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Jassi`70

UK-Vorverlagerung Uniklinik Göttingen

zuerst mal die Grundinfos:

Was wurde gemacht :

Der Unterkiefer wurde 9mm vorverlagert und 3mm nach rechts geschwenkt.

OP-Dauer :

3 Stunden 25 Minuten

es gestaltete sich etwas schwierig, da meine Nerven ungünstiger Weise im Bruchbereich lagen, mußten sie vorher aus dem Knochen geschält werden.

Laut Ärzten ist alles gut gelungen und nix verletzt worden , was ich auch glaube, da ich schon wieder ziemlich viel Gefühl in Unterlippe und Kinn habe.

Chirurg :

Es operierten Frau Carolin Krebs und der Oberarzt Dr. Materna

So, dann werde ich mal chronologisch berichten :

Tag der Aufnahme :

Morgens um 7.00 Uhr machte ich mich mit meiner Freundin auf den Weg nach Göttingen. Wir kamen pünktlich an und um 9.00 Uhr checkte ich in meinem Zimmer ein . Kaum die Sachen ausgepackt, sollte ich auch schon in die KFO. Dort wurden die Splinte anprobiert ( es gibt zwei, den der zur Operation gebraucht wird und den, den ich jetzt auch trage. Mit dem bin ich aber auch nach der Operation schon aufgewacht ).

Alles passte Bestens und ich bekam die OP-Haken verpasst. Wir mußten noch auf den Oberarzt warten, der alles nochmal begutachten sollte.

Zurück auf dem Zimmer, schauten mich gleich ein paar junge Ärzte an und ich mußte gegenüber in ein Behandlungszimmer, wo nochmal meine Situation im Mund begutachtet wurde.

Wiederum zurück auf dem Zimmer stand das Mittagessen bereit, ich konnte aber noch nicht essen, da ich umgehend beim Röntgen erwartet wurde. Also losstiefeln, es wurden zwar schon Röntgenaufnahmen gemacht, aber es fehlte noch eine, da mußte man mit Stirn und Nase an so eine Platte und den Mund ganz weit aufmachen.

Als das Bildchen fertig war, ging ich wieder zurück.

Gerade wollte ich endlich den ersten Löffel mit meinem Essen in den Mund schieben , kam wieder jemand und sagte ich müßt sofort gehen, ich werde zum MRT erwartet.

Also wieder los... nun wurde ich in die Röhre geschoben wo ich ganz still liegen mußte, das Ganze wiederholte sich ein paar mal ( also einmal mit geschlossenen Mund, einmal mit Splint und einmal mit geöffneten Mund, wofür mir eine Silikonkugel in den Mund gesteckt wurde, damit ich nicht wackel.)

Danach konnte ich endlich essen. Aber es ging auch schon weiter:

Dr. Materna kam und erklärte mir nochmal die OP und ich mußte die Einwilligung unterschreiben. Als er weg war, hatte ich endlich Zeit, den Narkosebogen zu lesen und auszufüllen und noch zwei andere Fragebögen, die ich ausfüllen mußte ( weil ich an einer Studie teilnehme ).

Als letztes kam der Narkosearzt. Ein sehr netter älterer Mann, aber der war wirklich toll.Sowieso muß ich hier mal erwähnen, egal in welcher Abteilung ich war, KFO, Röntgen, MRT oder auf Station, es waren alle sehr, sehr nett, was wirklich maßgeblich auch dazu führte, das man sich wohl fühlte ( so wohl wie man sich in einem Krankenhaus halt fühlen kann ).

Beim Narkosegespräch fragte ich extra nochmal nach Übelkeit und Erbrechen, da ich ja noch nie operiert wurde, wußte ich ja auch nicht wie ich eine Narkose vertrage.Da erklärte er mir, es gibt so drei Risikofaktoren für Erbrechen: 1. Man ist ne Frau ( Was ich ja bin ) 2. man ist Nichtraucher ( jo, bin ich auch ) und er fragte nach Reisekrankheit, also ob mir beim Auto fahren schlecht wird ( ja, auch das kommt vor ). Da hat er das auf dem bogen notiert und meinte, die geben dann was dagegen bei der Narkose. Ich war erleichtet

( und um dem schon mal vor zugreifen, ich hab die Narkose super vertragen. Mir war nicht schlecht gar nix, bin aufgewacht, wie nach einem normalen Schlaf, das wars. Also ich glaube, das lohnt sich , vorher mit dem Narkosearzt darüber zu sprechen )er meinte noch, ich soll mir schonmal was schönes überlegen , wovon ich träumen möchte, ihm hätten viele Patienten erzählt das man dann träumt.

Mittlerweile war es schon halb 5 und meine Freundin verließ mich Richtung Heimat.um 17.00 uhr gab es Abendessen und ich bekam Besuch von Annele hier aus dem Forum, die zur Zeit gerade in Göttingen war.

Irgendwann habe ich mich Bett fertig gemacht und mich darauf gefreut Bundesliga-Fußball zu gucken (war der Dienstagspieltag Wolfsburg-Bremen), da ich entdeckt hatte, das das Krankenhaus 4 Premiere Sender und Premiere Sport 1 +2 aufgelistet hatte.

Aber da hatte ich mich zu früh gefreut, es war kein Premieresender dabei, der Bundesliga zeigt, was für ein Mist. Hab ich das ganze übers Radio verfolgt.

Als letztes die Schlafpille genommen und dann hab ich auch ganz gut geschlafen.

Fazit des Tages : Es war soviel los, das ich überhaupt keine Zeit hatte aufgeregt zu werden. Überhaupt war ich ziemlich ruhig, was ich wirklich darauf zurückführe, das ich durch das Forum so gut auf alles vorbereitet war und durch die lange Zeit des Wartens, jetzt wirklich bereit war für die OP !

Tag der OP :

6.15 Uhr wurde ich geweckt. Es folgte das Übliche , nochmal geduscht Thrombosestrümpfe, sexy Netzschlüpfer und Flügelhemdchen angezogen und viertel nach 7 sollte es losgehen. Leider war der OP noch nicht freigegeben, also mußte ich noch warten, aber nicht mal das machte mir was aus. Dann kam die Schwester ( ich glaub so gegen halb 9 ) und meinte, ich solle jetzt die LMAA-Pille nehmen, es geht los ! Gesagt, getan und schon wurde mein Bett losgeschoben.Bei mir wirkte die Pille gar nicht, ich hab alles mitbekommen, war aber ruhig und nicht ängstlich oder so, vielleicht war ja auch das die Wirkung der Pille. Nachdem wir im Fahrstuhl nach unten gefahren sind ,mußte ich in so einem Durgangsraum auf die OP-liege rüber und bekam noch ein Häubchen. Welches mir mein Pfleger mit den Worten :" nein , so kann ich sie nicht in den OP lassen, ich muß sie erstmal richtig hübsch machen " zurechtzupfte. Ich mußte lachen. Dann ging es in einen kleinen Vorraum des OP`S, wo dann die OP-Schwester mich verkabelte und die Kanüle legte ( war nicht schlimm, nix von gemerkt)Ich lugte auch nochmal rüber in den OP, denn meine Freundin, meinte noch zu mir, das sie sich fragt, wie es im OP aussieht, ob es so ist wie in den Filmen! Es war alles aus Edelstahl, was ich so sah und grüne Tücher. Dann kam der Narkosearzt mit der Maske und meint, so, dann wollen wir mal langsam anfangen und schon war ich weg.

Ich erwachte aus einem Traum, an den ich mich aber nicht erinnern kann, weil mich ein schwarzer Umriß ansprach und fragte ob ich Schmerzen hätte, was ich bejahte. Das nächste was ich weiß, das der Umriß, der jetzt schon schemenhaft als Frau zu erkennen war mich wieder fragte ob ich Schmerzen hab, was ich wieder bejahte. Dann war ich richtig wach, ich konnte auf eine große Uhr schauen 15.oo Uhr . Die Schmerzen waren weg und ich lag am Tropf, aber sonst nix weiter. Ich konnte auf so eine art Tresen schauen, wo ein Mann hinter saß, das war wohl die Schaltzentrale da, dort hing auch die Uhr. Ständig lief dort eine kleine Schwester lang ( nicht die, die mich betreute )und war unaufhörlich am schimpfen über ihren Job. Warum denn auf ihrer Seite 4 Patienten liegen und auf der anderen nur 2 sind, sie hätte so einen Stress ect. das ganze gipfelte in dem Höhepunkt, als bei einem ihrer Patienten der Urinbeutel platze. Sie rief immer :Was für eine Sauerei, was für eine Schweinerei und so weiter.

Ich fand das ganz furchtbar und dachte die ganze Zeit :" He, hier liegen Patienten und keine Leichen, ich bekomme alles mit !" Ich hab ständig auf die Uhr geguckt und gedacht :Bitte, bitte bringt mich nach oben auf mein Zimmer da wartet mein Freund, ich will zu ihm ( In Göttingen dürfen keine Angehörige in den Aufwachraum )Ich hatte keine Schmerzen mehr und war hellwach.Der Narkosearzt vom Narkosegespräch lief vorbei, entdeckte mich, kam an mein Bett und fragte :" Und, haben Sie was geträumt?" Ich nickt und er wünschte mir noch alles Gute. Dann wurde die Patientin aus meinem Nebenzimmer ( Bimax-OP) gebracht und sie wurde neben mich gestellt, abgetrennt von einem Vorhang. Ihr ging es definitiv schlechter als mir, sie weinte und mußte andauernd abgesaugt werden.

Um 16.00 wurde mein flehen erhört und die Schwester kam und fragte nochmal, wie es mit Schmerzen aussieht, was ich verneinte, sie erzählte mir noch, das ich anfangs meine Schmerzen auf einer Schmerzskala von 0-10 auf 6 beziffert habe, woran ich mich aber überhaupt nicht erinnern kann.

Mein Bett wurde losgeschoben.

Der Fahrstuhl kam und drinnen standen ein Arzt und ein älteres Ehepaar, damit das Bett rein konnte, mußten alle den Fahrstuhl verlassen. Als ich drin war, kam der Arzt wieder rein und dem Pärchen wurde gesagt, das sie ruhig mitfahren dürfen, was sie nicht wollten.

Da hab ich den Arzt angeschaut und gefragt, ob ich den so schrecklich aussehen würde, weil die Beiden nicht mitfahren wollten. der lachte, schüttelte den Kopf und meinte , ich sehe fantastisch aus, daran läge es nicht.

Endlich im Zimmer , 2min später kam mein Freund rein, der kurz in der Cafeteria war. Mir ging es gut, ich war glücklich, ich hatte es hinter mir. Hab ihm alles erzählt und gesagt, er muß Fotos fürs Forum machen und wir haben schon gestaunt über die Schwellung ( die wie sich später herausstellte , ein Witz war , zu dem, was mich noch erwartete.)Irgendwann ging ich mit der Schwester zur Toilette, was super gut ging und ich danach nie wieder Hilfe benötigte. Zum Abend bekam ich auch Tee zu trinken. Alles in allem ging es mir ziemlich blendend nach der OP, aber je später es wurde umso mehr merkte ich, das ich schwelle und dann kam die Nacht !

1.Tag Post OP

Die Nacht war die Hölle, ich habe nicht geschlafen, sondern nur auf die Uhr geguckt . Ich hatte Schmerzen, aber nicht im Gesicht, sondern tierische Rückenschmerzen. Ich muß dazu sagen, wir haben zu Hause ein Wasserbett und ich habe schon im Urlaub Probleme , wenn ich in einem normalen Bett schlafen muß, aber da kann man sich ja noch hin und her drehen und auf dem Bauch schlafen und so.Kurzum es war eine Qual und dann hatte ich einen enormen Druck im Gesicht von der Schwellung. Gut, aber auch so eine Nacht geht vorbei. Irgendwann morgens bin ich auf Toilette und dabei fällt der Blick in den Spiegel zwangläufig, man kann ihm nicht entgehen. smilie_sh_005.gif

ein Monster starrte mich an ! Wie ich aussah, das war nicht mehr ich !Ich war so geschwollen, das sich in meinem Gesicht nix mehr bewegte, ich hatte also gar keine Mimik mehr.

Tagsüber war es besser auszuhalten, man verbrachte den Tag mit kühlen, Wasser und Tee trinken Sehr gewöhnungsbedürftig der Speiseplan, zum Frühstück Brühe aus der Schnabeltasse ! Ich bin morgens eher der süße Typ, aber naja, man gewöhnt sich an alles. Übrigens trinken ging gut, da meine Unterlippe sich zwar taub anfühlt, wenn man aber gegen kommt kribbelt es, oder man spürt halt die Berührung. Von daher hab ich damit keine Probleme.

Dann war Visite und später kam nochmal dr. Materna und erklärte nochmal, daß es zwar schwierig war, wegen der Nerven, aber alles super geklappt hat.ich mußte noch ins Behandlungszimmer, wo die Wunden gespült wurden Mittags gabs Brühe aus der Schnabeltasse und irgendwann kam mein Freund .Meine Wangen glühten , es drückte alles , besonders auch zum Ohr hin und ich hatte Kopfschmerzen. War aber ohne Schmerzmittel zu ertragen. Abends gabs, ihr wisst es sicher schon , Brühe, aus der Schnabeltasse. Mehr gibts von dem Tag nicht zu berichten, ich war eigentlich damit zufrieden im Zimmer rumzustarren , keine Lust zu Lesen oder was im Fernsehen anzuschauen. Hab bisschen von meinem Hörbuch gehört. Also für die ersten Tage kann ich so ein Hörbuch nur empfehlen. Da ich den Tag über immer noch mit meinem Rücken zu kämpfen hatte lag ich nicht viel in meinem Bett, sondern saß viel auf dem Stuhl oder bin ruhelos hin und her gewandert. Was den Schwestern imponierte und ganz viele zu mir sagten, ich würde das alles so toll machen.

Langsam bereitete ich mich schon seelisch auf die Nacht vor...

2.Tag Post OP :

Die Nacht war wieder genauso schrecklich, immer wieder nur der Blick auf die Uhr, kurz eingeschlafen, aufgewacht, was nur 20 Minuten vergangen ? So gegen 4 Uhr morgens bin ich aufgewacht und konnte kaum noch schlucken, die ganze Schwellung ist noch etwas nach unten gerutscht und drückte mir den Hals zu .

Das alles machte mir ein bisschen Angst, da bin ich aufgestanden und zur Nachtschwester. Sie hat mich beruhigt und mir Kühlpads gegeben.

Tagsüber das Gleiche wie den Tag vorher, mein Gesicht war eine starre Maske, ich sah aus wie der Elefantenmensch, jeder Blick in den Spiegel war eine Herausforderung ! Zum Essen gab es diesen Tag jeweils immer eine Schnabeltasse mit Brühe und eine Schnabeltasse mit Fruchtsuppe (Kaltschale). Tagsüber konnte man es aushalten, ich hatte ein ziemliches Druckgefühl durch die Schwellung, Schmerzen an den Ohren, so ein Gefühl , als ob ich Muskelkater in dem Muskel des Kiefers habe und Kopfschmerzen.

Ich hab mir immer gesagt, das hälst du durch, ab morgen wird alles besser. Hatte hier im Forum öfters schon gelesen, das es nach zwei Tagen besser wird und der Dieter hatte es ja auch nochmal geschrieben.

Zur Nacht hab ich mir diesmal was gegen die Schmerzen geben lassen.

3. Tag Pos OP

Siehe da, die Nacht lief besser ! Ich bin eingeschlafen , aufgewacht, 3.00 Uhr ! Ich war richtig euphorisch, das ich so viele Stunden am Stück geschlafen hab.Dann hab ich wachgelegen so bis halb 5 und dann nochmal geschlafen, bis 7.oo Uhr .

Mir ging es viel besser ! Sogar die Schwellung ist etwas zurück gegangen, ich sah zwar immernoch scheiße aus, aber eben bisschen dünner, dafür wurde es bunt im Gesicht !

An diesem Tag wurde mir gezeigt, wie ich die Gummis (ich muß 4 Stück einhängen ) hängen soll und den Splint rein und raus machen.

seitdem erweiterte sich mein Speiseplan von Brühe und Obstsuppe ,auf allerlei verschiedenste Suppen ,zusätzlich blieben die Obstsuppen ( waren sehr lecker ) erhalten und es gab auch Schokomilchsuppe . Also gegen das Essen kann ich nix sagen ( zum Teil bisschen salzig vielleicht ), ich hatte nie mit Hunger zu kämpfen.

Das Essen wurde dadurch nur aufwendiger, jetzt mußte ich vorher erst die Gummis rausmachen, den Splint rausnehmen, dann konnte ich mit dem Löffel essen (ging gleich schon mit dem Esslöffel ), danach alles ordentlich ausspülen, Zähneputzen , Splint wieder rein, Gummis wieder einhängen, fertig !

Zum Zähne putzen : Man bekommt den Mund ja nicht so weit auf, ich habe die Kinderzahnbürste gerade so in den Mund bekommen, durch die Schwellung hatte ich aber das Gefühl, das ich nicht ganz bis zum letzten Zahn damit komme. Von daher hab ich erstmal mit der Einbüschelbürste( von TEPE Compact tuft), die ja noch kleiner ist, alles sauber geputzt und dann mit der Kinderbürste drüber. Das ging ganz gut und die in der KFO haben gestaunt, das alles schön sauber ist und sie gar nix machen brauchten.

4.-7. Post OP Tag :

Die restlichen Tage will ich mal zusammen fassen, da nichts aussergewöhnliches mehr passiert ist, alles läuft nach der Krankenhaus Routine.

Ich habe mir für die Nächte immer Schmerzmittel geben lassen, dadurch liefen die Nächte besser. Hatte eigentlich immer so meinen 3.00 Uhr Stop und bin dann nochmal bis 7.00 Uh eingeschlafen. Aufstehen, Duschen ( das 1.Mal hab ich am 3.Tag Post-OP geduscht und Haare gewaschen, zum Haare waschen sollte ich das Wasser kälter stellen, wegen der Schwellung ) 8.00 Uhr Frühstück, danach war Visite. So halb zehn-zehn mußte man meist ins Behandlungszimmer zur Kontrolle und spülen der Wunden . Dann zur KFO, die den Sitz des Splints überprüft haben und am 6. Tag mußte ich auch wieder zum Röntgen. Das hat meist den Vormittag schon ziemlich ausgefüllt, schliesslich gab es um 12.00 schon wieder mittag. Der Nachmittag war meist mit Besuch ausgefüllt und Abendessen gab es um 17.00 Uhr.

Wie schonmal geschrieben hatte ich die ersten zwei Tage nicht besonders viel Lust etwas zu machen, da hab ich viel Hörbuch gehört. Danach habe ich aber auch Bücher gelesen ( 2 hab ich in der Zeit durchgelesen.) , gerätselt und fern geschaut. Viel am Stück gelegen hab ich nicht, bin immer mal wieder rumgewandert.

Am 7. Tag durfte ich dann nach Hause. Morgens hab ich erst nochmal einen Schreck bekommen , da Blut auf meinem Kissen war und ich auch immer wieder welches in den Mund bekam. Muß dazu erklären, da ich so stark geschwollen war, wurde mir ,am 3. Tag ,auf der einen Seite zwei Fäden schon geöffnet, damit das Blut raus kann. Da kam aber nie was, erst den Entlassungstag . der Arzt schaute sich das an und meinte, das ist altes Blut und es ist gut, das es rausläuft, dann schwillt es auch schneller ab und juchu, ich durfte gehen !

8. Tag Post OP, also heute :

Mir geht es richtig gut !!! Die erste Nacht in meinem Bett , ich hab das erste Mal richtig gut geschlafen, mein Gesicht ist wieder dünner, ach, alles wird gut !!!

Alles was noch gesagt werden muß :

Thema Nerv und Taubheit : als ich aus der Narkose aufgewacht bin , hatte ich natürlich ein taubes Gefühl an Unterlippe und Kinn , ähnlich wie bei einer lokalen Betäubung beim Zahnarzt. Ich hab dann gleich erstmal mit dem Finger alles abgeklopft und das habe ich alles gespürt. Da war ich erleichtert ! Von daher konnte ich auch von anfang an, ohne zu kleckern trinken und essen und so ist der Zustand immernoch, Taubheitsgefühl, aber bei Berührung kribbelt es. des öfteren habe ich ein ziehen und stechen in Kinngegend und Frontzahnbereich der UK-Zähne, das ist unangenehm, aber es ist leben drin !

Thema Klinik und Chirurg :

Also ich habe mich in Göttingen sehr gut aufgehoben gefühlt, besonders weil auch alle wirklich nett dort waren. Ok, man weiß halt an einer Uniklinik nicht im Vorfeld, wer einen letztendlich operiert, aber ich fand alle kompetent dort und hatte vollstes vertrauen.

Thema Angst:

Ich hatte als es soweit war gar keine Angst mehr, ich war gut informiert , wußte was auf mich zukommt und wollte es jetzt nur noch hinter mich bringen.

Das hab ich wirklich hier dem Forum und allen die sich so fleißig beteiligen und ihre Berichte schreiben, Fotos machen und Tipps geben zu verdanken. Daher ist es an der Zeit mich nochmal zu bedanken

smilie_d_002.gif

Was war nicht so schlimm, wie ich es erwartet hatte : :

-eigentlich habe ich mir die ganze Sache schlimmer vorgestellt, man steht das echt durch

-die Schmerzen , im eigentlichen Wundbereich habe ich gar keine Schmerzen. die von mir beschriebenen Schmerzen kann man tagsüber wirklich so aushalten und Nachts geht es mit Schmerzmittel. Wenn ich gewollt hätte, hätte ich auch tagsüber was bekommen können. Mir wurde immer wieder gesagt, das niemand Schmerzen ertragen muß, man muß nur Bescheid geben .

Was war schlimmer, als ich es erwartet hatte :

-definitiv die Schwellung, sowas konnte ich mir vorher nicht vorstellen.

-die ersten zwei Nächte

Jetzt kommt aber wirklich der Schluß

Fazit :

Das Ganze ist kein Klacks, aber es ist auch gut zu überstehen ! Wenn man erstmal die viel zitierten 2 Tage überstanden hat, geht es rasant aufwärts und ich muß ehrlich sagen, das ich schon wieder vieles fast vergessen habe, von der Leidenszeit !

Ups, das ist jetzt wirklich viel geworden, aber ich wollte auch möglichst viele Infos rüberbringen !

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Hey Jassi,

schön, dass du es hinter dir hast. Zumindest das Schlimmste :lol:

Die Schwellungen sahen ja fast noch schlimmer aus als bei mir und ich frage mich, ob das daran liegt, dass die in Göttingen keine Drainagen legen? Und warum musstest du noch ins MRT (ich musste das nicht)? Wegen deiner Nerven?

Wie lang bist du jetzt krank geschrieben?

Wie geht's denn mit dem Essen voran :-( ?

Liebe Grüße

Anne

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Am 7. Tag durfte ich dann nach Hause. Morgens hab ich erst nochmal einen Schreck bekommen , da Blut auf meinem Kissen war und ich auch immer wieder welches in den Mund bekam. Muß dazu erklären, da ich so stark geschwollen war, wurde mir ,am 3. Tag ,auf der einen Seite zwei Fäden schon geöffnet, damit das Blut raus kann. Da kam aber nie was, erst den Entlassungstag . der Arzt schaute sich das an und meinte, das ist altes Blut und es ist gut, das es rausläuft, dann schwillt es auch schneller ab und juchu, ich durfte gehen

Das war bei mir auch so, allerdings waren die Fäden da noch komplett drinnen. Bei mir hat es fast eine Woche gelegentlich leicht geblutet.

Die Schwellungen sahen ja fast noch schlimmer aus als bei mir und ich frage mich, ob das daran liegt, dass die in Göttingen keine Drainagen legen?

Definitiv. Aber Drainagen werden nicht überall verwendet, weil dadurch das Infektionsrisiko etwas höher ist (wurde mir im KH erklärt).

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warum musstest du noch ins MRT (ich musste das nicht)? Wegen deiner Nerven?

Wie lang bist du jetzt krank geschrieben?

Wie geht's denn mit dem Essen voran ?

Hallo Anne !

Weiß auch nicht warum ich zum MRT mußte, hatte auch nicht gefragt, weil ich dachte das wär so üblich . Kann schon sein, das es wegen der Nerven war.

Bin jetzt erstmal bis zum 21.10. krank geschrieben, mein KFO meinte aber schon das wär dann noch zu früh wieder arbeiten zu gehen, mal abwarten, ist ja noch bisschen hin. Am 24.10. muß ich wieder nach Göttingen.

Da bist Du doch bestimmt auch schon wieder fleißig am studieren , oder ?

Essen geht gut, Frau Dr. Krebs hat zu mir gesagt, das ich wirklich 6 Wochen nix kauen darf. Ich mach jetzt eigentlich alles was ich koche ,mit meinem Pürierstab ganz klein, gieße bisschen Brühe an und dann kann ich eigentlich alles essen. Bis jetzt stört es mich nicht, aber hab ja noch ne Zeit vor mir.

Das war bei mir auch so, allerdings waren die Fäden da noch komplett drinnen. Bei mir hat es fast eine Woche gelegentlich leicht geblutet.

Das beruhigt mich ja , das das bei Dir auch so war . War gestern zum Fäden ziehen und da hat mir mein Chef auch noch bisschen was aus der Wange rausgedrückt, sicherheitshalber hat er noch einen Medikamentenstreifen eingelegt. Jetzt blutet es meist nur wenn ich Zähne putze, also wenn man dann auch so gegen die Wange drückt.

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Da ist mein Bericht schon so lang geworden und ich hab doch noch was vergessen, was ich erwähnen wollte :

Krankenhaus und Krankenhaus ist ja immer unterschiedlich, aber ich denke in den meisten braucht man Köpfhörer zum Fernseh schauen.

Da kann ich nur raten nicht diese zum in die Ohren stöpseln mit zunehmen ( Hatte ich zuerst ).

Hatte nämlich Schmerzen zu den Ohren hin und an den Ohren und das war total unangenehm mit den Kopfhörern. Habe mir dann welche aus dem Flugzeug ( mit Adapter auf ein Stecker ) mitbringen lassen und das war viel besser .

Ansonsten noch Fragen die häufig gestellt werden :

krankgeschrieben bin ich erstmal bis zum 21.10 ( beginnend am 25.09. )

kauen darf ich wirklich 6 Wochen nichts, erlaubt ist Suppe und alles was so weich ist, das ich es mit der Zunge am Gaumen kleinmachen kann . Ich mach alles mit dem Pürierstab klein, da kann man fast alles essen.

Sport soll ich auf jeden Fall die nächsten 4 Wochen nicht machen, einzig etwas schnelleres spazieren gehen dürfte sein.

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Hallo Jessi!

Bin eigentlich verdammt müde heute und wollte nur ganz kurz hier vorbeischauen, aber dann hat dein Bericht mich gefesselt und ich hab ihn komplett gelesen! :-D

Schön, dass du alles so gut überstanden hast und außer den ersten beiden Nächten alles so reibungslos verlaufen ist! :-D Eine ziemliche Erleichterng, oder?

Die Schwellungen gehen ja von Tag zu Tag mehr zurück und bald wirst du dich erstaunt fragen wie du den Kopf überhaupt hochhalten konntest, weil ja alles so dick war (also mir geht's jedenfalls so, wenn ich alte Fotos von mir sehe ;) ).

Hoffe alles verläuft auch weiterhin gut!

Was macht die Mundöffnung? Wird die auch täglich besser? =)

Ach ja.... und diese nörgelnde Schwester im Aufwachraum.. find ich ein starkes Stück so rumzumaulen, wenn da frisch operierte Patienten liegen! Da hat man doch das Gefühl eine Belastung zu sein! Ganz schön unverschämt die Frau! :-?

Liebe Grüße,

Valentina

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Hoffe alles verläuft auch weiterhin gut!

Was macht die Mundöffnung? Wird die auch täglich besser? =)

Hallo Valentina !

Also meine Mundöffnung ist jetzt soweit, das ich auch wieder meine normale Zahnbürste in den Mund bekomme . Habe mal nachgemessen so 2cm , aber das ist gleichbleibend, habe noch nicht das Gefühl, das es mehr wird.

Sonst geht es ganz gut .

Bin im Moment jeden Tag bei meinem Chef in der Praxis, weil er mir immer neue Medikamentenstreifen einlegt.

Da immer noch, jetzt auf beiden Seiten, etwas Blut und Wundsekret austritt. Er streicht das immer bisschen aus und legt dann den Meikamentenstreifen ein.

Aber er meint es ist alles in Ordnung, da ist kein Eiter oder Entzündung drin, alles normal .

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hallo jassi,

wollte dir zu deiner überstandenen op gratulieren.

freut mich das bei dir alles gut verheilt.

außerdem macht mir dein bericht mut für meine uk-vorverlagerung am 15.10.07. werde komischerweise auch von tag zu tag ruhiger. mein umfeld reagiert da schon etwas panisch.

wünsche dir weiterhin gute besserung und ein schnelles abschwellen.

lg schnattchen:grin:

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Hallo Schnattchen !

Danke Dir !

Du wirst sehen, das Ganze ist ganz gut zu überstehen ! In den zwei Tagen und Nächten, wo es nicht so toll ist, denke hier an das Forum und das es danach rasant aufwärts geht !

Das schaffst Du ! Ich wünsche Dir schonmal alles Gute und viel Glück

lG

Jasna

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Hallo Schnattchen !

Danke Dir !

Du wirst sehen, das Ganze ist ganz gut zu überstehen ! In den zwei Tagen und Nächten, wo es nicht so toll ist, denke hier an das Forum und das es danach rasant aufwärts geht !

Das schaffst Du ! Ich wünsche Dir schonmal alles Gute und viel Glück

lG

Jasna

hallo jasna,

danke dir fürs mutmachen.

wird schon alles gut gehen..

lg schnattchen

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Hi Jasna,

auch an dieser Stelle herzlichen Glückwunsch. Da gibts wirklich viele Parallelen in unseren Erfahrungen, auch z.B. dass ich mich bald an vieles gar nicht mehr erinnern konnte (vermutlich das Narkose-Delirium). Ich geh seit Montag wieder arbeiten und es ist ziemlich schwierig, die Schmerzen und Schwellungen werden wieder massiver. Gestern abend hab ich mich vor die Infrarot-Lampe gesetzt, am anfang schwillt es dann zwar an, aber in der Nacht und am Morgen hatte ich dann ein super Gefühl, soll heissen, fast Normalzustand.

Alles gute noch, lieben Gruss, Dieter

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