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superb

"leichte" Fälle und Entscheidungen dagegen?

Hallo zusammen,

mich würde interessieren, ob es auch Leute gibt, die sich gegen eine OP entschieden haben, und wie sie heute zu dieser Entscheidung stehen.

Bei mir selber sollen "nur" 2mm vorverlagert werden im OK, und ich habe sehr unterschiedliche Empfehlungen bekommen: KOrthopäde und Chirurg waren eindeutig FÜR eine Operation.

Ein Professor an der Uniklinik jedoch riet mir ab und meinte, das Verhältnis Nutzen-Risiko sei nicht gut.

Die Operationsrisiken seien (im Verhältnis) zu groß.

Meine OP ist für in nicht mal drei Wochen geplant, und ich habe kaum noch eine ruhige Minute :-/

Auch würde mich interessieren, ob jemand Erfahrung mit Krankenkassen bezüglich Absagen hat. Musstet Ihr da auch so eine Verpflichtung unterschreiben zu Beginn der Behandlung?

-Was, wenn ich nun einfach zu große Antst vor der OP und auch dem (fremden) Aussehen danach habe, nicht mehr dahinter stehe? Wäre das nicht in gewissem Sinne auch eine medizinische Kontraindikation?!

Im Profil sieht man natürlich die leicht vorstehende Unterlippe. Aber wenn ich ehrlich bin: Seit ich aus der Pubertät bin, komme ich damit ganz gut zurecht.

Wenn ich irgendwas optisch verbessern wollte, dann gäbe es da für mich viel wichtigere und auch psychisch belastendere Dinge!

Von Vorne MAG ich meinen Mund eigentlich sehr.

Ich habe Angst, dass gerade die Züge, die ich an mir mag und die ich vielleicht irgendwie "ausdrucksstark" finde, verschwinden werden.

Ich bin bei so etwas sehr empfindlich, weil ich es glaube ich sofort merke, wenn etwas anders aussieht.

Auch habe ich den Eindruck, daß bei vielen Oberkiefer-Vorverlagerungen diese "Furche" unter der Nase etwas platter wird/verloren geht. -Hat da jemand Infos oder Erfahrungen zu? -Mein Chirurg sagte da nichts zu.

Er sprach nur von einer eventuell sich verbreiternden Nase.

Das war jetzt ne Menge, ich weiß. Ich hoffe trotzdem, daß mir auf die eine oder andere Frage jemand antworten kann.

Vielen Dank schonmal.

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Hallo Superb,

ich bin zwar kein Fachmann, aber ich hab mich sehr sehr lange mit dem ganzen Kram befasst, meine OP ist schon fast ein halbes Jahr her und ich tummel mich regelmäßig hier im Forumsbereich rum um meine Erfahrungen an andere weiter zu geben.

Ich persönlich denke, dass 2 mm!! auch ohne Op in den Griff zu bekommen sind (insofern du keine Kaubeschwerden oder sonstige Probleme hast). Wie lange bist du bereits in Behandlung und bei wie vielen Ärzten wars du? Ich hab bevor die Behandlung angefangen hat, mich bei ner Hand voll Chirurgen und Orthopäden beraten lassen und bei mir war der Fall klar.

Ich würd mich an deiner Stelle noch von weiteren Fachmännern beraten lassen, bevor du dich unters Messer legst. Was sind überhaupt deine Beschwerden?

Gruß SID

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Hallo Nina,

ich bin durch das jahrelange Hinweisen auf meine Fehlstellung natürlich schon dafür sensibilisiert. Aber ich würde zehn andere Dinge finden, die ich lieber (unter Umständen auch operativ) an meinem Äußeren ändern wollen würde als ausgerechnet diese leichte Fehlstellung der Kiefer, die man sowieso nur im Profil sieht.

Und egal, wen ich von meinen Bekannten oder Freunden frage: Sie "sehen" da alle nichts. [Klar: Ein bisschen liegt es sicher am laienhaften Blick, aber was soll`s].

Letztlich würde ich die OP nur aus gesundheitlichen Gründen durchführen lassen.

Ich habe aber bisher keinerlei Probleme!

Meine Mutter hat "dasselbe" und hat bis heute keine von diesen Spät-Folgen bekommen.

Ok, stimmt nicht ganz: die Zähne sind schon kürzer geworden (Abschliff).

Aber das muss man doch auch irgendwie anders "lösen" können, denke ich (dass die Zähne sich nicht so abnutzen durch den halben Kopfbiss, meine ich).

Jedenfalls wäre die einzige Indikation für mich wirklich:

1. Gefahr von Gelenkproblemen im Alter.

2. Abnutzung der Schneidezähne (die hat aber sowieso bereits begonnen).

...Wenn es ein Zentimeter wäre, oder 7 mm oder so: Ich denke, dann wäre die Entscheidung wenigstens ein kleines bisschen leichter.

Aber vom Ästhetischen her habe ich wirklich eher Angst, mich hinterher nicht mehr zu "mögen".

Du schreibst, Du hättest auch Zweifel gehabt. Wann hast Du Dich denn operieren lassen?

Ich hoffe auch, daß mir Marco vielleicht noch die Vorher-Nachher-Photos zugänglich macht, das ist bestimmt hilfreich.

-Auch wenn man dann natürlich nicht die zugehörigen Geschichten und so weiter hat.

Ich denke, beides zusammen wäre gut: Die (auch ästhetische) Indikation zusammen mit den Beweggründen und Erfahrungen(!) der Betroffenen.

Aber wer stellt sich schon gerne so "komplett" ins Netz ;-)

...Ich bin wirklich kurz davor, es abzusagen. Mit allen (vor allem finanziellen) Konsequenzen. [Rückerstattung an Krankenkasse]

Das ist echt eine lebensphilosophisch sehr grundlegene Entscheidung, die wir da zu treffen haben, oder nicht?!

Es geht um die Bedeutung des "perfekten" Gesichts, um Anpassung des Körpers, Spagat und Entscheidung zwischen "Natürlichkeit sowie konsequentem "zu-sich-stehen"" und auf der anderen Seite vermeintlicher Erleichterung des gesellschaftlichen Kontakts, eventueller Verbesserung der Wirkung auf andere.

Na ja, hoffe, das klingt jetzt nicht zu niedergeschlagen, bin gerade echt etwas am Boden :-/

Danke trotzdem für die Antwort!

LG

S.

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Hallo SID,

Danke für Deinen Beitrag! Hier bekommt man ja richtig schnell Antwort :-)

Ich war vor Beginn der Behandlung bei zwei Chirurgen. Die sagten beide, daß es notwendig sei (aber sagen die das nicht fast immer?), der eine jedoch wollte den UK, der andere den OK verschieben.

Davor war ich erst bei meinem Zahnarzt gewesen, der sagte, man könne es machen lassen, und es sei vielleicht auch sinnvoll, aber ER an meiner Stelle würde es lassen.

Dann war ich bei einem Kieferorthopäden in Darmstadt, der mir sagte, es sei so minimal, normalerweise sähe er das schon, wenn die Leute in den Raum träten, bei mir habe er nichts bemerkt erst.

Ok, er schickte mich dennoch zu einem K-Orthopäden in meiner Stadt.

Der wiederum klärte mich recht neutral auf, sagte mir, was möglich sei, usw.

Ich ging ein paar Jahre später wieder zu dem KO in Darmstadt, und der stimmte nun dem (von ihm ja empfohlenen) KO in meiner Stadt zu. Ich fragte nach, warum er jetzt so ganz anderer Auffassung sei, und er meinte, es habe sich wohl verändert in der Zwischenzeit. (seltsam, schien mir nicht so recht glaubhaft)

Letzte Woche war ich dann noch an der Uniklinik, und der Prof dort sagte, von IHM bekäme ich NICHT den Rat, die Op durchführen zu lassen. Seiner Auffassung nach, sei das Verhältnis Nutzen-Risiko bei mir nicht gut.

Er geht aber irgendwie auch davon aus, dass der Leidensdruck(!) des Patienten, was das Äußere angeht, schon enorm sein müsse, um so einen Eingriff vornehmen zu lassen.

So also die unterschiedlichen Einschätzungen bis heute.

Beschwerden?? Bis heute habe ich da nichts!

Ok, leichte Abnutzung der Schneidezähne wie gesagt (aufgrund eines Kopfbisses).

Wieso bist Du zu einem Orthopäden gegangen?

Ich habe auch schon mal gehört, daß sich Kieferprobleme auf die Wirbelsäule auswirken können. Aber das sagte ein Heilpraktiker, und ich wusste nicht, daß das "allgemein bekannt" ist.

Tja, so sieht es bei mir aus.

Meine Fehlstellung ist wohl so eine Art Grenzfall: Nicht ausgeprägt und heftig genug, um eine Entscheidung leicht zu machen. Aber eben auch nicht gut von der Verzahnung her.

Was auch immer "gut" heißt... :-)

Viele Grüße,

S.

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@ Nina, ich und sicherlich auch die anderen würden gerne wissen, "warum" die die OP nicht mehr wiederholen lassen würdest.

@ Superb

Superb, ich schreib dir heute Abend oder morgen Früh mal ne Email

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Hallo Superb,

es ist ne blöde Situation dir 3 Wochen vor deiner OP noch Ratschläge zu geben und dich somit vielleicht noch zu verunsichern. Du bist nun schon soweit was die Vorbehandlung angeht, dass du ohnehin kaum noch einen Rückzieher machen kannst. Im Laufe der Behandlung wurden deine Zähne bekanntlich so umgestellt, dass sie nach der OP aufeinander passen. Heißt also, dass dein Biß mittlerweile schlechter ist als vor Behandlungsbeginn. Ein Abbrechen der Behandlung kann unter Umständen dazu führen, dass du für die, für die Krankenkasse entstandenen Kosten selbst aufkommen musst. Darüber solltest du dir im Klaren sein. Auch wirst du mit Sicherheit Probleme bekommen falls du dich doch in einigen Jahren für die OP entscheiden solltest. Zieh das Ding nun einfach durch und lass dich von niemanden mehr beirren.

Nebenbei: Dein Gesicht wird sich nicht merklich verändern. Bei 2mm dürftest selbst du Schwierigkeiten haben einen Unterschied festzustellen. Von vorne garnicht, von der Seite höchstens mit viel Phantasie. Es kommt zudem drauf an wo operiert wird. Falls im Oberkiefer, dann verändert sich auch deine Nase. Wird der OK vorverlagert, dann kommt deine Nasenspitze ein wenig höher. Bei vielen „Progenikern“ oder anders rum: viele, deren Oberkiefer zu weit hinten steht haben einen leichten Knick in der Nase, der wird durch die Vorverlagerung geringer. Allerdings dürfte man diesen Effekt bei 2 mm so gut wie garnicht sehen. Wie alt bist du wenn man fragen darf?

Gruß Sid

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Hallo Sid,

ich fürchte du hast recht. auch wenn ich nicht so recht weiß, ob meine zähne wirklich anders stehen als vor zwei jahren.

..die krankenkasse hat mir auch gerade geantwortet: sie würden mir ne fette rechnung schicken.

aber es sträubt sich echt alles in mir gegen diese operation.

ich habe solche angst, es zu bereuen.

und richtig davon überzeugt war ich von anfang an nicht.

das hinterlässt alles narben im knochen,

die ganzen risiken, von denen ich erst hier im forum höre.

-stimmt es, daß der mund eventuell nicht mehr "vollständig" aufgeht langfristig?

selbst wenn man das vielleicht nie braucht (wann reißt man den mund schon so weit auf), mag ich sowas nicht.

es zeigt einfach, wie groß der eingriff ist in seinen konsequenzen.

ich sehe auch nicht mehr richtig die indikation.

abschleifen der schneidezähne? -irgendwann schleifen die sich doch vielleicht auch gar nicht mehr weiter ab, oder?

ich könnte die Op natürlich auch "einfach" wieder verschieben. im prinzip setzt ja keiner eine deadline.

aber das ist auch ne Qual.

Ich kann nur allen raten: Informiert Euch vollständig(!) vor jedem Beginn einer Behandlung. Stellt Euch vor, Ihr hättet die Op übernächste Woche und fragt Euch, ob Ihr es WIRKLICH wollen würdet!

Tja, ich muss jetzt irgendwie da durch.

Keinen Bock mehr. Echt, am liebsten würde ich einfach alles hinschmeißen.

LG

S.

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Hey!

Diese angst hatte ich auch, das ich mein Gesicht nicht mehr mögen würde. Bei mir wurde der OK 5mm vorverlagert (vor 9 Wochen) und ich muss sagen das ich mit meinem Aussehen sehr zufrieden bin, sehe jetzt viel harmonischer aus obwohl noch leichte Schwellungen da sind. Jetzt bist du so weit gekommen, du wirst sehen es wird alles gut.

Sprich doch nochmal mit deinem KFO, das hat mir kurz vor der OP auch sehr geholfen.

Das mit der Mundöffnung kann ich nicht bestätigen, bei mir geht er sogar weiter auf als vor der OP :D

Mir wurde gesagt das man wenn man weiter knirscht irgendwann die Schneidezähne soweit abgeschliffen hat das man auf der Wurzel ist und das soll nicht gerade angenehm sein.

Auch wenn die Frage etwas hart klingt, du schreibst du warst von anfang an nicht überzeugt von der OP, aber warum hast du dann der OP zugestimmt, du hättest ja auch nein sagen können. Das du vom KFO nicht richtig aufgeklärt wurdest finde ich nicht gut, mir wurde zwar auch nicht alles gesagt sondern nur das wichtigste, aber ich konnte immer noch nachfragen und fühlte mich vorher schon richtig aufgeklärt, erst danach habe ich mich für die OP entschieden. Ich hab es am anfang erstmal mit ´ner Schienenbehandlung und Krankengymnastik versucht ob der Kiefer wieder in die alte Stellung zurück geht, hat aber nicht geklappt. Und bei Erwachsenen wird ja nur die Kombinierte Therapie bezahlt.

Die endgültige entscheidung kann ich dir leider nicht abnehemen und ich denke nicht das es besser wird wenn du den Termin verschiebst, ich wollte auch am Tag vor der OP alles hinschmeißen und habe es nicht bereut die OP durchgezogen zu haben.

Angsthase

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Hallo Sid,

wenn Du sagst, daß sich die Nase bei OK-Vorverlagerungen verändert: Wieso genau wird denn davon die Nase breiter? Ich kann mir das so schlecht vorstellen.

Und einen Knick hat meine Nase eigentlich nicht. Hm. Habe mal vorm Spiegel meine Nasenspitze etwas angetippt von unten, so daß sie etwas mehr nach oben zeigt, aber ehrlich gesagt, sah das nicht gerade gut aus.

Wird bei "wenig mm" auch die Nase entsprechend weniger breit?

Kann man das so sagen?

Danke schonmal für ne Antwort, vielleicht kannst Du dazu ja noch was sagen.

LG

S.

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