Steinbock63

Erfahrungen mit Arag od. Signal Zusatzvesicherung (KFO über 18)

Hallo,

da ich bisher in allen anderen Zahn/KFO-Foren leider lesen musste, dass Zahnärzte und Patienten bisher scheinbar nur schlechte Erfahrungen mit Anträgen bei Zusatzversicherern im Falle geplanter KFO-Behandlungen bei Erwachsenen gemacht haben, interessiert mich, ob hier konkrete Erfahrungswerte vorliegen.

Mal abgesehen von den Ausnahmefällen, bei welchen eine Zahnfehlstellung auf einem Unfall oder einer Knochenerkrankung im Erwachsenenalter basiert, dürfte doch der Regelfall sein, dass die Fehlstellung bereits seit der Kindheit/Jugendzeit vorliegt und entweder nicht oder schlecht behandelt wurde. Selbst wenn der Hauszahnarzt des Patienten keine Anregung zur Zahnregulierung ausspricht, ist die Fehlstellung im Zweifelsfall immer auf Röntgenbildern sichtbar. Außerdem wird diese auch dem Patienten aufgrund seines täglichen Blicks in den Spiegel bekannt sein.

Haben die Arag od. Signal tatsächlich schon in den letzteren KFO-Fällen geleistet?

Womit kann ein Kieferorthopäde z. B. bei einem 45-jährigen mit langjähriger Zahnfehlstellung - ohne zuvor erfolgtes ärztliches Anraten einer KFO-Behandlung - dann in diesem "hohen" Alter die medizinische Notwendigkeit begründen?

In der Hoffnung auf viele Antworten

und mit freundlichen Grüßen

Steinbock

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Hallo Steinbock, deine Fragen hören sich ja ganz schön komprimiert an.

Ich bin nicht zusatzversichert, was KFO Behandlung angeht. Da hier in diesem Forum wahrscheinlich viele interessiert sind, wie man wo Geld sparen kann, stehen sich natürlich die kundensuchenden Versicherungen den kommenden Verrsicherten (Patienten) gegenübergestellt. Ganz klar wird da nicht alles gezahlt, vor allem wenn diese Behandlung schon auf Anraten geplant wurde. Nichts desto trotz gibt es aber Außnahmen, die eine versicherte Behandlung schon rechtfertigen würden. Aber da wäre wirklich noch die ärztliche Begründung behandlungsentscheidend.

Meiner Meinung kann es folgende Fälle geben:

Entstehender Tinitus in Zusammenhang mit Zahnstellung und Kieferfehlstellung

Begründete Rücken und Halswirbelschmerzen in Zusammenhang mit Zahn und Kieferstellung.

Dann eine Brückenversorgung im Oberkiefer oder Unterkiefer, weil Zähne schon weggebrochen sind und in diese Lücken die Nachbarzähne hineinwandern. Dafür bräuchte man KFO, um dann anschließend prothetisch gut zu versorgen.

Es gibt auch Patienten, die total verschachtelte Zähne haben, wo erst KFO behandelt wird, um diese ordentlich einzureihen und dann anschließend prothetisch zu versorgen. Kauebene und Bißstellung sind da wohl entscheidend.

Es soll ja auch Patienten geben, die jahrelang nicht beim Zahnarzt waren und dann versorgt werden müssen, weil sie Probleme bekommen. Wenn man dann einfach so eine Versicherung abschließt, weil sie günstig ist und dann 1- 2 Jahre später feststellt, da wäre etwas zu behandeln, weil der Arzt einem das --dann-- anrät, wäre es bestimmt ein Behandlungsfall.

Mir ist nicht bekannt, dass ein Kunde immer ein ärztliches Attest abgeben musste bei einer Versicherung, damit klar ist, dass dieser Kunde nicht gleich ein Patient ist:mrgreen:

An dieser Stelle aber scheiden sich die Geister und da beginnt meiner Meinung auch der Schmuu, wenn die Versicherung nicht zahlen will.

Aber es gibt somit immer Ausnahmen, mal ganz abgesehen von den Verkehrsunfallopfern, die sofort behandelt werden müssen.

Ich hoffe, ich konnte etwas helfen. Ideen eines Zahntechnikers :grin: . Gruß matteo

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Hallo,

die konkret genannten Versicherungen kann ich nicht beurteilen und wahrscheinlich hängt es nicht nur vom jeweiligen Institut sondern meist sogar vom konkreten Sachbearbeiter ab!

Aber ich habe in den letzten Monaten zwei Freundinnen empfohlen nach der Uni im ersten Job eine Zusatzversicherung abzuschließen (bei uns in Österreich ist für den zusätzlichen Zahnarzt-Tarif meistens als Basis ein stationärer Tarif Voraussetzung) und beide mußten selbstverständlich bei zwei unterschiedlichen Versicherungen ein ärztliches Attest bringen (allerdings "nur" vom Hausarzt - nachdem keine den Zahnarzt-Tarif genommen hat, weiß ich nicht, ob das etwas geändert hätte).

Best wishes

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Hallo,

bei mir waren damals (2003) bei der Signal Iduna noch keine Gesundheitsfragen im Antrag. Und zu diesem Zeitpunkt hatte ich nicht mal gewusst, dass man bei Erwachsenen kieferorthopädisch noch was machen kann. Ich habe die angeschlossen, um bei Zahnersatz etc. abgesichert zu sein. Damals hatte es mich auch noch nicht so gestört, obwohl der Überbiss auch da schon sichtbar war. Aber ich wäre im Traum nicht auf die Idee gekommen, zu einem KFO zu gehen oder auch nur meinen Zahnarzt zu fragen.

Erst viel später habe ich angefangen, mir ernsthaftere Gedanken zu machen und nach einem Vortrag habe ich dann vor ca. 2 Jahren dann das erste Mal darüber nachgedacht, eventuell doch was machen zu lassen.

Meine Versicherung zahlt die Selbstkosten (also das was die KK nicht zahlt) anstandslos zu 50% bis zu einem bestimmten Jahreshöchstbetrag.

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Hallo Daniela,

sind das denn die 50 Prozent von den 20 Prozent, die du an die KK zahlen mußt? Glaube schon, oder? Gruß M:mrgreen:

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Hallo,

also ich hab bei der Arag eine Zusatzversicherung. 80 % für KFO, 80 % für Zahnersatz und 100 % für Zahnbehandlung.

Meine ersten Rechnungen die ich bekam waren die 20 % Eigenanteil für die Anfangsdiagnostik und eine Privatrechnung für die Zusatzkosten (die nicht mehr im GKV-Katalog vorhanden sind) z. B. Gesichtsbogen GOZ Nrn. 801ff...ect.! Die Privatrechnung belief sich auf 255,00 Euro.

Hab die dann der Arag eingereicht (zusammen mit der anderen GKV Rechnung, damit man sieht, dass durch die GKV schon geprüft wurde - und es keine kosmetische Behandlung ist)!!

Gleichzeitig hab ich noch einen Plan für die Optimierungskosten über ca. 1300,00 Eur (superelastische Bögen, Bracketumfeldversiegelung, prof. Zahnreinigung...) eingereicht.

So dann kam die böse Überraschung - weder Zahlung der Rechnung noch Zusage für die Zusatzkosten - und das, weil die Arag NUR leistet, wenn sich bei einer medizinisch notwendigen KFO-Behandlung die gesetzliche Krankenkasse gar NICHT beteiligt!!!!!

Super - für was brauch ich dann eine ZUSATZ-Versicherung!!!!????

So bin jetzt super sauer über die Arag und habs auch noch mit paar Einsprüchen probiert - hat aber nix geholfen - die berufen sich auf das Kleingedruckte!!!! (das ich wohl damals überlesen habe :twisted: :twisted: )

So viel zur Arag von mir!!

LG,

Tina

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Hallo Tina,

ich hab der Sache auch zu Anfang an nicht getraut, gerade wegen dem Kleingedruckten. Heißt das, dass die Arag nur zahlt, wenn ein Kieferorthopädische Identifikationsklasse bis 2 vorsieht? Weil sonst zahlt die KK doch was, oder? Ansonsten kannst du diese Versicherung aber für Kronen oder einfach für prothetische Versorgung in Anspruch nehmen, oder? Gruß matteo8)

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Hallo Tina,

ich hab der Sache auch zu Anfang an nicht getraut, gerade wegen dem Kleingedruckten. Heißt das, dass die Arag nur zahlt, wenn ein Kieferorthopädische Identifikationsklasse bis 2 vorsieht? Weil sonst zahlt die KK doch was, oder? Ansonsten kannst du diese Versicherung aber für Kronen oder einfach für prothetische Versorgung in Anspruch nehmen, oder? Gruß matteo8)

Hi Matteo,

in den Tarifbedingungen steht folgendes....Bei Einstufung in eine der KIG-Gruppen 3,4 oder 5 besteht ein Leistungsanspruch gegenüber der GKV; in diesen Fällen erfolgt kein Leistungsanspruch aus dem Tarif Z100.

(hätte ich das damals bewußt gelesen, hätte ich den Tarif nicht abgeschlossen...:evil: )

Wobei ich denke, wenn man dann KIG 2 oder KIG 1 hat, fällt denen wahrscheinlich ein anderer Ablehnungsgrund ein... z.B. medizinisch nicht notwendig u.s.w...... Krankenkassen halt....

Werd die Versicherung aber behalten, eben wie Du schon schreibst , für Zahnersatz .... falls mal nötig...

lg, tina

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Hallo Daniela,

sind das denn die 50 Prozent von den 20 Prozent, die du an die KK zahlen mußt? Glaube schon, oder? Gruß M:mrgreen:

Nein, ich habe rund 3500 Euro Zusatzkosten für Keramik/Kunstoffbrackets, Superelastische Bögen, Bracketumfeldversiegelung, 10 Mal Prof. Zahnreinigung, Retainer und einige zusätzliche Untersuchungen, die die GKV nicht zahlt.

Die Signal zahlt in meinem Fall 50% dieser Kosten. Die 20% Eigenanteil an den Kosten, die die Kasse zahlt, muss ich seltsamerweise nicht vorstrecken, meine Krankenkasse hatte mir geschrieben, dass sie ausnahmsweise schon quartalsweise erstatten und dass ich ihren die Rechnungen zuschicken soll.

Wäre ich kein OP Fall gewesen und hätte alles selbst zahlen müssen, hätte die Signal dann 50% davon gezahlt. Meines Wissens wäre das unabhängig von der KIG so gewesen.

Aber wie gesagt - ich habe 2003 abgeschlossen und damals keine Fragen beantworten müssen. Wie das heute ist, weiß ich nicht. Ich kann mir auch nur schwer vorstellen, dass das klappen kann, wenn man schon weiß, dass etwas gemacht werden muss - das ist ja nicht der Sinn einer Versicherung.

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Hallo Daniela,

hört sich doch gut an für dich. Da hast du echt Glück gehabt, dass die Versicherung gezahlt hat. Wie hast du das mit deiner Behandlung begonnen? Wurde dir das ärztlich nahe gelegt, oder hattest du auf einmal Schmerzen, die dann alles andere ins Rollen gebracht haben?

Und schön zu wissen, dass es doch Kunden gibt, denen gezahlt wird:mrgreen: . Gruß matteo:grin:

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Die Signal zahlt in meinem Fall 50% dieser Kosten.

Wäre ich kein OP Fall gewesen und hätte alles selbst zahlen müssen, hätte die Signal dann 50% davon gezahlt. Meines Wissens wäre das unabhängig von der KIG so gewesen.

Hallo Daniela,

das hört sich echt super an!!! Hätte ich das eher gewußt, dann hätte ich mich auch bei der Signal versichert....

Mußtest Du die Zahnversicherung in Verbindung mit einem z.B. stationär Tarif abschließen?? was hast Du denn für einen Monatsbeitrag für den Zahntarif?? und was ist in dem Zahntarif alles versichert (Zahnbehandlung auch??)

lg, Tina

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@ Tina.

Nein, der Tarif ist nicht in Verbindung mit einem stationären Tarif. Es ist aber auch kein reiner Zahnzusatztarif. Da sind glaube ich noch Leistungen für Brille, Zuzahlungen für Massagen, Heilmittel und eine Auslandskrankenversicherung dabei. Und dann eben Zahnersatz und 50% von Zahnbehandlungen (Füllungen, PZR, etc.)

Genau für letzteres also Zahnersatz und Zahnbehandlungen habe ich es ja abgeschlossen - weil man ja nie wissen kann, ob man das nicht später mal braucht und ich dann nicht wegen zu hoher Kosten schlaflose Nächte haben wollte.

@ Matteo

Stimmt, das war Glück, zumal ich damals nicht darauf geachtet hatte. Bei mir war es eine Mischung, die nun zur Behandlung geführt hatte. Zum einen waren es zunehmend stärkere Schmerzen durch das starke Knirschen, die dazu geführt haben, meinen Zahnarzt auf die Kieferproblematik anzusprechen. Zum anderen aber vor allem ästhetische Gründe, weil sich in den letzten 2-3 Jahren noch mal einiges vor allem an den Schneidezähnen verschoben hatte und mich das zunehmend mehr gestört hat. Und mein Zahnarzt hat mir dann auf meine Frage, ob eine Beratung beim KFO sinnvoll wäre diese bejaht.

Aber eines möchte ich nochmal betonen: Bei mir gab es keine Gesundheitsfragen bei der Antragsstellung und ich hatte damals noch nicht einmal daran gedacht, irgendwas machen zu lassen. Es gab also definitiv keine Pläne, keine Gespräche und keine Dokumentationen oder was auch immer. Und das heißt eben auch, dass ich mir nicht vorstellen kann, dass es klappen kann, eine Versicherung abzuschließen, wenn man schon weiß, dass man eine Behandlung braucht. Da kann ich auch verstehen, wenn eine Versicherung dann nicht leistet, weil das ja dem Versicherungsprinzip entgegen steht.

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