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wigwam0815

UK Vorverlagerung am 27.07.07 in Bad Mergentheim

Hallo!

Also seit zwei Wochen habe auch ich die OP gut überstanden.

Kurz zu meiner Vorgeschichte: Seit 09/06 habe ich meine Spange zur Ausformung der Zahnbögen. Zähnen waren nicht sehr krumm, es mußte also wirklich nur der Bogen angepaßt werden. Ich hatte sehr große Beschwerden mit meinem linken Kiefergelenk (Knacken, Verhakung..) und mein Deckbiss wurde immer schlimmer. Nach ein paar Vorgesprächen habe ich mich zu der Behandlung entschlossen, die auch beim ersten Rutsch bei der Krankenkasse durchging (DAK - kann ich nur empfehlen).

Nach einigen Besuchen beim KFO zur OP Vorbereitung (OP-Bögen mit den ätzenden Häkchen, nochmal richtig saubermachen usw.) ging es weiter zum Physiotherapeuten. Hier bekam ich so 8 x manuelle Therapie zur Entspannung der Muskeln im Kopf- und Halswirbel-Schulterbereich. Was ich wirklich empfehlen kann!!!! Das Rezept kam von der KFO.

Dann noch der Besuch beim Kieferchirurgen in TBB. Hier wurden dann zwei Wochen vor OP die Abdrücke für den Splint gemacht. Dann noch zum Hausarzt zum allgeimenen Check für die Narkose und am 26.07. bin ich dann ins Caritas-Krankenhaus in Bad Mergentheim eingerückt.

26.07.

Sehr freundlicher Empfang auf der Station B3 mit Zuteilung meines Zimmers. Schock, da liegt ein 4 jähriges Kind mit seiner Mutter drin. Habe selber einen Zwerg im gleichen Alter zuhause und das wollte ich also gar nicht. Aber man beruhigte mich, morgen werden die beiden entlassen. Einen Tag werde ich eh nach der OP intensiv liegen und wenn ich zurückkomme bin ich alleine. So war es dann auch und ich kann jedem nur ein Einzelzimmer empfehlen!!!

Abends gab es nach der Henkersmahlzeit noch eine Schlaftablette und ich habe die Nacht auch sehr gut rumgebracht.

27.07.

Die freundlichen Krankenschwestern gaben mir die OP-Kleidung und boten mir an nochmal zu duschen. Die KO-Tablette gab es auch noch und um 07.15 Uhr holte man mich aus meinem Zimmer.

Im Vorbereitungsraum des OP bekam ich erst mal meinen Zugang und man wickelte mir meinen Kopf ganz fest ein, fühlte mich als hätte ich ne Skimütze auf. Daran wird die Beatmung befestigt (geht ja nur durch die Nase, am Mund wird ja geschafft). Noch ein kurzes Pläuschchen mit dem Narkosearzt und mit meinem MKG-Chirurgen und dann wurde ich in den Schlaf geschickt.

Als ich am frühen Nachmittag aufwachte (nicht intensiv, ganz normal im Aufwachraum) ging es mir sehr gut. Es kam auch immer ein netter Pfleger der mich gefragt hat ob ich Schmerzen habe. Wenn ich etwas merkte gab es sofort wieder ne Ladung. Habe mich nach diesen Schüben immer sehr wohl gefühlt….So ein Zeug bräuchte man zuhause wenn es einem mal nicht so doll ist..

Gegen später Nachmittag wurde ich auf mein Zimmer gebracht und den Rest des Tages habe ich meist schlafend verbracht. Zwischendrin musste ich dann noch mal so richtig schön brechen (vielleicht war es doch zuviel der Droge), was aber gar nicht schlimm war und trotz der Drainagen usw. gut ging. Abends war noch mal der Doktor da und auch die Nacht war prima.

So weit ich weiß wurden 8mm verlagert.

28.07.

Der Morgen fing eigentlich ganz gut an.. Die Schwellung hielt sich in Grenzen, die Schmerzen waren ganz mini. Aber dann… Ich wusste ja das mich das Drainagenziehen an diesem Morgen erwartet und es war genau so wie ich es mir vorgestellt habe. Es war schon nicht schön als die Fäden gezogen wurden mit denen die Drainagen festgemacht wurden, aber das Ziehen war der Horror in Dosen. Mein Kreislauf fiel in den Keller, der Schweiß stand mir auf der Stirn und ich konnte mich nicht mehr regen. Habe dann aber gleich eine Infusion bekommen und dann ging es so langsam wieder bergauf. Ich habe den ganzen Tag gebraucht um mich von dieser Sache zu erholen. Mittags konnte ich ein bisschen Brühe schlürfen und das hat sehr gut getan. Es ging auch erstaunlich gut. Getrunken habe ich aus einem Schnabelbecher mit Strohhalm, abends konnte ich schon wieder aus dem Glas trinken.

Ab dem 29.07. ging es dann bergauf. Die Schwellung hielt sich immer noch in Grenzen, Schmerzen hatte ich mäßig – und wenn, dann gab es ohne Probleme etwas. Die Nadeln wurden gezogen und so langsam habe ich mich auch im Krankenhaus ein bisschen fortbewegt. Sprechen ging von Anfang an ziemlich gut, ich war nur nach kurzen Aktionen (ins Bad gehen etc.) fix und fertig und musste mich wieder hinlegen.

Ich hätte schon Dienstags entlassen werden können, doch ich bin eine Nacht länger geblieben, was ich auch jedem empfehlen würde. Man braucht die Zeit und ich hätte es auch ohne Probleme bis Sonntag ausgehalten.

Auch die Besucherei ist sehr anstrengend und ich habe außer meinem Partner und meiner kleinen Tochter nur noch Besuch von den zwei engsten Freunden und meinen Eltern zugelassen.

Zuhause hatte ich erstmal keine Probleme – es ging mir verhältnismäßig gut. In der letzten Woche bekam ich die Fäden gezogen und das war auch total easy. Ich habe nur den Fehler gemacht (obwohl es empfohlen wurde) und bin in der letzten Woche wieder zur manuellen Therapie und Lymphdrainage gegangen. Die hat mir so an meinem linken Kiefergelenk rummassiert, daß sich ein Bluterguss entwickelt hat. Und der macht mir schwer zu schaffen.. Gestern ist mir meine linke Seite dann richtig taub geworden und ich bin sofort zu meinem Dr. Ordung gefahren. Ich hatte so das böse Gefühl das sich eine Entzündung entwickelt. Nun nehme ich Antibiotika, es ist auch schon etwas besser, doch ich habe das Gefühl das die Schwellung im Mund wieder größer geworden ist. Total ätzend ist auch, dass mir der linke Muskel am Hals schweinemäßig wehtut und ich immer draufdrücken muß – so gibt es Entspannung. Am Montag muß ich wieder hin.. bin schon sehr gespannt. Ich habe nur Angst das es punktiert werden oder aufgemacht werden muß.

Hier noch so ein paar allgemeine Info`s..

- ich habe es mir viel schlimmer vorgestellt und würde es jeder Zeit wieder tuen.:

- richtig blöd ist die Zeit danach.. Brei und Suppe.. Ätzend! Bei mir werden es so ca. 3-4 Wochen werden,

- Gewichtsmäßig habe ich bis jetzt 5 kg verloren, es werden sicher noch mehr.

- erst dann darf ich leicht kauen (kann mir aber noch gar nicht vorstellen wie das gehen soll)

- insgesamt bin ich 4 Wochen krankgeschrieben, werde aber wenn alles klappt verkürzen

- bis jetzt habe ich noch keine Gummis (der Doc meinte ich wäre ne echte Ausnahme), aber meine KFO kommt am 20.08. aus dem Urlaub und die wird mir sicher welche verpassen

- richtig blöd ist meine Taubheit unterhalb der Lippe. Die linke Seite ist inkl. Kinn total taub und rechts ein bisschen. Ich spreche wie eine Schlaganfall-Patientin. Im Mund selber sind beide Backentaschen (an der Schnittführung) tot. Die Zähne kommen so langsam wieder. Ich bete, dass sich die anderen Bereich auch noch regulieren.

- mein Operateur war Dr. Ordung in Tauberbischofsheim, Belegarzt im Caritas-Krankenhaus Bad Mergentheim. Sowohl den Arzt als auch das Krankenhaus kann ich nur empfehlen!!!

Es gibt ja so viel zu erzählen und ich habe schon versucht mich kurz zu fassen, doch „sorry“ an alle, denen der Beitrag zu lang ist. Wer Fragen haben sollte, kann mich gerne kontaktieren. In Kürze stelle ich auch die Fotos rein.

Viele Grüße, Antonia

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