Turmmädchen

Behandlung einfach abgebrochen?!

Hallo. :)

Die Geschichte ist ein wenig kompliziert, daher versuche ich mich kurz zu fassen.

Ich hatte früher ganz schlimme Zähne: die Vorderzähne (auch noch recht große) standen mir mit geschlossenem Mund über die Lippe, undten die Zähne vorne standen so eng, dass sie sich übereinander schoben, beide Kiefer zu eng..etc.

Relativ früh bekam ich deshalb erst eine lose, dann vier Jahre lang eine feste Zahnspange.

Daran mir die Weisheitszähne herausnehmen zu lassen dachte mein Arzt nicht.

Ich hatte so ein Headgear (heißen die glaube ich) und trug es auch regelmäßig, genau wie die Gummis. Vier Jahre lang, die Behandlung war mit großen Schmerzen für mich verbunden.

Mein Kieferorthopäde machte mich in diesen vier Jahren regelrecht fertig, er behauptete ich würde mein headgear nicht tragen, und seine regelmäßigen Attacken machten nicht nur mir Angst, sondern führten natürlich auch dazu, dass der Haussegen massiv schief hing.

Kurz, es war die Hölle.

Mit 16 (nach vier Jahren fester Spange) musste ich dann zu Hause raus, quasi von einem Tag auf den anderen.

Ich habe in einer anderen Stadt einen Kieferorthopäden aufgesucht, da ich den anderen alleine (ohne Auto) nur sehr, sehr umständlich hätte erreichen können.

Dieser sagte mir, dass die ganze Behandlung keinen Sinn mache, da die Weisheitszähne nicht gezogen worden waren und dass er mir die Spange genausogut herausnehmen könne, da die Zähne sich danach sowieso wieder zusammenschieben würden, ich solle mich nicht weiter mit der festen Spange quälen.

Ich hab auf ihn gehört..ich weiß bis heute nicht, ob das richtig war. Habe dann noch eine lose Spange bekommen, sollte aber weder zur Kontrolle noch sonstwas, da es nach Meinung des Arztes ja eh keinen Sinn machte.

Nach drei Monaten (ich habe die lose Spange regelmäßig getragen) passte sie auch schon nicht mehr.

In den nächsten Jahren ging mein Leben ziemlich drunter und drüber, man kann sich vielleicht vorstellen, was bei jemandem los sein kann, der mit 16 auf der Straße sitzt.

Ich habe es bei kaum etwas geschafft mich so darum zu kümmern, wie es wichtig gewesen wäre.

Heute bin ich fast 25 und die Probleme mit meinen Zähnen werden immer ärger. Die Weisheitszähne müsse raus, soviel ist klar, das wurde mir ja vor Jahren schon bestätigt.

Jetzt geht es darum, ob ich nochmal eine Spange bekomme.

Ich bin derzeit aus psychischen Gründen nicht arbeitsfähig, habe also kein Einkommen.

Mein Kiefergelenk knackt, tut weh, der Unterkiefer hängt sich irgendwie so halb aus, wenn ich den Mund weit öffne - zumindest fühlt es sich so an. Die Vorderzähne beißen noch nicht wieder auf die Lippe, aber wenn ich morgens aufstehe dann tut die Unterlippe meist weh und da sind Rillen.

Die Vorderzähne unten sind wieder so weit übereinandergeschoben, dass sie weh tun, da ist permanenter Druck auf den Kiefern, Schmerzen, Kopfschmerzen. Ein Zahn hinten ist seitlich aus dem Kiefer (also im falschen Winkel nach vorne) rausgewachsen. Der ist auch total kaputt schon, weil ich mit der Zahnbürste nicht rankomme.

Außerdem kann ich entweder nur recht oder links hinten kauen, weil wenn ich rechts kaue, dann stehen links die Zähne nicht aufeinander. Es sind wohl nur ein paar Milimeter, aber es fällt mir eben auf, und ich denke mir dass das sicher nicht gesund ist.

Ich denke, dass meine Problematik nicht ausreicht, um die Kosten von der KK übernommen zu bekommen, aber ich will das jetzt bald in Angriff nehmen und vom KFO abklären lassen.

Jetzt meine Fragen:

Wie ist das, wenn man Sozialhilfe bekommt..muss man dann auch selbst zahlen?

Habe ich eventuell Chancen auf eine neue Kostenübernahme, das die alte Behandlung ja nach Aussage des Arztes "zwecklos", das nicht fachgerecht war?

Wäre lieb, wenn mir jemand vielleicht helfen kann.

Und Daumen drücken, ich hab' nämlich echt richtig Angst vor Kieferorthopäden mittlerweile.

Auch vor Zahnärzten. Die behandeln einen immer direkt unfreundlich, wenn sie sehen, was im Mund los ist. :(

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hi turmmädchen,

also ich finde es toll, dass du dich bei deiner vorgeschichte doch wieder trauen willst, was an deinen zähnen zu ändern.

wegen den kosten: auch sozialhilfeempfänger sind doch bei einer krankenkasse, oder? ich würde mal sagen, du kannst dich auf jeden fall mal bei einem kfo vorstellen (vllt kann dir jemand - falls du uns verraten willst, wo du herkommst - einen netten nennen). beim ersten besuch habe ich erst einmal nur die 10 € praxisgebühr zahlen müssen. kannst du ja auch vorher ansprechen. wenn du einen netten kfo findest, wird er dir sicherlich auch helfen wegen den kosten. falls du dich dass nicht gleich traust, vllt kannst du ja mal beim sozialamt anfragen? hast du eine/n nette/n sachbearbeiter/in? würde mich mal mit der/dem zusammensetzen. du hast ja anscheinend schon ziemlich massive probleme durch deine "fehlstellung", solltest also auf jeden fall was machen.

und jetzt muss ich mal die zahnärzte in schutz nehmen: es gibt auch viele, die - wenn sie sehen, dass schon ganz schön was zu tun ist - besonders nett sind, weil die können sich doch selbst denken, dass man angst vor ihnen hat, sonst wäre man ja früher schon mal hingegangen. hatte in meinem umkreis auch verschiedene personen, die angst hatten und sich erst sehr spät zum zahnarzt getraut haben. die hatten nie probleme. vor allem, wenn sie vorher gesagt haben, dass sie eine sch....angst haben.

also ich drück dir auf jeden fall die daumen, dass du alles regeln kannst.

lg janet

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Jetzt meine Fragen:

Wie ist das, wenn man Sozialhilfe bekommt..muss man dann auch selbst zahlen?

Habe ich eventuell Chancen auf eine neue Kostenübernahme, das die alte Behandlung ja nach Aussage des Arztes "zwecklos", das nicht fachgerecht war?

Ja, musst Du selber zahlen. Ab 18 gilt alles, was nicht mit einer OP zusammenhängt als 'Schönheitsbehandlung'. Egal, wie groß die Schmerzen sind und welche Beschwerden Du hast oder wie die Vorbehandlung aussah.

Geh erstmal zum KFO, vielleicht hast Du 'Glück' (oder wie auch immer man das nennen mag) und es ist doch eine OP notwendig, dann übernimmt das die Kasse, vielleicht kannst Du von den 20% befreit werden, die Du bezahlen musst (bekommst Du ja nach der Behandlung wieder) - aber ich vermute, dass auch das nicht geht.

Nicht alle KFOs sind schlimm - in meiner Kindheit hatte ich auch einen recht furchtbaren KFO, aber mein letztes war echt nett :-). Also, schau ihn Dir an, Du musst ja nicht gleich bei dem Erstbesten die Behandlung anfangen.

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Erstmal ein großes Danke ihr beiden! :)

Ich komme aus Kaiserslautern, und es war hier Dr. Vel***, der mir damals die Brackets rausgenommen hatte. Zu dem möchte ich eigentlich nicht mehr so gerne. Am Besten wäre jemand hyper-freundliches, der mich behandelt wie ein rohes Ei (oder verschrecktes Kleinkind).

Vielleicht, wenn jemand einen guten hier kennt...könnte er mir den Namen per PN schicken?

Ich habe mir ganz fest vorgenommen ein paar Kieferorthopäden abzuklappern (mir anzusehen), sobald ich das schaffe.

Muss man die 10 Euro Praxisgebühr dort bezahlen, also geht das, oder nur mit Überweisung vom ZA?

Hmm..und ja..nicht alle Zahnärzte sind schlimm..ich bin nur meist an die falschen geraten. ;)

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schaffe.

Muss man die 10 Euro Praxisgebühr dort bezahlen, also geht das, oder nur mit Überweisung vom ZA?

Du kannst die 10€ beim KFO bezahlen oder Dir für jeden Gang zu einem KFO eine Überweisung vom Zahnarzt geben lassen, wenn Du da schon 10€ in dem Quartal bezahlt hast. Dann musst Du nur ein Mal bezahlen.

Ich drück Dir die Daumen, guck Dir Deinen KFO halt vorher gut an, dann wirst Du schon nicht an den falschen geraten. Und zu guter letzt bist Du jetzt erwachsen und potentieller 'Privatpatient' - wenn Du selber zahlen musst. Da sind die KFOs immer nett, weil's unkompliziert viel Geld bringt :-). Und mit Erwachsenen gehen sie auch nicht so leichtfertig um, wie mit Kindern. Mir scheint manchmal, dass manche KFOs denken, dass man mit Kindern alles machen kann.

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Hallo,

schön, dass Du nach Deiner langen Geschichte und den vielen umschifften Klippen den Mut aufbringst, Dich um Deine Zähne zu kümmern. Selbstverständlich ist es dafür nie zu spät - nur leider hat der Gesetzgeber für GKV-Versicherte das 18. Lebensjahr festgelegt, um unter bestimmten Voraussetzungen die Behandlungskosten übernehmen zu lassen.

Daran ändern auch viele gute Gründe und medizinische Befunde nichts - weder die Krankenversicherung noch das Sozialamt d ü r f e n Kosten übernehmen!

Ich würde aber vorschlagen, dass Du Dich vertrauensvoll an einen Kieferorthopäden wendest, um etwaige Behandlungskosten abklären zu lassen.

Viel Glück

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Hallo Turmmädchen!!!!

Erst mal ein herzliches Willkommen in unserem Forum!!!!!!!!!!!!

Das hört sich ja alles ganz schön schlimm an was du bisher durchmachen musstest!!!

Die Angst vorm Zahnarzt kann ich verstehen. Ich bin bei den letzten Besuchen auch immer angepflaumt worden warum ich meine Kiefer noch nicht machen lassen habe!!!! :roll:

Aber Kopf hoch!!!

Wenn du so schlimme Beschwerden hast muss man doch etwas machen können!!!

Auch wenn du Sozialhilfeempfänger bist/oder werden würdest!!!

Oder haben Leute in Deutschland die keinen Job haben nicht das Recht auf eine medizinische Behandlung??!!

Auch wenn man kein eigenes Einkommen hat, so hat man doch ein Recht auf eine bestimmte Lebensqualität!!

Geh doch einfach mal zu einem KFO!! Vielleicht kann dir ja doch einer weiterhelfen!!

Ich wünsch dir alles Gute für die Zukunft!!!!!!

lg

Sabine

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Hallo,

erkundige Dich in einer Kieferklinik Deiner Stadt nach ambulanten,kostenlosen Sprechstunden für Dysgnathie(Kieferfehlstellungen)-Patienten.Da wird man umfassend und kostenlos(Praxisgebühr erfragen!) beraten,welche Behandlungsmethode überhaupt sinnvoll und bezahlbar ist.Das Ergebnis soll ja nicht nur funktional,sondern auch ästhetisch ansprechend sein.Mein Beispiel:Kosten KFO für Behandlung mit anschl. Bimax-OP knapp 600€.

Das Geld bekam ich,wie schon in den anderen Beiträgen erwähnt,zurück.

Viel Glück!

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Ich habe mich getraut und einen Termin bei einem Kieferchirurgen gemacht, zum Beratungsgespräch, damit zunächst einmal die Weisheitszähne rauskommen und sich nicht alles noch weiter zusammenschiebt, bzw. auch der Druck und die Schmerzen aufhören.

Der Termin ist schon Montag. :roll:

Außerdem habe ich für den 18. einen Termin bei einer Kieferorthopädin - mir sagte leider schon die Sprechstundenhilfe, dass ich wenig Aussicht hätte eine Behandlung bezahlt zu bekommen. Ich versuche es trotzdem.

caro: Gibt es einen bestimmten Grund in einer Kieferklinik nachzufragen - ist das besser, als sich beim Kieferorthopäden in einer Praxis beraten zu lassen?

Können alleine durch die Beratung beim KFO Kosten auf mich zukommen, die ich selbst tragen muss?

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Können alleine durch die Beratung beim KFO Kosten auf mich zukommen, die ich selbst tragen muss?

Ja, KÖNNEN, aber müssen nicht. In den meisten Fällen wird das Erstgespräch noch irgendwie über die Kasse abgerechnet. Manche KFOs machen das aber nicht und man muss das Erstgespräch bezahlen. Ich vermute aber mal, dass sie Dir das schon gesagt hätten, als Du den Termin gemacht hast. Um sicher zu gehen, ruf aber vielleicht vorher noch mal an.

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Das ist ja echt heftig was du schreibst. Habe auch totale panick vor dem Zahnarzt. Hoffe das sich für dich alles zum guten wendet und es eine m öglichkeit gibt das du die Behandlung machen kannst. Drücke dir ganz fest die Daumen.

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