joey

Zukünftige Zahnspangenträgerin?!

Hallo alle zusammen,

ich bin zum ersten mal auf der Seite. Seit Wochen überlege ich, ob für mich der Schritt eine Zahnspange zu tragen überhaupt in Frage kommt. Eine Kiefer-OP ist scheinbar nicht notwendig. Mein Kiefer ist wohl zu schmal und mein Biß zu tief. Momentan habe ich keine Probleme, aber die Zahnärztin und KFO meinten, daß ich die in paar Jahren bekommen werde. Ob ich denen glauben kann?

Da ich schon 33 bin, traue ich mich nicht ganz, diesen Schritt zu gehen. Da mein Fall scheinbar nicht so schlimm ist, übernimmt die Krankenkasse auch keine Kosten. Ich bin bloß am überlegen ob es wirklich notwendig ist, da ich keine Beschwerden habe. Mein Oberkiefer ist 4mm nach vorne versetzt und ich soll demnächst eine Zahnspange für 1-1,5 Jahre bekommen. Könnt mir helfen? Würd mich freuen. Viele Grüße Joey

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Hallo im Forum!

Du machst dir wohl doch Gedanken über deine Zahnstellung - sonst wärst ja nicht zum KFO - meine Interpretation.

Wenn alles ohne OP gerichtet werden kann bist ja in ner glücklichen Lage -

Ich finde wenn du irgendwie die Kosten aufbringen kannst lass es unbedingt machen, du hast dann nur Vorteile - bist optisch sicher zufriedener mit deinen Zähnen und die Funktion ist auch besser.

Spätfolgen von ner falschen Zahnstellung stellen sich sicher ein - die Zähne nutzen sich falsch ab und dann hast erst den Salat und musst auch ne Menge Kohle aufbringen, damit wieder alles in Ordnung kommt.

Ich von meiner Seite kann nur sagen, ohne OP hätt ich keine Minute gezögert - bei mir ist ne OP erforderlich - das hat mich schon zum Nachdenken gebracht - lass es aber trotzdem machen!

lg

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mach dir keine sorgen wegen deinem alter ich bin mittlerweile der meinung für manche dinge ist man nie zu alt ich selber bin auch schon 31 und habe festgestellt das manche noch älter sind als ich und trotzdem das ganze auf sich nehmen ich habe dieses jahr noch meine op und bin froh wenn alles rum ist

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Vielen lieben Dank für Eure Anworten. Ich habe schon gemerkt, daß ich noch gar nicht so schlimm dran bin, nachdem was ich hier so gelesen habe. Ich werde mich wohl dafür entscheiden um Spätfolgen zu vermeiden. Ich wünsche Euch alles Gute und melde mich, wenn ich die Spange habe. Lg joey

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Hallo Joey,

wir sind dann ja ziemlich in der gleichen Lage. Auch bei mir wäre es schön, wenn die Zähne gerade stehen. Ich habe erst jetzt einen ZA gefunden, der mich auch mal darauf ansprach. Vorher habe ich nie etwas von meiner damaligen ZÄ gehört (und ich habe mich nicht getraut).

Ich habe nun Termin beim KFO, aber eine feste Spange wird es wohl werden, so der ZA. Nun ja, ich finde es zwar nicht so prickelnd mit 38 Jahren nochmals 2 Jahre oder so mit Spange rumzulaufen, aber die schiefen Zähne habe ich bestimmt wesentlich länger als 2 Jahre.

Ich bin gespannt, wie es bei uns weitergeht. Hast du schon nähere Infos vom KFO oder ZA?

LG Kirstin

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Hallo Kirstin!

Es tut richtig gut, wenn man weiß, daß man mit seinem Zahnproblem nicht alleine steht. Ich habe mich inzwischen für die Zahnspange mit Keramikbrackets entschieden. Momentan habe ich noch die Separiergummis drin. Am Anfang hat es etwas wehgetan aber inzwischen fühle ich die nicht mehr. Am 29.08 bekomme ich dann die feste Zahnspange für OK und UK für 1-1,5 Jahre. Über meinen früheren Zahnarzt habe ich mich mehr als einmal geärgert. Wenigstens ist es noch nicht ganz zu spät. Ich habe noch Glück. Bei mir ist keine OP notwendig. Ich denke mir daß ich die richtige Entscheidung getroffen habe. Die Angst vor den Spätfolgen war einfach größer. Du wirst es sicher auch nicht bereuen. Ich werde mal berichten, wenn ich "meinen großen Tag" hinter mich gebracht habe und würd mich drüber freuen von Dir zu hören und darüber was sich so bei Dir ergeben hat

Viele Grüße

Joey

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@joey

ich kann mich hier hinter "Klecksi" einreihen.

Mich hat die Aussicht auf bevorstehende Probleme in ferner Zukunft bewogen lieber jetzt eine Zahnspange zu tragen als mit ca. 60 Kieferaufbau und Implantate zu ertragen - das ist dann wirklich kein "Spass"! Ich habe das bei 2 Bekannten erlebt.

Du wirst sehen - du wirst deine Zähne trotz Zahnspange lieben, denn 1. Erfolge waren bei mir ganz schnell sichtbar!

Nur Mut!

Einen lieben Gruß!

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Hi,

einen schmalen Kiefer und nicht passenden Biss hatte ich auch.

Die schon extrem häufig gelesene Begründung, man würde später Probleme

bekommen, glaube ich nicht.

Die gab es fast 40 Jahre nicht, und man will ja auch sein Produkt verkaufen.

Nachdem ich nun fast fertig bin, rate ich Dir es mehr als gut zu überlegen

auf was du dich da einlässt.

Ich würde es nämlich nie, nie wieder machen.

Häufige Schmerzen, hohe Kosten, ständig Probleme mit dem Essen, die ewige

Kfo Rennerei usw. gehen auf Dauer tierisch an die Substanz.

Dafür bekommst Du (wenn alles gut geht) ein schönes Ergebnis.

Ich für meinen Teil, wäre mit ästhetischer Verbesserung mit Sofortwirkung durch andere Methoden (Veneers, Kronen oder was auch immer) sicherlich besser beraten gewesen.

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Hi,

einen schmalen Kiefer und nicht passenden Biss hatte ich auch.

Die schon extrem häufig gelesene Begründung, man würde später Probleme

bekommen, glaube ich nicht.

Die gab es fast 40 Jahre nicht, und man will ja auch sein Produkt verkaufen.

Das ist jedem seine eigene Entscheidung.

Vieles war früher auch schon vorhanden, ist aber so nie tragisch gewesen.

Was interessierte die Kieferstellung, wenn man mit 40, 50 alle Zähne verloren hatte und 3. Zähne bekam, die dann bis zum Alter von Mitte 60 oder 70, vielleicht auch mal bis 80 oder 90 reichen mussten.

Da konnte als einiges mit den 3. ausgeglichen werden.

Aber darauf hab ich noch keine Lust, ehrlich gesagt.

Nachdem ich nun fast fertig bin, rate ich Dir es mehr als gut zu überlegen

auf was du dich da einlässt.

Das ist war. Aber es ist noch ein Unterschied ob es mit oder ohne OP geht.

Ich würde es nämlich nie, nie wieder machen.

Häufige Schmerzen, hohe Kosten, ständig Probleme mit dem Essen, die ewige

Kfo Rennerei usw. gehen auf Dauer tierisch an die Substanz.

Wie gesagt, deine Entscheidung. Aber Du scheinst auch der Meinug zu sein, das: Kronen keine Kostenverursachen, keine Schmerzen bis sie richtig drin sind. 15 oder 30 Jahre halten und der Zahnarzt es beim erstenmal perfekt hinbekommt und du keine Kontrolluntersuchungen mehr hast:?:

Gratuliere Dir zu dem Zahnarzt, pflege ihn sorgsam, es gibt nicht mehr viele dieser Art. :idea:

Jede Behandlung lebt auch davon, das der Patient es will und mit macht.

Bei der KFO scheint dein Wille ja dann eher nachgelassen zu haben.

Und eine Kieferfehlstellung kann der ZA bei einer einzigen Krone auch nicht gut beheben, dann sieht es optisch nicht schön aus.

Also ich empfand und empfinde die Rennerei zum KFO / KFC nicht als Nerverei.

Im Gegenteil, es ist immer wieder ein kleiner Schritt nach vorne zur Vermeidung.

Dafür bekommst Du (wenn alles gut geht) ein schönes Ergebnis.

Das "schöne " Ergebnis ist das am ehesten sichtbare.

Mich hat letzte Woche jemand gefragt: warum lässt du es machen, wenn du doch gesund bist?

Falsch, es war nicht gesund, der Kiefer (bei mir) war nicht richtig, also lass ich es beheben bevor es wirklich schlimm wird.

Ich für meinen Teil, wäre mit ästhetischer Verbesserung mit Sofortwirkung durch andere Methoden (Veneers, Kronen oder was auch immer) sicherlich besser beraten gewesen.

Du wirst es jetzt nicht mehr vergleichen können, selbst wenn Du Kronen bekämst.

Dir ging es aber wohl nur um das Optische Ergebnis, nicht darum die Medizinische Indikation zu beheben.

Wie gesagt, jeder hat seine eigene Meinung. Jeder muss sich vor Beginn selbst informieren und entscheiden. Und dann sollte man auch dazu stehen.

Michael

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Hi,

...... Ich würde es nämlich nie, nie wieder machen.

Häufige Schmerzen, hohe Kosten, ständig Probleme mit dem Essen, die ewige

Kfo Rennerei usw. gehen auf Dauer tierisch an die Substanz ..... .

Ich finde es sehr wichtig, dass du auf diese möglichen negativen Aspekte (Schmerzen, ... ) hinweist. Ich denke, dass du von einer klass. KO-Behandlung ohne OP sprichst.

Ich selber habe zu Beginn meiner Behandlug einen Leidensgenossen getroffen, der von 2 Jahren mit heftigen Schmerzen sprach. Es hat mich damals sehr schockiert.

Mein Kenntnissstand bzgl. der Behandlung mit einer Mulitbandapparatur (Brackets, Bögen und co.) ist, dass eigentlich keine "dauerhaften" Schmerzen auftreten sollten.

Ich selber spüre in den 1. Tagen nach dem Einsetzen eines neuen Bogens ein leichtes Druckgefühl - von Brei musste ich mich noch nicht ernähren ;-).

Im Übrigen kann ich mich Michael nur anschliessen.

Ich denke, wenn das finanzielle für dich jetzt "machbar" ist würde ich jetzt investieren, wer weiss, ob wir als Rentner noch große Sprünge machen können ;-) (finanziell und gesundheitlich).

Liebe Grüße

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Ich bereue meine Entscheidung nicht. Ich werde es jetzt durchziehen, weil wenn ich es jetzt nicht mache, werde ich es sicherlich später auch nicht tun. Was das finanzielle betrifft, ist mein KFO sehr entgegenkommend, sprich Ratenzahlung ohne Zinsen ist möglich. Wer weiß ob ich mir das später leisten kann. Aufgrund meines Tiefbießes mußte schon ein Zahn gerichtet werden, da die Zahnfüllung nicht mehr gehalten hat und fast alles von den Kosten mußte ich selbst übernehmen. Ich denke mir, wenn ich richtig beißen werde, lassen sich einige Probleme sicherlich vermeiden. Ich habe meine Zähne auf Bildern und Video bei Zahnärztin gesehen und das hat mir zu denken gegeben. Ich halte 1-1,5 Jahre die Schmerzen aus, als wenn ich später gar keine Zähne mehr habe und gar nicht mehr richtig beißen kann.

Lg Joey

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Ich bereue meine Entscheidung nicht. Ich werde es jetzt durchziehen, weil wenn ich es jetzt nicht mache, werde ich es sicherlich später auch nicht tun. Was das finanzielle betrifft, ist mein KFO sehr entgegenkommend, sprich Ratenzahlung ohne Zinsen ist möglich. Wer weiß ob ich mir das später leisten kann. Aufgrund meines Tiefbießes mußte schon ein Zahn gerichtet werden, da die Zahnfüllung nicht mehr gehalten hat und fast alles von den Kosten mußte ich selbst übernehmen. Ich denke mir, wenn ich richtig beißen werde, lassen sich einige Probleme sicherlich vermeiden. Ich habe meine Zähne auf Bildern und Video bei Zahnärztin gesehen und das hat mir zu denken gegeben. Ich halte 1-1,5 Jahre die Schmerzen aus, als wenn ich später gar keine Zähne mehr habe und gar nicht mehr richtig beißen kann.

Lg Joey

Genial! Da freue ich mich für Dich :-P Die 1. Erfolge werden dich sicher motivieren.

Bei mir wird momentan versucht die Backenzähne im UK etwas "herauszuziehen" - scheint zu funktionieren.

Ich hoffe, dass Du hier fleißig berichten wirst.

Liebe Grüße

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Hallo

Ich bekomme bald eine feste Zahnspange, hab aber zur Zeit noch eine lockerne Zahnspange!!!!!! Jetzt wollte ich fragen ob ich dafür nochmal einen Abdruck brauche!!!!!!

Bitte antwortet mir

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Jeder muss sich vor Beginn selbst informieren und entscheiden. Und dann sollte man auch dazu stehen.

Michael

Hi miteinand,

ich beziehe mich auf reine Kfo-Behandlung, die Op Geschichten sind ein anderes Thema.

Die Information vorher ist genau das Problem!

Schau Dir mal die Kfo Lobby, ihre Werbemaschinerie und diese unsägliche

Schönfärbung inbezug auf "schmerzfreie, unproblematische Behandlung selbst extremer Fehlstellungen" an.

Ich habe ausführliche Gespräche mit meiner privaten Zusatzvers. geführt und es ist erstaunlich, wie viele Kfo die HKP nicht einhalten und wie oft Behandlungen abgebrochen werden.

Es gibt keine Garantie auf ein Ergebnis, die Preise...also auf nichts.

Neulich habe ich ein interessantes Gespräch mit dem Vorsitzenden des Kfo-Bundesverbandes (oder so ähnlich) geführt (Name darf ja nicht genannt werden), wobei klar wurde, dass man es hier mit gewinnorientierten Unternehmern zu tun hat und der ärztliche Aspekt "nur" auch eine Rolle spielt.

Dazu zu stehen ist nicht das Thema, aber der Kfo ist ein von mir bezahlter Dienstleister und viele, viele Dinge haben mich dabei massiv geärgert, insbesondere die mangelnde Aufklärung über Extraktionen, Risiken und die fehlende Einflussnahme des Patienten.

Kurzum, vom fachlichen Aspekt bin ich nicht enttäuscht, das Ergebnis ist ok.

Alles andere geht mir derart auf den ... , insbesondere weil man nach dem Anfang nicht mehr zurück kann und die Beratung in vielen Fällen äusserst mangelhaft ist.....und mittlerweile habe ich Kfo-Gespräch Nr. 6 durch.

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HiKermi,

ich beziehe mich jetzt mal auf ein vorangehendes Posting von dir:

....

Ich für meinen Teil, wäre mit ästhetischer Verbesserung mit Sofortwirkung durch andere Methoden (Veneers, Kronen oder was auch immer) sicherlich besser beraten gewesen.

Du meinst wirklich, dass dahinter keine Werbemaschinerie steckt? Auch hier will jemand Gewinn machen!

Und da kann ich Michael nur zustimmen: jeder muss sich selber informieren und entscheiden ...... (wem er das Geld schlussendlich in den Rachen wirft)

Ich gebe dir recht, wenn man sich für eine KO-Behandlung entscheidet gibt es kein Zurück mehr.

Was ich nicht nachvollziehen kann: mangelnde Aufklärung. Ich gehe mal davon aus, dass du ein gutes Verhältnis zu deinem KO hast: du hättest doch nachhaken können, wenn irgendetwas unklar ist ... .

Schön, dass du mit dem Ergebnis zufrieden bist, schade, dass du so negative Erfahrungen gemacht hast.

LG

Bracket

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Wenn du keine akuten funktionellen Beschwerden oder ästhetische Probleme hast, würde ich dir ganz dringend von einer KFO-Behandlung abraten. Die Aussage, dass sich später Probleme ergeben könnten, wird gerne getätigt, und entbehrt in den meisten Fällen jeder wissenschaftlichen Grundlage. De facto ist es sogar so, dass es keinerlei Nachweis gibt, dass KFO-Behandlungen späteren Kiefergelenksproblemen vorbeugen. Es gibt meines Wissens nach keine Langzeitstudien, die den Nutzen von KFO-Behandlungen bestätigen! KFOs arbeiten in ihrerer Gesamtheit auf einer ziemlich unwissenschaftlichen Basis und das, was viele als "lege artis" bezeichnen würden, ist oft schon sehr miserabel.

Nicht zuletzt möchte ich dich auf etwas aufmerksam machen, was viele KFOs gerne verschweigen. KFO-Behandlungen können schwere irreversible Schädigungen von Zähnen und Parodont verursachen.

1) Wurzelresorptionen: Die Zahnwurzel baut sich ab, es droht Zahnverlust. Auch in diesem Forum sind einige Betroffene.

2) Viel häufiger als Wurzelresorptionen sind jedoch parodontale Rezessionen: freiliegende Zähnhälse (-> Empfindlichkeit, Zahnhalskaries), Attachementverlust mit Wanderungsfreudigkeit der Zähne und erhöhter Gefahr des Zahnverlustes.

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Die Argumentation, dass der Patient sich doch selbst kundig machen muss, kann ich nicht vollständig nachvollziehen. Ich kann nicht, um eine kieferorthopädische Behandlung anzufangen, erst einmal ein Studium der Zahnmedizin nachholen und den gegenwärtigen Forschungsstand auswerten, sondern muss mich ab einem bestimmten Punkt auch auf die Beratung eines Experten verlassen können. Dazu gehört, dass man über mögliche Risiken informiert wird, und zwar im Gespräch und nicht nur im Behandlungsvertrag, den man erst zuhause durchlesen kann, nachdem man bereits unterschrieben hat. Leider scheinen Kieferorthopäden ganz besonders darin geschult zu sein, ihre Kundschaft "einzuseifen", damit man sich schnell für eine KFO-Behandlung entscheidet. Kermi hat, denke ich, absolut recht, es wird darauf spekuliert, dass der Patient, wenn er sich mal dafür entschieden hat, ja keinen Rückzieher mehr machen kann, und die Zufriedenheit des Patienten kann dem Behandler natürlich auch egal sein, sein Geld bekommt er ja sowieso und rechtlich belangt werden kann er so gut wie überhaupt nicht. Ich für meinen Teil habe mich sehr intensiv kundig gemacht und habe die richtigen Fragen gestellt, auf diese aber falsche Antworten bekommen. Ätsch bätsch reingefallen. Dass man dann auch noch selbst schuld ist, weil man so dumm war, einem Mediziner zu vertrauen, klingt für Geschädigte schon ziehmlich zynisch.

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wie kommt es dazu, dass der zahwurzel sich dadurch abbauen kann oder dass diese kfo-behandlung zu den freiliegenden zahnhälsen führen kann
An ersterem wird relativ viel geforscht. Begünstigende Faktoren sind eine genetische Veranlagung zur Wurzelresorption, und bestimmte Bewegungen wie Wurzeltorque und Intrusion, aber auch das sogenannte "Jiggling", das hin- und herbewegen der Zähne welches bei jeder herkömmlichen Multibandbehandlung mehr oder minder stark vorkommt. Grundsätzlich scheint zu gelten: Je länger die Behandlungszeit, desto größer das Risiko. Im absoluten "worst case" ist man nachher völlig zahnlos (Meine Rechtsanwältin hatte einen solchen Fall)

Über parodontale Rezessionen wird "witzigerweise" gern völlig geschwiegen. Da KFOs -zumindest offiziell nicht darüber reden- wird vmtl. auch nicht daran geforscht. Unter vorgehaltener Hand haben mir jedoch zwei KFOs "gestanden", dass es bei jeder Erwachsenenbehandlung zumindest zu leichten Rezessionen kommt. Je nach Konstitution kann der Schaden aber katastrophal sein. Meine ganz persönliche (!) Theorie: Es kommt bei der Anwendung von unphysiologischen Kräften zur Abklemmung von Blutgefäßen und damit zur Unterversorgung des Parodonts und letztendlich zum Abbau. In manchen Fällen scheint es auch so zu sein, dass sich der Zahn schneller bewegt, als der Alveolarknochen mitwachsen kann: Das Parodont baut sich daher auf der Seite von der der Zahn wegbewegt wird, ab, aber auf der Seite, zu der der Zahn hinbewegt wird, nicht wieder auf. Ich weise nochmals darauf hin, dass es sich dabei jedoch nur um meine eigenen wilden Spekulationen handelt. Fragt doch einfach euren Kieferorthopäden. Ich wette, er weiß keine Antwort. :evil:

Interessanterweise ist sind kfo-bedingte Rezessionen unter Parodontologen kein Geheimnis. Schaut mal auf Seite 12 dieses PDFs: http://www-klinik.uni-mainz.de/ZMK/Zahnerhaltung/downloads/Paro-klinischeDiagnostik-Befundung.pdf

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Ätsch bätsch reingefallen. Dass man dann auch noch selbst schuld ist, weil man so dumm war, einem Mediziner zu vertrauen, klingt für Geschädigte schon ziehmlich zynisch.

Ganz genau!

Wie es also auch laufen kann:

Ich lasse mir drei Zähne ziehen, unterschreibe dem Kfo einen fürstlichen HKP über 6000 € und denke ich habe einen "Mercedes" erstanden, den der Mann mir versprochen hat.

Nach 10 Monaten beginnt er den HKP zu überschreiten, nix mit Gepräch, med. Notwendigkeit etc.

Die oben angesprochenen freiliegenden Zahnhälse habe ich auch bekommen, laut Kfo liegt es an der Putztechnik.......ja ganz bestimmt.

Nach weiteren Ärgernissen habe ich dem Mann richtig Ärger gemacht (schriftl. Korrespondenz und Anwaltberatung), mit dem Ergebnis sich finanziell zu einigen und sowas wie Hausverbot zu haben.

Die Suche nach einem neuen Kfo war, wenn man das Gelaber erst einmal kennt, fast schon skuril.

Die Aussicht einen Privatpatienten an die Angel zu bekommen und die tollen

Versprechungen täuschen nicht darüber hinweg, dass keiner von 5 KFO bereit war, genau das auszuführen was ich wollte. Das heisst, ich kenne alle Leistungspositionen und habe konkret gesagt/aufgeschrieben was ich will......alle überschreiten unter dem Deckmäntelchen der Notwendigkeit, kurzum erklären mich als Laien für blöd.

Mein Rat an Entschlossene:

Prüft die vertragliche Grundlage (HKP) eingehend. Honorarzahlungen immer erst nach der Leistung, eine Option auf Behandlerwechsel schriftl. fixieren (das ist rechtl. nämlich keineswegs ohne Ansprüche des KFO möglich)

und besprecht jeden Termin im voraus (warum wird der Bogen gewechselt,was passiert in den nächsten Wochen und konkret auf Teilziele hinarbeiten, also wie lange dauert der Lückenschluss usw.)

Und wem das Finanzielle wichtig ist: Einen 17 jährigen kann man vier Jahre für 3500 € behandeln und deshalb nehme ich auch keine Abweichung von auch nur 1€ hin. Ausnahme: es passiert Unvorhersehbares, aber dass muss dann auch ausführlichst besprochen und gesondert genehmigt werden.

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eine Option auf Behandlerwechsel schriftl. fixieren (das ist rechtl. nämlich keineswegs ohne Ansprüche des KFO möglich)
Interessant. Das ist für mich neu -also jedenfalls hat meine Anwältin davon nichts gesagt. Man hat als Patient immer das Recht eine Behandlung abzubrechen und ich wüsste nicht, warum ein Arzt noch irgendwelche Ansprüche haben sollte, wenn seine Leistungen nicht mehr in Anspruch genommen werden. Der KFO, bei dem ich die Behandlung abgebrochen habe, wollte dann noch den Betrag für das gesamte erste Jahr (und das obwohl ich den Teil für die Zeit in der ich in Behandlung war immer sofort bezahlt hatte) bekommen. Er hat mir zu diesem Zweck eine Mahnung (es waren Ratenzahlugnen vereinbart gewesen)) geschickt. Ich habe nicht gezahlt und es kam nichts mehr. Ich denke, er hat es nur versucht.

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ich wüsste nicht, warum ein Arzt noch irgendwelche Ansprüche haben sollte, wenn seine Leistungen nicht mehr in Anspruch genommen werden.

Als Vertragsgrundlage dient die GOZ und auch wenn Du freie Arztwahl hast, könnte der Behandler (abhängig vom Grund der Kündigung) noch Honoraransprüche über den Kündigungstag hinaus stellen.....kannst Du aber

genau in der GOZ nachlesen.

Bei "Kündigung aus vertragswidrigem Verhalten des Zahnarztes", so wie bei mir,könnte ich Ihm hingegen sein gesamtes Honorar streitig machen.

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