lillifee

bimax/kinnreduktion am 20.12.07 in bad homburg

hallo!

mein name ist elena, ich bin 19 jahre alt und, nachdem ich vor und nach der op oftmals von den informationen und erfahrungen, die das forum liefert, profitiert habe, möchte ich nun selbst einen kleinen beitrag leisten. ich denke, dass das forum ne super sache ist - es stehen zwar nicht nur beruhigende sachen hierdrin, teils war ich kurz vor der op (da hab ich das forum hier erst entdeckt) durch einige berichte stark verunsichert, aber im großen und ganzen kann man doch sagen, dass mich die menge an positiven erfahrungen, die hier verewigt wurden, in meiner entscheidung für die op bestärkt haben.

heute - mehr etwas mehr als sechs wochen post op - kann ich von mir nur sagen, dass ich sehr, sehr, sehr, sehr...............glücklich bin, diesen schritt getan zu haben!!!! aber nun meine "story" von anfang an:

da mein unterkiefer ursprünglich zu weit vorne war, der oberkiefer viel zu weit hinten lag und (als ob das nicht schon genug wäre) mein kinn auch noch schumilike überentwickelt war, wurde bei mir der unterkiefer zurückgesetzt, der oberkiefer nach vorne geschoben und knochen aus dem kinn entnommen.

um die kiefer auf die op vorzubereiten, wurde bei mir ein jahr zuvor ne GNE (manuell!) durchgeführt; danach hab ich dann die zahnspange reinbekommen.

hab mir zum schluss echt die op herbeigesehnt, da mein unterkiefer durch die zahnspange noch einmal extra ausgeformt war und das a)hinderlich beim essen (wobei ich durch meine kieferfehlstellung da immer schon probleme hatte) und B) gar nicht mehr schön anzusehen war ;-)

nachdem die ganzen voruntersuchungen (abdrücke, röntgen, ct...) überstanden waren, ging es endlich los.

am 19. wurde ich eingeliefert - dummerweise hatte ich mich drei tage zuvor verkühlt (selbst schuld....) und hatte angst, dass alles verschoben werden müsste - glücklicherweise hat die narkoseärztin grünes licht gegeben - und meiner op stand nun nichts mehr im weg.

in der nacht vor der op hab ich dann doch, obwohl ich vorher eigentlich ziemlich ruhig an die sache rangegangen bin, angst gekriegt, bin dauernd zum spiegel gelaufen, konnte nicht schlafen, hab immer versucht mir einzureden, dass dr. dr. kater und sein team ja wüssten, was sie da mit mir machen...trotzdem die angst vor den op risiken blieb - und wurde nicht gerade besser, als ich am nächsten morgen eine halbe stunde allein auf dem op tisch auf meine narkose gewartet habe :)

über die folgenden 6 (?) stunden kann ich nichts sagen - außer, dass mir diese zeitspanne wie eine sekunde vorkam. als ich dann wieder zu mir gekommen bin, hab ich deshalb auch erst gedacht, ich wär noch gar nicht operiert worden, und mir erstmal an die lippen gefasst. nach einem "finger weg!nicht mit den fingern dadran" seitens der äußerst charmanten, liebevollen schwester der intensivstation, wusste ich dann aber bescheid - und bin erschöpft wieder eingeschlafen - der op tag ist bei mir nur bruchstückhaft in erinnerung. ich weiß nur noch, dass meine mum mit der digicam ein foto gemacht hat - und ich war echt verzweifelt, als ich das gesehen hab: überall blut, meine nase war ganz arg hochgedrückt, die nasenlöcher riesig und blutverkrustet, mein kinn kam mir viel zu kurz vor, magensonde, drainagenschläuche - ich war dermaßen entsetzt, dass ich hätte heulen können, und hab mich echt gefragt, warum ich das alles mit mir hab machen lassen. hinzu kam, dass ich auf grund meiner erkältung total verschleimt war, aber den mund nicht zum abhusten öffnen konnte (also: passt vor der op gut auf euch auf, dass ihr nicht krank werdet!!!). mir war zum kotzen zu mute. aber dann hab ich mir halt immer wieder eingeredet, dass ich das so wollte, dass ich mal an mein gesicht in 2 monaten denken soll, dass alles vorüber geht...man MUSS sich das ergebnis, was man sich mit der op erträumt, wirklich immer wieder vor augen führen, um das durch zustehen. am abend kam dann nochmal dr. kater vorbei und hat mich (gott sei dank) von der magensonde befreit (das war ein klacks - hat nur gekitzelt , und danach konnte ich schon wieder besser atmen) und mir (obwohl das eigentlich nicht geplant war) die gummizüge (oder was auch immer meine kiefer zusammengehalten hat) aufgetrennt - hach , da gings mir gleich viel besser. hab bei der gelegenheit auch erfahren, dass mir auch noch zwei weisheitszähne gezogen wurden ;-)

die nacht auf der intensivstation war dann seeeeeeeeeeeeeeeeeeehr lang. hatte zwar dank infusion KEINE schmerzen (ok, die schwellung hat was gedrückt, aber schmerzmäßig hatte ich mir das alles echt schlimmer vorgestellt), aber einen total trocknen mund (tipp: fencheltee...), konnte nicht schlafen und die kühlmaschine hat permanent direkt neben mir wie ein kühlschrank gebrummt. außerdem hatte ich ständig das gefühl, ich krieg keine luft (hing aber, glaue ich, mit der erkältung zusammen).

am nächsten tag gings dann auf die station A2 (super nette schwestern, die sich echt um einen kümmern, soweit es denn geht - allerdings haben auch die eine belastungsgrenze - es empfiehlt sich (wie das eben möglich ist) sich tagsüber besuch ins krankenhaus einzuladen).

die mir angebotene hühnersuppe bekam ich einfach nicht herunter, aber teetrinken klappte schon ganz gut. hab tagsüber die meiste zeit geschlafen.

eigentlich ist im krankenhaus nicht wirklich viel nennenswertes passiert: bin erstmal stark angeschwollen, sollte ununterbrochen kühlen, am 2. tag post op kamen die drainagen raus, bekam abwechselnd "Besuch" von dr. rana und dr. dr. kater, die mir diverse fragen ("geht meine nase auch wirklich noch runter?"....) geduldig beantworteten. das krankenhausessen von kieferchirugiepatienten war allerdings sehr gewöhnungsbedürftig (ich kann jedem nur raten, sich am abend vor der op nochmal richtig schön den bauch mit seinem lieblingsessen vollzuschlagen...). morgends milchbreisuppe, mittags spargelsuppe, abend möhrenbrei oder ALTERNATIV broccoliebrei. naja, besser als gar nichts. man nimmt wirklich gut ab dabei ;-)

hatte mich schon drauf eingestellt über weihnachten im krankenhaus bleiben zu müssen. an hlg abend kam dann aber überraschend dr.dr. kater rein und meinte, dass weihnachten ja eigentlich ein besonderes fest sei und er mich guten gewissens (weil sich ja auchkeine komplikationen bei mir ergaben) entlassen könnte. da war ich erstmal sprachlos - vor glück.

hatte wirklich nicht damit gerechnet, weihnachten mit meiner familie zu hause feiern zu können.

dann gings also schon am 4. tag post op nach hause - und ab da hatte ich das gefühl, wirklich zu genesen. mussten zwar zwischen den jahren nochmal zur kontrolle nach bad homburg, aber den weiten weg haben wir gerne auf uns genommen;

zu hause gings mir dann wirklich viel besser, als im krankenhaus: vertraute, liebe personen um mich rum, mein zimmer, mein laptop (;-)) und vor allem: essen, was ich wollte! oh ja, man ist nach so einer op wirklich nicht nur auf tütensuppe, alete und co. angewiesen. konnte immer das gleiche essen, wie meine familie - nur halt PÜRRIERT! es geht wirklich, man hat abweschslungsreiche kost, verschiedene geschmacksrichtungen, bekommt alle nährstoffe und vitamine und keinen heulkrampf, weil alle was leckeres essen, nur man selber nicht - wärmstens zu empfehlen.

joa...es ging nun echt bergauf. hab mich zwei wochen nach der entlassung wieder in die schule getraut...

seit 3 tagen (am 1.2. hatte ich meine abschlussuntersuchung in bad homburg)fange ich an nudeln, kartoffeln, fisch, weiches brot, kiwi usw. genüsslich zu kauen, bin also auch wieder restaurant fähig. seit zwei tagen spiele ich wieder geige, was auch sehr gut funktioniert. ich konnte sogar (wenn auch VORSICHTIG) weiberfastnacht feiern (rheinländerin!!!) - und dies war ein besonders schönes erlebnis: da ich mittlerweile richtig lächeln, lachen etc. kann, konnte ich auf jedem foto, was an diesem tag geschossen wurde richtig, von ganzen herzen straheln!!!! ich musste nicht mehr wie früher überlegen "hm, wie "posiere" ich jetzt am vorteilhaftesten, damit mein überbiss nicht so auffällt". einfach natürlich in die kamera gucken - was für andere normal ist, war für mich ein ganz neues erlebnis. man kann wirklich sagen, dass (abgesehen von der tatsache, dass meine zähne richtig aufeinanderstehen!!!) mein äußeres gewonnen hat - auch, wenn ich zuerst auf grund der schwellung einen richtigen schock gekriegt habe und sich mein gesicht wirklich sehr verändert hat, bin ich jetzt wirklich sehr zufrieden - und fühle mich iwie selbstbewusster! (die nase ist auch wieder runtergegangen ;-)). es hört sich furchtbar eitel an, aber es tut einfach gut, auch von anderen zu hören, wie harmonisch (und "niedlich" - kam auch ganz oft;-))mein gesicht jetzt wirkt (obwohl ich noch nicht 100 pro abgeschwollen bin)! und nach anfänglicher überraschung, hat sich jetzt auch mein gesamtes umfeld an mein neues aussehen gewöhnt!!!

ich würde das alles wirklich wieder machen - das ergebnis lässt alles "leid" , den schrecken bei den ersten blicken in den spiegel und die nicht so schöne krankenhauszeit vergessen! für mich hat sich alles absolut gelohnt - dies kann ich schon jetzt sagen!

an dieser stelle ein herzliches dankeschön an dr.dr. kater und sein team - für die medizinische betreuung und behandlung! ich hab mich in bad homburg sehr gut aufgehoben gefühlt! (ich weiß, dass der bericht objektiv sein soll, aber dies hindert mich nicht daran, eine subjektive, positive erfahrung

loszuwerden!!!)

so - nun hoffe ich, dass ich vielen, die noch eine op vor sich haben, weiterhelfen und sie motivieren konnte!

liebe grüße, eure elena

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Hallo Elena

herzlich Willkommen hier im Forum.

Ein schöner Bericht - schön lang vor allem.

Ich hoffe auch wie du, das die Erfahrungsberichte vielen Mut machen für ihre eigene OP.

LG Sven

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Herzlichen Glückwunsch zur überstandenen op,

schön zu hören wie glücklcih du bist, deshalb bin ich auf die bilerder voher und nacher noch gespanter:)))

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hi elena,

das ist ja ein traum von mir, wie du das so beshreibst.

also jetzt nicht das mit dem blut und den schmerzen oder so, weil in schönen träumen fällt das ja immer weg:lol:

aber das mit deinem ausshen ist ja einfach super!!!!!!!!!!!!!

werde nächsten donnerstag operiert und das wird auch endlich zeit, denn hab das problem wie du, viel zu kleine ok und der uk ist einfach riiiiieeesig!!!also schumi stell ich glatt in den schatten:-(

aber wundert mich ja dass die bei deír bimax und kinnreduktion gleichzeitig gemacht haben, bei mir hat man gesagt ich bräuchte dafür eine zweite op, aber so wirklich vertsehn tu ich das nicht, weil bei dir ging das ja anscheinend auch sehr gut.mhhh muss ich morgen den kc nochmal anflehen das in einerop zu machen:)

und u bist ja super schnell genesen, also lange im kh warts ja nicht.

einfach super

freu ich mich für dich!

(hoffentlich kann ich danach auch endlich mal ein paar schönes bilder von mir knippsen lassen ohne wie schumis tochter auszusehen)

beneide dich ja so:)

lg mandy

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