Annawake

Entscheidungsprobleme

Ich hatte gestern den ersten Termin bei Dr. Kater. So wie ich ihn verstanden habe, sieht er eine Op-Indikation (Oberkiefer zu lang, Gummy Smile, Schmerzen und Verspannungen in der Kaumuskulatur und der mimischen Muskulatur, ziemliche Einschränkung der Nasenatmung - ich atme praktisch nur durch den Mund, holze im Schlaf ganze Wälder ab und dachte bisher, ich hätte Polypen oder sowas...:shock: - tatsächlich ist aber der Kiefer schuld).

Eine Bimax ist vermutlich nicht notwendig, es muss nur der Oberkiefer operiert (ca. 4 mm gekürzt) werden, wodurch der UK automatisch nach vorne und in die richtige Lage käme. Vorher ist zudem noch eine Zahnspangenbehandlung notwendig.

Und jetzt muss ich mich nur noch überwinden, den ersten Schritt zum tatsächlichen Beginn der Behandlung zu machen, nämlich einen Termin beim Kieferorthopäden auszumachen.

Okay, im Moment kann ich das noch nicht, da ich meinen Stundenplan fürs kommende Semester noch nicht habe. Und obwohl ich total ungeduldig bin, bin ich über diese "Galgenfrist" paradoxerweise ganz froh. Ich habe nämlich irgendwie Angst, da eine Maschinerie ins Rollen zu bringen, die ich später nicht mehr stoppen kann. Wenn ich mit der KFO-Behandlung anfange, muss ich es auch durchziehen (wenn ich zwischendrin abbreche, übernimmt die Kasse die Kosten nicht).

Ich hab nicht vor, abzubrechen, aber irgendwie...

Mann, normal habe ich echt keine Probleme, mich zu entscheiden. Und in dem Fall hab ich mich ja eigentlich auch schon entschieden - für die Op. Und zwar, trotz der Angst, eigentlich schon in dem Moment, in dem ich wusste, dass eine Op möglich ist. Einfach, weil der Leidensdruck ziemlich hoch ist (körperliche Probleme, v.a. aber ständige Hänseleien wegen dem Aussehen - von Mitschülern, Kommilitonen oder einfach so - ich wurde z.B. schon von einem wildfremden älteren Mann angesprochen mit "Mach`d Labb zu" (schwäbisch: mach den Mund zu...), klar haben die ein Problem und nicht ich, aber irgendwie ist sowas nicht wirklich erfreulich und auch nicht gerade gut fürs Selbstwertgefühl).

Mein Gefühl sagt irgendwie: "Bitte, mach es! Lauf nicht länger so herum und quäl dich!", nur vom Kopf her habe ich Angst, es kommen immer wieder Einwände und Zweifel. Zumal die Op meine Lebensqualität sicher verbessern würde, aber nicht zwingend notwendig ist (man kann mit Gummy Smile, eningeschränkter Nasenatmung und dem Hohn und Spott mancher Kommillitonen leben...ich könnte damit sogar 100 Jahre alt werden, wie Dr. David/Davids, der mir den OP-Ablauf erklärt hat, meinte...nur lebe ich eben nicht wirklich gut damit...aber dieses "Elend" KENN ich wenigstens, und wie es nach der OP ist, weiß ich net. Das ist Neuland).

Zudem haben mir mein Zahnarzt und der KFO, der die Fehlstellung diagnostiziert und mich zu Dr. Kater überwiesen hat, gesagt, ich solle mir das gut überlegen, weils halt schon ein großer Eingriff sei. Und jetzt überleg ich brav.... Und mache mir Gedanken wegen dem Op-Risiko, ob die Verbesserung tatsächlich so einschneidend ist, dass sie die Risiken und den Aufwand aufwiegt und ob so eine OP nicht irgendwie dekandet ist, weil ja nicht zwingend notwendig...Obwohl 2 Dinge eh klar sind:

Großer Leidensdruck vorhanden (Körperlich und psychisch, nur an die körperlichen Probleme war ich halt einfach gewöhnt).

Op könnte meine Lebensqualität erhöhen.... (ich könnte besser atmen, den Mund ohne Schmerzen schließen und würde dann hoffentlich normal, vielleicht sogar hübsch aussehen und nicht mehr ständig wegen meines Gesichst und meines Gesichtsausdrucks (ständig offener Mund) auffallen...*hoff*).

Umpf... kennt das jemand von euch? Wie seid ihr damit umgegangen? Oder war es für euch einfach klar, dass ihr es durchzieht?

Eigentlich hab ich mich ja tatsächlich schon entschieden, ich möchte so nicht weitermachen. Nur komme ich mir grade vor wie jemand, der auf dem Dreimeterbrett steht, runterguckt und sich nicht traut zu springen. Ich klebe quasi am Brett vor lauter Unsicherheit :oops::-?:razz:

Naja, ich muss eh abwarten, ob die Krankenkasse das überhaupt zahlt, da meine Zähne kieferorthopädisch korrigiert wurden und der Biss soweit stimmt, dass ich kauen kann.

Aber kennt jemand dieses Problem? Hattet ihr das auch?

Danke fürs Lesen und liebe Grüße.................................Anna

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Bei mir waren es größtenteils psychische Probleme. Außerdem hat mir mein Chirurg die OP empfohlen, wegen Folgeschäden etc.

Bei mir wurde der ganze Kram auch rechtzeitig diagnostiziert, sodass ich die Behandlung relativ früh (bin nun 20) anfangen konnte. Neben den psychischen Problemen die ich hatte, habe ich mir auch gedacht, ich ziehe das jetzt einfach durch, so lange ich noch jung bin und hab dann für den Rest meines Lebens Ruhe und keine Probleme mehr.

Während der Behandlung (Zahnspange) habe ich mich dann noch paar mal geärgert, dass ich sie nicht früher angefangen habe.

Ich bin vor einem Monat operiert wurden, und kann jetzt noch nicht sagen, wie gut das Ergebnis sein wird, weil ich noch etwas geschwollen bin. Aber das Profil sieht zumindest schon etwas harmonischer aus.

Die Krankenkasse (in Deutschland) übernimmt auf jeden Fall 80% der Kosten der kieferorthopädischen Behandlung. 20% musst du erstmal vorschießen, diese kriegst du allerdings zurück, wenn die Behandlung erfolgreich abgeschlossen ist. D.h. wenn du die Behandlung abbrichst, dann hast du halt nur einen Verlust von 20% der bis dahin bezahlten Kosten (von dir und der Krankenkasse).

Wenn alles so läuft wie es geplant ist, musst du also nichts dazu bezahlen. Eventuell ein paar hundert Euro für die spezielle OP-Methode von Dr Kater. Aber allerdings hat mein Chirurg eine ähnliche OP Methode verwendet (ich konnte ebenfalls direkt nach der OP meinen Mund öffnen) und ich musste nichts dazu zahlen.

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Hi bana,

danke für Deinen Bericht. War jetzt doch gut, sowas zu hören.

@all:

Ich hab mir nochmal ein paar Gedanken gemacht und denke, dass ein Teil meiner "Entscheidungsschwierigkeiten" auch damit zu tun hat, dass u.a. meine Ma und mein Zahnarzt, dessen Meinung mir wichtig ist/zu dem ich auch Vertrauen habe (kennt sich auch mit Kieferchirurgie aus und besucht z.B. entspr. Kongresse, obwohl er, glaube ich, kein Kieferchirurg ist), mit meinen Op-Plänen nicht wirklich glücklich sind.

Mein Zahnarzt hat mir lange abgeraten bzw. immer wieder darauf hingewiesen, dass eine Kiefer-Op nicht harmlos ist und ich es echt nur machen soll, wenn der Leidensdruck so hoch ist, dass es nicht anders geht.

Er meinte auch, ich solle mir eine zweite Meinung einholen - von einem Chirurgen, der nicht sein Geld mit Kiefer-OPs verdient. Und mich nur operieren lassen, wenn beide, der Operateur und der andere Chirurg, eine OP für sinnvoll halten. (Naja, werd ich vielleicht machen).

Das hat mich schon noch mal verunsichert, ich frage mich, ob ich viellicht, blind für sämtliche Risiken, einfach meinen Willen durchsetzen will, weil ich glaube, das machen zu müssen. (so ungefähr sieht es vermutlich meine Ma). Oder mich auf etwas einlasse, dessen Ausmaß und Risiken ich nicht überblicken kann. (naja, welcher Laie kann das wirklich, wenn er sich operieren lässt?)

Andererseits habe ich mich im letzten halben Jahr wirklich mit der Thematik auseinandergesetzt, auch mit meiner Motivation für eine OP, und ich denke, es ist die einzige wirkliche Lösung für mich.

Außerdem wird auch ein anderer Chirurg mir vermutlich nicht viel anderes sagen können als Dr. Kater, nämlich dass eine Op nicht zwingend notwendig ist, meine Lebensqualität aber verbessern könnte. Und ob er eine OP dann eher befürwortet oder ablehnt, hängt ja auch von seiner persönlichen Einstellung zu diesen OPs ab.

Und mein "Gefühl" sagt eindeutig ja zur OP. Ich glaube, ich mach mir nur deshalb Sorgen, weil mir "jeder" sagt, ich solle mir das ja gut überlegen....

Soweit...

Liebe Grüße.................................................Anna

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Hallo Anna,

ich kann dich sehr gut verstehen. All diese Gründe, die du genannt hast, haben mich vor fast 10 Jahren von einer kieferchirurgisch/kieferorthopädischen Behandlung abgehalten. Damals habe ich auch sehr viel auf die Meinung meines Zahnarztes gegeben, der mir davon abgeraten hat. Seitdem hat diese Geschichte immer wieder in meinem Kopf rumgespukt, und nun bin ich sehr froh, dass ich den Schritt zur Behandlung gewagt habe. Ich bin aber davor auch zu verschiedenen Zahnärzten (die alle eher dagegen waren), KFOs und Kieferchirurngen. Ich muss eingestehen, dass für mich das endgültige "Ja" erst kam, als mir der KC an meinem Röntgen zeigte, dass mein Kiefergelenk schon einseitig abgenutzt ist, und ich deshalb ziemlich erhöhtes Arthroserisiko habe. Aber wenn du jetzt schon Schmerzen hast, dann wird das ja wohl eher noch schlimmer als besser.

Wie gesagt, ich kann deine Zweifel sehr gut nachvollziehen. Ich habe mich fast ein Jahr damit gequält ob "ja" oder "nein". Also wenn du noch ein bisschen Zeit brauchst, dann nimm sie dir auch. Die Behandlung läuft nicht weg.

Die Empfehlung, noch zu einem zweiten KC zu gehen, finde ich gut. Dann hast du noch ne zweite (hoffentich verstärkende) Meinung und kannst mit größerer Sicherheit deine Entscheidung fällen. Natürlich darf man auch die Risiken und den Aufwand, den eine solche Behandlung mit sich bringt nicht verachten. Aber ich denke, einen kleinen Einblick bekommst du hier im Forum ja, was so danach alles passieren kann...

Hmm, für mich hört es sich (in der Art wie du schreibst) auch etwa so an, als hättest du dich schon dafür entschieden und bräuchtest nur nen "Tritt in den A...". :???:

Soviel zu meine Sicht....

Wünsch dir ne gute Entscheidungs-Zeit.

LG,

Johanna

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liebe anna,

so eine unsicherheitsphase hatte ich auch; habe sicher ein jahr überlegt, ob ich das machen lasse oder nicht, zumal meine eltern und auch fast alle freunde teils ziemlich heftig dagegen waren. (es hört sich ja auch fies an für uneingeweihte.)

sicher war ich froh, über die möglichkeit, an der ästhetik noch bißchen was zu ändern. den ausschlag hat bei mir aber das szenario gegeben, welches bei nichtbehandlung gedroht hätte. die krankenkassen zahlen das ja nicht umsonst, sondern eben grade auch zur vermeidung der absehbaren folgeschäden.

wahrscheinlich brauchst du einfach noch ein bißchen zeit,um dich endgültig zu entscheiden. und die solltest du dir auch nehmen.

übrigens ist es wohl normal, dass kurz vor der op dann noch einmal massive zweifel auftreten. ; )

ich wünsch dir jedenfalls alles gute.

lieben gruß - zima.

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Hi Anna,

auch ich hatte erst Entscheidungsprobleme. Ich habe mir einige Monate darüber Gedanken gemacht, ob ich mich wieder in Behandlung geben sollte. Denn es ist ja wie bei dir. Ich kann mit meinen UK - Rücklage (13 mm) eigentlich ganz gut Leben und gelegntlicher Spott von Mitmenschen macht nach 26 Jahren auch nichts mehr aus (dachte ich zumindestens bis vor kurzem).

Auf jeden Fall hatte ich dann bei einem Routinecheck beim Zahnarzt mal nachgefragt, ob es denn sinnvoll wäre, mich wieder von einem KFO behandeln zu lassen. Er hat mir sofort dazu geraten und auch gemeint, dass eine OP sinvoll wäre.

Ich war ein weiters halbes Jahr danach bei zwei KFOs und auch in der Zahnklinik. Alle haben mir zu einer OP geraten, da in den nächsten Jahren gesundheitliche Folgeschäden drohen, wenn ich mich nicht behandeln lasse.

Danach war ich zwar schon sicher, dass ich mich operieren lassen möchte, aber noch nicht zu 100% überzeugt. Deshalb habe ich meinen Freundiskreis mit meinen Bedenken und Unsicherheiten konfrontiert. Und hier habe ich starken Rückhalt und Zuspruch erhalten.

Inzwischen ist die "Maschinerie" bei mir ins Rollen gekommen und ich bin froh darüber. Denn inzwischen muss ich zugeben, dass mich Spott und Hänselein mehr belastet haben, als ich mir eingestanden habe.

Mir ist zwar bewusst, dass die OP (Bimax) kein kleiner Eingriff ist und es gewisse "Nebenwirkungen" geben kann. Aber da in diesem Forum die meisten ihrer Entscheidung für eine OP nicht bereuen und sie jeder Zeit wiederholen würden, bin ich mit meiner Entscheidung auch zufrieden.

Aber lass dir auf jeden Fall Zeit bei deiner Entscheidung und frag auch deine Freunde was sie von einer OP halten würden. Freunde kennen einen meistens besser als man denkt.

Gruß Steffen

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Hänseleien musste ich komischerweise nie ertragen. Lag wohl daran, dass meine Progenie nie wirklich aufgefallen ist. Ich hatte halt ein relativ markantes Kinn und Gesichtszüge am Mundbereich, trotzdem ist es anscheinend nie jemand bemerkt.

Mein Chirurg meinte auch, dass eine Progenie (vom Aussehen her) bei einem Mann nie schlimm ist, aber bei einer Frau katastrophal.

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Hi ihr,

erst mal schöne Ostern - und danke für Eure Antworten! Beruhigend zu wissen, dass es anderen genauso ging/geht wie mir jetzt.

Ich habe mich jetzt - trotz meiner Ungeduld ;-) - dafür entschieden, auf jeden Fall noch eine zweite Meinung einzuholen. Das ist mir wichtig, weil mein Bauchgefühl zwar eindeutig für die OP ist - allerdings werd ich die ganze Sache nur dann mit einem wirklich guten Gefühl angehen können, wenn ich jetzt auch "den Kopf einschalte", das Ganze langsam und durchdacht anpacke und mir auch die Enschätzung eines zweiten erfahrenen Kieferchirurgen hole. Die Zeit werd ich mir also geben (müssen).

Btw., mein Zahnarzt hat mir Prof. Reinert von der Uni Tübingen empfohlen. Kennt ihn jemand?

Ich bin echt froh, dass es dieses Forum gibt! Ihr habt mir schon im letzten halben Jahr echt "geholfen", mich mit dem Thema auseinanderzusetzen, und auch jetzt ist es einfach gut, hier Leute zu haben, die in einer ähnlichen Situation sind (bzw. die Op schon hinter sich haben).

Okay...das wars!

Liebe Grüße................................................Anna

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ohja die liebe psyche...

bin familiär bedingt depressiv geworden, nein eltern haben sich nicht getrennt - und wenn, wäre das sicher besser gewesen...

damals ist mir das mit der uk rücklage nie sonderlich aufgefallen bzw es hat mich einfach nicht gestört, wobei es auch nicht immer so war und sich das die letzten paar jahre "ausgebildet" hat.

sagen wirs mal so alles in allem, ich leide unter depressionen, habe starke komplexe, bin unsicher, habe kein selbstvertrauen und wahnsinnige angst einer op zuzustimmen. ich hatte auch schon jahrelang eine lose zahnspange, danach eine feste, jedoch ohne erfolg für den uk.

und auch die schneidezähne sowie die unteren haben wieder eine lücke.

ich weiß dass ich nach der op mit meinem aussehen viel glücklicher wäre, aber ich habe echt richtig panik vor einer op.

ich hatte als ich so ca. 4 jahre alt war schonmal eine op (polypen entfernung) und das war irgendwie ein trauma für mich. damals wusste ich ja nicht recht was genau geschieht und so im nachhinein kann ich mich sogar noch daran erinnern, eher an ein horrorszenario von einer riesen kanüle in meinem handrücken und totaler panik.

und da ich sowieso angst habe die kontrolle über meinen körper zu verlieren, sprich narkotisiert zu werden und das nicht aufhalten kann, siegt immer die angst.

habe so etwas ähnliches schon in einen anderen thread geschrieben, da sind auch bilder mit dabei, steht glaube ich unter kieferchirugie.

ich bin auch in psychologischer behandlung, aber keine ahnung ob mir das bei meiner entscheidung helfen würde...

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Die Krankenkasse (in Deutschland) übernimmt auf jeden Fall 80% der Kosten der kieferorthopädischen Behandlung. 20% musst du erstmal vorschießen, diese kriegst du allerdings zurück, wenn die Behandlung erfolgreich abgeschlossen ist. D.h. wenn du die Behandlung abbrichst, dann hast du halt nur einen Verlust von 20% der bis dahin bezahlten Kosten (von dir und der Krankenkasse).

Ich dachte immer, wenn man die Behandlung abbricht bzw. sich (wegen vielleicht zufriedenstellendem Ergebnis allein durch die Spange) nicht operieren lässt, daß man dann die Gesamtkosten tragen muss, die bisher angefallen sind.

Stimmt es tatsächlich, das nur der Eigenanteil gezahlt werden muss und das generell, egal ob die Behandlung mit OP oder ohne endet?

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Nee, glaub ich nicht so, in meinem Brief von der Krankenkasse (AOK) stand:

Sollte die kieferchirurgische Behandlung nicht durchgeführt werden, kann nach Überprüfung der hierfür vorliegenden Gründe ggf. die weitere Leistungsgewährung eingestellt und der bis zu diesem Zeitpunkt angefallene Kassenanteil von Ihnen zurückgefordert werden.

Zu gut deutsch: Kneift man, zahlt man! Wenn aber der KFO sagt, das geht auch ohne dann liegt das anners...

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Bei mir geht es langsam in die "heiße Phase". Habe diese Woche die Zusage für die Übernahme der Behandlungskosten bekommen, das ging jetzt doch recht schnell (so ca.6 - 7 Wochen). Ich hatte befürchtet, dass die mehr "herumzicken" bzw. ablehnen...

War aber komischerweise gar nicht der Fall.

Naja, ich bin ja KiG 4, aber ich hatte schon gehört, dass manche Gutachter die Kostenübernahme auch in dem Fall manchmal zuerst ablehnen.

Und ich habe mich entschieden, mir nochmal eine weitere Meinung einzuholen und dann superschnell (für den 1. August) einen Termin im Marienhospital in Stuttgart bekommen.

Und da Stuttgart quasi direkt bei mir vor der Haustür liegt (naja, ca. 40 km), wäre es für mich auf jeden Fall einfacher als Frankfurt oder Bad Homburg.

Im Moment schwanke ich so ein bißchen zwischen Glück, dass es tatsächlich klappt, Besorgnis, Panik und dem Gefühl, dass das irgendwie alles noch gar nicht so "real" ist - das deshalb, weil ich noch nicht weiß, wann und bei welchem Chirurgen die OP sein wird.

Aber eigentlich hält sich die Angst ziemlich in Grenzen.

Und eigentlich habe ich mich in dem Moment für die OP entschieden, als der Kieferorthopäde mir sagte, dass es diese Möglichkeit gibt.

Dieses:

"Da müsste man operieren - den Oberkiefer kürzen, ist sicher keine kleine OP und Sie sollten sich das gut überlegen, aber damit kann man Ihnen helfen" war, glaube ich, einer der wichtigsten Sätze in meinem Leben.

Okay, die Panik wird vermutlich schon noch kommen, aber bis dahin... ;0)

Liebe Grüße..............................................................Anna

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Hallo zusammen

Ich bin noch ganz neu hier ! War vor etwa einem halben Jahr beim Zahnartzt wegen zwei Zähnen von mir , von denen sich herausstellte dass es noch Milchzähne seien, der überwies mich dann zum Kfo und der sagte mir dass eine OP notwendig wäre, da mein Unterkiefer 12mm zu weit hinten und mein Oberkiefer etwas zu schmal wäre ! Seitdem quäle ich mich mit der Frahe herum ob ich die OP auch will, da ich mit meinem Äußeren eigentlich wirklich mehr als zufrieden bin und wirklich nicht möchte dass sich daran etwas ändert ... allein schon beim Gedanken daran wird mir schlecht ! Mein KFO meinte dass die OP notwendig wäre, weil meine Zähne nicht richtig belastet würden und ich später dann mal Probleme bekommen würde ! Was würdet ihr mir raten ? Bin wirklich so verzweifelt dass ich jedesmal nen Heulkrampf kriege wenn ich dran denke , auch damals beim KFO als er mir das gesagt hat !

Würde mich sehr über Antworten freuen !

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Hallo zusammen

Ich bin noch ganz neu hier ! War vor etwa einem halben Jahr beim Zahnartzt wegen zwei Zähnen von mir , von denen sich herausstellte dass es noch Milchzähne seien, der überwies mich dann zum Kfo und der sagte mir dass eine OP notwendig wäre, da mein Unterkiefer 12mm zu weit hinten und mein Oberkiefer etwas zu schmal wäre ! Seitdem quäle ich mich mit der Frahe herum ob ich die OP auch will, da ich mit meinem Äußeren eigentlich wirklich mehr als zufrieden bin und wirklich nicht möchte dass sich daran etwas ändert ... allein schon beim Gedanken daran wird mir schlecht ! Mein KFO meinte dass die OP notwendig wäre, weil meine Zähne nicht richtig belastet würden und ich später dann mal Probleme bekommen würde ! Was würdet ihr mir raten ? Bin wirklich so verzweifelt dass ich jedesmal nen Heulkrampf kriege wenn ich dran denke , auch damals beim KFO als er mir das gesagt hat !

Würde mich sehr über Antworten freuen !

Hi, heulen muss man deswegen nicht.

erstmal geht man zu einem weiteren KFO und dann auch zu ein oder zwei KFC.

Bei 12mm werden die kosten von der Kasse übernommen.

Und wenn ich das so hier lese, sind die meisten dann später doch froh,

das Sie es gemacht haben. Die Entscheidung liegt bei Dir.

Die Langzeitfolgen sind nicht zu verachten, falls es nicht gemacht wird.

Lies vielleicht auch mal hier, da geht es um die negativen Folgen:

Forum Link über Probleme

Ich hatte nur 7mm und habe es aus medizinischen Gründen machen lassen.

Es ist keine Schönheitsoperation, es ist medizinisch notwendig.

Denn eigentlich ist man krank. man merkt es nur nicht sofort.

michael

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Hi Sweetdreams,

vielleicht brauchst du einfach Zeit, um Dich mit dem Gedanken an eine mögliche OP auseinanderzusetzen.

Ich habe damals nach dem 1. KFO-Termin ein Wochenende lang im Bett verkrochen (naja, ich hatte auch eine Erkältung, aber der "Schock" beim KFO war der eigentliche Grund, aus dem es mir mies ging...).

Ich hab dann ein halbes Jahr gebraucht, um die Entscheidung zu treffen.

Nimm Dir die Zeit, dir Du brauchst, und setz Dich mit dem Thema auseinander (z.B. über das Forum hier). Vielleicht kommt es Dir dann bald nicht mehr ganz so schlimm vor.

Und Michael hat recht - es ist wirklich keine reine "Schönheitsoperation".

Liebe Grüße............................................................Anna

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Hallo Sweetdreams,

also als "Krankheit" kann man das nicht bezeichnen. Diese OP ist ein Wahleingriff und mus nicht unbedingt medizinisch notwendig sein. Ob du aufgrund deiner Fehlstellung Spätfolgen bekommst, hängt immer von dem Einzelnen ab. Es gibt Studien, die besagen, dass mit Spätfolgen zu rechnen ist, es kann aber auch sein, dass diese nie auftreten. Informiere dich und ich würde mir auch noch drei oder mehr Meinungen anhören.. Dein Aussehen wird sich durch solch eine OP jedoch schon ein wenig verändern..-

Wünsche dir viel Glück bei der Entscheidungsfindung!

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Hi Christina,

das mit den Spätfolgen ist interessant. Kannst Du mir da mehr darüber sagen? (Z.B. Stichworte, unter denen ich bei pubmed danach suchen kann?). Ich habe zwar bisher gelesen, dass es zu Rezidiven kommen kann, aber über Spätfolgen weiß ich bisher nichts... (also welche vorkommen können und welche Risikofaktoren es gibt).

Thanx und liebe Grüße..............................................Anna

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