wolfgang

UK- und OK Verlagerung in Bad Homburg

Mittlerweile bin ich schon 51 und habe eine sehr erfolgreich Operation des Ober- und Unterkiefers bei Dr. Kater hinter mir.

Ich möchte darüber etwas berichten, um Zweifelnden – auch ich war einer – aus meiner Sicht etwas Mut zu machen.

Bereits im Kleinkindalter hatte ich einen starken Überbiss und mit 19 Jahren hatte ich dann schon 3 KFO-Behandlungen hinter mir – damals noch mit den furchtbaren Drahtspangen.

Die Kiefersituation hat sich in den Jahren noch deutlich verschlechtert. Zur Fehlstellung von Unter- und Oberkiefer (extremer Überbiss) kam eine starke Topographie des Unterkiefers hinzu und einige Backenzähne sind in Lücken regelrecht „hineingekippt“.

Zur damaligen Zeit konnte mein Zahnarzt nur erhaltende Maßnahmen durchführen – an eine operative Lösung konnte nicht gedacht werden.

Erst die Berichte über die Arbeit von Dr. Kater in medizinischen Fachzeitschriften haben mich wieder aufmerksam gemacht. Er hat auch sekundär-Effekten von Kieferfehlstellungen beschrieben– wie Tinnitus, Kopf- und Halsschmerzen.

Für das erste Beratungsgespräch hat sich Dr. Kater viel Zeit genommen und mir sehr ausführlich die Vor- und Nachteile einer Kieferoperation beschrieben. Die Schlüsselargumente für mich waren klar die Perspektiven ohne OP: ein früher Ausfall aller Zähne, da sich das Zahnfleisch ohne Gegenbiss, zurückbildet! Die Vorstellung eines künstlichen Gebisses, das permanent herauskippt haben wahre Horrorbilder in mir erzeugt.

Mir wurde an Hand von Bildern und Modellen die OP-Methode erklärt – minimal-invasiv, stabiles Titangitter mit wenig Material ….und nach 5-7 Tagen wieder zu Hause.

Auch der Fahrplan kam mir vernünftig vor:

- Vorbereitung der Kieferbögen durch Kieferorthopädische Behandlung, Dauer etwa 12 Monate

- OP

- ca. 12 Monate später Entfernung der Metall-Teile

Dr. Kater konnte mir auch eine ausgezeichnete Kieferorthopädin in meiner Stadt empfehlen.

Mein Entschluss stand nun fest und ich startete das Abenteuer mit einer 15 monatigen KFO-Behandlung. Die Brackets und die Metallbögen waren schon eine Belastung, v. a. wenn der Draht oder ein Bracket gebrochen war.

Der Erfolg war allerdings grandios. Die beiden Zahnbögen im UK und OK konnten nahezu perfekt ausgeformt und die eingefallenen Zähne sogar wieder aufgerichtet werden.

Der OP-Termin Mitte 2006 rückte näher und meine Angst auch. Sonntag Ankunft in der Klinik, ziemlich alleingelassen, dann das Kurz-Interview der Narkose-Ärztin – die Wochenendbesetzung war ziemlich knapp.

Der Montag war da, Dr. Kater besuchte mich und wollte mit mir noch die letzte offene Entscheidung durchsprechen. Vorbereitet für beides, konnte ich mich nun entscheiden, nur den Unterkiefer oder beide operieren zu lassen.

Wenn schon im OP, dann doch gleich die „Große Lösung“!

Wieder auf Station, hat sich Dr. Kater nach meinem Befinden erkundigt und mir den OP-Verlauf genau erklärt – alles sei sehr gut verlaufen. Die Prognose für die nächsten Tage: noch 2 Tage ansteigende Schwellungen, ab Tag 3 dann Rückbildung. Exakt so war dann der Wochenverlauf.

Sehr unangenehm war nur die „Nahrungsaufnahme“, in den ersten Tagen nur mehr oder weniger flüssig und mit Strohhalm.

Als die Schwellung dann merklich zurückging, kam ich in den Genuss von Lymphdrainagen – das tat wirklich gut.

Jeder Tag in der Klinik wurde auch photographisch dokumentiert.

Über den gesamten Heilungsprozess hinweg hatte ich absolut keine Schmerzen. Den häufigen Nachfragen des Pflegepersonals zu urteilen, scheint dies aber nicht die Regel zu sein.

Nach einer letzten Untersuchung am Freitag, konnte ich dann nach Hause.

Die weitere Versorgung des Heilungsprozesses konnte dann in meiner Heimatstadt von meiner Kieferorthopädin übernommen werden. Es verlief alles wie angekündigt und ohne Komplikationen. Das Kauen musste ich natürlich umstellen, sprich möglichst vermeiden und das Wechseln der Gummi-Bänder, die OK und UK fixieren, habe ich dann auch gelernt.

Herr Dr. Kater hat sich auch weiterhin telephonisch nach meinem Befinden und dem Heilungsfortgang erkundigt – das hat mich sehr gefreut!

Ein Segen war dann die Entfernung der Spange, die durch „retainer“ ersetzt wurde.

Das 1. Jahr nach der OP war vorbei und die nächste Entscheidung stand an: Metall entfernen ja oder nein. Auch hier gab die Beratung in der Praxis Dr. Kater den finalen Ausschlag. Komplikationen würden später einen erheblich schwerwiegenderen Engriff nach sich ziehen.

Im Sommer 2007 also wieder Vorbereitung zur nächsten OP. Es ist schon erstaunlich, wie zielgenau die Anästhesie eingestellt werden kann. Da liegt man im Vorbereitungsraum, Kanüle und Mittel sind vorbereitet, dann wird Kommando eingeleitet – es wirkt sofort – und man ist gleich nach der OP schon wieder wach und schon fast auf dem Rückweg in die Station.

Es ist schon beeindruckend, wenn man den Becher mit dem Metall-Schrott in Händen hält.

Nach den Abschlussuntersuchen am nächsten Morgen konnte ich schon wieder nach Hause.

Was noch doch gewundert hat, war die wieder sehr große Schwellung. Laut Ärzte allerdings ein normaler Verlauf.

Über das Gesamtergebnis bin ich sehr, sehr glücklich, ich kann jetzt endlich richtig beißen und muss nicht „reißen“, ich habe echten Kontakt zwischen OK und UK.

Den einzigen Vorwurf, den ich mir mache, ist, es nicht schon sehr viel früher gemacht zu haben. Allerdings wäre damals die OP-Technik sicher noch nicht so weit gewesen – gerade in der minimal-invasiven Methode von Dr. Kater sehe ich wirklich einen Meilenstein.

Liebe Grüße

Wolfgang

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Hallo Wolfgang

Es ist ein schöner Bericht, auch wenn er wieder ziemlich lang war -gibts den Text auch als Hörbuch?

Was bitte schön ist eine "Topographie des Unterkiefers", hast du da ne Landkarte im Gesicht? :mrgreen:

Genesungswünsche sind bei dir eher fehl am Platz, weil das ist ja alles schon so lange her.

Ich wünsch dir trotzdem alles gute fürs weitere.

LG Sven

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Hallo Sven,

vielen Dank für deine guten Wünsche.

Bzgl. Topographie ist mir nichts besseres eingefallen. Es war tatsächlich eine Art "Landkarte": Die Linie der Unterkieferzähne waren in einer Berg- und Tal-Bahn angeordnet.

Für deine OP wünsche ich dir schon jetzt alles Gute

Liebe Grüße

Wolfgang

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Hallo Wolfgang,

herzlichen Glückwunsch zur überstanden OP und zur erfolgreichen Plattenentnahme!

Was mich interessiert ist, in welcher medizinischen Fachzeitschrift hast du denn über Dr. Kater gelesen. Kannst du die Zeitschrift mal nennen und wenn es nicht zuviele Umstände macht auch die Ausgabe..

Wäre toll!

Liebe Grüße!

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Hallo Wolfgang,

ein schöner Bericht. Wurde auch von Dr. Kater im Okt. 2007 operiert und habe ähnliche Erfahrungen gemacht. Bin sehr zufrieden. Weiterhin alles Gute.

Viele Grüße

Sukie

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Hallo Wolfgang,

ich gehöre selber schon zu den "älteren Semestern" mit meinen fast 49 Jahren, und dein Erfahrungs- und Leidensbericht liest sich ein bißchen wie mein eigener für mich.

Ich bin zwar erst vor 16 Tagen bei Dr. Kater opperiert worden, habe aber auch alles sehr positiv erlebt und bin sehr zufrieden! Nicht so toll fand ich die Schwellung danach, die bei mir doch sehr heftig war, und immer noch ein wenig da ist! Sie beeinträchtigt mich nicht nur aus ästhetischen Gründen, sondern fühlt sich einfach unangenehm an... Auch habe ich noch keinen Biss oder Zahnkontakt, obwohl ich, laut Merkblatt schon weiche Kost kauen dürfte :-\

Aber dein Bericht macht mir Mut, dass sich die Restschwellungen auch noch legen werden, und mit Hilfe des KO bald auch die Feieinstellung stimmen wird!

Ich wünsche dir ein gutes Neues Jahr und alles Gute!

Grüße vom Bodensee

Katja

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Hallo Wolfgang,

ich wurde 2006 (BIMAX-OP) und 2007 (Titanplatten-Entfernung) ebenfalls in Bad Homburg von Herrn Dr. Kater operiert.

Ich bin genauso begeistert von dieser Methode wie du und habe vieles genauso erlebt wie du schreibst. Allerdings mache ich mir keinen Vorwurf, da ich es so bald als möglich hinter mich gebracht habe. (Nach dem Wachstumsende und einer vorherigen Kieferortopäden-Behandlung.) ;)

Liebe Grüße

sendet MOND

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Hallo Christina,

hat leider etwas gedauert, bis ich alle Zeitschriften durchsucht habe.

Über Dr. Kater habe ich gelesen in:

beauty-news 03/04, S. 84-85, "Ein Kinn wie Schumi? Das muss nicht sein!"

beauty-news 06/04, S. 82-83, "Wenn Zähne und Kiefer aus der Reihe tanzen"

die Zeitschrift, die sehr gut war, scheint es nicht mehr zu geben!??

Leading Medical Resorts - Das Magazin für Hochleistungsmedizin Ausgabe 106,

Prinzip Premium - Führende Medizinzentren im Portrait, S. 28-29

"Wenn Kiefer und Zähne aus der Reihe tanzen"

Vogue - Sonderbeilage 5/2007, Leading Beauty Resorts, Führende Beauty-Zentren im Portrait, S. 18-19

"Mit neuen, schonenden Methoden zu einem harmonischen Profil und strahlendem Lachen"

Ich hoffe, das hilft dir etwas weiter

Ich wünsche dir alles gute

Liebe Grüße

Wolfgang

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Uh... seit wann ist Vogue eine medizinische Fachzeitschrift? *lach*

Aber es ist auf jeden Fall gut, dass Kieferchirurgen in normalen Zeitschriften Artikel veröffentlichen und somit ein "breiteres Publikum" auf die Problematik von Kieferfehlstellungen aufmerksam gemacht wird.

Vielleicht ist es in ein paar Jahren ja normal, bei ausgeprägteren Dysgnathien schon früh operiert zu werden (wie es in den USA lt. meinem Zahnarzt heute schon üblich ist), statt sich erfolglos mit einer Spange herumzuquälen oder jahrelang damit herumzulaufen, weil einfach keiner weiß, wie man das adäquat behandeln kann. *träum*

LG, Anna

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