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Prinzessin81

Prinzessins OP am 25.1.08 in Bad Homburg

24.1.08 – Stationäre Aufnahme

Am 24.1. sollte ich um 14 Uhr stationär in den Hochtaunuskliniken aufgenommen werden und vorher noch einmal zu Dr. Kater in die Praxis kommen. Da ich schon ziemlich früh vor Ort war, habe ich erst einmal mit einigen Freunden telefoniert, bevor ich die Praxis betrat. In der Praxis habe ich dann erst einmal erfahren, dass bei mir jetzt wahrscheinlich doch keine Bimax mehr nötig wäre, sondern nur der Oberkiefer und evtl. das Kinn. Bei der OP- Simulation hatte der Biss nach der Oberkieferverlagerung schon so gut gepasst, dass die Unterkieferverlagerung nicht mehr nötig wäre. Somit hatten wir uns darauf geeinigt, dass ich mich auf eine Oberkieferverlagerung und Kinnplastik einstellen sollte. Letztendlich war ich aber immer noch skeptisch, ob es auch dabei bliebe und nicht während der OP doch klar würde, dass die Oberkieferverlagerung nicht ausreichte.

Viel Zeit darüber nachzudenken hatte ich nicht, denn anschließend machten wir- Sabine, meine Leidensgenossin, und ich- uns auf den Weg in die Klinik. Auf Station A2 angekommen wurde uns unser Zimmer zugewiesen. Da wir zusammen auf ein Zimmer wollten, kamen wir in ein 4-Bett- Zimmer, auf dem bereits 2 Damen lagen. Eine davon war Orkide, sie hatte gerade ihre GNE- OP hinter sich. Wir haben dann unsere Sachen ausgepackt, einige Unterlagen ausgefüllt und mussten anschließend zum Narkosegespräch. Gegen 17 Uhr waren wir dann endlich fertig und sind dann erst einmal zu Pizza Hut essen gegangen. Als wir gegen 19 Uhr wieder auf dem Zimmer angekommen sind, waren Orkide und Silke wach und so konnten wir uns noch etwas mit ihnen unterhalten. Im Laufe des Abends kam dann noch Dr. Rhana vorbei. Es wurden 3- D- Aufnahmen gemacht und unsere Mundöffnung gemessen. Ich habe danach noch mit meinen Eltern telefoniert und ging dann auch schon ziemlich früh schlafen. Auf die Schlaftablette habe ich verzichtet, ich konnte auch so gut schlafen.

25.1.08 – OP- Tag

Gegen 7.30 Uhr wurden wir geweckt und sollten uns auch schon langsam fertig machen für die OP, obwohl Sabine erst als 2. und ich erst als 3. dran kommen sollten. Ich war dann gegen 9.30 Uhr duschen, habe dann die OP- Sachen angezogen, die K.O. Tablette genommen und mich ins Bett gelegt. Irgendwie habe ich keine Wirkung der Tablette gespürt, ich habe gelesen, mich mit den Anderen unterhalten und gewartet. Als dann kurz vor 12 Uhr eine Schwester kam, mir das Bändchen ums Handgelenk befestigte und meinte, dass ich als 2. dran war, waren wir etwas irritiert. Sabine war nämlich fest als 2. eingeplant, weil ihre Chefin bei ihrer OP dabei sein wollte und gegen Mittag wieder nachhause musste. Die Schwester hat dann nochmals Dr. Kater angerufen und als sie wiederkam, blieb es dabei. Plan Änderung- ich als 2. und Sabine erst als 3.

Somit wurde ich zur Anästhesie gefahren. Dort angekommen wurde ich dann auf die OP vorbereitet und erstaunlicherweise ging es mir sehr gut. Wirklich aufgeregt war ich nicht, vielleicht lag es an der K.O. Tablette oder an der guten Stimmung in der Anästhesie. Alle waren sehr nett und machten ständig irgendwelche Scherze. Als die Narkose über die Vene eingeleitet wurde, war ich sehr schnell weg. Ich weiß noch, dass wir gerade beim Thema Fußball waren, dann war ich auch schon weg…

Ich hörte meinen Namen, als ich wach wurde… gehört habe ich alles, nur meine Augen konnte ich kaum aufhalten. Ich musste husten und das Erste, das mir aufgefallen ist… ich konnte sehr gut durch die Nase atmen. Eigentlich dachte ich immer, ich würde normal Luft bekommen, aber jetzt weiß ich, dass ich sooo nie durch die Nase atmen konnte.

„Sie hatte Glück… keine Bimax, nur Oberkiefer… sie kann zurück aufs Zimmer“ waren dann Worte, die ich mitbekommen habe. Somit wurde ich gegen 15.20 Uhr aufs Zimmer gefahren.

Als ich auf unserem Zimmer angekommen bin, konnte ich in Orkides Gesicht sehen, dass sie noch nicht mit mir gerechnet hatte. ;)

Ich bekam dann Infusionen, habe zwischendurch geschlafen und abends dann schon mit meinen Eltern telefoniert. Jede Schwester, die rein kam, meinte, wie viel Glück ich hätte, dass es bei mir doch nur der Oberkiefer war, der versetzt wurde.

Oh ja, ich hatte wirklich Glück… keine Intensivstation, keine Drainagen und Gott sei Dank auch keine Schmerzen.

Die Nacht war dann nicht so gut. Ich hatte Durst, konnte in der aufrechten Position nicht schlafen und die Nase ging schon immer mehr zu.

Als dann gegen 5 Uhr morgens die Nachtschwester kam, bekam ich dann einen Tee, den ich eh erst morgens mit der Spritze trinken konnte.

26.1.08 – Post- OP Tag 1

Morgens bekam ich dann auch schon zum ersten Mal dieses „leckere“ Essen. Ich frage mich bis heute, wie ich überhaupt etwas davon runter bekommen habe, aber wenn man Hunger hat, isst man wohl Alles. ;) Ich habe etwas von der Tomatensuppe gegessen bzw. mit der Spritze aufgezogen und versucht zu essen. Mehr ging nicht.

Gegen 10.30 Uhr wurde dann Sabine von der Intensiv aufs Zimmer gebracht. Es ging ihr leider nicht so gut. Kurz danach kam auch schon Dr. Rhana und hat uns die Gummis aufgeschnitten, den Splint sollten wir drin lassen.

Orkide durfte schon nachhause (Silke bereits am Freitag) und somit waren Sabine und ich von da an alleine auf dem Zimmer.

Meine Eltern kamen dann gegen Mittag zu Besuch, ich konnte schon gut reden, war aber trotzdem noch sehr müde, so dass meine Eltern dann nach dem Mittagessen in die Stadt gegangen sind. Sie waren dann bis abends da, bevor sie ins Hotel gefahren sind. Abends hat uns dann eine Schwester unsere Betten auf die andere Seite des Zimmers verschoben, so dass wir fernsehen konnten… konnten wir aber nicht, weil wir den Fernseher nicht anbekommen haben. Dass wir dafür eine andere Fernbedienung brauchten, haben wir dann erst am nächsten Tag erfahren.

Die Nacht war wieder schlimm. Die Zeit wollte einfach nicht vergehen und da ich tagsüber so viel geschlafen habe, war ich überhaupt nicht mehr müde. Ich bin dann ständig aufgestanden, um die Umschläge nass zu machen.

27.1.08 – Post- OP Tag 2

Vormittags kam dann Dr. Davids zur Kontrolle und um bei Sabine die Drainagen zu ziehen. Meine Eltern waren schon da und der Tag verging genauso wie der 1. Post- OP Tag. Die Schwellung nahm immer mehr zu und das Essen war immer noch bäh. Nachmittags sind meine Eltern dann wieder nachhause gefahren.

Abends kam dann Dr. Rhana, um neue 3- D- Aufnahmen zu machen, nochmals die Mundöffnung zu messen und zu fragen, ob wir Schmerzen haben.

In dieser Nacht habe ich dann etwas geschlafen, aber nicht wirklich viel. Wenigstens ist die Zeit, in der ich geschlafen habe, etwas schneller vergangen.

28.1.08 – Post- OP Tag 3

Morgens kam Dr. Edelmann zur Kontrolle und meinte, wir sollten dann vormittags in die Praxis kommen. Nach dem Duschen sind wir dann rüber, dort wurden dann die Schrauben entfernt. Wieder zurück in der Klinik bekamen wir die erste Lymphdrainage, das tat richtig gut. Mir ging es mittlerweile schon sehr gut, ich wusste schon gar nicht mehr, wie ich mich beschäftigen sollte. Mein Buch hatte ich fertig gelesen, meine Zeitschriften hatte ich auch schon durchgelesen, Rätsel gelöst. ;)

Abends wurden dann nochmals diese 3-D- Aufnahmen gemacht.

29.1.08 – Post- OP Tag 4

Morgens war dann Dr. Kater bei uns zur Kontrolle und meinte, wie könnten duschen gehen und sollten uns so viel wie möglich bewegen, um den Kreislauf in Schwung zu bringen. Nach dem Frühstück sollten wir dann zum Röntgen in den Keller. Leider war das Röntgengerät kaputt, so dass wie erst zur Lymphdrainage gegangen sind. Sie wollten dann nachmittags auf der Station anrufen, sobald das Gerät wieder funktionieren würde.

Danach sind wir dann unten zum Kiosk gegangen und haben uns neue Zeitschriften besorgt.

Nach dem Mittagessen, welches mal ausnahmsweise richtig gut war – es gab Kartoffeln und Brokkoli püriert – sind wir mit dem Fahrstuhl nach oben zum Patientencafe gefahren. Dort haben wir einige Fotos gemacht und mussten dann runter laufen, weil oben kein Fahrstuhl kommen wollte. Also an Bewegung mangelte es uns an diesem Tag mit Sicherheit nicht. ;)

Zurück auf dem Zimmer kam dann eine Schwester und schickte uns zum Röntgen zu Dr. Katers Praxis, weil das Gerät in der Klinik immer noch kaputt war. In der Praxis haben wir dann noch erfahren, was wir die nächsten Wochen essen dürfen und die Gipsmodelle bekommen.

Gegen Abend kam dann Dr. Kater noch einmal zu uns, um sich schon einmal von uns zu verabschieden, weil er am nächsten Tag nach Hannover musste.

Noch später am Abend wurden wir dann noch von Dr. Rhana besucht… er machte die letzten 3-D- Aufnahmen, hatte nochmals wegen Schmerzen gefragt und sich dann auch schon einmal von uns verabschiedet.

30.1.08 – Post- OP Tag 5

Heute durften wir endlich nachhause. Nach dem Frühstück und der Lymphdrainage sind wir dann noch einmal zur Kontrolle in die Praxis gegangen. Wieder zurück auf dem Zimmer haben wir die letzten Sachen zusammengepackt und durften uns auf den Nachhauseweg machen. Sabines Freund war bereits da und meine Eltern kamen dann auch, so dass es Richtung Heimat ging.

Fazit:

Ich persönlich würde diese OP jederzeit wieder machen. Aber ich hatte wirklich Glück… zu keinem Zeitpunkt hatte ich Schmerzen, die Schwellungen hielten sich in Grenzen und da meine OP nur 1,5 Stunden dauerte, war ich körperlich schon wieder sehr schnell fit.

Danke an Dr. Kater und sein Team! Ich habe mich immer sehr gut aufgehoben gefühlt.

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Hey,

schöner Bericht, der sehr viel Mut macht - zumindest mir ;-)

Und deine Bilder sehen auch toll aus. Scheinst nur noch ein wenig an den Lippen geschwollen zu sein, oder?

Weiterhin gute Besserung!

LG Christina

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Hey Christina,

stimmt, die Lippen, vorallem die Oberlippe, sind noch stark geschwollen, aber der Bereich um die Nase und um das Kinn auch noch. Optisch sieht man als erstes die dicke Lippe. ;) Zu diesem Zeitpunkt hätte ich gerne Lingualbrackets, weil die Lippe an die Brackets und den Bogen gedrückt wird. Man hat also ständig Abdrücke an der Innenseite und die tun etwas weh. Ich versuche den Bereich zu "polstern", indem ich ein Stück Taschentuch zwischen Oberlippe und Zähne lege, das klappt ganz gut.

LG,

Agnes

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Hey Agnes,

hört sich sehr gut an dein Bericht,

aber als deine Bettnachbarin habe ich dich ja gleich nach der OP gesehen,

und du hast es richtig bemerkt, ich war geschockt als ich dich geshen habe, denn du warst richtig fit, hat mich gefreut für dich, und für mich auch mußte ich nicht allein im Zimmer sein.

Aber für so ne OP sahst du echt gut aus, das hat mir auch mut für meine nächste op gemacht.

Die Bilder sehen auch sehr gut aus ,

du hast echt glück gehabt,

ich gönne es dir ,

hoffe du bist dann auch mit dem Ergebniss am ende der Schwellungen auch zufrieden.

LG

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Hey Orkide,

vielen lieben Dank!

Ich konnte genau sehen, dass du leicht erstaunt warst, als ich ins Zimmer gebracht wurde. Hatte ja selbst nicht damit gerechnet, dass ich sofort aufs Zimmer zurückgebracht wurde.

Aber schön, dass dir meine OP Mut macht. :) Du schaffst das auch! Mein Leitspruch war und ist immer: Was dich nicht umbringt, macht dich nur härter! Halt mir sehr geholfen, so zu denken.

LG,

Agnes

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Hi Agnes,

ich war ertsaunt aber auch froh für dich, das du so schnell da warst hies ja das es dir gut ging:)))

Das hat mich natürlich für dich sehr gefreut:))

Ja , ja ich versuch auch immer positiv zu denken,

und deshalb gings mir ja auch eigentlich sehr gut nach der op, jedenfalls besser als ich gedacht habe:)))

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Ach Agnes ,

hab letztens ein abenteuer erlebt, mit der GNE, deshalb lücke wieder zu, hab ich hier auch schon reingeschrieben kannst es lesen, will es hier nicht nochmal wiederholen:))

Ist ja auch dein Thema hier:)))

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