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Ghostbiker

UK-Rückverlagerung am 02.08.2007 an der Uni-Klinik Tübingen

Hallo Mitbetroffene,

bei mir wurde am 02.08.2007 eine Rückverlagerung des Unterkiefers durchgeführt, da ich eine ausgeprägte Progenie (vorstehendes Unterkiefer) hatte. Ich wurde gehen 18 Uhr in den OP geschoben, hatte meine Socken, Höschen und Hemdchen an, als ich dann in Sekunden einschlief.

Im Aufwachraum erinnere ich mich noch, wie ich kurz aufwachte und was zu trinken wollte. Ich bekam etwas Wasser, mir wurde ziemlich schlecht, musste mich aber nicht übergeben. Das zweite Mal wachte ich kurz auf und sagte, ich hätte Schmerzen im Unterkiefer, und ich bekam ein Schmerz- & Schlafmittel per Infusion.

Am nächsten morgen dann ging es wieder sationär auf mein Zimmer, links und rechts hingen Drainagen aus meinem Mund. Die Backen waren geschwollen und man hat mir gleich Kompressen gegeben und gezeigt, wo das Eis steht. Schmerzen hatte ich überhaupt keine, Kreislauf war auch stabil. Mit ein paar Gummis wurde der Unterkiefer im Splint fixiert. Der Arzt prüft ob ich noch Gefühl in der Lippe habe, ich spüre noch was.

Nächster Tag, die Behälter an den Drainagen wurden getauscht, bin viel damit beschäftigt gewesen, Eis zu besorgen und zu kühlen. Absolut keine Schmerzen. Essen kann ich nur mit Strohhalm, also Suppe, Suppe und nochmals Suppe. Habe festgestellt, dass ich zwar Gefühl in der Unterlippe habe, aber nur ungefähr 10 % fühle. Der ganze vordere Kinnbereich unterhalb der Unterlippe ist so gut wie taub. Mir wurde gesagt, dass das normal ist und noch ein paar Monate dauern kann. Mal sehen.

Nächster Tag: Entfernen der Drainagen. Die Dinger stecken tief in der Backe drin und schmerzen unheimlich beim rausziehen. Aber nach 4 Minuten war alles schon vorbei. Danach die ersten Versuche, wieder einen Biss zu finden. Anscheinend passt der Splint nicht ganz, ist aber nicht so schlimm.

Es ist ziemlich langweilig auf der Station, ich kühle hauptsächlich noch morgen nach dem aufstehen und abends bevor ich einschlafe. Fernsehen, lesen und rumspazieren. Am 07.08.2007 soll ich entlassen werden, ich freue mich schon drauf.

Bin jetzt wieder zu Hause und kann schon nach einer Woche sagen, dass alles nur halb so schlimm war wie man sich das vorstellt. Ich kann diese OP nur jedem empfehlen, über eine Progenie leidet. Es geht nicht um Schönheitswahn oder so. Aber man spürt doch, dass es nicht "normal" ist und dass man auch seelisch darunter leidet. So eine OP ist nix gegen diesen seelischen Schmerz. Und Komplikationen kann es auch geben, wenn ich eine Treppe hinunterlaufe.

Ich bin jedenfalls schon jetzt sehr zufrieden :smile:

Grüße Ghostbiker

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Hallo Ghostbiker.

Gratuliere zur überstandenen OP.

So spät abends operiert zu werden hat wohl auch Vorteile,

man schläft die erste Nacht gut... :mrgreen:

Und wie sind die Schwellungen bei Dir?

Weiterhin gute Besserungen und: Schön das es ohne größere Probleme bisher verlief.

Michael

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Die OP war eigentlich schon morgens geplant, aber es hat sich immer weiter verschoben. Mein Dr. wollte mich dann unbedingt noch am selben Tag operieren. War aber nicht schlimm, je länger es dauerte desto ruhiger wurde ich ;-)

Die Schwellung ist zwar noch ein bisschen da, aber nicht mehr so groß. Kühlen ist auch nicht mehr notwendig. So im nachhinein fällt mir auf, dass ich bis unmittelbar nach der OP eigentlich nie Schmerzen hatte. Schon am nächsten morgen war alles absolut schmerzfrei, ich habe nach der OP auch keine Tabletten oder andere Schmerzmittel bekommen. Fast schon unheimlich :-)

Das Essen geht jetzt halt nur auf Sparflamme - ich habe jetzt schon 6 kg abgenommen :-) aber das hatte ich sowiese vorher "einkalkuliert", von daher kein Problem ;-)

Viele Grüße

Achim

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alles gute zu überstandenen OP

Was ich gerne wissen würde ,wurde bei dir auch was im OK gemacht?

lG Manuela

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Nein, aber da ich eine ausgeprägte Progenie hatte, wurde eine bimaxilliäre OP in Betracht gezogen, eigentlich während der ganzen kieferorthopädischen Behandlung. Letzendlich hat sich mein Chirurg aber doch nur für eine UK-Verlagerung entschieden, was mir dann auch lieber war.

Gruß Achim

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