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Timbor

Bericht meiner Bimax-OP

27 Beiträge in diesem Thema

Hallo Leute,

heute nachmittag bin ich aus der Uni-Klinik Münster wiedergekommen. Ich hab mich erstmal ein paar Stunden schlafen gelegt, weil ich doch noch ziemlich mitgenommen bin. Jetzt freue ich mich, hier meinen Bericht abzuliefern, nachdem mir die anderen Berichte eine sehr große Hilfe waren.

Die Eckdaten:

10 Tage Krankenhausaufenthalt

15 vollgesabberte Handtücher

5 Tage Verschnürung und Magensonde

3 Stunden OP-Dauer

11 Tassen Krankenhaussuppe (*würg*)

4 kg Gewichtsverlust :lol:

mindestens 20 Schmerztabletten

1 formschöne Schwellung des Gesichts :o

Die Vorgeschichte: Ich bin seit einem Jahr in KFO-Behandlung (Diagnose: mandibuläre Prognathie und maxilliäre Retrognathie, allerding nicht sehr gravierend, optisch fiel es kaum auf. Es war nur halt so, dass die Zähne im Oberkiefer hinter die des Unterkiefers bissen), habe eine feste Zahnspange.

Vor 10 Tagen ging es also morgens in aller Frühe nach Münster, montags um 9Uhr war ich zur stationären Aufnahme bestellt, die OP war für Dienstag angesetzt. In der Nacht vor der Abreise hatte ich gut geschlafen, obwohl ich ein bischen nervös war. Nun denn, in Münster angekommen, ging es erstmal zu meinem KFO, wo der Splint anprobiert wurde und die Gummis meiner Zahnspange gegen Drahthäkchen, an denen die Verschnürung befestigt werden sollte, ausgetauscht wurden. Dann weiter zur chirurgischen Poliklinik zum Blutabzapfen, Anamnesegespräche mit Chirurg und Anästhesist, Röntgenaufnahmen.

Mittlerweile war es 12 Uhr, dann ging ich zur Station und bekam mein Bett zugewiesen, im Vierbettzimmer mit schönem Ausblick aus dem 14. Stock über Münster. Nach dem Kofferauspacken habe ich dann den Rest des Tages nur noch gewartet, durfte nachmittags noch mal raus, und habe die Zeit zu einem letzten Spaziergang und einer kleinen Freßorgie genutzt. :oops:

Abends hatte ich dann wiederum keine Probleme mit dem Einschlafen, was mich selbst ein bischen wundert. Es war aber ganz gut so, denn es sollte der letzte erholsame Schlaf für die nächsten Tage sein.

Dienstagmorgen wurde ich sanft von der Nachtschwester um viertel vor sechs (!) geweckt, sie überreichte mir die sexy OP-Wäsche, die ich nach einer ausgiebigen Dusche anzog. Dann gings ans Pillenschlucken, 4 Stück auf einmal mit einem Schluck Wasser runtergespült. Falls eine Beruhigungspille dabei war, habe ich nichts davon gemerkt, denn ich habe sehr angestrengt gewartet, bis ich endlich um 7 Uhr im Bett zur Schlachtbank gerollt wurde.

Im OP angekommen, hat der OP-Pfleger erst zweimal beim Legen des Zugangs danebengestochen, bevor er einen Arzt dazugerufen hat. Zu diesem Zeitpunkt war meine Stimmung nicht gerade die beste. Kurz darauf wurde ich dann endlich ins Land der Träume geschickt, wenn auch nicht wie beabsichtigt. Das Schlafmittel, was mir durch den Zugang gegeben worden war, wirkte nämlich nicht ("Werden Sie gar nicht müde?").

In den folgenden Stunden wurde mein Oberkiefer um einige Millimeter gedreht und nach vorne verschoben und der Unterkiefer etwas nach hinten verlagert. Der Operateur sagte mir hinterher, dass ich einen sehr harten Unterkieferknochen habe, der nicht einfach zu brechen gewesen sei. Um das Ergebnis jedoch vorwegzunehmen: die OP ist "perfekt" verlaufen.

An das Aufwachen kann ich mich noch ziemlich genau erinnern. Es war noch im OP, und der OP-Pfleger drückte mir zwei wunderbar kühle Eisbeutel an die Wangen. Ansonsten fühlte ich mich ziemlich munter, keine Schmerzen, keine Übelkeit, noch wenig Schwellung, ich wäre vor Freude fast vom OP-Tisch gesprungen :lol: (ich hatte vorher große Angst davor, mich beim Aufwachen übergeben zu müssen). Dann bin ich wieder eingepennt, beim nächsten Aufwachen lag ich in meinem Bett auf der Intensivobservationsstation, wo Bimax-Patienten standardmäßig die erste post-OP-Nacht verbringen. Die gute Laune war sofort verflogen, denn ich fühlte mich plötzlich ziemlich erbärmlich. Es war 16 Uhr. Die Schwellung war unangenehm, ich hatte Schmerzen, in meinem Hals lag ein Gartenschlauch (es war in Wirklichkeit eine Magensonde, aber der Unterschied war nicht besonders groß), ich spuckte nonstop Blut, Schleim und Wundsekret. Außerdem war ich natürlich an alle möglichen Überwachungsgeräte angeschlossen, ebenso wie mein Zimmernachbar, dem gerade ein Tumor entfernt worden war, wie ich einen Pfleger zufällig sagen hörte. Irgendein Gerät piepte immer, alle halbe Stunde pumpte sich mein Blutdruckgerät auf (ich habe es in der Nacht zur Zeitmessung benutzt ("puh, wieder 30 Minuten rum"), und irgendwo auf der Station war ein Patient, der die ganze Zeit "Aaaaaah" beim Atmen brüllte. An Schlaf war in dieser Nacht nicht zu denken. Ich habe nur vor mich hinvegetiert und mich aufs atmen konzentriert. Denn die machte mir ernsthafte Probleme. Ich bekam nach ein paar Stunden kaum noch Luft, da ein Nasenloch durch die Magensonde ausgefüllt war, das andere durch Blut und Schleim (ich hatte kurz vor der OP noch einen Schnupfen, aber den bin ich vorher noch losgeworden, deswegen kann ich mir das nicht erklären), ebenso wie der Mund, der mit Draht verschnürt war. Nach schriftlicher Anforderung beim Pfleger bekam ich Nasenspray, was etwas Besserung brachte (als ich nach Taschentüchern verlangte, wurde mir eröffnet, dass ich mir 3 Wochen lang nicht die Nase schneuzen darf. Aaargh!)

Neben dem Atmen war das Schlucken das größte Problem. Es war nämlich wegen des Gartenschlauchs mit starken Schmerzen verbunden und klappte auch nicht wirklich. Trotzdem war dauernd der Reflex da, weil mir die Suppe aus Mund und Nasen in den Rachen floß. Irgendwann in der Nacht schaffte ich es, den Schluckreflex zu überlisten und ließ dem Schleim freien Lauf :?. Wenn ich dann noch Zeit, hatte drückte ich mir die sehr dürftigen Kühlmittel, die auf dieser Station vorhanden waren (ein Coolpad, wie man es in Kühlboxen benutzt, und ein riesiger Beutel mit Kühlgel. Beides musste ich mit einem Handtuch umwickeln. Später auf der regulären Station gab es bessere Eisbeute: gecrushtes Eis in Latex-Handschuhe gefüllt, zugeknotet, und dann einen Lappen drumherumgeknotet).

Ich war sehr froh, als ich um 9 Uhr am Mittwoch morgen auf die normale Station geschoben wurde. Dort wurde mir zuerst die gigantische Magensonde entfernt (die nur zum Absaugen von Blut etc. da gewesen war) und eine neue gelegt, die im Vergleich wunderbar dünn war. Sie war fast nicht im Hals zu spüren. Dann wurde mein Mund mit so einem genialen Wasser-Sprüh-Dingens ausgesprüht und abgesaugt. Was für ein wunderbares Gefühl! Im Zimmer angekommen, wurde ich erstmal wieder an ein paar Tropfe angeflanscht (ich hatte plötzlich drei Zugänge in beiden Armen

:shock: ). Von da an gestaltete sich mein Tagesablauf recht eintönig: aufstehen, duschen, kühlen, sabbern, kühlen, Essen per Magensonde (Vanille, Erdbeer, Schoko), Infusion, kühlen. Ich habe zum ersten Mal in der Nacht von Freitag auf Samstag wieder einige Stunden geschlafen, davor war ich fast durchgehend wach und habe mir Eisbeutel ans Gesicht gepreßt. Ich konnte einfach nicht schlafen. Es wurden verschiedenste Sorten Schmerz- und Schlafmittel an mir ausprobiert, richtig gewirkt hat keines. Ich hatte auch kein Interesse und keine Kraft, mich irgendwie abzulenken. So schlimm hatte ich mir das nicht vorgestellt nach den Berichten, die ich hier gelesen hatte.

Freitag bekam ich dann Gefrierbrand im Gesicht, wahrscheinlich hatte ich zu viel gekühlt, jedenfalls verursachten die Eisbeutel keine Linderung mehr, sondern nur noch Schmerzen. Zum Glück waren eh 3 Tage seit der OP vorbei, und seitdem habe ich keinen Eisbeutel mehr angefasst. :wink:

Am folgenden Tag bemerkte ich einen winzigen Rückgang der Schwellung und war darüber hocherfreut.

Leider bekam ich immer größere Schmerzen, seitdem ich nicht mehr Schmerzmittel über Infusionen bekam. Am Sonntag stellte sich heraus, dass die Schmerzen von einer wundgescheuerten Stelle herrührten. Diese Wunde war nicht durch die Zahnspange oder den Splint verursacht worden, sondern durch eine der zwei Schienen, die mir bei der OP eingesetzt worden waren. Von diesen Schienen hatte ich vor dem OP-Gespräch mit dem Arzt nie etwas gehört. Sie dienen dazu, den Verschnürungsdraht zu halten, da sie stabiler sind als die Brackets. Die Schienen verlaufen parallel zu den Multibändern jeweils am Zahnfleischrand der Kiefer. Ich weiß nicht, wie sie befestigt sind, aber sie üben einen starken Druck auf Zahnfleisch und Zähne aus. Außerdem sind sie mit großen Haken bewehrt, die sich wunderbar in die Haut bohren. Diese <s>Folterinstrumente</s> Schienen werden auch jetzt noch 10 Tage im Mund bleiben. (Falls Interesse besteht, kann ich ein Foto fürs Bilder-Forum liefern).

Wie dem auch sei, seit Sonntag geht es leicht bergauf, die Verdrahtung wurde durch Gummis ersetzt, Magensonde raus, Schwellung geht leicht zurück, ich finde gut in den Splint, und kann auch wieder einigermaßen nachts schlafen (allerdings nur auf dem Rücken und bei hochgestelltem Kopfteil). Nach der ersten Mahlzeit mit Suppe am Sonntagabend stellte ich fest, dass die Sondenkost doch gar nicht so übel gewesen war. :lol:

Nun holte ich auch mein Notebook aus dem Schrank, und die Tage bis Mittwoch vergingen recht schnell. Heute morgen noch schnell Visite und Entlassungsarzt über sich ergehen lassen, und dann ging es endlich nach Hause. Ich werde wohl noch etwas leiden, denn die nächsten 10 Tage ist noch höchstens dickflüssige Kost angesagt, und die Schienen quälen mich gerade auch ganz schön.

Das schlimmste hab ich jedenfalls überstanden und ich freue mich jetzt exobitant auf eine Nacht in meinem eigenen Bett. :)

Timbor

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Hallo Timbor,

na das macht ja Mut, so direkt vor der OP :( .

Schön, zu hören, dass Du es trotzdem gut überstanden hast. Kannst Du jetzt schon wieder ein bißchen was machen, oder liegst Du noch komplett flach und im Bett?

Die Nacht auf Intensiv muss ja echt Quälerei gewesen sein....

Wie sieht es denn jetzt mit der Schwellung aus?

Naja, auf jeden Fall hoffe ich, dass es Dir schon wieder ganz gut geht

Jasna

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Oje, Du Armer!!!

Mir haben ein paar Stunden Magensonde schon gereicht!!!!! Wie hast Du das bloß ausgehalten so lange?!

Wie geht es bei Dir jetzt mit der Schwellung?

Mir wurde das mit dem Naseschneuzen auch gesagt, aber ich dachte, das gelte nur für die ersten Tage.

Ich habe recht bald munter drauflos geschneuzt. Hm.

Blutet -jetzt nach 10 Tagen- aber auch immernoch.

Wünsche Dir alles Gute!!! Es geht jetzt nur noch bergauf!!!!

Viele Grüße

Superb

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Hallo Timbor!

Dein Bericht ist sehr interessant,und die Bilder würde ich sehr gerne sehen.

Hast Du im West-oder Ost Turm gelegen?Ich kenne die Uni-Klinik Münster,bin dort 2x an der WS operiert worden,ich lag damals auf 14A West.

Weiterhin gute Besserung!

Liebe Grüße

Ciao toni

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Hallo und danke für die Aufmunterungen!

Ich habe heute nacht erstmals wieder richtig gut geschlafen. Ich bin nicht so schlapp, dass ich im Bett liegenbleibe, es reicht schon, um ein bischen im Haus herumzuwandern. Die Schwellung ist bei mir eigentlich fast Nebensache, da ich zum Glück nicht aus dem Haus muss und die Schmerzen nicht von der Schwellung sondern von den Schienen herrühren. Deswegen kümmere ich mich nicht so viel darum. Aber sie ist mittlerweile durchaus wieder im Rahmen, die eine Seite ist zwar noch etwas dicker als die andere, aber das macht mir nichts aus.

@hasihasinski:

sorry, wenn ich dich verunsichert habe, aber ich finde es richtig, auch die "schmutzigen Details" zu erwähnen, dann können sich andere OP-Kandidaten ein Bild davon machen, wie es ablaufen kann. Es muss ja nicht bei dir so verlaufen wie bei mir. Und selbst wenn: darüber kommt man auch wieder hinweg.

@superb:

Seit vorgestern blute ich auch wieder aus dem Mund, war zuerst etwas geschockt, weil ich dachte, eine Naht ist aufgegangen. Aber der Arzt meinte, es sei völlig normal, dass es nach 8-9 Tagen wieder anfängt. Naja, und solange es nicht weh tut, kann ich damit leben. :wink:

Zum Naseschneuzen: blutest du denn aus der Nase oder auch wie ich aus dem Mund? Falls du aus der Nase blutest, würde ich vielleicht das Naseputzen wieder einstellen, denn mir wurde gesagt, dass beim Schneuzen ein starker Druck im Operationsgebiet entstehen kann, was garnicht gut wäre.

@toni:

Die Station, auf der ich lag, war 14 Ost (Mund-, Kiefer-, und Gesichtschirurgie). Also hattest du fast denselben Ausblick wie ich

:lol:. Am Sonntag sind vom Aasee aus ca. 40 Heißluftballons gestartet. Das war eine schöne Ablenkung.

Viele Grüße

Timbor

PS: gebt mir bitte mal ein paar Tipps, was ich essen oder besser gesagt trinken ("dickflüssig") kann.

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Hi Timbor,

also Tipps für Essen: Hipp-Gläser? (Ok, weiß, das klingt nicht soo doll, aber wenn man Hunger hat...)

andere Baby-breis (Hafer-Birne oder so fand ich ganz gut: reizt weniger als das Obst in den Hipp-Gläsern)

aber vorallem, was richtig cool ist: MILCHSHAKE !!!!!!!!!!!!!!!!!

da kannste immer von trinken, stärkt, und ist super-angenehm zu trinken.

Kannste kaufen oder selber machen.

Also ich habe in Milch Banane (oder alternativ Himbeeren oder Erdbeeren oder so) gemixt (purierstab, wenn Du hast, aber Mixer geht auch...) und dann kannste noch mit Honig oder wenns Dir lieber ist Zucker etwas nachsüßen. Vielleicht Vanille rein... Je nach Geschmack und Aufwand.

Suppen. Möglichst nahrhaft.

Kartoffelbrei, der mit viel Butter/Milch oder mit Soße glattgerührt wird...

Weiß net, so richtig viel mehr ist mir auch nicht eingefallen. Ich habe noch so püriertes Obst gegessen, aber gegen Hunger ist das nicht wirklich was.

War froh, als nach sechs Tagen zuhause war und mich voller Trotz auf echte Brötchen gestürzt habe.

Es geht alles, wenn man will. Habe sie ausgehölt und nur das Weiche gegessen. Mit Zunge und Gaumen.

Der Gaumen hat da dann aber irgendwann auch nicht mehr so Lust drauf :-) Darf man nicht übertreiben.

Solltest aber vorsichtshalber Deinen Arzt fragen. Bei uns haben sie weiche Kost recht früh erlaubt, auch wenn es auf so einem Info-Blatt, das wir bekamen, anders stand.

Übrigens: Mit dem Nase-Schneuzen: Habe ja nun doch etwas Angst, da was schlimmes angerichtet zu haben.

Ich dachte irgendwie, daß es schlimmstenfalls halt etwas länger mit dem Abheilen dauert. Und das war es mir irgendwie wert... Aber wenn es am Ende was an der Naht kaputt gemacht hat oder so? -Will da gar nicht dran denken.

Habe morgen einen Kontrolltermin und werde mal nachfragen.

Dir weiter gute Besserung, und daß es bald aufwärts geht mit dem Essen!!

LG

Superb

P.S. Achso, was ich noch gut essen konnte, war Grünkohleintopf. Falls Du sowas gerne magst. Andere Eintöpfe tuns natürlich genauso. Hauptsache gut durchgekocht (-das kann man bei Eintöpfen ja zum Glück tun-).

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Ach, und Kakao. Fand ich auch ganz hilfreich.

Kannst Du nur trinken oder auch schon vorsichtig Brei löffeln?

Ich frage, weil aus Deinem Bericht hervorgeht, daß Du auch länger "zugeschnürt" warst und so. Das blieb mir zum Glück erspart und deshalb weiß ich nicht, ob die Tipps oben so gut gepasst haben ;-)

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Hi Timbor.

Mensch, da hast Du ja viel erlebt! Meine Erfahrung deckt sich zu einem gewissen Grad mit Deinen Erlebnissen. Allerdings hab ich nicht so eine furchteinflößende + störende Schiene eingebaut bekommen - stattdessen 2 Schrauben zur Befestigung des Drahts reingedreht bekommen. Nur die Schraube im OK hat gescheuert + beide wurden ca. 2 Wochen nach der OP wieder entfernt. Und die Magensonde hatte ich auch nur zum "Absaugen" drin, nicht zum Ernähren. Das war wirklich komisch, ich hab mich übergeben und das ganze Blut aus dem Magen kommt durch die Nase raus. Ich dachte nur, irgendwas läuft hier seltsam. In dem Augenblick hab ich das gar nicht verstanden, warum nix aus dem Mund kam. Naja, man ist da ja auch noch ziemlich benebelt von den Medikamenten. Das entschuldigt einiges.

Ich schätze, auf die Intensiv-Stations-Erfahrung kann jeder gut und gerne verzichten. Man muss es nicht unbedingt mal erlebt haben. :D Ich war schon sehr froh, dass ich vorher nicht 100%ig wusste, was auf mich zukommt. Dann macht man sich keine unnötigen Gedanken. Das hatte aber auch damit zu tun, dass ich erst den Tag vor der OP erfuhr, dass plötzlich nicht sicher sei, wie operiert werden würde (ob 1 od 2 Kiefer; vorher war nur von OK die Rede; während der OP würde es sich entscheiden).

Jetzt ist die ganze Geschichte 3 Monate bei mir her. Und die Erinnerung sortiert ja gut aus. Alles Schlimme scheint ja im Rückblick nicht mehr so wild. Auch positiv, dass man sich Schmerzen nicht merken kann. :D Aber die hatte ich gut mit Iboprofen im Griff.

Achso, unter "Kunterbunt -> Kochrezepte" findest Du auch ein paar Anregungen zum Thema Flüssigernährung!

Viele Grüße und gute Besserung (dass der Druck der Schiene nachlässt und so)!

Claudia

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Hi Timbor,

Du hast absolut Recht, nichts zu verschweigen. Und im Endeffekt WILL ich es ja wissen. SOrry, wenn das falsch rübergekommen ist. Ich möchte auf jeden Fall lieber ahnen, was da auf mich zukommen könnte. Auch wenn es eklig und eventuell schmerzhaft ist....

Danke also auf dem Weg ncoh mal für Deinen ehrlichen und informativen OP Bericht.

Ich werde auf jeden Fall auch meinen Bericht schreiben, wenn ich wieder dazu in der Lage bin.

Haben sie Dir gesagt, wie lang sie dich krank schreiben wollen?

Ich muss wohl mit 8 Tagen Krankenhaus rechnen, und da ich in meinem Job ziemlich viel telefonieren muss, werde ich wohl oder übel dann auch noch einige Wochen nicht arbeiten können.

Dir gute Besserung!

Jasna

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Hallo Timbor!

Ja,an die Heißluftballons kann ich mich erinnern,war ein toller Anblick!

Bist Du ein Raucher?Ich bin kurz nach der Op den weiten Weg vom 14.Stock runter gefahren,dann noch den langen Weg zum Raucherzimmer,und das nach einer Op an der Wirbelsäule,konnte kaum laufen aber rauchen muß ja sein!

Wohnst Du in der Nähe von Münster?

Ciao toni

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timb0r,

danke für den spannenden Bericht, konnte mir manchmal das Grinsen nicht verkneifen.

*sabber*

Alles Gute für die nächsten Wochen :)

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Danke für die Antworten!

@toni: Ich wohne leider 2 Stunden Autofahrt von Münster entfernt. Warst du auch in der letzten Woche in der Klinik? Ich bin zwar kein Raucher, aber ich bin ebenfalls am Morgen nach der OP, gerade auf der Station angekommen, zum Röntgen geschickt worden. Das fand ich schon ein bischen heftig. Ich war seit der OP noch gar nicht aufgestanden und war total am Ende (körperlich und optisch :lol:). Und in dem Zustand sollte in die Röntgenabteilung der Zahnklinik, was ja nur mal eben ganz am anderen Ende des Krankenhauses ist. Wenigstens haben sie mir einen Zivi als Begleitschutz mitgegeben. Die Leute die mir entgegenkamen, haben so geguckt => :shock:

Schön, dass euch der Bericht gefällt!

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Hallo Timbor!

Sorry für das Mißverständnis,ich war 1998 in Münster und 2002 nochmal,jedesmal waren da Heißluftballons,die Münsteraner scheinen so was zu lieben.

Ich wohne ca. 2,5h von Münster entfernt,ist blöd jedesmal für die Nachuntersuchung so weit zu fahren.

Zum Thema Essen:Mir hat "Die 5 Minuten-Terrine" ganz gut geschmeckt,und zwar die Sorte Kartoffelbrei,okay,den kann man sich auch selber machen,aber die Terrine geht schneller.

Liebe Grüße

Ciao toni

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Na das hört sich ja nach richtig Spass an :shock: !

Ich bekomme in 1 Woche erstmal den Gaumenbügel nach GNE entfernt. Ich hab das Ding jetzt 11 Monate im Mund.

Dann nur noch Lücken schließen und dann ab in den OP!!

Wie bist Du denn mit dem Ergebnis zufrieden???

olli

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Hallo odjie,

zum Ergebnis kann ich noch nicht viel sagen wegen der Schwellung und dem ganzen Metall im Mund (das Bild fürs Bilderforum ist übrigends unterwegs).

Aber was mir sofort aufgefallen ist, ist, dass die Mitten der Zahnreihen in Ober- und Unterkiefer jetzt exakt übereinanderstehen. Vorher waren die etwa um 4mm verschoben. Naja, und auch die sonstige Bissposition sieht schon ganz gut aus, soweit man dass mit dem Splint im Mund erahnen kann. Ich kann es jedenfalls kaum abwarten, bis ich das Endergebnis sehe.

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Auf die Pics bin ich mal gespannt!

Von was für einem Splint wird denn immer gesprochen????

Ist der Mund verdrahtet???

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Hallo an alle,

meine Bimax-OP war am 22.1.04,habe in Etappen noch eine abschließende Metallentfernung vor mir.In Apotheken gibt es ganz tolle vollwertige Shakes, sogar mit Nuss-Nougat-Geschmack :D Die nehmen den Heißhunger(wir Frauen sind wohl alle "Schokoholiker")und man nimmt nicht ganz so viel ab.Der Gewichtsverlust macht einen ganz schön schlapp.Ich war insgesamt 14 Tage verschnürt,mit 1 Tag Magensonde gegen Flüssigkeitsverlust.Mir wurde meine komplette Eigenblut-Spende (1,5 Liter) zurück gegeben.Ganz schön blutig :shock:

LG Caro

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Mensch, Caro, da hast Du aber auch ganz schon viel durchgemacht. Ich bin froh, daß es bei mir so relativ glatt lief. Keine Blutkonserven. nach 1 h 20 fertig, nun schon fast ganz abgeschwollen.

Aber das mit dem Gewicht ist wirklich ein Problem. Ich habe zwar im KH erstmal nur 3 Kilo verloren, zuhause dann aber noch einiges mehr.

Ist halt einfach schwierig, wenn man nur Breiförmiges essen kann.

Danke für den Tipp mit den Shakes!!! Weißt Du, ob es die auch vegetarisch gibt?

Ein paar Kilos könnt ich nämlich noch gebrauchen.

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Das weiß ich nicht so genau,habe aber auch Vanille,Erdbeer,Banane als Vollwertige Flüssignahrung aus der Apotheke geholt.Sieht nach Diät-Pulver aus,hat aber richtig Power drin.Ich habe das Zeug mit dem Pürierstab schaumig geschlagen,das hat was von Mousse au Chocolate :wink: Mein Freund hat sich von der Apothekerin beraten lassen,da ich noch etwas genuschelt habe :cry: Die hat geguckt,als wäre ich eben aus dem Ufo gestiegen :lol: weil ich daneben stand.

LG

Caro

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Kann man sich (ab 1.10.05) auch auf Rezept verschreiben lassen. Gibts im trinkfertigen Tetra mit 300kcal auf 200ml.

Heisst " Bisosorb Energie"

Caro..., check mal deine PN!

olli HB

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Mir wurde meine komplette Eigenblut-Spende (1,5 Liter) zurück gegeben.Ganz schön blutig :shock:

Uarghs, wie meinst du "zurückgegeben"?

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Die haben den Blutverlust vorraus berechnet,aus Erfahrungswerten.Die Eigenblutspende war nur zur Sicherheit gedacht,ich habe sie dann aber doch gebraucht.Während der OP und im Aufwachraum bekommt man den Eigenblut-Tropf.Viel habe ich davon nicht mitbekommen,also kein Problem. 8)

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HI Caro,

werde im Dez. von Rüstemeyer operiert.

Wen hattest Du denn als KFO???

Hab heute den GNE Bügel raus bekommen. Herrlich!

Jetzt werden nur noch die vorderen nach hinten gezogen.

Olli Bremen

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Hi Olli,

die E-Mails an Dein Yahoo-Postfach kommen zurück???!!! :roll:

Mein KFO war Dr.Aktan in Bremen-Nord.Aber Frau Dr.Schlemme kenne ich auch.Sie hat die OP mit vorbereitet,in Absprache mit Dr.Aktan.

Dr.Grunert ist meistens auf Station 4 zu finden,ein großer,schlanker,dunkelhaariger mit Dreitage-Bart und schwäbischem Akzent.Motorradfahrer mit schwarzem Homor 8)

Ehrlich gesagt,weiß ich gar nicht genau was GNE bedeutet.Bei einer Progenie,wie ich sie hatte,hilft nur zersägen und Neumachen :wink:

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Hi Caro,

GNE= Gaumennahterweiterung

Den Bügel hatte ich jetzt 11 Monate drin und gstern kam er endlich wieder raus. Ein geiles Gefühl.

Jetzt werden meine Vorderzähne zurückgezogen (Bracket) bis es quasi reinregnet :shock: .

Muss man eigentlich diese Eigenbluspende unbedingt machen????

Bist Du denn zufrieden, wie alles bei Dir gelaufen is???

Kennst Du sonst noch jemanden mit Bimax OP???

olli

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