tomtom

Zungenverkleinerung

Mein Kieferchirurg hat bei meinem letzten Beratungsgespräch auch mal das Thema einer möglichen Zungenverkleinerung als zusätzliche Maßnahme zur Behandlung angesprochen, da meine Zunge zu groß und der Platz im Mundraum dafür zu klein ist. Daher haben sich auch meine Zähne wieder verschoben. Hat damit jemand schon Erfahrungen gemacht? Wie läuft so etwas ab und welche Einschränkungen hat eine solche Operation auch in Hinblick auf sprechen, schlucken und schmecken? Im WWW ist darüber leider nichts zu finden.

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schon der Gedanke daran tut weh...aber wie immer, erst informieren und dann entscheiden ob man das will. Jeder der hört das wir uns die Kiefer haben freiwillig brechen lassen reagiert genauso wie wir jetzt bei dem Gedanken an Zungenverkleinerung...

http://www.springerlink.com/content/y24330414kwn5484/

http://www.medeco.de/index.php?id=366 hier müßt ihr nach Zungenverkleinerung suchen (Erklärungen über Rezidiv und seine Ursachen sind hier auch zu finden)

http://dens-mv.de/dens0102/kiefer.htm etwas weiter unten wird zur Zungenverkleinerung geschrieben

http://www.uke.uni-hamburg.de/kliniken/zmkg/downloads/klinik-zahn-mund-kiefer-gesicht/Schmelzle.pdf (hier die verschiedenen Schnittführungen bei einer Zungenverkleinerung)

hoffe das bringt etwas Licht ins Dunkle...

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Wow, wusste gar nicht, dass das geht. Mein Chirurg meinte, ideal wäre bei mir OK nach vorne und UK nach hinten, aber durch meine auch zu große Zunge gehts nicht, weil ich jetzt schon am UK anstosse.

Aber danke für die Links Tanja, muss ich mir jetzt alles mal durchsehen. Irgendwie find ich die Vorstellung aber auch... gewöhnungsbedürftig. :?

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Hallo TomTom

Eine Verkleinerung der Zunge sollte wohl die letzte Alternative sein. Bei mir war es ähnlich. Ich habe auch mit der Zunge meine Zähne nach vorne bewegt, da sie durch den zu kurz geratenen OK immer im UK lag. Ich hatte auch die Befürchtung, daß durch die Rückverlagerung des UK alles noch viel schlimmer wird.

Weit gefehlt. Durch die Bimax wurde natürlich der OK nach vorne verlagert und meine Zunge hat, nach einer Therapie bei einer Logopädin, ihr neues "Bett" am Gaumen gefunden. Und meine Zunge ist nun beileibe nicht die kleinste:razz:

Meine KFO war begeistert, da sich durch die Lageumstellung der Zunge meine Lücken im UK in Rekordtempo geschlossen haben und keinerlei Druck mehr auf die Zähne im OK und UK ausgeübt werden.

Anfangs war es schon sehr schwer und ungewohnt die Zunge am Gaumen zu halten. Aber jetzt geht es beinahe schon automatisch.

Ich würde mir eine Zungenverkleinerung sehr gut überlegen und vielleicht noch einen andere Meinung eines KFO oder Chirurgen einholen. Ein Gespräch mit einer oder einem Logopäden wäre sicherlich noch besser.

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Lieber Tomtom,

ich bin zum einem "vom Fach" (Logopädie und KFO) und zum anderen Selbstbetroffene (seit 3 Wochen bebändert und im nächsten Jahr eine UK-Vorverlagerung). Ich war ziemlich erschrocken, als ich gelesen hatte, was dein Chirurg dir vorschlägt, und bin relativ sicher, dass die Zungenverkleinerung Unsinn ist: Eine zu große Zunge (Makroglossie) ist nämlich extrem selten - zumeist handelt es sich um eine sog. "Pseudomakroglossie" durch eine myofunktionelle Störung. Das was Sandra geschrieben hat, geht genau in diese Richtung. Myofunktionelle Störungen sind sehr häufig und beruhen auf einer falschen (infantilen) Zungenlage und -Schluckmuster. Die Zunge ruht dabei im UK statt hinter den OK-Schneidezähnen und sie stößt beim Schlucken gegen die Zähne. Dadurch, dass die Zunge ihre Ruhelage dann nicht am Gaumen hat, kann sich der Gaumen nur ungenügend ausformen und bleibt zu klein, zu eng. Daraus zu folgern, die Zunge wäre zu groß, kommt häufig vor, ist aber falsch. Es nutzt leider auch nichts, nur die Zähne zu korrigieren, wenn die Zunge Fehlfunktionen aufweist, denn dann kommt es häufig zu einem Rezidiv, d.h. die Zähne verschieben sich wieder.

Tomtom, du kannst mich gerne kontaktieren, wenn du willst, wenn du mir Fotos schickst, kann ich dir vermutlich sagen, ob das bei dir der Fall ist. Dann würde ich dir lieber ein paar Übungen vorschlagen, als eine Zungenverkleinerung.

Herzliche Grüße auch an alle Leidensgenossen, Michaela

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Lieber Tomtom,

ich bin zum einem "vom Fach" (Logopädie und KFO) und zum anderen Selbstbetroffene (seit 3 Wochen bebändert und im nächsten Jahr eine UK-Vorverlagerung). Ich war ziemlich erschrocken, als ich gelesen hatte, was dein Chirurg dir vorschlägt, und bin relativ sicher, dass die Zungenverkleinerung Unsinn ist: Eine zu große Zunge (Makroglossie) ist nämlich extrem selten - zumeist handelt es sich um eine sog. "Pseudomakroglossie" durch eine myofunktionelle Störung. Das was Sandra geschrieben hat, geht genau in diese Richtung. Myofunktionelle Störungen sind sehr häufig und beruhen auf einer falschen (infantilen) Zungenlage und -Schluckmuster. Die Zunge ruht dabei im UK statt hinter den OK-Schneidezähnen und sie stößt beim Schlucken gegen die Zähne. Dadurch, dass die Zunge ihre Ruhelage dann nicht am Gaumen hat, kann sich der Gaumen nur ungenügend ausformen und bleibt zu klein, zu eng. Daraus zu folgern, die Zunge wäre zu groß, kommt häufig vor, ist aber falsch. Es nutzt leider auch nichts, nur die Zähne zu korrigieren, wenn die Zunge Fehlfunktionen aufweist, denn dann kommt es häufig zu einem Rezidiv, d.h. die Zähne verschieben sich wieder.

Tomtom, du kannst mich gerne kontaktieren, wenn du willst, wenn du mir Fotos schickst, kann ich dir vermutlich sagen, ob das bei dir der Fall ist. Dann würde ich dir lieber ein paar Übungen vorschlagen, als eine Zungenverkleinerung.

Herzliche Grüße auch an alle Leidensgenossen, Michaela

Hallo Michaela

Genau so eine myofunktionelle Störung lag bei mir vor. Ich habe mir auch eingebildet meine Zunge wäre zu groß, obwohl es schon ein ziemlich großer "Lappen" ist:p

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Hallo,

auch für mich wäre eine Zungenverkleinerung kein Thema!

Die Vorstellung das an diesem doch meiner Meinung nach sehr sensiblen Ort rumgeschnibbelt würde...nee nicht wirklich!

Wenn es andere Möglichkeiten gibt dann sollten die auch genutzt werden.

lieben Gruß

Tanja

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Erst einmal vielen Dank für Euren schnellen und guten Ratschläge.

Ihr sprecht mir dabei von der Seele, denn auch mir behagt es überhaupt nicht, an meiner Zunge rumschnippeln zu lassen und das habe ich auch dem Chirurgen gesagt (das hat er auch sofort verstanden und damit war das Thema vom Tisch). Aber dann wandern einem doch die Gedanken durch den Kopf, vor allen Dingen da ich auch noch eien Schlafapnoe habe und ich die vage Hoffnung hatte, durch die anstehende Kiefer-OP von meinem CPAP-Gerät (mit dem werden in der Nacht die Atemwege freigehalten) wieder wegzukommen. Aber die Hoffnung wurde schon begraben. Wahrscheinlich kam auch in diesem Zusammenhang der Vorschlag des Kieferchirurgen. Aber ich werde mich mal mit einem Logopäden unterhalten, der Tipp war wirklich gut.

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Hallo Tomtom,

da du selbstverständlicherweise daran interessiert bist durch die Kieferop deine Schlapapnoe zu beseitigen, kann ich dir die Homepage von Prof.Sailer empfehlen. Er führt spezielle Kieferops durch, die die Schlapapnoe beseitigen. Auf der Homepage gibt es auch eine Informationsbroschure wie man durch die Kieferverlagerung die Apnoe beseitigt.

Liebe Grüße

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Hallo Manfred,

klar, kein Wunder myofunktionelle Störungen gibt es wie Sand am Meer und sie sind sehr häufig die Ursache für kieferorthopädische Probleme. Ich wundere mich, dass in diesem Formun davon fast nie die Rede ist. Eine myofunktionelle Therapie kann auch bei einer Schlafapnoe sinnvoll sein. Hattest Du schon eine MFT? Außerdem gibt es ein Gerät namens faceformer, was manchmal hilfreich ist.

Viele Grüße, Michaela

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Hallo Manfred,

klar, kein Wunder myofunktionelle Störungen gibt es wie Sand am Meer und sie sind sehr häufig die Ursache für kieferorthopädische Probleme. Ich wundere mich, dass in diesem Formun davon fast nie die Rede ist. Eine myofunktionelle Therapie kann auch bei einer Schlafapnoe sinnvoll sein. Hattest Du schon eine MFT? Außerdem gibt es ein Gerät namens faceformer, was manchmal hilfreich ist.

Viele Grüße, Michaela

Hallo Michaela

Meine MFT habe ich schon hinter mir. War für mich als über 50-jährigen zu Anfangs schon sehr gewöhnungsbedürftig war. Aber nach 2 Sitzungen hatte ich so einen Spaß mit meiner Logopädin daß es danach stetig bergauf ging.

Zu diesem Zeitpunkt hatte ich meine Bimax schon hinter mir. Vorher hätte es aufgrund meiner ausgeprägten Fehlstellung keinerlei Sinn gemacht denn ein Erfolg wäre äußerst zweifelhaft bzw. gleich Null gewesen.

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