Welpe

Ab wann fliehendes Kinn?

Hallo an alle!

Schaue schon seit einigen Tagen ins Forum und find's echt super informativ!

Aber nun zu meinem Problem! Habe als Kind eine Spange bekommen vom Zahnarzt, welcher meinte, ich hätte ein fliehendes Kinn! Die Spange sah so aus, daß vom oberen Teil zwei Stangen hinter den unteren Teil gehakt wurden und

somit der Unterkiefer nach vorne gezogen werden sollte! Sollte das Ding nur Nachts tragen, hab das dann auch gemacht und sie morgens im Bett gefunden.

Das Ding ist mir wohl im Schlaf rausgefallen!

Morgens war mein Kiefer dann auch immer vorne, aber da die Zähne in der korrekten Position keinen Kontakt hatten und ich tagsüber beim essen und

sprechen den Kiefer immer wieder nach hinten "knacken" lassen musste hat sich dann so ne Art zweier Position des Kiefers eingestellt!

Ich bin mittlerweile 30 Jahre alt und das ganze ist 20 Jahre her! Habe seit Jahren Kopfschmerzen und Nackenschmerzen und hatte schon immer die Vermutun, daß mein Kiefer die Ursache sein könnte!

Nun war ich heute das erste mal in meinem Leben beim K.Orthopäden und der

hat mir gesagt, daß ich gar kein fliehendes Kinn hätte, wer mir denn den Schw.... erzählt hätte! Es läge einzig und allein an meiner Zahnstellung und ich hätte zwei Möglichkeiten, erstens eine Operation welche völlig überzogen wäre und bei mir eigentlich gar nicht nötig oder eine Behandlung von ihm mit Schiene für den Unterkeifer (wobei ich mir nicht vorstellen kann, wie das funktionieren soll) und anschließender fester Spange! Würde ich mich für die Operation entscheiden würde er da nicht mitmachen und seine Behandlung dann auch abbrechen! Einen genauen Grund hat er mir nicht gesagt!

Ich weiß ja, daß so ein Eingriff immer ein Risiko ist, aber ich habe hier so viele wunderbare Ergebnisse gesehen, auch in Form von Fotos, daß ich nach der Beratung irgendwie enttäuscht war!

Nicht, daß der Eindruck entsteht ich wäre scharf auf ne OP, aber hinzu kommt natürlich auch der ästhetische Aspekt! Ich weiß wie sch..... ich von der Seite aussehe und das nagt an meinem Selbstbewusstsein schon seit meiner Pubertät! Daß ein Arzt hauptsächlich an die Gesundheit denkt und nicht an's Äussere weiß ich auch, aber ich habe einfach den Glauben daran verloren, daß man nur mit einer Spange und ner Schiene das Ganze hinbekommt! Der Versuch ist ja schon mal bei mir gescheitert!

Hinzu kommt noch, der Hinweis von ihm, daß meine Beihilfe (bin 50% Beihilfe und 50% priv. vers.) ihre Leistung der gestzlichen Kasse immer mehr anpasst und die oft nur zahlen wenn operiert wird!

Das kann's doch nicht sein, oder? Wenn ich dann Pech hab, kann ich nen Jahr lang mit ner festen Spange durch die Gegend laufen, der ganzen kram aus eigener Tasche zahlen und dann immer noch schlecht aussehen?

Vielleicht denke ich auch zu negativ, aber ich habe mich irgendwie nicht so ganz ernstgenommen gefühlt vom K.Orthopäden!

Werde mal unter dem Thema Bilder meine Profil-Bilder einstellen, ist zwar keine super Qualität, aber ich hoffe es ist anschaulich!

Vielen Dank schon mal für eure Antworten!

Liebe Grüße

Welpe

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Hi!

Nicht, daß der Eindruck entsteht ich wäre scharf auf ne OP, aber hinzu kommt natürlich auch der ästhetische Aspekt! Ich weiß wie sch..... ich von der Seite aussehe und das nagt an meinem Selbstbewusstsein schon seit meiner Pubertät! Daß ein Arzt hauptsächlich an die Gesundheit denkt und nicht an's Äussere weiß ich auch, aber ich habe einfach den Glauben daran verloren, daß man nur mit einer Spange und ner Schiene das Ganze hinbekommt! Der Versuch ist ja schon mal bei mir gescheitert!

Es gibt einfach Kieferorthopäden die gegenüber solchen Operationen sehr kritisch eingestellt sind und nur in echten Extremfällen dazu raten. Ich würde mich davon nicht verunsichern lassen, denn Tatsache ist, dass gerade im Fall von einer Unterkieferrücklage nur eine Operation zu einer ästhetischen Verbesserung führt. Dass eine OP Risiken birgt, steht natürlich auch außer Frage. Aber gerade, wenn man schon lange unter seinem Profil leidet, wird man diese Risiken vermutlich in Kauf nehmen.

Ob durch eine rein kieferorthopädische Behandlung die notwendige funktionelle bzw. gesundheitliche Verbesserung herbeigeführt werden kann, wage ich auch zu bezweifeln.

An deiner Stelle würde ich erst mal einen anderen Kieferorthopäden oder aber gleich einen Mund-Kiefer-Gesichtschirurgen aufsuchen.

lg

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Ich habe zwar ein anderes Problem, aber eine ähnliche Symptomatik gehabt, knacken und rückliegendes Kinn.

Und ich hatte den selben Zweife, und habe ihn bis heute bedingt auch noch, dass sich das ohne Op nicht beheben ließe.

Allerdings versuchte auch mein KFO dies funktional nur durch KFO-Behandlung in den Griff zu kriegen, und er versucht es noch. UNd er steht, wie ich zunehmend erfahre, weil ich mich gerade verstärkt umhöre, dies nicht zu unrecht. Das ist aber natürlich von der Diagnose abhängig. Eine Pauschaussage, dass sich ohne Chirurgie eine Kiefergelenksproblematik nicht in den Griff kriegen ließe, ist so nicht haltbar. Die Ursachen können arthrogen, muskuläre oder auch vom Biss kommen. Dies kann der KFO durch eine Kiefergelenksdiagnostik meist schon manuell unterscheiden.

Im weiteren ist eine anfängliche Schienentherapie sehr sinnvoll, um den Biss zu finden, und dies bevor eine KFO oder KC vollends durchgeplant wird.

Deswegen ist aber auch eine Pauschalbsage an eine KC sinnlos, weil sich nicht alles nur durch KFO beheben läßt.

Zum Profil: dies läßt sich durch KFO nur sehr gering nach Wachstumsende ändern. Sollte aber die KFO vollkommen ausreichen um die funktionellen Probleme zu beheben, kann sich eine plastische OP bezüglich des Kinns anschließen, ohne dass dann der Kiefer im Höheren bereich des Winkels durchtrennt werden müßte, was für mögliche Risiken VOrteile hat.

Es ist auch keinesfalls so, dass eine KC schneller wäre. Wenn die Bisslage durch kfo allein behoben werden kann, gibt es keinen medizinischen Sinn, dies durch KC zu tun, abgesehen von den Risiken der KC, die noch hinzukämen.

Aber es bedarf einen schon versierten KFO, der sowohl möglichst in der Gelenksdiagnostik wie in der Erwachsenenbehanldung Erfahrung hat. Und je nach Problemlage Geduld und vor allem Vertrauen.

Allein schon wegen des Vertrauens ist es gut, eine zweite Meinung einzuholen.

Das Ergebnis bei de OPs ist verführerisch, häufig weil die AUsgangsituationen eindrucksvoll sind, und damit das Ergebnis. So schlimm optisch und medizinisch die AUsgangslage manchmal ist, so klar kann es manchmal sein, wie sie behoben werden. Das macht es dann auch einfacher, OP und eine lange QUal geht vorbei.

Bei anderen Störungen ist das optische Bild weniger eindrucksvoll pathologisch, der Korrekturprozess aber dennoch langsamer und holpriger. Deswegen ist vergleichen so schwer. Nichts ist ein Allheilmittel. WEnn die Zähne aber zb nur wenig sagittal aus der Reihe tanzen, die Kiefer kephalometrisch im normalbereich stehen, nur das Kinn zb zu klein ist, wäre es zb der WEg, KFO und dann Kinnplastik

Von daher kann dein KFO vollkommen recht haben.

Nur das Profil wird sich nicht gewaltig allein durch KFO verändern, aber das hält er ja für OK. Wenn es Dich stört, und der KFO dennoch recht hat: kosmetische OP.

Aber vorher 2. Meinung und vielleicht mal einen Termin bei einem KC ausmachen. Mach aber erst den 2. KFO, je nachdem kommt da ja schon mehr Wissen und eine Überweisung bei raus.

Nur soviel noch, verantwortlich bleibt man selber, und vertrauen bei solchen Problemen meist erst nach prüfen. (leidvolle Erfahrung)

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Also, erstmal ganz herzlichen Dank für die beiden Antworten!

Hab ja nun eine Nacht drüber geschlafen und hab das Gespräch beim KO auch "verdaut"!

Habe mir gleich heute morgen einen Termin bei KC geben lassen, welcher am 8. Januar ist und bin gespannt, was sich aus dem Gespräch ergibt!

Ich werde mich dann auf jeden Fall wieder melden und berichten!

Bis dahin, lieben Dank an alle Dir mir mit Rat zur Seite stehen!!!

Bin wirklich froh, daß ich dieses Forum gefunden hab !

LG

Welpe

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Hallo an alle!

Habe meinen Termin am 8. Januar abgesagt und mich doch für die Spange und gegen die OP entschieden!

Hab mir alles einige Zeit durch den Kopf gehen lassen und muss sagen, daß der Orthopäde gar nicht so unrecht hat, ist schon ein ziemlich heftiger Schritt, den ich später immer noch machen kann!

Bin jetzt noch beim Zahnarzt in Behandlung, weil ich noch ein Keramik-Inlay bekommen soll und meine Zähne in Ordnung sein müssen, bevor der K.Orthopäde

mit seiner Behandlung beginnen kann!

Bin schon gespannt, wie sich alles entwickelt!

Liebe Grüße

Welpe

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