob bei einer UK-RV die Zähne durch den lingualen Druck wieder schief werden können? - bat er mich, die Zunge soweit wie möglich rauszustrecken und die Nasenspitze zu berühren. Als es mir nicht gelang, bescheinigte er mir, dass die Gefahr nicht besteht.

Danach klärte er mich an einem Schädelmodell über die Risiken einer UK-Operation nach Dal Pont-Methode auf. Nach seiner Erfahrung sind die Sensibilitätsprobleme größtenteils wieder nach einem halben Jahr wieder behoben und fügte hinzu, dass Risiken nie ausgeschlossen werden können.

Zunächst steht der Operationstermin nicht fest, weil er weitere 6 Monate für kieferorthopädische Behandlung angesetzt hat. Insgesamt tendiere ich aber zu einer UK-RV, weil eine Bimax mehr Risiken aufweist.

Lieben Gruß

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hallo berlin20!

du scheint ein ähnliches problem zu haben , wie ich es hatte.

ich hatte auch ein sehr langes gesicht und uk zu weit vorne. das war allerdings nicht "von natur aus" so, sondern wurde künstlich mit gummis vom kfo herbeigeführt, weil wohl alles insgesamt weiter anch vorne musste. entsprechend wurde dann antürlich der ok nach vorne geholt und der uk nur ein kleines bisschen zurück in der op.

Mein KC hatte mir damals erklärt, dass die meisten eher den uk rückverlaegrn würden. dies nimmt ja aber der zunge dann noch mehr platz. wenn aber natürlich dein uk einfach zu viel gewachsen ist und der ok an sich normal ist, ist eine uk-rückverlagerung aber sicher auch die apssende lösung. ist bei einer bekannten von mir auch so, die bekommt auch den uk zurück.

aber das long-face-syndrom wurde bei mir aber auch durch ok-vorverlagerung behoben, obwohl die eigentlich mitgeplante kinnplastik doch nicht durchgeführt wurde.

kannst dir ja gerne mal meinen op-erfahrungsbericht abgucken, habe auch viele fotos reingestellt.

gruß, pinklady.

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