ashton

Meine Geschichte von Anfang an...

Hallo, ich bin 20 Jahre alt und möchte nun von Beginn an von meiner kieferorthopädischen und chirurgischen Behandlung in diese Forum berichten – quasi eine Art Tagebuch.

Eigentlich bin ich bereits kieferorthopädisch vorbelastet. Mit 12 trug ich eine feste Zahnspange. Vor 1 ½ Jahren klappte dann mein rechter Eckzahn im Unterkiefer regelrecht nach hinten. Und das trotz Retainer. Zunächst glaubte ich, es läge an meinen Weisheitszähnen, die ich mir auch sofort entfernen lies. Mein Zahnarzt teilte mir damals schon mit, dass es wohl an meinem Unterkiefer läge, der durch sein Wachstum noch einmal alles verschoben hätte und erst mit 20-21 Jahren vollständig ausgewachsen sei. Das war der erste Tag überhaupt als ich von einer möglicherweise notwendigen OP hörte. Bis dahin wusste ich nicht einmal, dass Kieferfehlstellungen chirurgisch behoben werden.

Den Kieferorthopäden von früher gab es nicht mehr. Er ist Pleite gegangen und ein relativ junger Arzt hat seine Praxis übernommen. Auch wenn dieser mich noch heute manchmal zur Verzweiflung bringt hab ich doch Vertrauen in ihn gefunden und ich denke, das ist wohl das Wichtigste.

Auch er konnte mir nur bestätigen was ich von meinem Zahnarzt bereits erfahren hatte. Ich bräuchte zunächst wieder eine feste Zahnspange. Eine OP würde folgen. Die ganze Behandlung würde mind. ein Jahr dauern. Dadurch, dass ich vorbehandelt bin könnte es schneller gehen.  Schock! Das ist nicht wirklich das was man als 19 Jähriger hören will. Heute bereue ich es, dass ich nicht von jetzt auf Morgen damals mit der Behandlung begonnen habe. Unter Umständen wäre jetzt schon alles vorbei. Aber das war alles zu viel für mich und so ließ ich viel Zeit verstreichen. Zudem wollte ich mich erst einmal auf mein Abitur konzentrieren. Danach bin ich für ein halbes Jahr ins Ausland gegangen.

Und so verging mehr als ein Jahr.

Die Schmerzen in meinem Eckzahn wurden schlimmer. Der Zahnhals lag frei und allein kühle Luft führte zu dem Gefühl als würde ich in Eis beißen. Mittlerweile war ich 20 und ich wusste ich konnte der Behandlung nicht länger davon laufen. Vor einem Jahr hatte ich eine Freundin und die Befürchtung sie würde die Spange weniger verkraften als ich. Heute bin ich solo und habe die Befürchtung das wird jetzt wohl auch in nächster Zeit so bleiben.

Aber zunächst wurde wieder alles verzögert.

Ab 1. Oktober beginne ich ein BA-Studium. Da ich bisher privat versichert war wäre eine Behandlung kein Problem gewesen. Nun muss ich aber zu einer GKK wechseln und wie ihr sicher alle wisst ist das gar nicht so einfach. Meine Behandlung wird nun als Privatpatient begonnen, allerdings habe ich keine Garantie, dass eine GKK die fortlaufenden Kosten übernehmen wird. Dazu wird zunächst ein Gutachten benötigt, dass mein KFO erst erstellen darf/will wenn ich gesetzlich versichert bin. Ein riesiges Durcheinander, noch dazu kam, dass mein Betrieb mich schon in der Vorpraktikumszeit gesetzlich versichert haben wollte. Will er eigentlich immer noch aber da ich von meiner PKK die schriftliche Zusage habe, dass ich bei ihnen immer noch Mitglied bin weigere ich mich um soviel Kosten wie möglich zu sparen.

Nach langer sinnlos verstrichener Zeit beginne ich nun endlich mit einem sehr unangenehmen Gefühl am Donnerstag den 2.August die Behandlung.

Die Fragen die mich unentwegt beschäftigen sind…

Wie wird mein Umfeld auf die Spange reagieren? (niemand weiß davon)

Werden die Kosten später von einer GKK übernommen oder bleib ich auf den Kosten sitzen?

Und die Frage die mich am meisten bedrückt.

Wie werde ich nach der OP aussehen? Werde ich vor mir selbst erschrecken? Und kann ich mein neues Ich akzeptieren?

Dazu muss ich sagen, ohne eingebildet zu erscheinen, dass ich eigentlich nicht schlecht aussehe. Ich wurde immer als äußerst gut aussehend betrachtet. Niemals hatte ich Probleme mit meinem Äußeren, ganz im Gegenteil. Zuletzt wurden nur meine krummen Zähne negativ bewertet. Ich habe also Angst davor eine zu starke Veränderung durchzumachen.

Aufgrund des progenen Wachstums wird jetzt im ausgewachsenen Zustand zur Korrektur der Bisslage eine Dysgnathie-OP mit Retention erforderlich. Dazu kommen leichte Rotationen im OK und der umgekippte Eckzahn im UK.

Laut KFO habe ich einen Overjet und Overbit von 0 mm. Also nicht so stark ausgeprägt wie bei manch einem anderen, dennoch falle ich damit unter KIG Grad 3 und würde damit eigentlich auch von den GKK die Kosten größtenteils erstattet bekommen…eigentlich, insofern der Gutachter der selben Meinung ist wie mein KFO. Der Eigenanteil wäre dann immer noch etwa 1400 Euro. Dadurch, dass ich die ersten zwei Monate privat versichert bin schrumpfen diese Kosten etwas ein. Trotzdem bleibt ein üppiges Sümmchen übrig.

Begonnen wird mit dem Einsetzen der festen Zahnspange sowohl im OK als auch im UK. Auch wenn mein KFO einmal gesagt hat, dass sie im OK nicht so lang drin sein müsste. Jetzt werden wohl beide komplett durchgehend drin bleiben. Dies war keine sehr erfeuliche Nachricht.

Oben bekomme ich zunächst von Eckzahn zu Eckzahn Keramikbrackets. Auf meinen dringlichsten Wunsch hin werden nun aber noch für die vier kleinen Backenzähne ebenfalls Keramikbrackets nachbestellt. Im UK komplett Metall. Da ich nach der OP unter umständen sonst drauf beißen könnte und wie wir alle wissen ist Keramik äußerst hart und spröde, bricht leicht ab und kann dann den Zahn beschädigen. Ich glaube mit einer Spange rundherum aus Keramik wäre ich echt zufrieden gewesen. Es ist wohl aber leider nicht möglich. Bei beiden handelt es sich um selbst legierende Brackets. Damit wird zumindest die Behandlungszeit verkürzt. Die aus Metall sind die bekannten Speed-Bracktes und die aus Keramik die In-Ovation C von der Firma GAC. Seit Weihnachten gibt es diese auch für die kleinen Backenzähne. Zuvor nur von Eckzahn zu Eckzahn.

Jetzt lasse ich erst einmal alles auf mich zukommen. Viel kann ich eh nicht mehr machen und, dass die Behandlung notwendig ist, ist mir auch klar. Ich hoffe auf einfühlsame Freunde, auf eine kurze Behandlungsdauer und ein überzeugendes Ergebnis.

Ich weiß das war jetzt etwas viel :smile: .Sobald es Neuigkeiten gibt werde ich immer ausführlich davon berichten. Wenn es euch interessiert könnt ihr meine Behandlung mitverfolgen und vielleicht sammle ich Erfahrungen die anderen weiterhelfen können. Ich würde mich freuen.

Liebe Grüße

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

-Werbung-

-Werbung-

:-) erstmal ein Herzliches Willkomen würde ich sagen... du legst ja gleich gut los hier :-) aber sher interesant! Die meisten hier fühlen mit dir ... :-)

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Hallo ashton,

ich hab mit Spannung deinen Bericht gelesen...:smile:

Wie sich das Gesicht nach einer OP verändern kann, weiß ich nicht. Ich weiß aber, dass du dich danach sicher richtig gut fühlst und dann auch alles so steht wie es stehen soll. Du wirst mit der Zeit die Schmerzen verlieren und das ist doch eigentlich nur positiv, oder?

Und wenn dich jemand wirklich so mag wie du bist, wird es auch eine potenzielle neue Freundin geben ;-)

Weißt du denn schon, wann du die Spange eingesetzt bekommst? Meine KFO bietet auch die In-ovation C an und ich tendiere zu diesen Brackets, deswegen würde es mich sehr freuen, wenn du berichtest, wie sie so sind, da sie ja auch relativ neu sind.

LG LadySunshine

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Meine KFO auch aber bei mir wird wahrscheinlich eh der uk zuerst verdahtet

ich tndier zu microbrackets dass es unauffällig is

weil wenn man öfter auf der bühne steht und auch mal singen muss und nciht nur gitarre spieln kann dann sind die lcihter die in der spange funkln vllt ned grade ideal :S

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Hey!

Ich freue mich über euer Mitgefühl...geteiltes Leid ist ja bekanntlich halbes Leid.

Vor ein paar Tagen hatte ich eine leicht aufbauende Begegnung mit einem ehemaligen Klassenkameraden. Denn auch er hat sich in unserm "hohen" Alter auch noch einmal für eine feste Spange entschieden -->faszinierend :smile:

Allerdings alle aus Metall und auch nicht die mit dem Speedsystem.

Bei mir jedenfalls ging es, nachdem gestern die Zähne vorgereinigt wurden, heute richtig los. Seit wenigen Minuten bin ich wieder einmal Besitzer einer festen Zahnspange...zwar nicht wirklich glücklich darüber, aber ich werde es wohl überleben ;)

Wie schon einmal erwähnt habe ich im Moment im OK von Eckzahn zu Eckzahn die In-Ovation C Brackets aus Keramik. Nächste Woche schon bekomm ich sie dann auch bei den kleinen Backenzähnen eingesetzt. (Mussten extra in den USA bestellt werden und ob meine private Krankenkasse sie zahlt ist auch noch nicht ganz sicher. Aber die 212 Euro sind sie mir Wert.)

Ihr ganz entscheidender Vorteil ist, dass sie selbst legierend sind und damit die Behandlungsdauer verkürzen. Dafür ist allerdings auch ein kleiner Teil des Brackets aus Metall. Aber ich sag es mal so, wenn man eine Spange trägt, wird man das selbst mit Brackets ganz aus Keramik nicht verheimlichen können. Es geht also vielmehr um einen wenigstens einigermaßen ästhetischen Wert. Und damit fährt man mit den In-Ovation C sicherlich richtig. Also ich würde jedem dazu raten. Fragt euren KFO danach! So jetzt versuch ich mich mal an meine neue Lebenssituation zu gewöhnen :)

liebe Grüße

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Erstelle ein Benutzerkonto oder melde dich an, um zu kommentieren

Du musst ein Benutzerkonto haben, um einen Kommentar verfassen zu können

Benutzerkonto erstellen

Neues Benutzerkonto für unsere Community erstellen. Es ist einfach!


Neues Benutzerkonto erstellen

Anmelden

Du hast bereits ein Benutzerkonto? Melde dich hier an.


Jetzt anmelden