Toxic

Bimax in Bad Homburg im September

Hallo,

mein erster Beitrag, ich stelle mich mal kurz vor, bin 24, m und habe bis jetzt 1 Jahr kieferorthopädische Behandlung und eine Bimax in Bad Homburg (die war Mitte September 2007) hinter mir. Die Operation ist also gerade gut 2 Monate her. Auch wenn meine Behandlung noch längst nicht abgeschlossen ist, denk ich mal, dass ich das Größte hinter mir habe.

In Behandlung bin ich wegen einer ziemlich krassen Gesichtsskoliose. Die Kiefer waren wirklich schief eingebaut. Hier auf dem Bild könnt ihr hoffentlich sehen, was ich meine.

modellezn8.jpg

Das sind die beiden Modelle aus der OP-Planung, sozusagen vorher und nachher. Auf dem linken Modell ist leider ein Stück Zahn abgebrochen, weil ich damit zuviel rumgespielt habe.

Die Gründe für die Behandlung waren die zu erwartenen Probleme mit den Kiefergelenken (Knacken, Schmerzen) und natürlich ein besseres Aussehen.

Für mein Aussehen wurde ich genug fertiggemacht und war deswegen auch bei Therapeuten, die mir übrigens von einer Operation abgeraten haben. Da war die Rede von einer gestörten Selbstwarnehmung bzw. Dysmorphophobie, hm denk mal ein Blick auf die Gipsmodelle da oben sagt alles.

Ich habe mich bei 3 verschiedenen Chirurgen vorgestellt.

Der erste hatte anscheinend kein Interesse daran, mich zu operieren. Nach dem Motto "Ja man kann das Kinn etwas gerader setzen. Bringt aber nicht so viel. Man kann auch den Kiefer umstellen aber das ist zu viel Aufwand und wäre sehr teuer, alleine die Behandlung mit der Zahnklammer mindestens ein Jahr und kostet mehrere tausend Euro. Verdienen Sie viel?"

Danach bin ich zu der Kieferorthopädin gegangen, die ich noch von früher kannte und die mich damals schonmal gefragt hat, ob ich mir die Kiefer operieren lassen wolle, allerdings wollte ich zu der Zeit noch nicht :sad:.

Mit der KFO habe ich jedenfalls Glück gehabt, da wurde mir gleich einiges erklärt, wie zum Beispiel, dass die Kasse eine kieferorthopädische Behandlung bei Erwachsenen übernimmt, wenn darauf eine Operation folgt und dass die Vorbehandlung etwa 1 Jahr dauert, in dem sich der Zustand erstmal verschlechtern wird, weil die Zähne im Voraus für die Kiefersituation nach der OP eingestellt werden und dass das ganze kein Spaziergang wird, sich aber auf längere Sicht doch lohnt.

Die zweite Vorstellung bei einem Chirurgen war in einer Uniklinik. Der Eindruck von da war tausendfach besser als der Eindruck vom Versuch. Mein Gesicht wurde gründlich begutachtet, mir wurden die Risiken klargemacht und es hieß, dass man bei mir kein 100%iges Ergebnis erwartet, aber schon eine deutliche Verbesserung. Gut, ich habe mir dann darauf bei der KFO die Klammer einsetzen lassen und mich auf den Eingriff gefreut.

Wie bin ich dann doch noch auf Bad Homburg gekommen, obwohl es gut 250km von mir entfernt liegt, nun es war vor allem die minimalinvasive Technik, die auf Dysgnathie.de beworben wird, die mich interessiert hat. Weniger Risiko einer Nervschädigung ist immer gut, außerdem wurde in der Klinik gesagt, dass vielleicht Zähne gezogen werden müssen und evtl. ein Stück Hüftknochen entnommen wird. Ich hätte das auch in Kauf genommen, aber warum sollte man das, wenn es auch anders geht.

Dazu kam dann noch der ziemlich gute Ruf von dort.

Modell-OP

2 Wochen vor dem OP-Termin musste ich noch einmal zur Praxis fahren, damit eine Modell-OP vorbereitet werden konnte.

Meine Kiefer wurden geröntgt, 4 Abdrücke von ihnen gemacht und schließlich konnte ich mir so einen Messapparat anlegen. Weiß nicht, wie der heißt, damit weiß man wohl, wie die Kiefer genau im Schädel sitzen. Das Gerät steckt man sich jedenfalls wie Kopfhörer in die Ohren und beißt gleichzeitig auf eine Schiene, das war es dann auch.

Eine Schwester hat mir an dem Tag eine Menge über die Bimax erzählt.

Etwa dass ich auf der Intensivstation aufwachen werde, nicht weil es mir so schlecht geht, sondern weil es da Standard nach einer Bimax ist.

Oder dass am Ende der OP in der Narkose noch Betäubungsspritzen gegeben werden, damit man nicht mit Schmerzen aufwacht.

Und was ich alles kurz nach dem Eingriff nicht machen darf (Nase schneuzen, kauen), wie lange ich voraussichtlich krankgeschrieben sein werde und und und...

Der Tag vor der OP

Am Vormittag bin ich im Krankenhaus angekommen und die Schwester hat mir mein Zimmer gezeigt, es war ein Zweibettzimmer, in dem schon jemand anders in etwa meinem Alter lag, der wegen einem Unfall da war.

An diesem Tag bekam ich noch Blut abgenommen, ein Foto wurde gemacht und ein Anästhesist kam vorbei und hat noch einiges erklärt. Vor allem, kurz gesagt, dass ich ab Mitternacht nichts mehr essen darf, aber bis dahin noch machen kann, was ich will. Ich habe mir an dem Abend noch was beim Bäcker geholt und bin etwas spazieren gegangen.

Ich habe langsam Angst bekommen vor dem nächsten Tag. Aber mich auch gefreut. Denn den Eingriff wollte ich ja schon so lange...

Ein bisschen habe ich dann noch mit meinem Zimmerkollegen geredet, konnte aber auch gut schlafen, trotz Angst.

OP-Tag

Morgens habe ich nochmal geduscht und Zähne ordentlich saubergemacht. Eine Schwester hat mir das OP Zeug gebracht, also Unterhose, Hemd, Anti-Thrombosestrümpfe und eine Beruhigungstablette. Habe von der Tablette nicht direkt eine Wirkung gemerkt, allerdings war ich dann nachher auf der Fahrt zur OP auch nur leicht aufgeregt, was vlt. an ihr lag.

Im Vorbereitungsraum haben mich dann zwei Leute etwas verkabelt, hab eine Kanüle an die Vene bekommen und diese Klemme an den Finger. Dr. Kater ist auch noch reingekommen und meinte, dass ich der Letzte an dem Tag bin und jetzt alle warmoperiert sind.

Sonst weiß ich nur noch, wie mir Sauerstoff über eine Maske gegeben wurde und die Frau sagte, dass ich ja nur ruhig schlafen muss, die anderen machen die Arbeit. Ist ja so :)

Aufgewacht bin ich zwischen 16 und 17 Uhr auf der Intensivstation, da dann noch mehr verkabelt mit einer Magensonde und 2 Saugdrainagen. Wie es mir da ging, ist schwer zu sagen. Einerseits war ich froh, dass die OP, auf die ich Jahre gewartet habe, vorbei war.

Andererseits ging es mir körperlich noch nicht so. Mit der Zeit kamen Schmerzen, vergleichbar mit denen meiner Weisheitszahnentfernung und ich war irgendwie sehr unruhig, wäre am liebsten aufgestanden, aber habe schon bei einem leichten Anheben des Oberkörpers gemerkt, wie schwach ich war. Hab zum Glück immer wieder etwas zur Betäubung in die Kanüle gespritzt bekommen. Das war gut angenehm, erst wurde es kühl im Arm und einen kurzen Moment später waren alle Schmerzen weg und ich war sehr ruhig. Weiß gar nicht, ob ich davon noch geschlafen habe. Wenn ich mich richtig erinnere, wurde ich dann in immer größeren Abständen "zugedröhnt".

Die Nacht war dann auch sehr langweilig und ich wurde wieder ziemlich unruhig und hab gehofft, dass es bei der einen Nacht auf der Intensiv bleibt.

1. Tag nach der OP

Am nächsten Morgen kam die Schwester mit Wasser und einem Waschlappen, ich sollte dann vom Bett runter und mich auf einen Stuhl daneben setzen und ein bisschen waschen. Dr. Maurer kam und hat gesagt, dass die OP gut verlaufen ist und ich gleich auf die Station A2 zurückkann. Er hat mir auch noch das Gummi im Mund durchgeschnitten. Kurz später wurde ich auf die Station zurückgebracht.

Dr. Kater war irgendwann da, hat sich den Mund angesehen und gesagt, dass soweit alles gut aussieht und ich mir die Zähne vorsichtig putzen kann. Hab danach mit der Kinderzahnbürste und etwas Paste vorsichtig ein bisschen über die vorderen Zähne gestrichen und gleich wieder ausgespült, mehr hab ich mich nicht getraut, nur zumindest war der scheußliche Geschmack im Mund weg...

Die Nacht war dann die Schlimmste, habe nicht geschlafen, ich wollte viel lieber etwa laufen, glaub das waren die Thrombosestrümpfe, die mich so gequält haben. Ich hätte wohl lieber nach einer Schlaftablette fragen sollen, wie ich es ab der nächsten Nacht gemacht habe.

2. Tag nach der OP

Mir wurden gleich morgens die beiden Saugdrainagen gezogen und ich konnte endlich die Strümpfe ausziehen, das war cool. Da ging es mir auf einen Schlag besser und ich konnte mich dann auch gleich duschen.

Mein Gesicht hatte an dem Tag aber die größte Schwellung. Das sah lustig aus, musste beim Blick in den Spiegel grinsen, das Grinsen hat natürlich sofort weh getan ^^ Das sah schon schlimm aus, aber es war ja klar, dass das nicht lange so geschwollen bleibt, deswegen konnte ich das witzig finden. Die Hauptsache war, dass die Kiefer endlich gerade sitzen.

So, diese 3 Tage waren dann auch die heftigsten, der Rest war mehr oder weniger Langeweile im Krankenhaus. Hab ein paar Infusionen und Spritzen gegen Thrombose bekommen. Das Essen war teilweise sehr gut (Stampfkartoffeln mit Spinat), teilweise weniger (so ein komischer Brei). Über ein bisschen Programm war ich immer froh, wenn ich z.B. zum Röntgen

gehen sollte, zum fotografieren oder rüber in die Praxis. Die manuelle Lymphdrainage war das Beste. Ich durfte ab dem 2. Tag nach der OP auch nach draußen gehen und habe mir ein paar Zeitschriften geholt. Samstagmorgen (Mein 7. Tag im Krankenhaus) wurden mir in der Praxis diese 2Schrauben aus den Kiefern rausgedreht und dann kam die Entlassung.

Entlassung bis jetzt (gut 2 Monate Post-OP)

Die Schwellung ist nach 2 Monaten und 6 Lymphdrainagen so gut wie verschwunden.

Den Splint musste ich schon bei der Entlassung nicht mehr tragen, dafür aber noch 3 Gummis. Mittlerweile ist es nur noch ein Gummi.

Essen funktioniert ebenfalls wieder ganz OK, außer sowas wie Nüsse, hab da noch Angst vor, das zu kauen.

Jetzt zum Ergebnis, mein Gesicht ist um einiges gerader, wie man sich anhand der Gipsmodelle bestimmt denken kann. Ich habe weit weniger Angst als vorher, unter Leute zu gehen (hatte damit riesige Schwierigkeiten).

Oft wurde mir sowas gesagt wie "Du wirst das bereuen, wenn du an deinem Gesicht rumsägen lässt", "Du wirst entstellt sein", "Wie kann man nur...", Sprüche von Leuten, die sich nicht vorstellen können, wieviel einem so eine Fehlstellung im Leben verbauen kann und wie sehr das ans Selbstvertrauen gehen kann. Bin auf jeden Fall froh, die Behandlung durchgezogen zu haben.

Die Kiefer sitzen jetzt gerade. Die Weichteile müssen sich noch anpassen. Wegen der starken Krümmung vorher ist meine Gesichtshaut jetzt an einer Seite straffer als auf der anderen, das gilt wohl auch für die Muskeln.

Ich überlege außerdem, das Kinn noch korrigieren zu lassen, weil das auch noch schräg ist. Aber erstmal ein halbes Jahr abwarten, wie sich alles entwickelt!

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Hallo Toxic,

herzlichen Glückwunsch zur überstandenen OP. Schön, das es Dir gut geht.

Hatte auch eine Bimax in Bad Homburg. Bin sehr glücklich mit dem Ergebnis.

Vielen Grüße Sukie

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Hallo,

ich habe ebenfalls das Problem eines irgendwie schiefen Gesichts. Wenn ich mich gerade im Spiegel betrachte, sind der Ober- und Unterkiefer leicht gekippt, was mich schon immer gestört hat. Zur Zeit beschäftige ich mich mit dem gedanken, das per Operation z.B. in Bad Homburg beheben zu lassen.

Kann ich mich direkt an diese Klinik für ein Beratungsgespräch wenden, oder muss ich zunächst einen normalen Kieferorthopäden aufsuchen? Wie sind eigentlich die Chancen auf Kostenübernahme von der Krankenkasse, wenn man bereits deutlich im Erwachsenenalter ist, und nie körperliche beschwerden bei einem Artzt gemeldet hat?

Viele Grüße

Mirko

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Hallo Mirko,

ich habe auch ein schiefes Gesicht. Um genau zu sein ab Nase abwärts neigt sich das Gesicht nach rechts. Mein Oberkiefer, wie auch der Unterkiefer sind beide schräg. Hinzukommt, dass mein Oberkiefer etwas zu weit zurückliegt (Oberkieferrücklage). Bei mir ist wohl eine Seite länger gewachsen als die andere und nennt sich Gesichtsskolliose! Was auch öfter unbehandelt zu Rücken/Wirbelsäulen Problemen führen kann. Sprich Wirbelsäulenskolliose.

Bei mir hat es keine Woche gedauert und der Gutachter hat sein Okay für diese Behandlung gegeben!

Ich habe es so gemacht, wie es normalerweise nicht üblich ist. Ich bin zuerst nach Bad Homburg gefahren und habe mich beraten lassen und dann zum KFO. Aber normalerweise fährt man zuerst zum KFO lässt sich beraten und der schickt einen falls nötig zum KFC.

LG

Tanja

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Hallo Mirko,

die Kosten werden bei Erwachsenen grundsätzlich nur dann übernommen, wenn eine kieferorthopädisch-kieferchirurgische Behandlung nötig ist, also Zahnspange und OP.

Ich denke schon, dass Du mit einer Überweisung vom Zahnarzt direkt zum Chirurgen gehen kannst - er wird dich dann halt vermutlich nach einem Gespräch erstmal zum Kieferorthopäden weiterschicken (war zumindest bei mir so, allerdings hatte der entspr. KC wohl nicht so viel Erfahrung mit Kieferfehlstellungen).

Evtl. könntest Du auch beim Chirurgen anrufen, fragen, welche Kieferorthopäden er empfiehlt/mit welchen er zusammenarbeitet - dann hast Du den Vorteil, gleich einen guten Kieferorthopäden zu haben, der sich mit der Thematik auskennt.

Der KFO macht dann auch Abdrücke, Röntgenbilder etc., was dem Chirurgen hilft, die Situation im Kiefer einzuschätzen.

Von daher ist es meiner Meinung nach schon sinnvoll, zuerst zum KFO zu gehen. Es geht aber sicher auch anders herum.

LG..................................................Annawake

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Danke erst einmal für die schnellen antworten. Ich habe mir eine Kieferorthopädin in meiner Nähe empfehlen lassen und werd mal schauen, was sie zu sagen hat.

Wie läuft so eine Behandlung im Detail ab? Ich habe gelesen, dass die Vorlaufzeit bis zur OP 1 Jahr beträgt, weil die Zähne für die neue Kieferstellung vorbereitet werden müssen. Bekommt man dann eine Spange eingesetzt, oder ist das nur bei einer extremen Fehlstellung notwendig?

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Hallo Mirko,

im Normalfall bekommt man vor der OP eine feste Zahnspange eingesetzt. Damit werden die Zahnbögen ausgeformt und die Zähne so verschoben, dass es nach der OP schon möglichst gut passt. Deshalb ergibt sich in dieser Zeit oft auch eine Verschlechterung des Bisses. Dies dauert je nach Patient verschieden lange, so als Richtwert 1-2 Jahre (bei mir waren es 1,5 Jahre).

Dann folgt die OP (während der die Zahnspange drinbleibt) und danach nochmal 3-12 Monate feste Zahnspange zur Feinregulierung.

Die Zeiten sind Richtwerte und je nach Patient und behandelndem Arzt länger oder kürzer. Es gibt hier auch Leute, bei denen die Zahnspange erst nach der OP reingesetzt wurde, aber das sind die absoluten Ausnahmen!!!

Hoffe, ich konnte dir weiterhelfen. Für mehr Infos surf am besten noch ein bisschen durchs Forum, da gibt es ganz, ganz viele Erfahrungsbrichte!!!

Liebe Grüße,

Johanna

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1-2 Jahre Wartezeit sind ja der Hammer! Ich hatte eigentlich gehofft, die OP in einem halben Jahr hinter mir zu haben. Da bleibt mir nur die Hoffnung, dass meine Zähne bereits halbwegs gut stehen.

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Hallo Tanja1986,

der Gutachter hat sein Okay wirklich schnell gegeben. Hattest du zu dem Zeitpunkt bereits konkrete Beschwerden, oder bestand nur die Möglichkeit, dass sich die Skoliose in Zukunft auf den Rücken auswirkt?

Ich habe bei mir festgestellt, das ich ab und zu krumm vorm PC sitze, hätte aber nie vermutet, dass das durch eine Kieferfehlstellung ausgelöst werden kann.

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Hallo Mirko,

Ich hatte einen beidseitigen Kreuzbiss und der Biss war nicht optimal, sprich so dünne Dinge wie Nudeln oder so konnte ich nicht korrekt durchbeißen. Durch die Fehlstellung habe ich eine leicht hängende Schulterstellung.

Dr. Kater meinte, dass eine Gesichtsskolliose unbehandelt später evtl. schlimmer werden könnte und ganz ehrlich ich hatte in der Schule so schon arge Probleme mit Hänseleien und ein noch schieferes Gesicht wollte ich auf keinen Fall haben.

In bad Homburg hat der Chirurg dann ein gutachten erstellt, dieses bekam der KFO. Darauf hat dieser noch etwas fertig gestellt und alles zusammen zu Krankenkasse geschickt. Einige Tage später bekam ich dann bescheid, dass das ganze zum Gutachter geht. Da ich aber schon drei termine vom KFO bekam wegen der Separiergummis und der Gaumennahterweiterungs Apparatur hoffte ich, dass ich das Okay vom Gutachter noch vorher bekomme, da ja sonst alle termine wieder umgeändert werden müssten.

Deshalb habe ich, da ich zufällig den Namen des Gutachters aufschnappte diesen im Internet gesucht und auch gefunden. Habe dort angerufen und man sagte mir, dass meine Unterlagen bereits vorlägen und diese überprüft werden. Einige Tage später rief ich bei meinem KFO an, er teilte mir mit, dass der Gutachter sein Okay gegeben hätte. Auch wenn noch nichts schriftlich vorliegt steht der Behandlung nichts im Wege... Also fingen wir bereits an und eine Woche später lag der Brief vom Gutachter dann bei mir und beim KFO.

LG

Tanja

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Hi, meld mich auch mal wieder.

He Tanja1986, am 24.9. wurde ich auch operiert, irgendwann nach dir!

Was gibt es zu sagen seit meinem OP-Bericht hier, mir geht es um Welten besser mit dem veränderten Gesicht, ich hatte ja noch keine körperlichen Beschwerden, aber starke soziale Ängste. Die sind zwar schon noch da, aber es ist überhaupt kein Vergleich zu vorher, als ich immer darauf geachtet habe, dass andere mich nur von der Seite sehen, am besten von links. Es ist eine riesige Erleichterung, mich auf einmal zeigen zu können ohne komische Blicke von anderen Leuten zu bekommen.

Tatsächlich habe ich in den letzten Monaten nie mehr eine schlechte Bemerkung über mein Aussehen gehört- ja, auch nach der Schulzeit wurde ich noch angemacht-, dafür aber einige gute Kommentare, oft sowas wie: Siehst irgendwie anders aus, aber gut.

Ja und fast immer, wenn ich im Badezimmer bin, seh ich auf meine Zahnreihen im Spiegel und finde es cool, dass sie jetzt schön gerade sind! War ja auch gut Aufwand, die so zu kriegen.

Was gibt es noch, ein Gummi an der Zahnspange ist immer noch nötig, aber Anfang Februar habe ich den nächsten Termin bei der Kieferorthopädin vlt. kann es ja dann draußen bleiben?

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