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hordeotech

7-jähriger nur mit Kiefer-OP (mit 16 Jahren) behandelbar ??

Liebe Leser,

folgender Fall kam mir neulich im Bodensee-Gebiet unter:

ein 7-jähriger mit unterentwickeltem Oberkiefer, der aufwändig und belastend und dennoch unvollständig kieferorthopädisch behandelt werden sollte, um ihn dann mit 16 Jahren zu operieren. Er würde also mit falscher Bisslage aufwachsen, seine ganze Jugend nicht richtig kauen können und komisch aussehen!

Dabei wäre er doch noch rechtzeitig, dass ein Funktionsregler 3 in einigen Jahren die Kiefer ganz gesundwachsen lassen könnte?

Hält hier eine fragwürdige Verdrängung funktioneller Kieferorthopädie (Aktivatoren, Bionatoren, Funktionsregler, Bimler u.a.) Einzug?

Denn z.B. in Frankreich kommt „lange warten lassen und dann operieren“ schon öfter vor bei Kieferfehlstellungen wie Progenie oder offenem Biss, die als „potenziell hartnäckig“ gelten.

EXPERTEN-MEINUNG dazu:

Selbstverständlich sollte man immer zuerst versuchen mit funktionskieferorthopädischen Massnahmen das Problem anzugehen. In 99% der Fälle bleibt einem dann die Operation erspart.

Bei einem ca. 12-jährigen Jungen hatte ich leider schon geschaffene Tatsachen vor Augen. Auch hier war auf jegliche Nutzung des Wachstums, die eine schonende Korrektur ermöglicht hätte, verzichtet worden. Stattdessen war

1. die Gaumennaht aufgebrochen worden

2. 4 gesunde, neue Zähne gezogen worden (das übliche Märchen von den großen Zähnen in kleinem Kiefer)

3. eine komplette feste Spange installiert worden (mit viel Belag drumherum, verletzten Lippen beim Sport usw.). Die verengt nach Zähneziehen die Kieferfronten zu einem widernatürlich spitzen Mäuschen-Gebiss, dass schon deutlich wurde: mit weit hinten stehenden Eckzähnen, eingeengtem Zungenraum und dadurch auch erhöhter Rückfall-Gefahr (Lücken gehen wieder auf).

Bei einer ähnlich großzahnigen 12-Jährigen war deren Mutter umsichtiger. Eine ganzheitliche Kieferorthopädin nimmt sich jetzt mit Crozat-Spangen die nötige Zeit, das Kieferwachstum so lange zu fördern, bis die kompletten Zähne Platz haben.

EXPERTEN-MEINUNG dazu:

Was das Ziehen von Zähnen angeht, sollte diese Massnahme immer nur die Ausnahme der Regel sein. Es werden unserer Meinung nach in mehr als 60 Prozent aller Fälle ungerechtfertigter Weise Zähne extrahiert.

(...) Daher empfehlen wir: Wenn bei Ihnen oder Ihrem Kind bei der kieferorthopädischen Behandlung eine Extraktion geplannt ist, dazu grundsätzlich eine Zweitmeinung einzuholen.

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hallo Larissa,

Ihren Beitrag vom 08.08.05 habe ich mit Interesse gelesen, und wenn es nicht so traurig wäre, könnte man humoristisch „Meingott Walter“ sagen. Nur, das ist ja nicht die Lösung. Viel wichtiger wäre es doch, betroffene Leidensgenossen nicht nur vor Fachidioten zu warnen sondern möglichst auch namentlich zu benennen. Wie sonst sollen sich die Patienten über die Kompetenz Ihres Arztes, von dem sie ja Hilfe für ihr Problem erwarten, informieren?

Daß die meisten Forumsmitglieder sich unterschiedlichen Beratungen von KFO sowie Chirurgen unterzogen haben macht die richtige Entscheidung nicht unbedingt einfacher, wenn verschiedene Aussagen über den jeweiligen Diagnosestand gemacht werden.

Also, beinahe wie in der großen Politik, jeder kann`s am BESTEN.

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Wenn aber je nach Art und Schwere des Falles hier und heute nur noch 40%, 20% oder 10% der Ärzte schonende Lösungen bieten, dann ist das Führen von Positivlisten viel kürzer und weniger zeitraubend als das von Negativlisten.

Die genannte Expertenmeinung steht übrigens unter

http://www.zhkplus.de/forum/ubb/Forum6/HTML/000114.html

und die beraten da auch.

Im Forum-Pfad „Bionator bei echter Progenie“ darüber empfehlen sie zur Kinder-Behandlung lieber den Funktionsregler 3 nach Fränkel. Beides ist Hilfestellung zum Gesundwachsen, und selbst gewachsen ist meist stabiler als künstlich in Form gezwungen (mit festen Spangen / Außenspangen).

Neu ist dort auf der Hauprseite auch ein Artikel über Crozat-Spangen (sanfte Erwachsenenbehandlung).

Was dagegen Abschreckung angeht, so kann ich als ZUGABE folgenden, traurigen (Welt-?)Rekord angeben:

Statt schonendem Platzgewinn unter Nutzung des reichlichen Wachstums wird in folgender Praxis in SCHONGAU schon bei 3- bis 4-Jährigen die Gaumennaht aufgebrochen:

http://www.niceteeth4u.de :

Sowas ist mir noch nichtmal auf Ami-Seiten untergekommen! Eine Innenansicht der Apparatur (Kapitel "Behandlungsbeispiele") zeigen die wohlweislich ebenso wenig wie die Info, was dabei vor sich geht und dass die zerrissene Gaumennaht nach den 14 Tagen Rekord-Verbreiterung noch 2 Wochen zum Verheilen braucht!

Auch Dübel im Knochen gibt´s bei denen, ist ja alles so easy, wer denkt da schon an Entzündungen...

Oder das lausige Herbstscharnier, auch so easy, „rasches Eingewöhnen“. Wohl in der Annahme, dass alle Patienten McDonalds-Fresser sind. Denn nur die dürften sich nicht daran stören, wenn sie dank Herbst-Scharnier laut Abbildung beim Kauen GAR KEINE Mahlbewegungen mehr machen können, sondern nur noch in Vorwärt-Rückwärts-Bewegungen mümmeln können.

Und dann brüsten die sich noch fortwährend mit „Qualitätsmanagement“. Das klingt mir dann wie „etwas, um beim Arbeiten mit Risikomethoden im Unglücksfall jede Verantwortung von sich weisen zu können“.

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