netsnake

Bimax vor einer Woche in Augsburg - gute Wahl

nach nunmehr fast einer Woche, seit meiner Bimax - OP in Augsburg möchte ich (35-jähriger Familienvater vom Bodensee) hier auch einen kleinen Erfahrungsbericht beisteuern.

Zu aller erst möchte ich Euch mitteilen, das es nicht so dramatisch und schmerzhaft ist wie man sich es vielleicht vorstellt. Ich hatte bis kurz vor der OP auch ein relativ großes beängstigendes Gefühl, doch lies ich es schlichtweg auf mich zu kommen, aber jetzt kurz und knapp zur Vorgeschichte.

An der Uniklinik in Dresden hatte ich mich im Jahr 2005, recht spät, aufgrund meines Alters, für die Behandlung entschieden. Bis Juni 2006 waren kieferorthopädische Behandlungen notwendig. Es folgte im Juni 2006 die GNE. Weitere Besuche bei meinem Kieferorthopäden folgten, jedoch nicht mehr an der Uniklinik Dresden sondern seit Ende 2006 in Friedrichshafen am Bodensee.

Zwischendurch wurde als vorbereitende Maßnahme für die Bimax noch ein Weissheitszahn entfernt der den OP Termin nochmals etwas verzögert hatte.

Am Sonntag den 17.02.2008 war es nun soweit.

Im Zentralklinikum in Augsburg stand eines dieser Belegbetten der Gemeinschaftspraxis (Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie im Pferseepark/ Augsburg) in einem 2-Bett Zimmer für mich bereit. Nach dem Einchecken - führte ich am selben Nachmittag noch ein intensives und freundliches Gespräch mit dem während der Op teilhabenden Assistenzarzt geführt, was mir etwas Beruhigung und Erleichterung verschaffte. Auf Anraten von jenem Assistenzarzt bin ich dann abends nochmal raus ins nächstgelegene große Fastfood Restaurant und habe mir mit lecker Burger nochmal richtig den Bauch voll gehauen. Das mich bei der Wiederkehr erwartende KH-Abendbrot habe ich dann auch noch verschlungen, was aber dann erst mal reichen sollte. Noch ein wenig Fernsehen geschaut und bis zum nächsten Morgen bis ca. 06:30 Uhr recht ruhig und fest geschlafen.

Am OP Tag gabs wie Ihr ja sicherlich wisst, die sogenannte LmaA-Tablette (Leck mich am A...). Bis zum Start in den Op hab ich noch ruhig

angehen lassen, denn jeder versuch der Panik war sinnlos. Punkt 8:00 Uhr wurde ich mit einem Gruß an die Feen im Wunderland in tiefe Träume

versetzt und Fotos meiner ins KH mitgefrachten Didi-Cam belegen das ich so gegen 16:30 Uhr wieder auf das Zimmer zurück gebracht wurde.

Zwischenzeitlich bin ich im Aufwachraum einige male kurz aufgeweckt, wo man mich auch permanent kontrolliert hatte, denn ich kann mich auch noch an das häufige Fragen eines OP-Assitenten an mein Befinden erinnern.

Ich hatte das Glück das ich erstmal allein mit mir und meinem Zustand auf dem Zimmer war, es hatte sich erfreulichweiße auch noch kein Zimmernachbar dazu gesellt, denn der wirklich nur aus Wasser und Blut in mir versammelte Mageninhalt hatte sich noch zwei oder drei mal entleeren wollen, was weniger angenehm aber auzuhalten war.

Die an meinen Wangen mittels Stripes versehnen Drainagen (Weihnachtsbaumkugeln) hatten bis dahin auch schon ordentlich abfließendes Blut gesammelt. Also trotz verdrahtetem Kiefer, war ich noch am Leben und schlief eigentlich dann bis in den nächsten Morgen hinein durch. Defintiv keine Schmerzen und das propheziehene Taubheitsgefühl im Unterkiefer war

komplett ausgeblieben. Ein bisschen taub war es um die Nase drumherum was heute eine Woche nach der OP noch der Fall ist. Am Folgetag erklärte mir der Chirurg den wirklich sehr guten Verlauf der OP die summasummarum drei Stunden angedauert hat. Auch am ersten Tag nach der OP begannen die beiden Gesichtshälften im Wangenbereich anzuschwellen, was bis zum 3./4. Tag nach der OP in eine an einen Hamster erinnernde Form überging. Beim

Frühstück erwartete mich ein leckerer Kakao Energydrink, den es dann auch fast jeden Morgen mit etwas geschmacklicher Veränderung gab. Mittags und Abends gab es dünne Suppen, welche man mit Strohhalm oder Löffel zu sich nehmen konnte. Auf den Strohhalm verzichtet ich von an Beginn, denn das normale Trinken aus einem Glas oder einer Suppenschüssel gelang und gelingt erstaunlichweise sehr gut. Hätte ich selber nicht gedacht. Die darauffolgenden Tage gestalteten sich mit kühlen der Kieferpartie (mittels der ständig beim KH-Personal angeforderten Kühlkompressen), Fernsehen gucken, Suppe schlürfen und Fernsehen gucken.

Zwischendurch sollte man auch viel Trinken (Mineralwasser oder Tee), was meiner Meinung nach dem Wohlbefinden auch gut getan hat.

Am dritten Tag wurden dann auch die Weihnachtsbaumkugeln entfernt, was unangenehm aber auszuhalten war. Die Infusionsnadel wurde nach einigen

Antibiotikagaben auch am 3. Tag entfernt die mich um einiges mehr störte als manch andere Sache. Zwischendurch suchte ich noch einmal die im KH ebenfalls stationierte HNO-Abteilung auf eigenen Wunsch auf, um die störenden Nasensekrete entfernen lassen, die sich unweigerlich ansammeln und die Atmung bei verschlossenen Mund merklich erschweren. Danach fühlte ich mich wie ein neuer Mensch - frisch und frei wie nach einer Meeresbrise...

Um den Kreislaf etwas auf Trab zu halten waren Spaziergänge im und um das Klinikum eine willkomene Abwechslung, was auch der Psyche ein bißchen auf die Beine half. Am Samstag den 23.02.08 bestätigte sich dann die vom Assistenzarzt vor der OP angekündigte Verweildauer meines Aufenthaltes im KH. Mir wurde die Verdrahtung entfernt, wobei ich hoffte mal nach eine Woche wieder den Mund öffnen zu können, doch die Hoffnung war vergebens, denn gleich darauf bekam ich die Gummis rein, die jetzt meinen Kiefer verzieren. Daraufhin durfte ich die Heimreise antreten mit der Bitte am darauffolgenden Freitag zum Fäden ziehen in die Gemeinschaftspraxis nach Augsburg wider zu erscheinen.

Heute, nach einer Woche kann ich sagen, das ich den Schritt nicht bereut habe. Das Praxisteam, die MKG-Abteilung im KH Augsburg waren wirklich für mich die beste Wahl und dieses als Kombination im süddeutschen Raum für eine Kiefer-OP jederzeit und in jedem Fall weiter empfehlen. Die vergangene

Woche war verschmerzbar und akzeptabel. Ich sage, es gibt mit Sicherheit Schlimmeres im Leben, nämlich der sich nun mitterweile wiedereinstellende Appetit auf was Herzhaftes und was zum Reinbeißen. Suppen hängen mir schon jetzt ein wenig zum Hals raus, aber auch die Zeit geht vorbei und der Sommer mit Steak und frischen Pils steht bald vor der Tür worauf ich mich schon richtig freue...

Netsnake

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Hallo Netsnake,

erst einmal alles Gute zur überstandenen OP und viel Erfolg bei der weiteren Heilung. Welcher der vier Kieferchirurgen aus der Gemeinschaftspraxis hat Dich operiert? Bei mir steht in einem knappen Jahr ebenfalls in Augsburg eine Oberkiefer-Vorverlagerung an.

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Danke für die Genesungswünsche. Der mich operierende Kieferchirurg war Herr Dr.Dr. Stocker, welcher sicher wie die anderen drei in der Gemeinschaftspraxis agierenden Spezialisten Ihr Handwerk mit absoluter Perfektion verstehen. Der Assitenzarzt hieß Dr. Thiele. Mach Dir keine Sorgen, es wird gut gehen!

Netsnake

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Hallo netsnake ("Nachbar"),

Glückwunsch zur überstandenen OP und alles Gute weiterhin für deinen Genesungsverlauf

LG aus Singen, ;-) Anna

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