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Jule_03

Könnt IHR mir viell. weiterhelfen, bin RATLOS!

Hallo Zusammen

Ich muss mir mal was von der Seele schreiben, sonst explodier ich innerlich:

(Ich bin 21j. und jetzt seit ca. 11 Jahren in kieferorthopädischer Behandlung.)

Ich bin ehemaliger Progenie Patient und meine Bimax ist so ziemlich genau ein Jahr her.

Um das mal nicht auf Fach-Chinesisch auszudrücken, war mein Unterkiefer zu lang und zur rechten Seite verschoben, der Oberkiefer ein wenig zu weit hinten.

(Auch in jungen Jahren konnte ich mir Hänseleien wie "Schubladenfresse" oder "Michael Schumacher" anhören..)

Vor der Op hatte ich erhebliche Kiefergelenksschmerzen, die sich manchmel wie eine Mittelohr-Entzündung angefühlt hatten, sowie andauernde Kopfschmerzen.

Mehmals hat sich auch mein Kiefer ausgerenkt, z.B. beim gähnen, sodass ich teilweise ins KH musste um ihn mir wieder einrenken zu lassen.

Naja, die Op ist soweit super verlaufen, die Schmerzen und Schwellungen hielten sich im Grenzen.:D

Die Schmerzen sind sofort in dem Moment vergessen gewesen. als ich in den Spiegel geschaut habe. Wow, ich hatte endlich ein "normales" Gesicht!!!<<So, das nur nebenbei erwähnt =)

Klar, das man nach einer Bimax weiterhin in Kieferorthopädischer Bahandlung bleit, eigentlich.

Nach ein paar Monaten jedoch(war natürlich weiterhin beim KFO), bemerkte ich im Spiegel das sich mein Unterkiefer wieder verschoben hatte.

Und ich habe in diesem Forum schon vor der OP so einiges über ein "Rezediv"(oder wie das geschr. wird) gelesen, bekam Panik und rannte sofort wieder zum Chirurgen.

Er bestätigte es, setzte mir wieder Gummis ein und verwies mich wieder zum KFO.

Aber nach einigen Wochen hielten die Gummis nicht mehr, weil sich die Zähne dadurch verschoben hatten. Mein KFO war sichtbar ratlos und setzte die Gummis also wahllos irgendwie ein.

Ich hatte das Gefühl, das er von dort an mit der Situation überfordert war. Termine wurden mir erst Monate später gegeben und dann immer wieder verschoben.:-(

Irgendwann erreichte ich ihn überhaupt nicht mehr, denn die Praxis wurde von heute auf morgen geschlossen. Die Zahnärztekammer wusste darüber anscheinend schon bescheid, da der Großteil seiner Patienten schon angerufen hatte.

Ich machte mich also auf die Suche nach einem neuen KFO. Alle schickten mich letzendlich in die UNI-Klinik, was mir schon komisch vorkam.

Was letzendlich nach mehreren Terminen beim Ober-/Chefarzt rauskam, ist das sich der Unterkiefer wieder in seine alte Position verschoben hat. Nicht genug, jetzt hat sich der Oberkiefer auch noch verschoben und es ist zusätzlich dabei rausgekommen, das ein Kiefergelenk dünner sei als das andere.(Was man wohl durch eine ähnliche Methode behandeln kann, wie bei einer Kinnplastik, was ich aber hier aussenvor lasse, da ich mir darüber erst keine Gedanken machen will!!!)

Also muss ich wegen "fehlender" Nachbehandlung meines KFO´s im Frühjahr nächstes Jahr wieder operiert werden. Die gleiche OP. Ausserdem will die UNI-Klinik meine feste Zahnspange "austauschen", aus folgendem Grund:

"Damit können wir nicht arbeiten, erst müssen die Zähne gemacht werden und dann kann eine neue Klammer rein und wir können mit der Operationsplanung anfagen". Diese feste Zahnspange habe ich im Unterkiefer schon seit 9 Jahren und im Unterkiefer seit 5 Jahren-man kann sich also vorstellen, wie meine Zähen jetzt unter den Ringen usw aussehen.

Ich bekomme seit heute meinen ehem. KFO nicht erreicht und meine Krankenkasse hat jetzt sogar auch noch einen Gutachter eingeschaltet.

Da ich noch immer Beschwerden beim Kauen habe, weil meine Zähne nicht aufeinander passen muss ich die OP wohl oder übel nochmal machen. Ausserdem hat sich vor kurzem wieder mein Kiefer ausgerenkt, aber seit neusten auf der rechten Seite(vor der OP Schmerzen + Ausrenkung auf der linken Seite).

Ausserdem sieht man die Felstellung wieder.

(Achja, ein Taubheitsgefühl in der Unterlippe bis zum Kinn habe ich noch immer)

Ich weiss echt nich, ob mir nach schreien, heulen oder ausrasten zumute ist.:x

Ich weiss nicht ob ihr mir weiterhelfen könnt oder sogar Erfahrungen damit habt, aber meine Frage ist folgende:

Kann ich meinen ehem. KFO auf Schmerzensgeld verklagen?

Durch die OP habe ich schon wieder Ausfallzeiten usw usw.

^^Das hört sich war hart an, aber man hätte sowas durch Physiotherapie+richtiges einsetzen der Gummis+richtige Nachbehandlung usw sehr warscheinlich vermeiden können. (Das denke ich mir nicht aus, sondern Ärzte an der UNI_Klinik haben mir das durch die Blume gesagt, die würde ja nicht ihre "Kollegen" in die Pfanne hauen)

Ich bins langsam echt satt...Auf diese OP habe ich gewartet seitdem ich 14 bin und jetzt sowas.

Naja, ich weiss zwar nicht ob das so wirklich hierhin gehört, aber viell. habt ihr ja Erfahrungen und könnt mir sagen, was man in so einem Fall machen kann.

Ich würde mich sehr über Tipps, oder Kommentarte freuen...Würde mir sicherlich helfen!!!..

Danke fürs lese...Jule:-(

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Hallo Jule,

ich muß sagen, ich bin echt sprachlos!!!!! Das so etwas überhaupt möglich ist. Eine festsitzende Spange über so einen Zeitraum und dann ohne jeglichen Erfolg, stattdessen eine Verschlechterung. Mußtest Du auch noch was dafür bezahlen?

Rechtlich kann ich Dir nicht weiterhelfen, aber ich würde mich bei einer Rechtsberatung schlau machen, wie Deine Chancen stehen. Hast Du vllt. sogar eine Rechtsschutzversicherung? Du kannst aber davon ausgehen, dass es ein langer Weg werden wird. Am Besten wäre, wenn Du Patienten von ihm mit ähnlichen Problemen ausfindig machen könntest, dann stehst Du nicht alleine da und die Chancen könnten sich evtl. verbessern?! Aber wie gesagt, so richtig kann ich Dir da nicht weiterhelfen. Das sind so meine Vorstellungen!

Ich wollte Dir eigentlich nur mein Mitgefühl ausdrücken, bin wirklich schockiert! Ich hoffe für Dich, dass Du jetzt in guten Händen gelandet bist. Halte durch!

LG

Lissa80

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Hallo Jule,

mein Beileid. Tut mir echt leid, das es dich so schlecht erwischt hat.

a) wer hat die alten Unterlagen vom alten KFO? Abdrücke, Röntgenbilder... Das müsste die Zahnärtzekammer wissen. Besorg dir diese Unterlagen.

B) Ich würde dir raten, suche dir einen KFO, der alleine seine Praxis hat, da hast Du einen festen Ansprechpartner (nicht wie an der Uni üblich) und der sich mit Erwachsenenbehandlungen auskennt. Hinweise erhälst Du bestimmt hier im Forum, wenn Du nachschaust wer aus Deiner Gegend kommt wo es gute KFO gibt.

c) geh mit den Unterlagen zu einem anderen KFC und lass dich ausführlich beraten. Du schreibst ja nicht, wo Du operierst wurdest.

Eigentlich sollte der Kiefer nicht soweit zurückgehen nach der OP.

Und wenn dann hat eigentlich der KFC falsch behandelt, und muss Dich quasi nach operieren. (Die Kosten macht er dann mit deiner Kasse aus)

Eigentlich sagt der KFC nach der OP wann die Behandlung weitergehen kann. Er ist dafür verantwortlich, das Dein Kiefer in der richtigen Position bleibt und sich nicht mehr verändert. Danach kann der KFO dann die Zähne feineinstellen....

Lass den Kopf aber nicht hängen. Es wird bestimmt noch alles gut werden.

Viel Erfolg und wenn Du noch Fragen hast, dann ist ja das Forum auch da...

Zum Thema verklagen: Das kann dir nur ein Anwalt sagen, der Erfahrung im Medizinrecht hat. Da würde ich mir einen erfahrenen Anwalt hinzuziehen.

Warum hat der KFO geschlossen (Alter, Pleite oder Umzug?). Dürfte schwer sein, da vielleicht an Geld zu kommen. Und es muss ja erst geklärt werden, wann der KFC seine Behandlung abgeschlossen hat. Dazu brauchst Du aber Zugang zu allen Unterlagen (besorgt sich der Anwalt)

gruss

michael

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Huhu...Danke für die Antworten!!!!!

AAAlsoooo..eine Rechtsschutzversicherung habe ich nicht, nur meine Eltern. Hab morgen ein Gespräch mit der RSV meiner Eltern, um erst zu klären ob die auch bei mir greift.

Und ich bleibe jetzt bei der Uni, da habe ich auch zum Glück mehrere feste Ansprechpartner. Die Behandlung geht da bis jetzt ziemlich zügig vorran, was ich bis jetzt so noch nicht kannte ;)

Heute ist es von der Krankenkasse genehmigt worden und Uni hat sofort angerufen und mir einen Termin für Freitag gegeben.

Meine alten Unterlagen hat meine Krankenversicherung, die teilweise mein neuer Chirurg an der Uni schon hat!

Naja, ich bin ja echt mal gespannt wie das alles so weiter geht....

Achja..und am Freitag bekomm ich die Zahnspange raus..JUHUUUU...Natürlich dann wieder ne neue, aber die erst im Januar...juppi ay ehh..

Nochmal danke für die Antworten...Schööööö

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Hallo Jule,

also erstmal bin ich natürlich auch sehr geschockt über deinen Bericht und wünsche dir jetzt für die Zukunft alles Gute!

ich versteh nicht so richtig, warum du für nur einen Monat lang die Zahnspange rausbekommst?

Das ist doch mit Unkosten verbunden, du musst ja bestimmt auch die 20% Kassenanteil bezahlen, und der ganze Aufwand - Zahnspange runter - Zahnspange wieder rauf - das kostet sicherlich ne Menge, die man sich doch acuh sparen könnte, wegen 1 Monat, oder hab ich da was falsch verstanden?

Liebe Grüße, Anna

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Hi Jule...

WAHNSINN, was du schon alles mitgemacht hast. und ich hab immer gemeint, ich wäre mit meinen 7 jahren feste spange ein sonderfall? is ja wirklich heftig bei dir...

wie sinds denn bei dir so viele jahre geworden? wusstest du schon zu beginn der behandlung, dass du operiert werden musst? bei mir wars zb. so, dass ich vor nem jahr noch nicht wusste, dass bei mir operiert werden muss und jetzt hab ich die op schon hinter mir... angeblich brauch ich die spange noch'n viertl jahr, aber glauben kann ichs irgendwie nicht...

noch mal die selbe op ist ja der hammer... schon allein wegen der kosten und dem ganzen stress...

hm, verklagen is so ne sache. ich hab mich da damals auch erkundigt, (wg. dem kfo, der 5 jahre lang nur meine zähne kreuz und quer durch den mund geschoben hat) aber da hat mir damals jeder davon abgeraten...

aber an deiner stelle würd ich mich schon noch mal bei der rsv erkundigen. so nen fall wie deinen gibts sicherlich net jeden tag...

wünsch dir viiiel glück bei der jetzigen behandlung.

(ich wär schon auch mal froh, die spange nur mal für ne woche draußen zu haben, schon allein um zu sehen, wies dem zahn unterm bracket geht...)

lg, christl

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