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Quina

OP oder Gummizüge – Habe Angst, mich falsch zu entscheiden!

Hallo an alle hier!

Die Themen Gummizüge und OP wurden hier ja bereits mehrfach diskutiert. Aber ich würde wirklich gern eure Meinung zu meinem Fall hören.

Ich habe eine Unterkieferrücklage von mindestens 8 mm (eher mehr). Meine Frontzähne im Unterkiefer sind ziemlich stark nach außen gekippt und maskieren dadurch ein wenig die tatsächliche Frontzahnstufe. Ich kann nicht locker meinen Mund schließen, sondern muss dazu die Lippen immer willentlich zusammenpressen. Auch beim Sprechen ist meine Mundpartie sehr angespannt. Nun stehe ich vor der Entscheidung, diese Unterkieferrücklage mit einer OP oder mit Gummizügen zu beheben.

Mein KFO hat mir die Risiken einer OP in den wirklich allerschwärzesten Farben ausgemalt, sogar von der realen Möglichkeit, dabei zu sterben, war die Rede. Stattdessen soll ich Gummizüge tragen, damit könnte man den Biss genauso gut schließen, nur ohne Risiko. Seid ihr hier alles so schwere Fälle, dass ihr ohne Diskussion operiert wurdet? Das würde mich interessieren. Ich finde eigentlich, mein Überbiss von 8 mm ist auch nicht gerade wenig.

Die Risiken der OP kenne ich mittlerweile zur Genüge, aber wie effektiv sind Gummizüge? Dazu habe ich einige Fragen:

- Kann man auch größere Frontzahnstufen damit beseitigen oder sind Gummizüge eher was für Feineinstellungen nach einer OP?

- Gleicht das Ergebnis dem einer OP, d.h. können Gummizüge die Stufe vollständig beseitigen?

- Funktionieren Gummizüge überhaupt noch im fortgeschrittenen Erwachsenenalter?

- Wie sieht es mit der Langzeitstabilität aus?

- Welche Nebenwirkungen haben Gummizüge?

Laut meinem KFO scheinen Gummizüge ja das kieferorthopädische Allheilmittel schlechthin zu sein. Leider kann ich das einfach nicht einschätzen. Ich habe ziemliche Angst vor einer OP, aber nicht weniger davor, mich falsch zu entscheiden. Einige Behandlungskonzepte sind ja hier nicht gerade unumstritten. Ich bin gespannt auf eure Antworten!

Liebe Grüße

Quina

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Hallo Quina,

so wie du erzählst, hört es sich arg danach an (ich möchte aber nichts voreilig behaupten!!), dass du einen KFO hast, der gerne in seine eigene Tasche wirtschaftet, als dem Patienten wirklich zu helfen!

Eine UK-Rücklage mit 8mm ist schon viel und ich wage es zu bezweifeln, dass man die Fehlstellung wirklich nur mit Gummis beheben könnte, denn ich meine, dass Gummis nur für Feineinstellungen zu gebrauchen sind bzw. für leichte Fehlstellungen.

Wie alt bist du eigentlich?

Weil der Erfolg der nicht-operierten Behandlung hängt auch stark vom Alter ab!

Ich bin mir auch grad nicht sicher, ob es überhaupt möglich ist, einen UK nur anhand vom Gummis nach vorne zu bewegen!?

Meine Frontzähne im Unterkiefer sind ziemlich stark nach außen gekippt und maskieren dadurch ein wenig die tatsächliche Frontzahnstufe.

Ist das eigentlich gesund, wenn die Zähne so stark gekippt sind?

Ich kann nicht locker meinen Mund schließen, sondern muss dazu die Lippen immer willentlich zusammenpressen. Auch beim Sprechen ist meine Mundpartie sehr angespannt.

Hast du auch ein Gummy-Smile, d.h. sieht man bei dir sehr viel Zahnfleisch beim lachen?

Mein KFO hat mir die Risiken einer OP in den wirklich allerschwärzesten Farben ausgemalt, sogar von der realen Möglichkeit, dabei zu sterben, war die Rede.

Würde mich auch mal interessieren, ob man wirklich an so einer OP sterben kann und wenn ja, - aufgrund der allgemeinen Narkose-Folgen oder weswegen?

Die Risiken der OP kenne ich mittlerweile zur Genüge, aber wie effektiv sind Gummizüge? Dazu habe ich einige Fragen:

- Kann man auch größere Frontzahnstufen damit beseitigen oder sind Gummizüge eher was für Feineinstellungen nach einer OP?

Wie schon gesagt, ich bin der Meinung, Gummis nur für Feineinstellungen bzw. sehr leichte Fehlstellungen.

- Gleicht das Ergebnis dem einer OP, d.h. können Gummizüge die Stufe vollständig beseitigen?

Bin in Sachen UK-RL zwar kein Experte, aber ich denke, das Ergebnis wird ohne OP nicht so perfekt sein, damit musst du rechnen!

- Funktionieren Gummizüge überhaupt noch im fortgeschrittenen Erwachsenenalter?

Es kommt drauf an, in welcher Ebene. Man kann Zähne immer nach unten oder zur Seite bewegen, aber ob man einen Unterkiefer mit Gummis 8mm nach vorne holen kann, -bin mir nicht so sicher, ob das funktioniert.

- Wie sieht es mit der Langzeitstabilität aus?

Wenn ein Retainer oder eine lose Spange nach Behandlungszeit in Gebrauch kommt, dann hast du gute Chancen auf Langzeitstabilität. Allerdings darf kein Zungenhabit vorliegen!!

- Welche Nebenwirkungen haben Gummizüge?

In meinem Fall hatte ich nach nur einer Woche etwas freiliegende Zahnhälse und immer noch empfindliche Eckzähne. Aber vielleicht liegt es auch dran, in welche Richtung gezogen wird! Ist anscheinend auch nicht die Regel, dass sowas passiert wie bei mir.

Viele berichten auch über Schmerzen, was bei mir allerdings nicht der Fall war.

Laut meinem KFO scheinen Gummizüge ja das kieferorthopädische Allheilmittel schlechthin zu sein.

Allheilmittel, weil es (je nach Fehlstellung) lange dauert, die Behandlung mit Gummis, und somit der KFO mehr Geld bekommt, wenn sich der KFC nicht einmischt und sich was wegknapselt.

Mit Gummis kann man viel bewegen! - Aber auch viel falsch machen!

Wenn du jetzt schon einen gezwungenen Lippenschluß hast, wird das definitiv durch eine Behandlung mit Gummis (ohne OP) nicht besser werden!

Du läufst Gefahr, (je nachdem, wie die Gummis eingesetzt werden), dass sich dein gezwungener Lippenschluß verschlechtert! (seeehr viele KFO's achten überhaupt nicht auf den Lippenschluß!!, am besten wäre, du sprichst ihn direkt darauf an)!

Ich wünsche dir alles Gute bei deiner Entscheidung!

LG, Anna

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Hallo Anna,

oh je, das hört sich gar nicht gut an. Mein verkrampfter Lippenschluss (und die daraus resultierenden Probleme beim Sprechen) war überhaupt erst DER ausschlaggebende Grund, mich in kieferorthopädische Behandlung zu begeben. Das habe ich dem KFO auch gesagt. Ich glaube, es geht ihm nicht um etwaige finanzielle Vorteile. Nein, er will nur nicht „mit Kanonen auf Spatzen schießen“. Nur würde die Krankenkasse die Kosten für die Behandlung inkl. OP in meinem Fall übernehmen. Ich dachte immer, die machen das nur bei ziemlich schweren Fällen.

Ich bin übrigens Mitte 30. Können Gummizüge da noch was bewirken? Wie gesagt, es geht nicht nur um 1-2 mm.

Ich habe ziemliche Angst vor so einer schweren OP und möchte nicht leichtfertig gravierende Risiken in Kauf nehmen. Zumindest dann nicht, wenn es auch eine gute Alternative gibt. Bloß wenn die Gummizüge meinen Lippenschluss nicht verbessern können, ist die ganze Behandlung reine Zeitverschwendung.

Liebe Grüße

Quina

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Hallo Quina,

vielleicht kannst du ja ein Foto von deinen Zähnen ins Bilderforum setzen? Dann kann man es besser beurteilen.. hast du einen offenen Biss? Oder hast du ein Gummy-Smile (zuviel Zahnfleisch beim lachen)? Liegt eine OK-Rücklage vor? All das muss man wissen, um überhaupt beurteilen zu können, was Sinn macht und welche Methoden in deinem Fall sogar noch verschlechtern würden.

Entschuldige, dass ich deinem KFO was unterstellt habe, es gibt natürlich auch viele KFO's, die einfach nicht auf dem neuesten Stand des Fortschrittes sind, denn gerade in der Kieferorthopädie gibt es einen gewaltigen Aufschwung. Immer neuere Methoden. Man möchte zwar von seinem KFO erwarten, dass er sich weiterbildet, aber es ist leider sehr oft nicht der Fall. Viele KFO's achten auch nur auf die richtige Verzahnung und lassen die Gesichtsästhetik völlig außer Acht. :-(

Wenn der KFO dir Gummis (ohne OP, ohne Implantate) einhängt, wirst du keinerlei Besserung auf deinen Lippenschluß haben!

Es gibt einige Meinungen hier im Forum, dass man durch die reine Gummi-Behandlung sogar eine Verschlechterung der Gesichtsästhetik bekommt.

Ich wollte dir jetzt deine Hoffnungen nicht kaputt machen, aber ich bin lieber ehrlich, dass du weißt, auf was du dich einlässt mit der Behandlung.

Je nach Fehlstellung gibt es schon noch nicht-operative Möglichkeiten!

Und wenn doch - lies mal die Erfahrungsberichte hier, bei uns ist noch niemand gestorben, und die Berichte sind mehr oder weniger positiv..

Wenn du einen erfahrenen Chirurgen hast, wird schon alles gut gehen!

Wegen der KK:

Ich denke, die Kosten werden (über 18 Jahre) immer übernommen, wenn eine Operation (Bimax, Monomax) gemacht werden muss.

Wenn keine Indizierung für eine OP vorliegt, übernimmt die KK die Kosten auch nicht! (also so hab ich es jedenfalls verstanden)

LG, Anna

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- Gleicht das Ergebnis dem einer OP, d.h. können Gummizüge die Stufe vollständig beseitigen?

Naja, die Gummizüge können zwar die Stufe beseitigen, aber das funktionelle und ästhetische Ergebnis wird aber an das einer OP nicht annähernd heranreichen. Dein KFO wird die oberen Frontzähne nach hinten kippen, die unteren noch ein gutes Stück nach vor (was Probleme nach sich ziehen kann) und die Frontzahnstufe wird damit beseitigt. Dass sich der Lippenschluss dadurch verbessern wird, wage ich zu bezweifeln. Die Ästhetik wird sich dadurch möglicherweise sogar verschlechtern.

Ich an deiner Stelle würde mich entweder operieren lassen (selbstverständlich inkl. KFO-Vorbehandlung) oder gar nicht behandeln lassen. Eine reine KFO-Behandlung wäre in so einem Fall bestenfalls Camouflage.

Die Tatsache, dass dein Lippenschluss so massiv gespannt ist, deutet übrigens darauf hin, dass auch ein vertikales Problem vorliegen könnte. Nicht wenige KFOs erkennen vertikale Fehlstellungen nicht und behandeln diese falsch!

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mein kfo meinte dass es auch diese möglichkeit gibt wie caesiaflava beschrieben hat (ich hate eine uk-rücklage von 10mm) er hat mir aber auch gesagt, dass diese möglichkeit weniger effektiv ist und das profil sich zum schlechteren verändern würde. jetzt habe ich mich operieren lassen und bin restlos glücklich. du kannst dir ja mal im bilderthread ein paar vorher-nachherfotos von unterkiefervorverlagerungen anschauen. sieht eigentlich so gut wie imemr nach einer op besser aus.. und diese ops sind jetzt auch nicht mehr so aufwändig und unangenehm wie früher.

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Vielen Dank für eure Antworten, das Forum hier ist wirklich Gold wert.

mein kfo meinte dass es auch diese möglichkeit gibt wie caesiaflava beschrieben hat (ich hate eine uk-rücklage von 10mm) er hat mir aber auch gesagt, dass diese möglichkeit weniger effektiv ist und das profil sich zum schlechteren verändern würde.

Was??? Von einer Profilverschlechterung hat mir niemand was gesagt. Und auch nichts von einer geringeren Effektivität. Letzteres hab ich zwar aus logischen Gründen schon vermutet, meine Bedenken diesbezüglich wurden aber abgetan.

Oder hast du ein Gummy-Smile (zuviel Zahnfleisch beim lachen)? Liegt eine OK-Rücklage vor? All das muss man wissen, um überhaupt beurteilen zu können, was Sinn macht und welche Methoden in deinem Fall sogar noch verschlechtern würden.

Ich habe hierzu unterschiedliche Meinungen gehört. Ein KFO hat mal gesagt, bei mir sieht man etwas zuviel Zahnfleisch, besonders im Seitenzahnbereich. Ein anderer meinte, ich hätte eher einen offenen Biss. Ich bin also ein Grenzfall. Mein OK liegt nicht zurück, nur mein UK. Trotzdem scheint meine Oberlippe irgendwie etwas zu kurz zu sein.

Entschuldige, dass ich deinem KFO was unterstellt habe, es gibt natürlich auch viele KFO's, die einfach nicht auf dem neuesten Stand des Fortschrittes sind, denn gerade in der Kieferorthopädie gibt es einen gewaltigen Aufschwung. Immer neuere Methoden. Man möchte zwar von seinem KFO erwarten, dass er sich weiterbildet, aber es ist leider sehr oft nicht der Fall. Viele KFO's achten auch nur auf die richtige Verzahnung und lassen die Gesichtsästhetik völlig außer Acht. :-(

Du brauchst dich nicht zu entschuldigen, stimmt ja alles. :-)

Wenn der KFO dir Gummis (ohne OP, ohne Implantate) einhängt, wirst du keinerlei Besserung auf deinen Lippenschluß haben!

Es gibt einige Meinungen hier im Forum, dass man durch die reine Gummi-Behandlung sogar eine Verschlechterung der Gesichtsästhetik bekommt.

Einigen KFO scheint ein richtiger (d.h. entspannter) Lippenschluss egal zu sein. Das wusste ich nicht, und ich verstehe es auch nicht.

Wegen der KK: Ich denke, die Kosten werden (über 18 Jahre) immer übernommen, wenn eine Operation (Bimax, Monomax) gemacht werden muss.

Wenn keine Indizierung für eine OP vorliegt, übernimmt die KK die Kosten auch nicht! (also so hab ich es jedenfalls verstanden)

Meine Kasse hat die Kostenübernahme bereits genehmigt.

Dein KFO wird die oberen Frontzähne nach hinten kippen, die unteren noch ein gutes Stück nach vor (was Probleme nach sich ziehen kann) und die Frontzahnstufe wird damit beseitigt.

Soweit ich das erklärt bekommen habe, soll genau das nicht passieren. Meine unteren Frontzähne sind ja bereits nach außen gekippt. Meine oberen Frontzähne wiederum dürfen auf keinen Fall zurückgezogen werden. Das würde ich nicht mitmachen. Ich habe die Erläuterungen des KFO so verstanden, dass nur mein Unterkiefer durch die Gummizüge nach vorne gezogen wird. Das wäre dann gewissermaßen eine skelettale Veränderung, keine reine dentale Anpassung. Genau wie bei einer OP, nur risikoloser.

Die Tatsache, dass dein Lippenschluss so massiv gespannt ist, deutet übrigens darauf hin, dass auch ein vertikales Problem vorliegen könnte. Nicht wenige KFOs erkennen vertikale Fehlstellungen nicht und behandeln diese falsch!

Kannst du mir näher erläutern, was du damit meinst? Bin sehr interessiert!

Liebe Grüße

Quina

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Und auch nichts von einer geringeren Effektivität.

damit meinte er glaub ich dass es auf lange zeit weniger gut hält als das bei einer op der fall ist.. aber ich hoffe ich sag jetzt nichts falsches, ist schon so lang her das gespräch!

aber das mit der profilverschlechterung ist ganz sicher so, er hat auch eine grafik gemacht, wie mein profil nach der op und nach einer reinen kfo-behandlung ausehen würde. (also keine simulation, nur so mit linien) und da war eindeutig klar, dass ich mich operieren lasse!

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damit meinte er glaub ich dass es auf lange zeit weniger gut hält als das bei einer op der fall ist.. aber ich hoffe ich sag jetzt nichts falsches, ist schon so lang her das gespräch!

Das wäre schrecklich, die ganze Quälerei für nichts.

aber das mit der profilverschlechterung ist ganz sicher so, er hat auch eine grafik gemacht, wie mein profil nach der op und nach einer reinen kfo-behandlung ausehen würde. (also keine simulation, nur so mit linien) und da war eindeutig klar, dass ich mich operieren lasse!

Wie genau hätte sich das Profil verschlechtert? Kannst du mir das bitte genauer beschreiben? Wäre es mehr konkav oder mehr konvex geworden?

Liebe Grüße

Quina

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Ich habe hierzu unterschiedliche Meinungen gehört. Ein KFO hat mal gesagt, bei mir sieht man etwas zuviel Zahnfleisch, besonders im Seitenzahnbereich. Ein anderer meinte, ich hätte eher einen offenen Biss. Ich bin also ein Grenzfall. Mein OK liegt nicht zurück, nur mein UK. Trotzdem scheint meine Oberlippe irgendwie etwas zu kurz zu sein.

Das kann beides der Fall sein! Bei mir ist es nämlich genauso - ich habe nur zuviel Zahnfleisch im Seitenzahnbereich und aufgrunddessen einen offenen Biss! Einige haben im Frontzahnbereich auch zuviel Zahnfleisch, das ist dann kein offener Biss, sondern ein "Vertikales Defizit", so wie caesiaflava es schon beschrieben hat! Einen offenen Biss kannst du ganz simpel selbst diagnostizieren. Den erkennt man daran, wenn deine Okklusion vorne (oder im Seitenzahnbereich) nicht richtig ist, d.h. wenn deine Zähne nicht richtig zusammenbeißen und eine Lücke zwischen OK und UK zu sehen ist.

Es kann auch gut sein, dass beide Kiefer zurück liegen, nur eben, dass dein UK noch weiter zurückliegt, und das mit dem OK dann nicht so auffällt.

(Mein OK liegt auch ein bißchen zurück, selbst wenn er im Moment noch weiter vorne ist wie der UK, aber das kommt vom offenen Biss, wird der beseitigt, rutscht der UK nach vorne und der OK würde bei mir dann wahrscheinlich etwas zurückliegen. Ist sehr kompliziert.. ;-)

Einigen KFO scheint ein richtiger (d.h. entspannter) Lippenschluss egal zu sein. Das wusste ich nicht, und ich verstehe es auch nicht.

Es wird noch einige Jahre dauern, bis KFO's darauf Acht nehmen. Eigentlich ist es ja nicht nur ein ästhetischer Blickpunkt, sondern auch ein gesundheitlicher, mit dem Lippenschluß. Denn wenn man keinen entspannten Lippenschluß hat, schnarcht man nachts, weil man den Mund ja nicht zu bekommt und ich habe durch das ständige Durch-den-Mund-atmen sogar eine Tonsillenhyperplasie bekommen, d.h. meine Rachenmandeln sind übermäßig groß, was auch nicht grad förderlich ist, genug Luft zu bekommen.

Ich glaub, ich wäre überrascht, wenn ich wüßte / spüren würde, wieviel Luft andere Menschen einatmen, weil bei mir ist es behindert durch die Tonsillenhyperplasie + zu enger OK + Ok-Rücklage. :-(

Meine Kasse hat die Kostenübernahme bereits genehmigt.

Hat deine Kasse die Kosten übernommen, mit der Bedingung, dass du eine OP machen musst, oder übernimmt sie die Kosten auch ohne OP?

Soweit ich das erklärt bekommen habe, soll genau das nicht passieren. Meine unteren Frontzähne sind ja bereits nach außen gekippt. Meine oberen Frontzähne wiederum dürfen auf keinen Fall zurückgezogen werden. Das würde ich nicht mitmachen. Ich habe die Erläuterungen des KFO so verstanden, dass nur mein Unterkiefer durch die Gummizüge nach vorne gezogen wird. Das wäre dann gewissermaßen eine skelettale Veränderung, keine reine dentale Anpassung. Genau wie bei einer OP, nur risikoloser.

Das würde mich auch mal interessieren, ob es möglich ist, mit Gummizügen eine skelettale Veränderung herbeizuführen!?????????

Kannst du mir näher erläutern, was du damit meinst? Bin sehr interessiert!

Das vertikale Problem heißt, dass einer deiner beiden Kiefer zuviel Knochenwachstum hat, und dadurch die Lippen gespannt sind. Also das was ich meinte mit Gummy-Smile. Vertikal heißt in dem Fall "in die Höhe gewachsen", also zu viel Knochensubstanz.

Liebe Grüße, Anna

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Die meisten Fragen wurden ja hier schon sehr fachkundig :) beantwortet. Also will nur hierzu

Trotzdem scheint meine Oberlippe irgendwie etwas zu kurz zu sein.
Stellung nehmen.

In den aller seltensten Fällen ist die Ursache für einen schlechten Lippenschluss ein Weichteilproblem (also eine kurze Unterlippe). In der Regel ist nicht die Oberlippe zu kurz, sondern der Oberkiefer steht zu tief (Oberkiefertiefstand = vertikaler Exzess =oftmals Gummy-Smile). Leider wird dies von KFOs oft völlig falsch eingeschätzt. Meine Schwester war vor kurzem bei einer KFO, die meinte, dass ihre Oberlippe sehr kurz wäre. Eine Woche später stellte der MKG fest, dass ihre Oberlippe eher lang wäre und dennoch ein Lippenschlussproblem vorliegt, weil der OK zu tief steht. Ich glaube zu 100% dem MKG. (Jeder, den es interessiert, mag sich von der Sache selbst ein Bild machen http://www.bracket.at/images/vorher_nachher/antonia_nachher/index.html)

Ich habe die Erläuterungen des KFO so verstanden, dass nur mein Unterkiefer durch die Gummizüge nach vorne gezogen wird. Das wäre dann gewissermaßen eine skelettale Veränderung, keine reine dentale Anpassung. Genau wie bei einer OP, nur risikoloser.
Falls du schon ausgewachsen bist, dann irrt sich dein KFO gewaltig! Mit dieser Methode könnte er bestensfalls einen habituelle Okklussion herstellen (was eigentlich nichts bringt!), jedoch keine zentrische Okklusion (nicht seitenverschobene Position beider Kondylen bei

physiologischer Kondylus-Diskus-Relation)

Das heißt du würdest nach der Behandlung nur dann eine Regelverzahnung aufweisen, wenn du deinen UK aktiv nach vorne geschoben hältst.

Mein Fazit: Das war wieder einmal eines der unzähligen Beispiele dafür, wie unfähig viele KFOs leider sind. (Wofür haben diese Leute eine so lange Ausbildung genossen!?!?!)

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Das kann beides der Fall sein! Bei mir ist es nämlich genauso - ich habe nur zuviel Zahnfleisch im Seitenzahnbereich und aufgrunddessen einen offenen Biss!

Genau das habe ich wahrscheinlich, allerdings sieht man bei mir im Seitenzahnbereich nicht deutlich zuviel Zahnfleisch. Ist eigentlich fast noch im Bereich normaler Sehgewohnheiten.

Es kann auch gut sein, dass beide Kiefer zurück liegen, nur eben, dass dein UK noch weiter zurückliegt, und das mit dem OK dann nicht so auffällt.

Das kann durchaus sein, allerdings dachte ich immer, die KFO können das anhand der Röntgenbilder sehen bzw. berechnen. Es kann deswegen sein, weil ich bereits als Kind wegen meines gravierenden Daumenlutschergebisses behandelt wurde. Da wurde mit herausnehmbaren Spangen versucht (glaube ich zumindest), das Unterkieferwachstum zu fördern und das Oberkieferwachtum zu hemmen. Ich habe sogar schon danach gefragt, ob mein Oberkiefer richtig steht. Das wurde bejaht, allerdings merkwürdig zögerlich. Wie soll man da Vertrauen entwickeln.

Hat deine Kasse die Kosten übernommen, mit der Bedingung, dass du eine OP machen musst, oder übernimmt sie die Kosten auch ohne OP?

Sorry, ich habe mich wohl etwas unklar ausgedrückt. Wie bei allen Erwachsenen hier in Deutschland gilt auch bei mir: Nur mit OP. Was ich nicht verstehe: Für die Krankenkasse scheine ich ja ein ausreichend schwerer Fall zu sein, sonst würde sie ja die Behandlung nicht übernehmen. Die Mehrheit der von mir befragten KFO denkt aber anders darüber und hält eine OP in meinem Fall für übertrieben. Natürlich bin ich nun schrecklich verunsichert. Ich möchte mich nicht leichtfertig einer so schweren und gefährlichen OP unterziehen, zumindest dann nicht, wenn ich auch anders ans Ziel kommen. Auf der anderen Seite will ich nicht (schon wieder) einen halbherzigen Kompromiss eingehen, der nach ein paar Jahren nicht einmal mehr das ist. Außerdem: Mein Überbiss und meine angespannten Lippen behindern mich schon nicht ganz unbeträchtlich beim Sprechen.

Das würde mich auch mal interessieren, ob es möglich ist, mit Gummizügen eine skelettale Veränderung herbeizuführen!?????????

Vor allem bei nicht mehr blutjungen Erwachsenen - obwohl ich finde, das du noch dazugehörst :-). Die KFO, mit denen ich geredet habe, wurden diesbezüglich immer ein wenig schwammig.

Das heißt du würdest nach der Behandlung nur dann eine Regelverzahnung aufweisen, wenn du deinen UK aktiv nach vorne geschoben hältst.

Genau diese Befürchtung habe ich bei einem meiner letzten Termine geäußert, es wurde mir aber versichert, dass dem nicht so sei.

Meine Schwester war vor kurzem bei einer KFO, die meinte, dass ihre Oberlippe sehr kurz wäre. Eine Woche später stellte der MKG fest, dass ihre Oberlippe eher lang wäre und dennoch ein Lippenschlussproblem vorliegt, weil der OK zu tief steht. Ich glaube zu 100% dem MKG.

Als totaler Laie will nicht pauschal an der Kompetenz aller KFO zweifeln. Merkwürdig bis unheimlich ist das Ganze aber schon.

Liebe Grüße

Quina

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Das kann durchaus sein, allerdings dachte ich immer, die KFO können das anhand der Röntgenbilder sehen bzw. berechnen. Es kann deswegen sein, weil ich bereits als Kind wegen meines gravierenden Daumenlutschergebisses behandelt wurde. Da wurde mit herausnehmbaren Spangen versucht (glaube ich zumindest), das Unterkieferwachstum zu fördern und das Oberkieferwachtum zu hemmen. Ich habe sogar schon danach gefragt, ob mein Oberkiefer richtig steht. Das wurde bejaht, allerdings merkwürdig zögerlich. Wie soll man da Vertrauen entwickeln.

Ob der OK zu weit zurück liegt, ist nicht nur reine Verrechnungssache. Bzw. man muss eben noch andere Kriterien dazurechnen, d.h. ob der Patient ein abgeflachtes Mittel- bzw. Untergesicht hat usw., aber wie gesagt, sehr sehr viele KFO schauen nur auf die Verzahnung, und lassen die Gesichtsasthetik und manchmal sogar gesundheitliche Probleme völlig außer Acht!

Sorry, ich habe mich wohl etwas unklar ausgedrückt. Wie bei allen Erwachsenen hier in Deutschland gilt auch bei mir: Nur mit OP. Was ich nicht verstehe: Für die Krankenkasse scheine ich ja ein ausreichend schwerer Fall zu sein, sonst würde sie ja die Behandlung nicht übernehmen. Die Mehrheit der von mir befragten KFO denkt aber anders darüber und hält eine OP in meinem Fall für übertrieben. Natürlich bin ich nun schrecklich verunsichert. Ich möchte mich nicht leichtfertig einer so schweren und gefährlichen OP unterziehen, zumindest dann nicht, wenn ich auch anders ans Ziel kommen. Auf der anderen Seite will ich nicht (schon wieder) einen halbherzigen Kompromiss eingehen, der nach ein paar Jahren nicht einmal mehr das ist. Außerdem: Mein Überbiss und meine angespannten Lippen behindern mich schon nicht ganz unbeträchtlich beim Sprechen.

Wenn man eine OP benötigt, kommt es nicht mehr drauf an, ob man ein schwerer oder ein leichter Fall ist. Mir wurde auch von zig KFO's gesagt, ich würde keine OP benötigen, habe dann selbst recherchieren müssen und erfahren, dass man das EIGENTLICHE Problem teilweise zwar rein kieferorthopädisch behandeln könnte, aber da wäre dann mein insufizienter Lippenschluß, mein zu schmaler Oberkiefer und und und......

D.h. wenn du dich jetzt ohne OP behandeln lässt, musst du die ganzen Kosten tragen!?

Inwiefern hast du Probleme mit dem Sprechen?

Bei mir ist es nur so, dass ich mich manchmal schäme beim sprechen, weil wenn ich meinen verkrampften Mund bewege, sieht das richtig dämlich aus (anderen fällt es vielleicht nicht so sehr auf, aber mir schon) :-P

LG, Anna

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Hi Quina,

das meiste haben Anna und caesiaflava schon beantwortet.

Aus welcher Gegend kommst Du?

Schau mal hier nach, wer vielleicht hier einen KFO in Deiner Nähe hatte.

Klar sind die Risiken möglich die der KFO erzaehlt hat. Aber ein guter KFC wird da weniger Probleme mit haben. (Nervverletzung o.ä.) von daher

würde ich Dir auch empfehlen, einen KFO aufzusuchen und

eine OP in Erwägung zu ziehen (bei mehr als 8mm wird er das wohl befürworten!). Im Nachhinein empfand ich die OP als nicht so schlimm!

Bist Du Privatversichert?

Und geh noch zu einem anderen KFO, falls Du zum jetzigen kein Vertrauen mehr hast..

Viel Erfolg.

michael

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(offtopic, sorry)

hey Michael,

hab grade erst gesehen, dass du deine Spange ja nun seit 5 Tagen draußen hast! Glückwunsch!! muss bestimmt ein tolles Gefühl sein *grml-* *neidisch-bin* ;-) LG, Anna

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Mir wurde auch von zig KFO's gesagt, ich würde keine OP benötigen, habe dann selbst recherchieren müssen und erfahren, dass man das EIGENTLICHE Problem teilweise zwar rein kieferorthopädisch behandeln könnte, aber da wäre dann mein insufizienter Lippenschluß, mein zu schmaler Oberkiefer und und und......

Wirklich? Wenn eine Behandlung mit Gummizügen mein Lippenproblem nicht verbessern kann, werde ich sie nicht machen. Ganz einfach. Was ich nicht verstehe, warum ich vom KFO darüber nicht aufgeklärt werde.

Das Thema Kostenübernahme durch die Krankenkasse würde ich dir lieber in einer PN erzählen... ist ein wenig kompliziert.

Inwiefern hast du Probleme mit dem Sprechen?

Bei mir ist es nur so, dass ich mich manchmal schäme beim sprechen, weil wenn ich meinen verkrampften Mund bewege, sieht das richtig dämlich aus (anderen fällt es vielleicht nicht so sehr auf, aber mir schon) :-P

Ist bei mir ganz genauso, aber ich finde, das ist schon eine ziemliche Einschränkung - nicht nur eine rein ästhetische.

@michael_32

Danke für Deine Ermunterung. Ich wohne momentan im Süden Ostdeutschlands. Auch von mir herzlichen Glückwunsch zur Spangenentfernung, falls sie überhaupt schon raus ist. Ich hab das eher so verstanden, dass die Spange in 5 Tagen rauskommt.

Liebe Grüße

Quina

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Wirklich? Wenn eine Behandlung mit Gummizügen mein Lippenproblem nicht verbessern kann, werde ich sie nicht machen. Ganz einfach. Was ich nicht verstehe, warum ich vom KFO darüber nicht aufgeklärt werde.

Das Thema Kostenübernahme durch die Krankenkasse würde ich dir lieber in einer PN erzählen... ist ein wenig kompliziert.

Ja, das ist bei mir (sowie vielen anderen hier im Forum) wirklich so, dass man nicht wirklich aufgeklärt wird. Leider.

Der KFO klärt dich entweder nicht auf, weil er selbst keine Ahnung davon hat (vielleicht wird bspw. der "entspannte Mundschluß" im Studium nicht durchgenommen), oder er möchte, dass du dich nicht für die OP entscheidest, weil er dann mehr verdient.

@michael_32

Danke für Deine Ermunterung. Ich wohne momentan im Süden Ostdeutschlands. Auch von mir herzlichen Glückwunsch zur Spangenentfernung, falls sie überhaupt schon raus ist. Ich hab das eher so verstanden, dass die Spange in 5 Tagen rauskommt.

Liebe Grüße

Quina

Ach stimmt ja, hab das "until" völlig überlesen. :-P

Na dann kann er sich ja schonmal vorfreuen ;-)

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Ja, das ist bei mir (sowie vielen anderen hier im Forum) wirklich so, dass man nicht wirklich aufgeklärt wird. Leider.

Der KFO klärt dich entweder nicht auf, weil er selbst keine Ahnung davon hat (vielleicht wird bspw. der "entspannte Mundschluß" im Studium nicht durchgenommen), oder er möchte, dass du dich nicht für die OP entscheidest, weil er dann mehr verdient.

Man kommt dank Internet zwar heute einfacher an medizinische Fachinformationen heran. Allerdings tue ich mich trotzdem schwer damit, zu beurteilen, wann welche kieferorthopädische Maßnahme gerechtfertigt ist und wann nicht. Das betrifft natürlich zuerst die Entscheidung, ab wann eine OP gerechtfertigt ist.

Ein anderes Beispiel ist das Thema Engstand: Warum wird in einem Fall eine GNE gemacht und in einem anderen Fall die Prämolaren zur Platzbeschaffung gezogen? Das Beschleifen der Zähne ("Stripping") wird wohl nur in leichten Fällen angewandt, soviel habe ich schon mitbekommen. Doch diese Methode hat bestimmt auch ihre Risiken. Und kann man eigentlich auch bei einem leichten Fall eine GNE machen? Ich hab mal gehört, dass bei einigen Leuten durch die GNE auch der Unterkiefer nach vorne gekommen ist. Kann das sein? Fragen über Fragen, aber beginne gerade erst, in die ganze Thematik einzutauchen.

@caesiaflava

Zum Thema Oberkiefertiefstand: Ich muss mal sehen, wie ich das abklären kann. Sollte das auch bei mir vorliegen, würde ja nur eine Bimax ein hundertprozentiges Ergebnis bewirken – oder sehe ich das falsch? Übrigens würde ich auch eher dem MKG als dem KFO glauben, nicht nur im Fall Deiner Schwester.

Liebe Grüße

Quina

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Zum Thema Oberkiefertiefstand: Ich muss mal sehen, wie ich das abklären kann. Sollte das auch bei mir vorliegen, würde ja nur eine Bimax ein hundertprozentiges Ergebnis bewirken – oder sehe ich das falsch? Übrigens würde ich auch eher dem MKG als dem KFO glauben, nicht nur im Fall Deiner Schwester.
Es ist sehr wahrscheinlich, dass man dann nur mit einer Bimax ein gutes Ergebnis erzielen kann. Nachdem du eine Frontzahnstufe von mind. 8 mm hast und dir gar nicht sicher bist, ob dein OK überhaupt zu tief steht, kann man davon ausgehen, dass du im Fall eines leichten OK-Tiefstandes eine Bimax bräuchtest.

In extremeren Fällen von OK-Tiefstand kann es aber aureichend sein nur den OK zu impaktieren (höher zu setzen). Nach Hochsetzen des OK macht der UK eine anteriore Rotationsbewegung (Autorotation) und kommt somit weiter nach vorne. Es kommt dadurch zu einer Behebung der Frontzahnstufe.

Warum wird in einem Fall eine GNE gemacht und in einem anderen Fall die Prämolaren zur Platzbeschaffung gezogen? Das Beschleifen der Zähne ("Stripping") wird wohl nur in leichten Fällen angewandt, soviel habe ich schon mitbekommen. Doch diese Methode hat bestimmt auch ihre Risiken.
Es ist leider tatsächlich so, dass oftmals in Fällen, in denen eine GNE sinnvoll wäre die Prämolaren gezogen werden und möglicherweise auch umgekehrt.

Eigentlich sollte bei der Entscheidung ob GNE oder Prämolarenextraktion solllten mehrere Faktoren beachtet werden. Ästhetisch wichtig ist das Verhältnis zwischen Weichteilen und der skelettalen Transversalen (Zahnbogenbreite). Wenn hier ein Missverhältnis besteht, sodass das Lächeln unästhetisch aussieht, wird man eher zu einer GNE tendieren. Aber auch funktionelle Aspekte kommen zum tragen: Besteht eine Behinderung der Nasenatmung durch den Schmalkiefer...(wenn ja, dann GNE)

Eine ASR ist vor allem dann sinnvoll, wenn nicht der Kiefer zu schmal ist, sondern die Zähne zu breit sind (eher selten).

Ich hab mal gehört, dass bei einigen Leuten durch die GNE auch der Unterkiefer nach vorne gekommen ist.
Nach meinem Wissenstand kann ich mir das beim besten Willen nicht vorstellen. Vielleicht hat hier jemand die GNE mit einer OK-Impaktion verwechselt.

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Man kommt dank Internet zwar heute einfacher an medizinische Fachinformationen heran. Allerdings tue ich mich trotzdem schwer damit, zu beurteilen, wann welche kieferorthopädische Maßnahme gerechtfertigt ist und wann nicht. Das betrifft natürlich zuerst die Entscheidung, ab wann eine OP gerechtfertigt ist.

Mir fiel es anfangs auch sehr schwer. Du solltest dir so viel Wissen wie möglich aneignen und ein gutes Körpergefühl haben (d.h. dich in deinen Körper hineinfühlen und an den Zähnen "abtasten", was nicht in Ordnung sein könnte).

Wir könnten dir hier wahrscheinlich eher helfen, wenn du ein Foto von deinen Zähnen (Zusammenbiss) posten würdest, muss ja kein Foto sein, auf dem du komplett zu sehen bist, wenn du das nicht möchtest, aber ist ja ganz klar deine Entscheidung und ich kann es vollkommen verstehen, wenn man das nicht machen will. Wollte es nur mal so am Rande erwähnen, dass man dir dann eher (konkreter) Tipps geben könnte.

Mal ein paar Tipps zur "Selbst-Diagnose". Möchte aber dazusagen, dass dies nicht zu hoch bewertet werden soll, weil wir sind ja keine Profi's, es sollte nur ein Anhaltspunkt sein:

1. Wenn du beim lachen viel Zahnfleisch siehst, wirst du aller Wahrscheinlichkeit nach einen Oberkiefertiefstand haben.

2. Wenn deine Oberlippe (im Vergleich zu der Unterlippe!!!!) sehr schmal ist, könntest du einen Oberkieferrückstand haben.

3. Wenn kein kleiner Teelöffel an deinen Gaumen passt, dann liegt vllt. ein Oberkieferengstand vor. (ist zumindest bei mir so, dass da kein Löffel hinpasst, und diejenigen, die einen normalen Kiefer haben, die ich gefragt habe, meinen es würde bei ihnen passen. Weiß aber nicht, ob das ein wirklicher Indiz dafür ist.)

Ab wann eine OP gerechtfertigt ist, liegt meist auch im Auge des Betrachters. Mir hat einmal ein Kieferchirurge gesagt, ich könne die Fehlstellung auch so belassen, schließlich gibt es Kieferfehlstellungen schon seit es die Menschheit gibt und früher haben die Menschen auch so leben müssen.

Meiner Meinung nach ein unangebrachter Spruch, weil die Menschen damals ja nichts dagegen machen konnten und trotzdem vllt. gelitten haben.

Und darauf kommt es u.a. auch drauf an.

Wenn gesundheitliche Beeinträchtigungen (Kiefergelenksabnutzungen usw.) vorliegen, dann ist eine OP mehr als angebracht, wenn es durch alleinige Orthopädie nicht mehr funktioniert.

Wenn allerdings keine gesundheitlichen Beschwerden vorliegen, und von einem seriösen Arzt diagnostiziert wird, dass man mit den Jahren auch wahrscheinlich mit keinen Problemen zu rechnen hat, dann liegt es in deiner Hand, ob du mit deinem Gebiss zurecht kommst und dich in deinem Körper überhaupt noch wohl fühlst. Ist das der Fall, dann würde ich von einer OP abraten.

Bist du allerdings unzufrieden und es lässt sich durch Orthopädie nichts machen, dann finde ich es völlig okay, für seine Schönheit und Ästhetik etwas machen zu lassen. Der Kiefer nimmt schließlich einen Großteil des Gesichts und der Mimik / Gestik und somit "Wie man bei anderen rüberkommt / was man für einen Eindruck macht" ein.

Außerdem kompensiert der Körper meist die Fehlstellung. Und das kann so vielfältig wie die Artenvielfalt im Dschungel sein. ;-)

Falls sich dieses Kompensieren negativ auswirkt, sollte man über eine OP nachdenken.

Ich denke, viele Menschen mit einer Kieferfehlstellung haben auch Depressionen. Schon allein deswegen, weil man etwas hat, was nicht einfach so wegzumachen ist, und man sich vor einem riesigen Berg stehen sieht, deren Kraftaufwendungen um rüberzukommen für manch einen nicht zu bezwingen sind. Ein Teufelskreis.

Ein anderes Beispiel ist das Thema Engstand: Warum wird in einem Fall eine GNE gemacht und in einem anderen Fall die Prämolaren zur Platzbeschaffung gezogen? Das Beschleifen der Zähne ("Stripping") wird wohl nur in leichten Fällen angewandt, soviel habe ich schon mitbekommen. Doch diese Methode hat bestimmt auch ihre Risiken. Und kann man eigentlich auch bei einem leichten Fall eine GNE machen? Ich hab mal gehört, dass bei einigen Leuten durch die GNE auch der Unterkiefer nach vorne gekommen ist. Kann das sein? Fragen über Fragen, aber beginne gerade erst, in die ganze Thematik einzutauchen.

Ich bin der Meinung, man sollte in den allerwenigsten Fällen gesunde Zähne ziehen. Ich denke, auch dies ist eine Wissenslücke eines ZA / KFO. Und es löst nicht das eigentliche Problem.

Wie soll denn eine knöcherne Struktur (Oberkiefer) durch "Zähne ziehen" breiter werden? - Geht nicht!

Eine Behebung des eigentlichen Problems halte ich in allen Fällen für einen stabileren, langjährigen Behandlungserfolg!

Ich würde mir niemals gesunde Zähne ziehen lassen (Ausnahme: Weißheitszähne, die irgendwie falsch gewachsen sind o.ä.), und auch nicht die Zähne arg anschleifen lassen.

LG Anna

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Wirklich? Wenn eine Behandlung mit Gummizügen mein Lippenproblem nicht verbessern kann, werde ich sie nicht machen. Ganz einfach. Was ich nicht verstehe, warum ich vom KFO darüber nicht aufgeklärt werde.

Das Thema Kostenübernahme durch die Krankenkasse würde ich dir lieber in einer PN erzählen... ist ein wenig kompliziert.

Ist bei mir ganz genauso, aber ich finde, das ist schon eine ziemliche Einschränkung - nicht nur eine rein ästhetische.

@michael_32

Danke für Deine Ermunterung. Ich wohne momentan im Süden Ostdeutschlands. Auch von mir herzlichen Glückwunsch zur Spangenentfernung, falls sie überhaupt schon raus ist. Ich hab das eher so verstanden, dass die Spange in 5 Tagen rauskommt.

Liebe Grüße

Quina

Hi, Quina,

Süden Ostdeutschlands sind einige, die in Dresden oder so operiert wurden. Da ist also Erfahrung im Forum vorhanden. Besuch doch mal einen der genannten KFC. (Falls es nicht zu weit ist, würde ich mir auch mal Nürnberg überlegen)

Nein, die Spange kommt erst nächste Woche raus, danke für die Glückwünsche vorab...

michael

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Vielen Dank erst mal an Euch alle für die ganze Mühe, die Ihr euch hier gebt. Ich wünschte nur, das wäre bei den KFO auch so.

@michael

an Dresden hab ich auch schon gedacht, an die dortige Uniklinik.:-)

Es ist sehr wahrscheinlich, dass man dann nur mit einer Bimax ein gutes Ergebnis erzielen kann. Nachdem du eine Frontzahnstufe von mind. 8 mm hast und dir gar nicht sicher bist, ob dein OK überhaupt zu tief steht, kann man davon ausgehen, dass du im Fall eines leichten OK-Tiefstandes eine Bimax bräuchtest.

Vor zwei Jahren hat ein MKG mal gesagt hat, im Falle einer OP wäre bei mir eventuell eine Bimax nötig, weil man etwas zu viel Zahnfleisch sieht. Damals habe ich mich noch gewundert, weil mir das noch nie zuvor aufgefallen war. Aber Laien fallen ohnehin nur ziemlich ausgeprägte Fehlstellungen auf. Mein Zahnbogen im Oberkiefer ist ziemlich nach oben „gebogen“ (ich weiß nicht, wie ich das anders ausdrücken soll). Im Bereich der Frontzähne ist kaum Zahnfleisch zu sehen ist, dafür an den Seiten etwas mehr. Hier ein Foto reinzustellen, kostet mich ziemliche Überwindung, selbst wenn nur die Mundpartie zu sehen ist. Ich versuche es mal.

3. Wenn kein kleiner Teelöffel an deinen Gaumen passt, dann liegt vllt. ein Oberkieferengstand vor. (ist zumindest bei mir so, dass da kein Löffel hinpasst, und diejenigen, die einen normalen Kiefer haben, die ich gefragt habe, meinen es würde bei ihnen passen. Weiß

aber nicht, ob das ein wirklicher Indiz dafür ist.)

Ich habe es gleich versucht und erst einen normalen Teelöffel genommen, dann einen kleinen. Muss der Teelöffel eigentlich ganz reinpassen, d.h. muss die gewölbte Seite am höchsten Punkt des Gaumens zu spüren sein? Dann passt nicht mal der kleinere.

Ich würde mir niemals gesunde Zähne ziehen lassen (Ausnahme: Weißheitszähne, die irgendwie falsch gewachsen sind o.ä.), und auch nicht die Zähne arg anschleifen lassen.

Beim Stripping werden die Zähne eigentlich nicht stark beschliffen, oder? Aber was weg ist, ist weg und kommt nicht wieder. Das muss man sich auch vor Augen führen.

Ab wann eine OP gerechtfertigt ist, liegt meist auch im Auge des Betrachters. Mir hat einmal ein Kieferchirurge gesagt, ich könne die Fehlstellung auch so belassen, schließlich gibt es Kieferfehlstellungen schon seit es die Menschheit gibt und früher haben die Menschen auch so leben müssen.

Meiner Meinung nach ein unangebrachter Spruch, weil die Menschen damals ja nichts dagegen machen konnten und trotzdem vllt. gelitten haben.

Ja, meiner Meinung nach auch. Ganz früher wurde ohne Narkose und unter unvorstellbaren hygienischen Bedingungen operiert. Kein normaler Mensch hätte sich unters Messer gelegt, wenn es zu vermeiden gewesen wäre. Mit dem Argument kann man gegen viele OPs sein, denn absolut lebensnotwendig sind nur wenige. Und mit Schmerzen – egal ob mit körperlichen oder seelischen - kann man leben. Fragt sich nur, wie.

Natürlich spielt der ästhetische Aspekt bei der KFO-Behandlung auch für mich eine wichtige Rolle. Und wie alle Menschen möchte ich natürlich gern das bestmöglichste Ergebnis erzielen. Ich habe aber das Gefühl, dass genau das als vermessen angesehen wird. Außerdem wird einem immer implizit unterstellt, man wolle eh nur sein Aussehen „optimieren“. Mich haben aber zum Beispiel meine (vormals) ziemlich schiefen Zähne kaum gestört. Aber die Beeinträchtigung meines Sprechens durch den Überbiss und den mangelhaften Lippenschluss fand ich schon immer furchtbar. Und da kann ja scheinbar nur eine OP helfen.

Liebe Grüße

Quina

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