kathrin

BIMAX am 16.07 in Krefeld Uerdingen

Kommt zwar ein bisschen spät der Bericht, hab aber bis jetzt nicht wirklich Zeit gehabt um was zu schreiben. Hab mir aber jetzt mal gedacht das ich meine letzte Urlaubswoche sinnvoll nutzen könnte und meine Erfahrungen mit dem Josefhospital in Krefeld Uerdingen mal veröffentlichen könnte. ;)

Habe hier in dem Forum zwar noch nicht viel geschrieben aber es gibt ja immer ein erstes mal.

Alsssooo los gehts

Vorbehandlung:

Meine feste Zahnspange habe ich im Mai 2006 bekommen. In der Woche vor der Stationären Aufnahme wurden dann noch bei meiner KFO frische Abdrücke gemacht. Außerdem wurde noch ein Kiefer(gelenks) - MRT, ein HNO -Konsil und eine spezielle Blutuntersuchung (zur Ermittlung der Gerinnungsneigung etc.) gemacht.

Geplant:

OK Vorverlageung + vorverlagerung des gesamten mittelgesichtes

UK Rückverlagerung

mm angaben weiß ich leider nicht (folgen aber wenn ich das nächste mal bei meiner KFO war aber wird sich so um ca. 8-10 mm handeln)

Vorstationäre Aufnahme Fr. 13.07.:

Hatte dem Termin um 9 Uhr auf der Station 10. Dort musste ich die üblichen Bögen ausfüllen (u.a. Anästhesiebogen etc.) und dann hieß es erst mal warten. Dann durfte ich ca. im stundentakt die unterschiedlichen Stationen ablaufen. Erstmal Röntgen, dann Anästhesie, dann zum KC, dann Fotos machen usw. Und um 15 Uhr durfte ich dann endlich wieder nach Hause, bis Sonntag.

Aufnahmetag So. 15.07:

Sonntagabend wurde ich dann von meinen Eltern und meiner Schwester ins Krankenhaus gebracht. Auf der Station angekommen wurde ich direkt ziemlich unhöflich von der Schwester empfangen. Diese stellte sich nicht einmal vor sondern hat mich nur im Zimmer "abgesetzt" und gesagt das ich dieses heute nicht mehr verlassen dürfe. Eine Grund äußerte Sie jedoch nicht und bevor ich fragen konnte war Sie auch schon wieder verschwunden. Naja erst mal Koffer ausgepackt und die Bettnachbarn kennengelernt. Später kam dann ne andere wesentlich nettere Schwester rein und verabreichte mir die Thrombosespritze. Dann hatt ich auch die Erlaubnis meine Familie nach unten zu begleiten ;). Naja dann musste ich noch zum KC weil der Splint angepasst werden musste.

Hm war ein wenig aufgeregt an dem Abend aber hab mich mit Zeitungen etc. abgelent und dann hab ich noch die Schlaftablette genommen dann war auch alles wieder in Ordnung.

OP - Tag Mo. 16.07:

Bin Montags dann ca um halb 7 wach geworden hab mich im Op fertig gemacht (da ich an 2ter Stelle dran war) und dann gewartet. Zwischendurch kam noch die Visite vorbei und hab noch Besuch von meiner Mama und meiner Schwester bekommen die mich dann bis zum OP begleitet haben. :) Hab dann meine Tablettchen eingenommen und fast die ganze Zeit geschlafen.

Um ca. 10 Uhr kam dann der Pfleger mit dem Zivi rein um mich in den Op zu fahren. Hab noch mit Mullbinden eine art Verband (Turban) um den Kopf bekommen damit die Schläuche daran befästigt werden können. Auf dem Weg zum OP wurd ich natürlich wieder hell wach aber war nicht aufgeregt oder sonstiges hab mich eigentlich ganz wohl gefühlt.

Vor dem OP hab ich mich dann von meiner Mama und meiner Schwester verabschiedet und dann gings in der Vorbereitungsraum. Bin dann mit so nem komischen Beförderungsband auf die andere Liege transportiert wurden und dann haben sind auch der Pfleger und der Zivi verabschiedet.

Hab mich dann erst mal ein wenig mit dem Anästhesiepfleger unterhalten bis dann endlich der Anästhesist kam, beide waren super nett. Hab dann meine Braunüle bekommen und irgendwann war ich dann im OP - Saal und das letzte was ich weiß ist das der Anästhesist gesagt hat das ich mir nun überlegen soll was ich träumen will.... Und weg war ich

Jaaaa..... irgendwann wurd ich dann wieder wach und war nicht auf meinem Stationszimmer (was eigentlich geplant war) sondern auf der Intensivstation. Da hatte ich dann auch mal wieder Besuch von meiner Mama, Schwester und Tante die mir erst einmal erzählten das die OP ca. 7 Stunden gedauert hat, geplant waren jedoch nur 4 Stunden. Nun ja hab dann die restliche Zeit versuch den Pfleger mit irgendwelchen komischen Zeichen dazu zu bringen mir was zu trinken zu geben, da es auch nch so extrem warm war an dem Tag, hat aber nicht geklappt. War ja auch noch viel zu früh :-D.

Hab dann die restliche Zeit damit verbracht zu schlafen oder halt versucht mich ein wenig auf den Besuch zu konzentrieren.

Nach dem Schichtwechsel auf der Intensiv wurde ich dann von einem sehr netten Pfleger versorgt. :) Der zufälligerweise seine Krankenpflegerausbildung genau an der selben Schule gemacht hat an der ich nun bin :D. Nun ja hab dann endlich was zu trinken bekommen und erstmal das ganze Glas im bett ausgeschütter.

Die Nacht hab ich relativ durchwachsen, mit Schmerzmitteln, Kühlen und TV gucken, verbracht.

1. Tag postoperativ Di. 17.07:

Durfte mich dann morgens auf der Bettkante waschen, was ich aber schnell beendete da mir ein bisschen schwindelig wurde. Naja um ca. 8 Uhr bin ich dann zurück auf meine Station gekommen. Dann wurden die Drainagenfaschen gewechselt und ich hab neue Kühlelemente, Nasenspray und Bepanthensalbe bekommen. Dann bin ich irgendwie alleine ins Bad getorkelt und war froh als ich wieder besuch bekommen hab. Naja hab dann noch versucht mit meiner neuen Bettnachbarin, die im Verlaufe des Tages operiert werden sollte, zu kommunizieren aber ich glaub so richtig hat es nicht geklappt.

Den rest des Tages habe ich dann größtenteils mit Schlafen verbracht. Musste außerdem noch zum Röntgen.

Schmerzen waren dank der Schmerzmittel erträglich.

Zum essen gab es natürlich die köstlichen Suppen die so extrem Salzig waren das einem der Appetit wieder vergangen ist. Naja..... dadurch das ich dann Tagsüber geschlafen hab, hatte ich Probleme mit dem Nächtlichen Einschlafen. Außerdem kam meiner frischoperierte Nachbarin wieder zurück aufs Zimmer und haben dann ne Kühlmaschine bekommen. Was ich persönlich sehr angenem fand, da vorher mit Eiswürfeln und so komischen "Lappen" gekühlt werden musste. Das negative an der Kühlmaske war jedoch, dass das Mundstück sooo klein ausgeschnitten war, dass meine "Dolly - Buster" Lippen fast gar nicht reingepasst haben :D. Najaaa aber besser als nix.

Accchhh nicht zu vergessen. An dem Tag kam außerdem der Doc zu mir rein, da ich bei der Visite erst mal "gefragt" hab warum die OP so lange gedauert hat. Naja die Docs meinten dann das es doch ein bisschen komplizierter war als die dachten und es außerdem ein Problem mit dem Beatmungsschlauch gab.

2. Tag Mi. 18.07:

Der 2te Tag begann morgens wie üblich mit dem Schwestern - Rundgang und der Visite. Danach gab es wieder "lecker" Suppenfrühstück und danach musste ich dann ins Behandlungszimmer des KC. Hab dann die Drainagen gezogen bekommen, war wirklich gar nicht wehgetan hat. Danach noch n bisschen Wundversorgung und dann durfte ich wieder ins Zimmer. Der restliche Tag war im grunde so wie der vorherige. Hatte wieder Besuch und bin zwischendurch immer eingepennt. Dann das übliche Antibiotikaprogramm + Schmerzmittel. Hatte auch den anzen Tag über Probleme mit meiner Nase, da diese verstopft war. Die wurde dann regelmäßig vom Doc abgesaugt und ich wurde mit ner speziellen Nasensalbe versorgt. Außerdem hatte ich täglich Nasenbluten, was nicht besonders angenehm war. Besonders weil ich vorher noch nie Nasenbluten hatte. Aber die Docs meinten ja das das normal ist.

3. Tag Do. 19.07:

Schmerzen waren eigentlich schon relativ verträglich. Hab noch die restliche Antibiose bekommen und es sogar geschafft mal n ganzen Teller Suppe aufzuessen.

4. Tag Fr. 20.07:

Habe am Abend einen großteil meiner Gummis rausbekommen, so dass ich meinen Mund bereits ein wenig öffnen konnte :) .

Außerdem hab ich noch ne Infusion zum Abschwellen bekommen.

5. Tag Sa. 21.07:

Bei der morgendlichen Wundversorgung erklärte mir einer der KC wie ich die restlichen zwei Gummis zu den Mahlzeiten herausnehme und dann den Splint nach den Mahlzeiten wieder reinsetze.

Dann gab es endlich zum MIttagessen Kartoffelpüree mit Soße ich hab mich riesig gefreut. Hab mir dann auch mal ein Eis gegönnt und Abends gab es dann Weißbrot.

6. - 8. Tag

Die Tage sind eigentlich wie die restlichen verlaufen. Aufstehen - Visite - Essen - Wundversorgung - Besuch also gibt es nicht großartig viel zu erzählen. Meine Gesicht war laut den Ärzten noch relativ star angeschwollen, sodass diese erstmal überlegt haben ob sie mich nun wirklich schon nach Hause schicken wollen. Hat dann aber doch geklappt und ich durfte am Dienstag dann endlich Heim :)

Fazit:

Also ich bereue auf keinen Fall das ich diesen Schritt gegangen bin. Ich war sehr zufrieden mit dem Ärzteteam von Prof. Dr. Dr. Bull, da diese alle sehr nett und aufmerksam waren. Das einzige contra war ein großer Teil des Pflegepersonals der Station. Ich kam mir dort als Patient irgendwie abgeschoben vor und habe das Pflegeteam eigentlich nur zu Essensausgabe gesehen. Aber auch dann kam meistens nur ein "Guten Tag" o.ä. rüber und nicht einmals die Frage wie es einem z.b. geht. Natürlich gab es auch ein paar nette dabei aber das negative merkt man sich ja meistens immer mehr ne ;) Aber sonst würd ich jedem empfehlen ins St Josefhospital zu gehen da ich von den Leistungen und den Ergebnissen dort sehr überzeugt bin. :)

Da die OP ja schon einige Woche her ist war ich auch bereits zu Nachbesprechung in der Klinik. Mein behandelnder KC war sehr zufrieden mit dem Ergebnis, meinte jedoch das es noch nicht gut erkennbar ist da die Schwellung bei mir immer noch ziemlich ausgeprägt ist.

Habe nun von meiner KFO Medikamente zum "Abschwellen" verschrieben bekommen und falls die nicht helfen bekomm ich Lymphdrainagen verschrieben.

Meinen Splint trag ich meistens nur noch Nachts. Hab im moment nur ein wenig probleme mit den Zähnen in meinem UK, da diese weh tun. Aber dies liegt wohl an dem neuen Biss etc.

Hmmm was gibts noch zu berichten...

Achja... Während meines Krankenhaus aufenthaltes hab ich 5 kg abgenommen was ich auch bis jetzt gehalten hab ;) hoffentlich bleibt das auch so :D

Esse im moment noch vorwigend "weiche Kost" kann aber schon leicht kauen (z.B. getoastetes Brot und so).

Soooo ich glaub das reicht erst mal.....

Ist ja eh ein bisschen lang geworden :-o

Bilder folgen die Tage wahrscheinlich noch jetzt ist es mir nämlich zu spät

Danke fürs Lesen

und falls mir noch was einfällt schrieb ich es dazu

lg Kathrin :)

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hi kathrin,

das war ein wirklich schöner, informativer bericht. schön, dass du dich dazu entschlossen hast noch einen zu schreiben :-D

wie gehts dir denn jetzt mit der zahnstellung u.s.w.?

lg janet

p.s. bin schon gespannt auf die bilder irgendwann ;-)

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Hallo

Ein schöner Bericht, da muss ich Janet recht geben.

Wurde da wirklich das ganze Mittelgesicht nach vorne genommen, dann kann ich mir jetzt auch gut vorstellen warum das 7 Std. gedauert hat.

LG Sven

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