Turmmädchen

Unklarheiten nach Beratungsgespräch

Hallo,

heute früh hatte ich mein Beratungsgespräch beim KFO.

Er stellte fest, dass mein Unterkiefer wohl irgendwie "verschoben ist", so dass mein rechtes Kiefegelenk stark belastet wird, und dass alleine durch eine Zahnspange nicht viel gemacht werden kann.

Dann stünden zwar die Zähne grade, würden aber immer noch nicht richtig aufeinanderbeißen.

Darauf hatte ich halb gehofft, denn ich dachte, das würde bedeuten, dass die Krankenkasse dann übernimmt: OP nötig.

Der Arzt sagte mir allerdings, dass es eine Alternativmethode gäbe, die er anwendet: die Herbst-Apparatur, eine Art Schiene, die auf den Zähnen befestigt wird und den Unterkiefer vorverlagern kann.

Weil es diese Methode gibt ist er nicht bereit zu einer Op zu raten (sich damit an die Krankenkasse zu wenden). Und diese Methode wird natürlich nicht von der Krankenkasse bezahlt, obwohl die Indikation - laut Arzt - bzw. der Schweregrad ja der gleiche sei.

Jetzt meine Frage: Irgendwie verstehe ich den KFO, aber ich kann mir diese Behandlung einfach nicht leisten.

Ich bin derzeit arbeitsunfähig und wenn ich wieder fit bin dann steht erstmal ein Studium ins Haus.

Ich habe ständig Kieferschmerzen und es muss einfach bald was passieren und nicht erst in fünf Jahren, wenn ich die nötigen finanziellen Mittel aufbringen könnte.

Wird ein anderer KFO mir das Gleiche sagen? Soll heißen: Ist es allgemein üblich, dass diese Apparatur angewendet wird, wenn möglich, statt OP?

Oder ist das nicht so weit verbreitet, sondern eher die Ausnahme, dass es KFOs gibt, die das anwenden? (so klang es, als er es erklärte).

Kann ich mir also eine zweite Meinung einholen, und besteht die Chance, dass ich meine OP und Kostenübernahme bekomme, oder ist die Op in dem Fall (Apparatur einsetzbar) eben doch nicht "nötig"? :confused:

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Hallo,

heute früh hatte ich mein Beratungsgespräch beim KFO.

Er stellte fest, dass mein Unterkiefer wohl irgendwie "verschoben ist", so dass mein rechtes Kiefegelenk stark belastet wird, und dass alleine durch eine Zahnspange nicht viel gemacht werden kann.

Dann stünden zwar die Zähne grade, würden aber immer noch nicht richtig aufeinanderbeißen.

Darauf hatte ich halb gehofft, denn ich dachte, das würde bedeuten, dass die Krankenkasse dann übernimmt: OP nötig.

Der Arzt sagte mir allerdings, dass es eine Alternativmethode gäbe, die er anwendet: die Herbst-Apparatur, eine Art Schiene, die auf den Zähnen befestigt wird und den Unterkiefer vorverlagern kann.

Weil es diese Methode gibt ist er nicht bereit zu einer Op zu raten (sich damit an die Krankenkasse zu wenden). Und diese Methode wird natürlich nicht von der Krankenkasse bezahlt, obwohl die Indikation - laut Arzt - bzw. der Schweregrad ja der gleiche sei.

.....

Also,

ich kenne diese Methode nicht, bin aber auch kein Fachmann.

Aber mein KFO (eigentlich beide) haben die Entscheidung ob OP oder nicht einem KFC überlassen, was die Diagnose anbelangte.

Und das würde ich Dir auch raten:

A) einen oder 2 KFC aufsuchen (Überweisung) und diese beurteilen lassen.

Je nachdem wo Du wohnst, findest Du hier genug Leute die Erfahrungen mit einem KFO/KFC in deiner Nähe haben dürften: Mehr Meinungen geben dir auch ein besseres Bild über Möglichkeiten und Zustand.

B) Falls das Urteil lautet:OP, dann würde ich mir einen anderen KFO suchen, da wohl das Vertrauen in diesen nicht mehr so ganz da ist.

Dann kann der KFO mit dem KFC-Schreiben einen Antrag bei der Kasse stellen wegen Kostenübernahme der Behandlung.

Wenn Du diese Alternativmethode anwendest und Sie die Kasse nicht zahlt,

da nicht im Leistungskatalog; dann wird diese Behandlung Privat abgerechnet, was für Dich höhere Kosten bedeutet, und für den KFO wohl höhere Einnahmen.

Letztlich musst Du aber mit der Behandlung klarkommen und Einverstanden sein.

Viel Erfolg und lass den Kopf nicht hängen.

gruss

michael

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Hallo Turmmädchen,

da kann ich mich Michael nur anschließen... von dieser Methode habe ich noch nichts gehört, ich kann mich auch nicht erinnern, hier im Forum schonmal darüber gelesen zu haben...

also ich würde an deiner Stelle zu nem anderen KFO gehen und mir seine Meinung anhören... dann solltest du schlauer sein. Wenn für ihn eine OP-Indikation vorliegt, dann führ eh der nächste Weg zum KFC und dann an die Krankenkasse...

drück dir die Daumen,

Johanna

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von dieser Methode habe ich noch nichts gehört, ich kann mich auch nicht erinnern, hier im Forum schonmal darüber gelesen zu haben...

Da muss ich widersprechen, das Herbst-Scharnier wurde hier im Forum schon erwähnt (am besten nach "herbst" suchen).

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Da für dich aufgrund deiner finanziellen Situation ohnehin nur eine OP in Frage kommt, würde ich noch weitere (kostenlose) Beratungsgespräche bei anderen KFOs in Anspruch nehmen. Die Anwendung der Herbstapparatur bei einer UK-Assymetrie (wenn ich das deinen Ausführungen richtig entnommen habe), sehe ich ohnehin nicht ganz unkritisch.

Alles Gute und lass uns wissen, wie es weiter geht!

lg

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Da muss ich widersprechen, das Herbst-Scharnier wurde hier im Forum schon erwähnt (am besten nach "herbst" suchen).

;-) na gut, gebe mich geschlage, wobei meine Aussage nach wie vor richtig ist: ICH kann mich nicht daran ERINNERN, davon gelesen zu haben ;-)

Danke Tobias... du bist halt doch der Forums-Champ. Was würden wir denn hier ohne dich machen ?! Du kennst dich echt super aus!!

Liebe Grüße,

Johanna

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Vielen Dank für eure raschen und lieben Antworten! :)

Das Vertrauen in diesen speziellen KFO wäre durchaus da - er hat sich sehr viel Zeit genommen, mir alles zu erklären, mir auch Zeit gegeben Fragen zu stellen und hat auch super reagiert, als er merkte, dass ich recht ängstlich war bei dem Termin.

Er weigert sich eben nur zu behandeln, wenn ich eine OP möchte, obwohl diese andere Methode auch anwendbar wäre.

Und ich war mir unsicher, ob das eine verbreitete Methode ist, und ich von jedem KFO diese Antwort zu erwarten habe.

Der Termin für die Zweitmeinung ist schon gemacht - nächsten Mittwoch muss ich hin - und ich hoffe das Beste.

Ich hab tierische Angst vor einer OP, aber ich hab Dauerspannung im Kiefer, in den Gelenken und ich bin sicher, dass ein Großteil meiner migräneartigen Kopfschmerzen wesentlich damit zusammenhängen.

Ausserdem kann ich nicht richtig putzen, weil viele Zähne übereinander stehen, und mit Zahnseide ist da auch nichts zu machen. An die hinteren Backenzähne komm ich teilweise gar nicht mit der Zahnbürste.

Kurz: Es muss was passieren.

Und dieses Forum hilft mir nicht nur sehr weiter, sondern es macht mir auch viel Mut.

Danke nochmal! Ihr seid toll! :mrgreen:

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hi turmmädchen,

vllt macht der kfo einfach keine op-fälle, gibts ja auch, und er will deshalb nur die behandlung mit dem herbstscharnier durchführen.

das hätte er dann aber auch so sagen können, finde ich.

lg janet

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Hallo Janet!

Nein, er sagte ganz klar, dass er zwar OP-Fälle behandelt, aber nicht nur wegen einer Kostenübernahme durch die Krankenkasse eine OP unterstützt/den Fall annimmt, wenn es auch mit dem Herbstscharnier geht.

Was ich verstehen kann, nur habe ich ihm auch erklärt, dass ich derzeit arbeitsunfähig bin und erst in voraussichtlich fünf Jahren überhaupt anfangen werde Geld zu verdienen (sobald ich kann erstmal Studium). Solange kann ich aber mit einer Behandlung keinesfalls warten.

Ich habe täglich Schmerzen im Kiefer, die ins Gesicht ausstrahlen, Kopfschmerzen, die sicher daher kommen, Nackenschmerzen- und Verspannungen und wenn ich von einem Apfel oder dicken Brot abbeißen will, dann "hängt" sich der Kiefer irgendwie aus, d.h. ich kann nur sehr wenig weit aufmachen.

Von daher finde ich es einfach besser, mich dann eben am Kiefer operieren zu lassen, und überhaupt eine Möglichkeit zu haben mein Problem zu lösen, als noch jahrelang Schmerzen haben zu müssen, nur weil ich mir die schonende und eigentlich natürlich zu bevorzugende Methode nicht leisten kann. :???:

Der Termin wegen der Zweitmeinung bei einem anderen Kieferorthopäden ist übrigens doch nicht kommenden Mittwoch, sondern erst in der folgenden Woche. Ich habmich im Datum vertan.

Ich halte euch weiter auf dem Laufenden, und werde den nächsten KFO auch mal fragen, was für Vor- und Nachteile diese Herbstschiene hat..denn caesiaflava ist ja eher der Meinung das eigne sich bei einer UK-Assymetrie nicht.

Je nach dem was der KFO sagt kommt dann auch der Besuch beim KFC.

Röntgenbilder und Abdrücke sind bei dem ersten Beratungsgespräch sowieso nicht gemacht worden.

Ist das normal, oder werden die normalerweise schon bei der Beratung gemacht?

Wenn die bei der Beratung gemacht werden, und dann stellt sich raus dass die Kasse keine Behandlung zahlen wird, muss ich dann selbst für die Röntgenbilder und die Abdrücke usw. aufkommen?

Die Beratung selbst wird von der Kasse noch ein zweites Mal übernommen werden, das hab ich schon abgeklärt. :)

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