cora

Erfahrungsbericht aus Salzburg

Hallo,

nachdem mir die Erfahrungsberichte in diesem Forum sehr bei der Vorbereitung auf meine eigene OP geholfen haben möchte ich auch mein OP-Erlebnis hier kundtun.

Erstmal ich bin zwar nicht aus Salzburg, habe mich aber dennoch für das LKH entschieden, da es einen sehr guten Ruf geniest. Mein behandelnder Arzt war Prim. Krenkel.

Bis jetzt bin ich sehr zufrieden mit allem was dort für mich geleistet wurde.

Bei mir wurde das Unterkiefer um 6 mm vorverlagert und das Oberkiefer gespalten und gedreht.

Am 05.09 um 10 Uhr war Ankunft im Krankenhaus.

Erst mal die ganzen Aufnahmeformalitäten. Nach ca. 1,5 Stunden kam ich dann in ein Zimmer – in MEIN Zimmer. Ich hatte ein Einzelzimmer! Die Freude war sehr groß, meine Angst war nämlich immer, dass ich vor meiner OP jemand sehe, der gerade so was hinter sich hat – und ich daraufhin meine Sachen packe und heimfahre…

Also ich machte es mir einmal gemütlich begann Internet zu surfen und fern zu sehen. Am nächsten Tag um 7 Uhr sollte es losgehen. Im Laufe des Tages kam noch der Nakosearzt und ich konnte auch meine ganzen Sonderwünsche anbringen: Essen bitte vegetarisch und außerdem die Nadeln wenn’s geht nicht in die Beuge, das ist unangenehm. Die nette Ärztin hat mir am Handgelenk zwei Xe gemacht wo noch gestochen werden kann und mir Hauptbetäubungspflaster versprochen, damit ich den Stich nicht spüre – die sind übrigens super, kann ich nur empfehlen.

Am Abend erhalte ich schon die volle Ration: Thrombosespritze etc.

Um 21 Uhr Abends kommt Prim. Krenkel noch zu mir ins Zimmer. Ich habe mich gefreut, dass er so spät noch vorbeischaut. Dabei teilt er mir aber auch mit, dass die OP um einen Tag verschoben werden muss. Wow war ich erleichtert! Wenigstens noch nicht morgen. Eigentlich war es nicht ganz so praktisch, weil ich einen ganzen Tag im Krankenhaus war ohne zu wissen was tun. Mittags ging ich ein bissi in die Stadt, aber nachdem für Salzburg an diesem Tag gerade Hochwasserwarnung ausgerufen worden war, es aus Eimern regnete und ich keinen Schirm dabei hatte wurde diesem Vergnügen auch bald ein Ende gesetzt.

Das Schönste war aber: ich sah gegen Abend noch meinen Freund. Der kam erst heute an – eigentlich hätte er mich nach der OP besuchen sollen. So sah ich ihn schon jetzt und das tat gut!

07.09 – OP-Tag

Um 5.45 Uhr kommt die Schwester rein, gibt mir den Fiebermesser, die supersexy Thrombosestrümpfe und das tolle Shirt dazu und bittet mich, mich bereit zu machen. Ich schmeiße mich in die Dusche und frage mich die ganze Zeit ob das wirklich richtig sein kann: „jetzt bin ich noch eigentlich fast ganz gesund und in ein paar Stunden wird mir der halbe Kopf zersägt – und ich bin damit einverstanden“. Naja mit dieser „Motivationsarbeit“ vergeht die Zeit auch, ich zieh mich an und schlucke die lustige Tablette, in der Hoffnung, dass dann die Gedanken auch ein bissi lustiger werden. Irgendwie kam mir dieses Warten auf das „Taxi“ zum OP ewig vor und ich hatte auch das Gefühl, dass die Tablette gar nicht wirkt. Schließlich kamen mich die Schwestern abholen und brachten mich in die OP-Schleuse. Da ging der Spaß dann erst los, die da drin waren alle so freundlich, begrüßten mich, gaben mir die Hand, machten Scherze – so und das ist auch das letzte was ich weiß: lustige Menschen in grün

07.09 – Post OP

So gegen 13 Uhr dürfte ich im Aufwachzimmer die Augen geöffnet haben. Meine Erste Reaktion: noch niemand da – weiter schlafen. Seltsamerweise kommt mir immer vor, dass ich nach der OP auf englisch geredet habe und ständig nach einem Block und einem Stift fragte um mich verständigen zu können: ist ja ein guter Tipp aus dem Forum!!!

Als ich das zweite Mal die Augen öffnete kam gerade mein Freund mit meinen Eltern rein, ich sagte Hallo und merkte wie gut das geht. Und dann merkte ich erst, dass ich meinen Mund sicher zwei Finger weit aufbrachten (wirklich mehr ging vorher auch nicht) und dass reden damit ganz gut ging. Nur zu brachte ich den Mund nicht – und das ab dem Zeitpunkt nicht nur im physischen Sinne. Ich redete den ganzen Nachmittag – noch ganz vollgedröhnt von der Narkose. Meine Schwester erzählte mir ich hab das Krankenhaus gelobt wie ein 5-Sterne-Hotel (ich war aber auch so glücklich, dass die alle so nett zu mir waren). Außerdem hatte ich keinen Katheder. Warum weiß ich nicht, aber es war toll!!!

Nur irgendwann ließen die Schmerzmittel nach und ich hatte das Gefühl mir explodieren die Kiefergelenke, da erhielt ich dann aber sofort Nachschub und dann gings auch wieder ganz gut. Außerdem hatte ich eine Hilotherm Kühlmaske zur Verfügung und die hilft nicht nur sehr gegen die Schwellung, sondern lindert auch etwas die Schmerzen.

Erste Nacht – Post-OP

Naja, wie zu erwarten: nicht sehr berauschend. Ich habe mich schon im Vorfeld auf eine eher schlaflose Nacht eingestellt. Ich habe diesen Tag ja schon 6 Stunden am Vormittag geschlafen (in Narkose) und dann auch noch wenn ich gerade niemand im Zimmer hatte, den ich belabbern konnte. Die Schmerzen waren erträglich, außerdem erhielt ich auf Anforderung Schmerzmittel. Die Nacht verbrachte ich mit „auf die Uhr starren“. Zweimal wurde ich mit dem Rollstuhl ins Bad gekarrt, wobei ich dabei immer starkes Bluten von Nase und Mund kriegte. Also schaute ich, dass ich im Bett blieb und die Zeit verstreichen ließ. So gegen 5 Uhr früh war ich dann endlich auch richtig schlafbereit und döste durch bis 09 Uhr. Dann wurde ich aus der Wach-Station entlassen und es ging ab aufs Zimmer. (Übrigens: die ganzen Kabeln auf der Station: gar nicht störend)

Zweiter Tag – Post-OP

Tja schön langsam rächte sich meine Gesprächsbereitschaft vom OP-Tag. Ich bekam etwas mehr Schmerzen und war unheimlich müde. Ich habe fast den ganzen Tag geschlafen, bis auf die Zeit wo mein Freund und meine Familie da war. Die Nacht war wieder eher schlaflos. Vermutlich lag das auch daran, dass ich die ganze Nacht mit der Kühlmaske gekühlt habe.

Dritter Tag – Post-OP

Am Vormittag bekam ich die Drainageschläuche raus. Befestigt waren die im Mundinnenraum. Das war dann alles doch auch sehr unangenehm, aber es dauerte dafür nur kurz. Endlich eine Dusche! Danach war ich noch müder als am Vortag. Mittlerweile schlief ich sogar wenn ich Besuch hatte – was mir sehr leid tat, sich aber leider nicht vermeiden ließ, ich konnte nicht wach bleiben. Gegen Abend versagte dann auch noch der Zugang. Da ich keinen neuen haben wollte verbrachte ich die erste Nacht ohne zusätzliche Schmerzmittel – wobei mir die Kühlmaske da ausgezeichnete Dienste leistete.

Vierter Tag – Post-OP

Der Zugang ist raus! Ich fühlte mich wie neu geboren. Keine Schläuche, keinen Zugang, da sieht die Welt schon wieder ganz anders aus. Am Nachmittag kam mein Freund und wir sind sogar schon ein paar Schritte am Krankenhausgelände spaziert. Obwohl ich mein Einzelzimmer verlor und nun zu zweit in einem Zimmer lag schlief ich in dieser Nacht zum ersten Mal wieder durch und war dann am Morgen wirklich gut erholt. Meine neue Zimmerkollegin war ausgesprochen nett – sie hatte sich die Weisheitszähne entfernen lassen und nachdem das bei ihr erst an diesem Tag passiert war waren wir ungefähr am selben Schmerzlevel – geteiltes Leid ist halbes Leid!

Fünfter Tag – Post-OP

Ich habe beschlossen ich gehe heim! Alles was ich jetzt im Krankenhaus tue, kann ich zu Hause auch tun: Tabletten nehmen, Essen und Schlafen.

Als die Visite kam erklärte ich ihr das, aber die meinten nur, dass der Prim. Krenkel das zu entscheiden hätte. Also wartete ich. Es war auf der Station ein sehr stressiger Tag und es dauerte eine ganze Weile bis ich dann die Sicherheit erhielt, dass ich heim kann. Jedenfalls wurde ich gegen Abend entlassen und verbrachte zu Hause die erste Nacht komplett ohne Schmerzmittel und mit einem 12-Stunden-Schlaf am Stück!

Seither:

Es geht mir jeden Tag besser! Die Flüssignahrung find ich bis jetzt toll, es gibt soviel leckere Sachen, die ich essen kann. Ich bekomme jeden Tag eine andere Suppe und verschiedene Variationen von Dessertcremen. Ich muss nur darauf achten, dass ich nicht zu viel Gewicht verliere: die Schwestern im Krankenhaus haben mir das noch mal bestätigt: wenn der Körper zusätzlich abnimmt, dass nimmt ihm viel zu viel Energie die er eigentlich für die Heilung bräuchte.

Ich schlafe viel und gehe einmal am Tag ins Freie. Die Schwellung geht bereits zurück, dank Arnica Globoli, Schüsslersalzen, Bachblüten und Topfenwickeln war sie auch nie wirklich so stark.

Etwas zu schaffen machen mir die Nebenhöhlen, die waren ziemlich entzündet. Aber auch das bessert sich stetig. Gestern wurden mir die Fäden rausgezogen.

Jetzt habe ich nur noch einen Splint entlang des Oberkiefers, den hab ich seit der OP und der bleibt insgesamt 5 Wochen drinnen, dann kommt sie raus – ich hoffe das tut nicht allzu weh.

Zubeißen kann ich noch nicht gut (bin noch zu geschwollen), aber ich sollte das auch nicht hat mein Arzt gesagt. Laut Röntgen passt der Biß soweit, am Montag geht’s dann ab zum KFO und dann weiß ich vermutlich mehr.

Was mein Aussehen betrifft: meine Nase wurde kleiner, mein Kinn kaum merklich nach vor versetzt (optisch täte etwas mehr besser – dafür hab ich so mehr Wiedererkennungswert). Momentan gefalle ich mir noch nicht ganz so gut, aber das verändert sich innerhalb des kommenden Jahres ja alles noch – ich wart mal ab was kommt.

Und das allerbeste: ich kann durch die Nase atmen, ich kann durch die Nase atmen und kriege Luft und zwar ständig, das ist toll!!!

Ich wünsche jedem der so etwas machen muss eine so angenehme Erfahrung wie ich sie machte und kann nur sagen: für mich war die Zeit vorher um einiges schlimmer als die OP an sich. Die Ängste und Unsicherheiten im Vorfeld waren zermürbend und im Endeffekt war alles gut.

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Hallo cora!

Super - du hast es überstanden - Glückwunsch.

Dein Erfahrungsbericht ist wirklich gut gelungen und klingt sehr positiv - gut für uns alle, die die OP noch vor sich haben.

Wünsch dir eine schnelle Heilung.

--- Was ich noch nicht in dem Zusammenhang gehört habe --- Topfenwickel --- aber gute Idee!!!

lg

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Herzlichen Dank für Deine Besserungswünsche und was die Topfenwickel betrifft: von allem was ich bis jetzt probiert hab das effektivste für sofort sichtbare Ergebnisse. Bei meinem ersten war ich fast schockiert wieviel Schwellung da innerhalb dieser 0,5 Stunde Topfenwickel weg war - und das um 20 Uhr abends, also die kann ich auf jeden Fall empfehlen. Mit dieser Methode hab ich vor Ende nächster Woche schon wieder "richtig" unter Menschen zu gehen :689: :689: :689:

ich wünsche dir das allerbeste für deine op

alles liebe

cora

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Ich hab mich nur gewundert, dass offensichtlich vor dir noch keiner auf die Geschichte mit dem Topfen gekommen ist - wunderbare Idee - werd ich dann irgendwann auch mal machen!

lg

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Hi Feigling,

Guck mal hier : da hat Kathibaby sogar gleich die Schönheitspackung mit eingebaut:115:

@Cora: schöner Bericht! Scheinst das ja alles super weggesteckt zu haben! gut BEsserung weiterhin!

Lieben Gruß,

Eve

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danke eve, ja es war alles ganz okay - wie gesagt die zeit davor ist schlimmer und jetzt geht es langsam, aber stetig bergauf

alles liebe

cora

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hallo cora :lol:

dein erfahrungsbericht klingt auch super

ich wurde auch vor 2,5 jahren in salzburg operiert und bin auch total glücklich über mein op-ergebnis :109:

dir wünsch ich noch einen guten heilungserfolg und halte uns am laufenden

Lg.

Jenny

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Hallo Cora,

auch von mir herzlichen Glückwunsch zur überstandenen OP.

Deinen Erfahrungsbericht finde ich super.

Weiterhin gute Besserung.

LG Schnattchen:-)

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Herzlichen Dank für die lieben Wünsche!

Gestern habe ich bemerkt, dass ich im OK noch einiges an Zeug drin hab (Schläuche oder so) und einen großen Schrecken bekommen. Ich hoffe das rausgeben tut nicht ganz so weh, am Dienstag nächster Woche weiß ich dann mehr, dann kommt das alles (bis auf den Splint) raus.

Mein KFO heute war jedenfalls begeistert von dem Ergebnis - übrigens möchte ich hier auch lobend seinen Namen erwähnen: Dr. Mayer aus Salzburg (kann ich nur empfehlen)

Auf meine Frage wie lange das ganze noch dauern wird meinte nur: "nicht mehr lange" (was ja ganz gut klingt). Ich rechne sicherheitshalber mit Mitte nächsten Jahres. Alles weitere wird sich weisen.

liebe Grüße

Cora

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Oh, eine Leidensgenossin aus Salzburg. Willkommen im Club ;)

Ich bin auch nicht aus Salzburg, aber habe mich ebenfalls dort operieren lassen. Mein Arzt war/ist Oberarzt Dr. Brandtner. Ich hatte einen offenen Biss und meine OP nannte sich "Osteotomie mit medialer Teilung". Ich weiß zwar nicht genau was das bedeutet aber es interessierte mich auch nie. Das einzige was mich interessiert hat war "Repariert mal mein Kiefer und gut ist" ;).... Jedenfalls so ungefähr. Was sie wirklich machen, hat mich eigentlich nie sonderlich interessiert. Ich wollte einfach nur dass es besser wird. Die werden schon wissen was sie tun. Jedenfalls bin ich heute froh dass ich das damals (die OP war am 20.03.2007) gemacht hab. Endlich kann ich Spaghetti abbeißen, endlich kann ich eine Pizza beißen ohne dass sie durch die Zähne rutscht ;) usw usf.

Mittlerweile bin ich auch fast fertig. Hab am 12. Oktober noch Schlussdokumentation und dann isses vorbei.

Wegen dieser Schiene im Mund:

Die hatte ich selbstverständlich auch und das Entfernen davon dauert 5 Minuten (Und dafür saß ich eine Stunde im Warteraum ^^). Allerdings ist das echt komisch. Die ziehen diese kleinen Drähte ja direkt durchs Zahnfleisch, aber weh tut's nicht wirklich. Man blutet aber vielleicht ein bisschen, aber das hört sofort auf. Jedenfalls wird man seinen Gaumen nicht wiedererkennen. Ich hatte immer das Gefühl da wären lauter kleine Mulden und Wölbungen am Gaumen. Ja, vielleicht war's so, KA, konnte das ja nicht sehen. Aber ich denk das war die größte Befreiung von allen. Endlich wieder normal reden und essen, auch wenn das Gefühl noch ein paar Tage recht seltsam war.

Wenn du Fragen hast, nur zu ^^

Gruß

Andi

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Hallo Andi,

danke für die Info mit der Schiene - jetzt gehts mir besser - ich hatte nämlich schon wirklich Angst davor. Die Ärzte habe mir das zwar auch schon versichert, aber es ist immer besser das ganze aus erster (Erfahrungs)hand zu hören. Lustig ist dein Empfinden mit dem Gaumen, vor dem wurde ich nämlich auch schon gewarnt - ich bin mal gespannt.

Hattest Du eigentlich Vorgespräche über Dein späteres Aussehen, ob z.B. dein Kinn noch zusätzlich nach vorne geholt werden soll oder so?

Und natürlich wichtig: lässt Du Dir die Schrauben herausnehmen?

Fragen über Fragen....

Herzlichen Dank für Deine Infos

liebe Grüße

Cora

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Cora,

Nein, Vorgespräche hatte ich ehrlichgesagt nicht. Mir haben die das damals auch gar nicht angeboten. Aber ich find's gut so wie's geworden ist.

Also ich hab hauptsächlich diese auflösenden Schrauben drin und 2x mal Titan in der Nähe vom Ohr. Aber nein, die lass ich nicht rausnehmen. Es sei denn sie machen irgendwann mal Probleme. Aber solange ich keine habe sind mir die eigentlich egal. Ich spür sie ja nicht und stören tun sie genauso wenig. Außerdem ist es cool, am Flughafen eine Sonderstellung zu haben (denk ich mal zumindest, bisher bin ich jedoch noch nicht geflogen) :mrgreen:

Gruß,

ANDI

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Ich wollte auch auflösende Schrauben, leider sind die - nach Auskunft meines Chirurgen - während der Operation gebrochen und dann musste er mir Titanschrauben reintun. Jetzt hab ich die überall und bin schon sehr unglücklich darüber. Außerdem meinte mein Chirurg er ist mit meinem Kinn nicht zufrieden und ich sollte mir überlegen ob ich im nachhinein da noch etwas daran ändern will. Jetzt bin ich total verunsichert und ziemlich traurig. Je besser es mir geht desto mehr merke ich wieviel eigentlich da anders geplant gewesen wäre. Ja klar bin ich froh, dass ich alles gut überstanden habe, aber ein bitterer Nachgeschmack bleibt. Noch dazu weil ich nicht zusatzversichert bin und obwohl ich die Zuckerschrauben nicht bekommen habe muss ich einen Teil des Primarhonorars zahlen, denn "man zahlt den Chirurg nicht die Schrauben"...

Warum hast Du eigentlich Zuckerschrauben bekommen obwohl Dich Brandtner operiert hat - die gibts doch nur wenn Krenkel operiert?

liebe Grüße

Cora

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Das ist ja wirklich doof. Wenn der Chirurg schon sagt dass es ihm nicht gefällt, wow... das ist echt ne Demütigung. Dr. Brandtner ist mit seiner Arbeit an mir eigentlich sehr zufrieden. Genau wie ich eben,

Ich wollte auch ausschließlich auflösende Schrauben, aber bei mir war's ähnlich wie bei dir. Ich hab ihm halt vorher schon gesagt, dass er das tun soll, was er für besser hält, aber ich auflösende Schrauben dennoch vorziehe. So kam es halt dass ich jetzt dennoch Titan drin hab. Aber wie gesagt, mir völlig wurst ^^

Eine Nach-OP ist ziemlich ätzend. Ich bin wirklich sehr froh dass ich davon verschont wurde. Jedenfalls drücke ich dir die Daumen falls es bei dir soweit kommen würde.

Warum hast Du eigentlich Zuckerschrauben bekommen obwohl Dich Brandtner operiert hat - die gibts doch nur wenn Krenkel operiert?

Wie kommst du da drauf? Also ich hab da nix mitbekommen.

Was anderes: Hat man dir auch ein eventuell bleibendes Taubheitsgefühl am Kinn vorhergesagt? Also mir schon, aber ich spür davon nix. Juhuuu ^^ Jedoch waren meine ganzen Backen nach der OP taub, selbst eine Woche später noch, sodass ich es mit der Angst zu tun bekam, obwohl mir der Doc gesagt hat, dass das vergeht. Das ist es dann zu meinem Glück auch.

Außerdem war ich nach der OP fast komplett taub. Auf dem linken hörte ich gar nix mehr, auf dem rechten sehr schwach. Das war so ätzend. Ich musste nach jedem gehörten Satz "Wie bitte?" sagen. Und Sorgen hab ich mir auch gemacht. Ich war sogar drüben in der HNO-Abteilung, die haben mich durchgecheckt (Hörtest etc.), die haben jedoch ziemlich ratlos gewirkt. Ich hab mich nur mit dem Gedanken beruhigt, dass sicher nur alles zugeschwollen ist und irgendwie aufs Trommelfell drückt. Als dann am 4. Tag nach der OP mal so eine große murmelartige Tablette geschluckt habe, ging ein Ohr auf (wenn auch nur für 10 Minuten), aber das war die pure Erlösung. Da wusste ich dann, dass ich nicht taub war. Nach einer Woche klappte das dann auch beim Gähnen bis die Ohren irgendwann mal für immer aufblieben ;).

Aber nun gut, genug von meiner Seite, will dich ja nicht langweilen.

Machs Gut

Andi

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wow, das ist ja spannend! bei mir ist es nämlich auch so, dass ich auf der unterlippe zwar das 100 %ige gefühl habe, aber dafür auf der oberlippe nicht - ich hab angst, dass das so bleibt.

dazu hab ich auch auf der nase kein gefühl (was beim nasewischen eher komisch ist :-) )

Bei mir war es so, dass mir gesagt wurde wenn ich Zuckerschrauben möchte muss mich Dr. Krenkel operieren und dadurch musste ich auch min. einen Tag auf einem Klasse-Zimmer liegen und ich sollte ca. € 4.000,-- für die Operation vom Primar aufzahlen. obwohl das für mich ein immenser finanzieller aufwand ist habe ich mich dafür entschieden, denn ein schönes Gesicht ohne Titanschrauben ist schließlich eine investition fürs leben - dachte ich, jetzt soll ich nämlich die hälfte von dem ganzen zahlen aber zuckerschrauben habe ich keine und wie gesagt mit meinem kinn ist nichtmal der arzt selbst zufrieden.

musstest du extrakosten übernehmen?

danke für deine vielen infos

alles liebe

cora

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Naja, ich habe eine Zusatzversicherung, die haben eigentlich schon den Großteil übernommen (ein Glück dass wir so eine abgeschlossen haben). Bisschen was blieb aber auch an mir hängen, aber ich hab sehr liebe Eltern die das für mich übernommen haben. Deswegen weiß ich jetzt auch nicht (mehr genau) wieviel das war. Jedenfalls nicht sooo viel.

Also ich war auch an der Nase taub, an allem über der Oberlippe halt. Aber das ist jetzt natürlich alles weg. Heute fühle ich mich so als hätte ich nie eine OP gehabt. Körperlich mein ich...

Die letzten Tage hatte ich jetzt dauernd Schmerzen irgendwo am Kopfbereich, ich wusste aber nicht ob mir jetzt das Kiefer war oder der Kopf der mir weh tat. Das machte mir ein paar Sorgen, aber seit heute geht's mir da wieder besser. Nach der OP wusste ich auch nie genau was mir eigentlich weh tat. Für mich haben sich die ganzen Schmerzen (die natürlich jetzt dank den Tabletten nie so tragisch waren) eigentlich immer wie Kopfschmerzen angefühlt. ;)

Viele liebe Grüße aus Deutschland (wo kommst du eigentlich her?)

Gruß

Andi

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Herzlichen Dank für Deine Infos - die helfen sehr!

Ich hoffe und warte, dass mein Gefühl in der Oberlippe wieder kommt. Die Zähne oben tun mir schon wieder weh - also die Nerven kehren langsam zurück...

Ich bin ja mal gespannt wann sich mein Gesicht wieder normal anfühlt.

Ich hoffe, dass die Kopfschmerzen keine Folge der Titanschrauben sind aber wenn schon: die haben die bei Dir sicher auch so gesetzt, dass sie unter Lokalnarkose entfernt werden können (machen sie nämlich bei den auflösbaren so). Ich glaub wenn Du die weghaben möchtest ist das nur mehr - verglichen mit all dem anderen - ein kleiner Aufwand.

Ich komme aus der Steiermark, nachdem ich von der Kiefer in Salzburg gehört habe wollte ich mich aber unbedingt dort operieren lassen und nicht hier.

liebe Grüße

Cora

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Ich habe heute den Splint im OK rausgekriegt - war auch Zeit ich hatte schon das Gefühl das Ding wächst mir an wenns noch länger drin bleibt.

Das beste daran: es hat kein bissi weh getan (du hattest Recht Andi :-D )

Danach war ich gleich beim KFO, der hat alle kaputten Drähte im Mund repariert und jetzt ist alles wieder wie immer - wie vorher - bis auf den Biß, der sich sooo gut anfühlt, weil das irgendwie stimmt wenn ich UK und OK aufeinanderlege - obwohl ich ja noch nicht beißen darf...

alles Liebe

Cora

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Hallo Cora,

ich weiß dein Bericht ist schon ein bisschen älter..aber er ist super!! wurde vor drei Wochen auch in Salzburg operiert und ich kann alles so gut nachvollziehen..das duschen vor der OP und das Nachdenken, dass ich mir jetzt gleich den Kiefer brechen lasse und ich weiß nicht ob das an der Tablette lag, aber kurz vor der OP, in der Schleuse, da waren alle sooooooo nett! da hatte ich überhaupt keine angst mehr...so jetzt muss ich nur noch heilen...dann passt´s! Ich hoffe, bei dir hat auch alles super geklappt!Ganz liebe Grüße

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