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Kathi1982

OK Vorverlegung in Tirol

Hallo,

auch ich möchte euch gerne meinen Bericht zu meiner OK Vorverlagerung Anfang Jänner 08 schildern.

Vorab:

Ich bin 25 Jahre alt, habe bzw. hatte ein zu langes Unterkiefer und ein zu kurzes Oberkiefer. Ich habe seit Juni 2006 eine Zahnspange mit Brackets. Und Anfang Jänner 2008 war es dann soweit.

Let`s start:

Sonntag, 13.1.07 - 11 Uhr.

An diesem Tag war die stationäre Aufnahme an Uniklinik Innsbruck, Tirol - Kieferchirurgie. Es folgte zuerst ein Aufnahmegespräch mit einer supernetten Krankenschwester die mir den ganzen Ablauf bzgl. OP und der Station selbst erklärte. Vorab, alle Schwestern, Ärzte und Pfleger in Innsbruck waren supernett.

Anschließend konnte ich den Tag so verbringen wie ich wollte, ich musste nur am Klinikareal bleiben und durfte ab 12 Uhr Mitternacht nichts mehr essen und trinken weil ja am nächsten Tag die OP war.

Montag, 14.1.07

Ich wurde mit den anderen Patientinnen geweckt und bekam ein Zäpfchen - ich glaube das nennt man Prämedikation oder so. Tja, dann ging ich duschen und wurden dann so gegen 11 Uhr von einem jungen Herrn abgeholt der mich in den OP brachte.

Dort warteten auch schon div. OP Gehilfen, der Anästhesist und der Prof. der mich operierte. Ich bekam einen Venenzugang gelegt, musste noch irgendetwas einschnaufen und dann kann ich mich an nichts mehr erinnern.

Ca. 3 1/2 Stunden später wachte ich dann im Aufwachraum auf und es wurde gleich gefragt wie es mir geht. Bevor ich (und das wunderte mich sehr dass ich sprechen konnte) antworten konnte, war auch schon der Prof. da und erklärte mir dass alles gut gegangen ist und ich noch ein bisschen hier bleiben muss zur Überwachung. Ausserdem teilte er mir mit (ich hätte es glaub ich gar nicht gemerkt wenn er es mir nicht gesagt hätte) dass ich in den Nasenlöchern eine Tamponade drinnen hatte und mir ein Katheder gelegt wurde. Naja, mit dem muss man leben - dachte ich mir jedenfalls.

Später kam ich dann auf mein Zimmer. Die Schwestern fragten wieder sehr liebenswürdig ob alles ok ist und ob ich irgendetwas brauchen würde. Das einzige was ich wollte war, dass sie diesen Katheder entfernen sollen - der Wunsch wurde mir dann ein paar Stunden später auch erfüllt.

Abends bekam ich dann eine klare Suppe - mann war ich hungrig :razz: So und dann konnte die Nacht ja kommen - aber die war wirklich schlimm. Ich hatte keine Schmerzen, mir ging es gut aber ich bekam keine Luft wegen dieser blöden Tamponade - der Mund war trocken wie Stroh und alles war einfach erschwerlich - ja ich weiss das hört sich vielleicht jetzt nicht so schlimm an aber es war echt sch........

Ich fragte die Krankenschwester was man hier tun kann und sie brachte mir einen Luftbefeuchter - gut gemeint aber mir hat er leider nicht geholfen. Ich schaute dann noch ein wenig fernsehen und nach einem flüchtigen Blick nocheinmal in den Spiegel in dem ich mich fast nicht wiedererkannte weil ich so geschwollen war, legte ich mich dann doch nocheinmal nieder. Schlafen ging leider nicht besonders gut - aber 3 oder 4 Stunden waren es dann doch.

Dienstag, 15.1.07

Ich war etwas geschlaucht von der Nacht und war froh dass ich aufstehen konnte. Ich ging duschen und ließ den Tag auf mich zukommen. Schmerzen hatte ich keine weil ich Medikamente und Infusionen bekam. Reden war kein Problem ausser dass die Stimme ein wenig "nasal" klang - aber kein Wunder.

Ich ging sogar am Nachmittag mit meinem Besuch ins Krankenhauskaffee - also alles war gut. Schmerzen keine - Schwellung gleich wie Montag - sonst alles ok bis auf die Nasentamponaden - reden war kein Problem. Morgens und abends musste ich dann immer zu den Schwestern zur "Mundhygiene" - das war Pflicht damit auch immer alles sauber im Mund ist und die Wundheilung gut voran läuft.

Mittwoch, 16.1.07

Wieder geschlaucht von der Nacht fragte ich bei der Visite wann denn diese "Nasentamponaden" entfernt werden würden. Mein Prof. meinte dass er sie lieber heute noch drinnen lassen möchte, aber morgen (sprich Donnerstag) werden sie entfernt. Ahhhh ein Stein viel mir vom Herzen. Schmerzen hatte ich keine - Schwellung ging langsam zurück - reden war kein Problem.

Donnerstag, 17.1.07

Sofort bei der Visite fragte ich ob ich heute diese "Dinger" endlich rausbekommen würde und GOTT SEI DANK - es war soweit.

Das entfernen dieser Tamponaden war wirklich unangenehm aber es ist zum aushalten. Trotzdem war ich froh dass ich nun endlich mehr Luft bekam. Es war noch nicht das gelbe vom Ei aber es war ok. Mit meinem neuen Freund der "Nasensalbe" ging es dann eigentlich - die ist wirklich von Nöten weil die Nase dermassen ausgetrocknet ist und die Salbe ein wenig Linderung beschafft. Es kam beim Schneuzen immer wieder ein wenig Blut daher, aber nach Rückfrage beim Prof. war das ok weil ja alles ein wenig "beleidigt" ist. Dann bekam ich gleich meinen Splint inkl. jeweils 2 "straffen" Gummibändern eingesetzt. Im ersten Moment meinte ich, ich könnte jetzt 6 Wochen nichts mehr sprechen, aber es funktioniert - nur Mut. Man darf den Mund halt nicht zu weit aufreissen - würde eh nicht funktionieren. Anschließend war noch ein Röntgen angesagt und mein Prof. meinte, dass wir am Freitag über den Tag meiner Rückkehr in die eigenen 4 Wände verhandeln könnten - juhuuuuuuuu!:razz: Schmerzen keine, Luft bekommen war "OK", reden viel schon ein wenig schwerer.

Freitag, 18.1.07

Wieder bei der Visite wurde dann ausgemacht dass ich am Samstag heim darf - mein Gott war ich glücklich. So nett wie die Leute auch waren aber ich war froh endlich heim zu dürfen. Schmerzen keine, Luft bekommen war besser möglich, reden ging auch besser. Schwellung war wieder ein bisschen weniger geworden - ich konnte mich wieder erkennen..... grins.....

---- und dann war er da - Samstag, 19.1.07

Kurz nach 13 Uhr durfte ich die Klinik mit einigen anweisungen verlassen. Ich war superglücklich.... es ging mir viel besser. Ich bekam noch ein paar Tipps, ein Rezept und dann ging es ab nach Hause.

Zuhause kamen keinerlei Probleme auf mich zu. Gut, man muss schauen was man sich zu essen macht weil man einfach noch nicht alles essen kann, aber man hat dann laufend neue Ideen damit man wenigstens ein bisschen Abwechslung in der Küche hat.

Splint wechseln und reinigen war bzw. ist überhaupt kein Problem. Beim Reden hört man sich halt ein wenig komisch an. Ausserdem, so ist es halt bei mir, merke ich, dass wenn ich zuviel rede (sprich eine halbe Stunde oder so) dann tut mir mein Kiefer schon ein wenig weh - aber es ist nicht so schlimm. Dann heisst es halt "klappe halten".... grins..... Mundhygiene ist auch möglich. Ich hab mir eine Kinderzahnbürste gekauft, weil ich durch die Schwellung nicht alles erreichen konnte mit der normalen Zahnbürste.

Ausserdem hatte ich noch ca. 5 bis 6 Tage nach der OP ein Taubheitsgefühl rund um die Nase aber das ist auch normal und mittlerweile merke ich schon gar nichts mehr.

Heute, am 25.1.07 war ich wieder in der Klinik zur Nahtentfernung. Mein Prof. ist durchwegs zufrieden mit der Wundheilung und Anfang März ist es dann soweit und ich bekomme den Splint weg.

Also, dass war meine Geschichte: Kurzum war ich mit der Klinik Innsbruck superzufrieden. Alle waren supernett, die Ärzte, die Krankenschwestern, die Pfleger, sogar die Reinigungsfrau war spitze. Meine Leute meinen, ich sehe jetzt ein wenig anders aus, weil ich mehr Oberlippe habe und die Wangen kommen auch mehr zur Geltung - ich finde es nicht aber ich sehe mich ja auch jeden Tag im Spiegel *grins*.

Ich hoffe ich habe euch mit meiner Story nicht gelangweiligt. Auf Schreib- und Ausdrucksfehler nicht achten - niemand ist perfekt!!!!!

Liebe Grüße

Kathi1982

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Toll dass alles so gut verlaufen ist :) Bis dur wirklich einen äißerlichen Unterschied siehst dauert es wohl noch ein klein wenig wegen der Schwellung. Durch die Schwellung ist das Gewebe rund um den Oberkiefer ja eh dicker als normal und somit auch Lippe und Wange mehr hervorgehoben. Aber nach der Schwellung wird es bestimmt toll aussehen. :) Es wäre toll wenn du mal Bilder reinstellen würdest.

GLG

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