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Linda

Entscheidung für oder gegen die OP...

Hallo Ihr Lieben!

Hab hier einen Beitrag von superb gelesen, und das hätte ich schreiben können, hab so ziemlich das gleiche Problem und leide total mit dir!!!!!!!!!!

Also ich erzähl euch mal meine lange Geschichte und hoffe, ihr könnt mir irgendwas ermutigendes sagen...

Mein OK ist zu kein, deshalb hab ich (23) seit 4 Jahren ne Spange, die mich mittlerweile tierisch nervt. Ich will das Teil nur noch los haben! Hab schon übelste Komplexe, weils auch nicht voran geht. Die Behandlung sollte eigentlich 1 Jahr dauern, und es hat sich nur unwesentlich verändert. Mein Dr meinte damals, man könnte das operativ machen lassen, aber das Risiko sei zu groß und es würde auch so gehen. Nur das tut es ja offensichtlich nicht. Und ob es sich dann wieder verschiebt, ist auch nicht klar. Es könnte also sein, ich hatte das Ding 4 jahre für umsonst!

Deshalb hab ich mich jetzt von einem anderen KFO beraten lassen, der war sehr objektiv und kam schon kompetent rüber. Er meinte, man könnte entweder Zähne ziehen (hat damit jemand von euch Erfahrung, kann das den Biss wirklich harmonisieren????) oder den OK 2-3 mm vorverlagern, was er für die effektivere Variante hält.

Das nahm ich erstmal zur Kenntnis und fragte dann meinen behandelnden KFO nach der Möglichkeit der OP oder des Zähne ziehens. Da meinte er nur, Zähne ziehen empfiehlt er gar nicht, weil davon der Knochen ja auch nicht kleiner/größer wird und somit Lücken entstehen, die sich nicht wieder verschließen lassen. Komisch, ne? Und zu der OP hat er gemeint, das wäre viel zu riskant, und meine Fehlstellung fällt nem Leihe doch gar nicht auf. Er kann mir garantieren, ich bin danach nicht mehr glücklich, da kann die ganze Oberlippe taub bleiben. Und er kennt so viele Patienten, die das bereuen, so ziemlich alle, und die Geschichten erzählt er mir lieber gar nicht. Ich dachte nur, oh mein Gott. Der erzählt genau das Gegenteil von dem anderen KFO. Und seine Universallösung wäre praktisch, meine Spange noch ein weiteres Jahr drin zu lassen und abzuwarten, was passiert.

Ich weiß nur leider, dass wohl gar nix passieren wird, dann hatte ich das Ding 5 Jahre sinnlos. Am liebsten will ich schon die OP, so vom Instinkt her. Aber mein KFO hat mir SOLCHE ANGST gemacht. Warum eigentlich?? Das verwirrt mich und macht mich total unglücklich.

Andererseits lese ich Horrorgeschichten von Blutkonserven und Kathedern, das macht mir wirklich panische Angst!

Könnt ihr mir irgendwas aufbauendes sagen?? Wär ganz lieb!!!!

Bis dann, Linda

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Hallo Linda,

ich würd mir die Horrormärchen nicht so zu Herzen nehmen. Für Profis ist das ein reiner Routineeingriff, nicht mehr und nicht weniger.

Ein Katheter wird soviel ich noch in Erinnerung hab nur dann gelegt, wenn die Operation länger als geplant läuft und somit die Gefahr besteht dass der Tisch plötzlich unter Wasser stehen könnte. Eine Magensonde muss sein, du kriegst davon aber absolut garnichts mit. Während der OP läuft dir ne Menge Blut in den Magen und das muss eben abgesaugt werden, aber bevor du aufwachst wird der wieder gezogen, du merkst also überhaupt nichts von dem Ding. Blutkonserven sind mittlerweile nicht mehr an der Tagesordnung falls nur an einem der Kiefer operiert wird. Die Wahrscheinlichkeit dass bei einer Oberkieferoperation trotzdem einer Konserve benötigt wird, liegt bei 1/400.

Mir wurde von einer Eigenblutspende abgeraten, denn es fällt dem Körper leichter im Nachhinein wieder Blut zu bilden, als geschwächt durch die Blutspende operiert zu werden. Lass dir das aber besser vom Fachmann erklären. Bei einer Oberkieferoperation ist das Risiko zudem äußerst gering dass auf Dauer eine Gesichtsregion taub bleibt. Das vorübergehend was taub ist, ist völlig klar, aber das gibt sich mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit bereits nach einigen Wochen wieder.

Im Gegensatz zu deiner Vorrednerin mit dem 2mm Problem, bist du in der „glücklichen“ Ausganssituation dich ausführlich über das ganze Prozedere sowie die Vor- und Nachteile der Operation zu informieren. Ich an deiner Stelle würde mehrerer Meinungen einholen bevor ich mich zu irgendwas entscheiden würde. Lass dich aber nicht so schnell zu irgendwas überreden, denn hinter der ganzen Behandlung ob nun mit oder ohne OP steckt ne Menge Geld und es ist somit klar, dass eben viel für den eigenen Geldbeutel geredet wird.

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Hi Sid!

Ich danke dir für die aufbauenden Worte. Hab auch vor, mir noch mehrere Meinungen einzuholen und mich dann zu entscheiden. Will die Sache bloß irgendwann auch voran bringen.

Hast mir erstmal die Angst genommen vor diesen Horrorsachen. Aber sag mal, wie äußert sich das denn, wenn was taub ist? Sehen das Außenstehende? Sabbert man da? Dieser Doc, der mich noch beraten hat, hat gemeint, ich könnte nach 2 Wo wieder normal arbeiten.

Hast du eigentlich selbst ne KieferOP hinter dir?

Und was der da noch gemeint hat mit dem Zähne ziehen, wäre das evtl ne Variante?

Also erstmal vielen lieben Dank!!!

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hallo linda,

mein OK ist auch zu klein. vor geraumer zeit hatte ich auch 4 jahre eine zahnspange und mir wurden auch einige zähne gezogen, um die zähne im UK nach hinten in die lücken zu schieben, damit die zähne im UK hinter die im OK kommen.

nun ja, jetzt nach 5 jahren wird alles wieder rückgängig (!) gemacht und es steht eine op an. :? ich war die ganze zeit der meinung, mein kfo wollte nur an mir verdienen, aber man muss fairerweise sagen, dass die op´s damals noch nicht so verbreitet waren, wie jetzt... mittlerweile werden die operationen viel schonender durchgeführt.

lies dich mal durch die beiträge hier, dann wirst du dir schon ein bild machen können.

viel glück bei der entscheidung.

gruss, joasia

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Hallo Joasia!

Also hat das Zähne ziehen nix gebracht? Was heißt denn rückgängig gemacht? Werden da Zähne eingesetzt oder wie? Das ist ja wirklich der Hammer, was du durchmachst!

Und was steht jetzt für eine OP bei dir an? Auch ne ok-verlagerung?

Na ich werd mal paar Berichte lesen und mir ein Bild machen. Danke erstmal!

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Zitat hier aus dem Forum: EXPERTEN-MEINUNG dazu:

Was das Ziehen von Zähnen angeht, sollte diese Massnahme immer nur die Ausnahme der Regel sein. Es werden unserer Meinung nach in mehr als 60 Prozent aller Fälle ungerechtfertigter Weise Zähne extrahiert.

(...) Daher empfehlen wir: Wenn bei Ihnen oder Ihrem Kind bei der kieferorthopädischen Behandlung eine Extraktion geplannt ist, dazu grundsätzlich eine Zweitmeinung einzuholen.

Wenn ein Zahn einmal draußen ist, dann bleibt er auch draußen. Ziehen kann man immer, aber anders rum wird's schwer.

Taub ist nicht zu verwechseln mit gelähmt oder deratigem. Taub meint „nur“ dass du eben kein Gefühl, in einer Region hast oder es fühlt sich anders an als normal. Ich wurde vor knapp nem halben Jahr operiert. Am Anfang war die Oberlippe taub, Essen und trinken war zunächst etwas umständlich denn ich konnte einerseits die Entfernung zum Besteck nicht richtig abschätzen weil ja der komplette Oberkiefer plötzlich ein gutes Stück weiter vorne war und auch das Andocken an ein Glas war zunächst ziemlich umständlich weil du den Druck und auch den Wärmeunterschied vom Glas in der Lippe nicht registrieren kannst. Das gibt sich aber relativ schnell. Schon am 3. Tag nach der OP haben sich durch Technik die Flecken auf meinen T-Shirts erheblich reduziert. Seit knapp nem Monat spühr ich nun auch wieder heiß und kalt oben am Gaumen, hab mich teilweise im Mund leicht verbrannt, weil eben kein Gefühl für die Temperatur, zumindest oben am Gaumen da war. In meinem Zahnfleisch spühr ich noch nicht wirklich viel.

Aber auffallen tuts (außer dir natürlich ) niemandem. Ich finds auch nicht schlimm, dass mein Zahnfleisch noch taub ist. Am Anfang war die ganze Situation aus tauber Lippe, kein Wärme- oder Druckempfinden am Oberkiefer und im Zahnfleisch etwas unbehaglich. Es hat sich angefühlt als hätte man eine Prothese, oder einen Fremdkörper im Mund, aber nicht seinen eigenen Oberkiefer.

Allerdings hat mich die Taubheit in der Nasenspitze etwas verunsichert, denn ich hatte immer die Befürchtung, dass meine Nase läuft ohne dass ich es merken könnte. Und als das Gefühl dann wieder langsam aufkam, da war alles um die Nasenspitze rum überempfindlich. Hab die kleinste Berührung gemerkt. Kein Schmerz, eben nur so als wär die Gegend an eine Art „Verstärker“ angeschlossen.

Ob man nach 2 Wochen wieder arbeiten kann? Naja, kommt ganz drauf an wie man sich nach 2 Wochen fühlt. Bei mir zum Beispiel war das Gesicht nach ner Woche komplett abgeschwollen und auch die Blutergüsse waren kaum noch zu sehen. Nach der ersten Woche war ich bereits so fit, dass ich schon länger zu Fuß unterwegs sein konnte. Wurde mir auch geraten, denn durch Bewegung wird (hoffentlich hab ich dass jetzt noch richtig in Erinnerung) werden die Drüsen oder irgendwas im Gesicht angeregt die Lyphflüssigkeit im Gesicht abzubauen. Ihr Mediziner entschuldigt wenn ich jetzt irgend nen Stuß geschrieben hab, aber auf alle Fälle tut dir Bewegung gut. Ja, und nach 2 Wochen hab ich mich dann wieder recht sportlich betätigt, ich hab mich eben gut gefühlt, sonst hät ichs nicht gemacht.

Soviel in kurzer Zusamenfassung.

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Wow, nach 2 Wo haste wieder Sport gemacht, das klingt echt ermunternd!

Bin auch froh, dass die Taubheit nix so dramatisches ist. Demnach, was mir mein KFO für Gruselgeschichten erzählt hat, sah ich mich wirklich schon lebenslänglich sabbernd mit Gesichtslähmung.

Also so im Nachhinein bereust du auch nix, oder??

Na ja, dann seh ich mal, wie ich mich entscheide. Ich werd auf alle Fälle noch mehr Fachmänner zu Rate ziehen.

Die Sache mit dem Zähne ziehen ist mir jetzt doch irgendwie unsympathisch. Denn wie gesagt, was weg ist, ist weg. Und ich hätte außerdem Angst, dass sich dann wieder ewig nix rührt und sich die Behandlung noch jahrelang hinzieht.

In Bezug auf die OP kommen mir noch 1000 andere komische Gedanken, ob sich da das Aussehen sehr verändert und ich mich nicht mehr als mich erkenne?? Aber der 2. KFO meinte, bei 2-3mm dürfte das kaum was ausmachen. Und zur Not würde ich mir eben die Haare anders färben, dass ich mich nicht immer nur mit dem Kiefer beschäftige...

Na ok, mal schauen, wie ich mich entscheide!

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hallo linda.

also mit rückgängig machen meine ich, dass meine zähne jetzt mit der zahnspange "angeregt" werden, sich in eine stellung zu stellen, die ihnen bequem ist (also, so wie sie damals vor meiner behandlung standen). meine zähne stehen ja unter spannung, da alles nach hinten geschoben wurde und nicht in der natürlichen stellung steht. dadurch leide ich an kopfschmerzen usw. mein biss wird sich somit erstmal wieder verschlechtern, weil ich denke, dass die zähne im unterkiefer sich wieder nach vorne verschieben werden.

wenn sie ca. 10 monate "gewandert" sind, kommt die OK-vorverlagerung... wenn es zu viel werden sollte, dann eventuell zusätzlich eine UK-rückverlagerung... das kann man aber noch nicht sagen.

am ende kommt dann noch eine kinnreduktion und danach erkenn ich mich wahrscheinlich nicht mehr wieder 8)

damals hab ich mir eigentlich geschworen, nie wieder eine zahnspange zu tragen und nächsten monat kommen die brackets drauf. soviel zu guten vorsätzen :wink:

gruss, joasia

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