KaHe

Zähneziehen trotz vorhandener -lücken?

Hallo,

auch mir steht jetzt eine kieferorthopädische Behandlung bevor, u. a. wegen (laut Behandlungsplan) "ausgeprägter, lückigen Protrusion der Frontzähne im Oberkiefer". Zur Therapie ist u. a. geplant: "Extraktion der Zähne 15 und 25, Lückenschluss im OK unter maximaler Verankerung (TPA und Miniimplantate)."

Bin ja zu allem bereit (wenn's denn schön macht ;-), nur verstehe ich nicht, dass im Oberkiefer Zähne gezogen werden müssen, obwohl die vorderen Zähne ohnehin weit auseinanderstehen - entsteht dadurch nicht letztlich zuviel Platz? Oder mache ich da einen Denkfehler?

Jetzt schon mal vielen Dank!

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Hallo,

hol dir noch eine weitere Meinung eines anderen, hoffentlich kompetenten Arztes ein. Woher kommst du?

Nicht immer müssen Zähne gezogen werden. Gib mal das Stichwort Extraktion oder Lückenschluss in die Suchmaschine hier ein. Dann wirst du viele auch negative Erfahrungen mit Zahnextraktionen finden. Wenn die Zähne mal raus sind, gibts kein zurück mehr, außer mit Implantaten (wenn das noch möglich ist)

Viel Glück!

FrauHolle

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Danke für die prompte Antwort! Aber oh je, mich verlässt immer mehr der Mut, je mehr ich hier lese...

Allerdings kapiere ich auch nicht so ganz, was damit gemeint ist, dass sich das Profil durch eine Extraktion negativ verändern kann. Weißt Du, was das konkret bedeutet?

Eine zweite Meinung habe ich schon bekommen, die ebenfalls dazu riet. Einer der beiden betroffenen Zähne wurde ohnehin schon zweimal wurzelbehandelt, so dass ich - genau genommen - nur einen gesunden Zahn opfere.

Ein bißchen mulmig ist mir dabei allerdings schon, vor allem, weil es für mich widersprüchlich klingt, dass Zähne gezogen (und damit Zahnlücken geschaffen) werden müssen, um (andere) Zahnlücken zu schließen.

Komme übrigens aus dem schönen Ruhrgebiet :-)

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Hi,

auf den 1. Blick klingt das wirklich ziemlich dubios - prinzipiell würde ich mal nachfragen und mir das anhand eines Modelles erklären lassen. Ich bin selber so ein Kandidat mit augeprägter "lückiger" Protrusion der OK-Front - von Zähne Ziehen keine Rede.

Allerdings könnte es natürlich sein, dass wenn man die Front korrekt ausrichten würde auf grund eines sehr "engen" OK "zu viele" Zähne da wären um einen schönen Bogen auszuformen. So könnte ich mir das als Laie vorstellen.

Was wird denn im UK gemacht?

Wenn ich alles so richtig verstanden habe (ich bin kein Held im räumlichen Danken), dann bewegen sich Frontzähne nicht aus Jux und Dollerei nach außen, sonder ndie Ursache liegt unter Umständen in einer "falschen" Verzahnung der Backenzähne, so dass durch die beim Kauen auftretenden Kräfte die Zähne quasi nach außen gedrückt werden.

Möchte sagen: es bringt langfristig nix nur die Front zu kippen - der "Rest" muss auch korrigiert werden.

Ich hoffe mein Beitrag klingt nicht zu absurd!

Liebe Grüße

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Nee, keine Sorge, da klingt gar nix absurd :-)

Muss peinlicherweise zugeben, dass der KFO mir das schon alles brav anhand eines Modells erklärt hat und ich es in dem Moment auch ganz logisch fand. Aber nu' kommen mir nach und nach sooo viele Fragen, dass ich am liebsten jeden Tag zum KFO rennen würde... Jedenfalls sagte er mir so etwas ähnliches wie Du: Im Oberkiefer müssten alle Zähne ein gutes Stück nach hinten, um den Überbiss dauerhaft zu korrigieren, und dafür bräuchte man Platz. Er sprach sogar davon, am Ende der Behandlung eventuell noch die Zähne anzuschleifen, um noch mehr Platz zu schaffen. Na ja, habe wegen des Zähneziehens und der Miniimplantate ohnehin in ein paar Wochen einen Besprechungstermin bei einem Oralchirurgen (wat et nich' allet jibt...), vielleicht kann der ja mal ein bißchen Licht ins Dunkel bringen. Hoffe ich jedenfalls!

Im Unterkiefer werden, glaube ich, nur die leicht verschobenen Frontzähne wieder gerage gestellt, aber das soll keine große Sache werden. Auch das hoffe ich jetzt einfach mal!

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Hallo nochmal Kahe,

sieh dir mal diesen Bericht an, dann kannst du vorab selbst prüfen, ob dufür eine Extraktionstherapie geeignet bist.

http://www.zhk-plus.de/berichte/T95.shtml

Wie groß ist deine Stufe? Die solltest auch einen Kieferchirurg aufsuchen. Die entdecken oft Sachen, die ein Kieferorthopäde nicht sieht. Man müsste sich auch die Kiefergelenke ansehen, nicht dass du hinterher damit mit Probleme bekommst.

Gruß

FH

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Wenn du einen Überbiss (genau gesagt: vergrößerte sagittale Frontzahnstufe hast), dann ist mir schon klar, was dein KFO vor hat. Er wird die oberen Frontzähne vmtl. mehr als 6mm zurückbewegen.

Was du zu dieser Vorgehensweise unbedingt wissen solltest: Dein Profil wird sich mit 100%iger Sicherheit verändern. Konkret: Größere Nase im Profil (evtl. Nasenhöcker), schmälere Oberlippe, stärkere Nasolabialfalten und evtl. verschlechterte Nasenatmung, Einschränkung des Zungenfunktionsraumes (-> u.U.lebensgefährliche Schlafapnoe)

Nur wenn dein OK momentan sehr stark (!) vorsteht (was an sich selten ist) wird dein Gesicht diese Veränderung "vertragen" ohne dabei entstellt zu werden.

Aus meiner Sicht kann ich dich nur dringend vor einer solchen Behandlung warnen. Ich selbst wurde mit Prämolarenextraktionen entstellt und auch einige andere Forumsmitglieder sind auf eine Extraktionsbehandlung hereingefallen und bereuen diese sehr!

Mit den Diagnosen von KFOs ist generell größte Vorsicht geboten.

An deiner Stelle würde ich erst mal einen MKG konsultieren. Höchstwahrscheinlich (denn eine OK-Vorlage ist extrem selten) ist es besser keine Zähne zu ziehen und nur die vorhandenen Lücken zu schließen und evtl. den UK chirurgisch vorzuverlagern.

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gibts dafür fallbeschreibungen?

Prof. Sailer beschreibt diese auf seiner Seite. Auf Röntgenbildern bei Patienten von ihm, wird anschaulich gezeigt wie sich ein zu kleiner Zahnbogen auf den Zungenraum und ein zurückliegender Kiefer auf die Atemwege auswirken. In diesem Forum gibt es auch ein paar, die nachts keine Luft bekommen haben und deshalb aufgewacht sind.

Gruß

FrauHolle

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Prof. Sailer beschreibt diese auf seiner Seite. Auf Röntgenbildern bei Patienten von ihm, wird anschaulich gezeigt wie sich ein zu kleiner Zahnbogen auf den Zungenraum und ein zurückliegender Kiefer auf die Atemwege auswirken. In diesem Forum gibt es auch ein paar, die nachts keine Luft bekommen haben und deshalb aufgewacht sind.

Gruß

FrauHolle

hallo,

mein UK lag 10mm zurück... Ich litt u.a. auch an Schlafapnoe, durch meinen zurückliegenden Unterkiefer...Durch diese Schlafapnoe hatte ich immer einen zu niedrigen Blutdruck, Schlafstörungen war tagsüber ständig müde und natürlich sehr lautes Schnarchen und Atemaussetzer.....

Mein KFO überwies mich vor Beginn der Behandlung zum HNO und der wiederum an ein Schlaflabor...

Nach der OP habe ich sofort bemerkt, das mein Schlaf erholsamer geworden ist...Müdigkeit tagsüber spüre ich gar nicht mehr...Atemaussetzer und Schnarchen gehören der Vergangenheit an...

LG Schnattchen:razz:

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Prof. Sailer beschreibt diese auf seiner Seite.

konnte ich spontan nicht finden - hast du mir nen link bidde?

In diesem Forum gibt es auch ein paar, die nachts keine Luft bekommen haben und deshalb aufgewacht sind.

was jetzt ja erstmal nicht 'lebensgefährlich' ist ;) klar, keine schöne sache - aber einen erstickungstod sterben wahrscheinlich die wenigsten. der begriff 'gesundheitsgefährdend' wäre sicherlich angebrachter.

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habe den link gefunden zu dem Artikel!

den hab ich auch gefunden, da steht allerdings nichts von apnoen, die im zusammenhang mit durch extraktionstherapie im OK enstandenen zungenplatzmangel stehen.

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Oh Gott, je mehr ich lese, desto verwirrter bin ich...

Also: Meine Stufe ist ca. 14 mm groß. Ja, ja, ziemlich hitverdächtig, ich weiß... :-) Mein KFO sprach daher auch zunächst davon, dass es ohne OP nicht geht. Nachdem aber die Röntgenaufnahmen und das Modell fertig waren, erklärte er mir, dass die Kieferknochen und -gelenke überraschenderweise ganz gut zueinander stünden und gut aussähen, so dass der Überbiss im Wesentlichen kieferorthopädisch behandelt werden müsste. Er sagte außerdem, dass die Extraktionen sogar dann nötig wären, wenn ich mich operieren lassen würde.

Zu den möglichen Veränderungen des Profils: Wegen des Überbisses fände ich es ja eigentlich ganz nett, wenn sich mein (etwas Bart-Simpson-mäßiges ;-) Profil verändern würde. Der Gedanke an eine größere Nase etc. ist mir zwar auch nicht geheuer, aber das Risiko einer Veränderung des Gesichts besteht doch - soweit ich das verstehe - bei jeder Art der Zahnkorrektur, egal ob mit oder ohne Extraktion und egal ob mit oder ohne OP (die ja außerdem noch zusätzliche Risiken mit sich bringt), oder?

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den hab ich auch gefunden, da steht allerdings nichts von apnoen, die im zusammenhang mit durch extraktionstherapie im OK enstandenen zungenplatzmangel stehen.

Der Bericht wurde genannt, den ich meinte. Ich habe eine Zeitschrift "Gesundheit Sprechtsunde", in der mehr zu den Beispielen des Prof. Sailer steht. Der junge Mann im 2. Bild hatte eine 8jährige Zahnspangenbehandlung mit Extraktion hinter sich.

Die Zunnge, die nach hinten wegklappt, blockiert den Atemweg durch den Rachen, wenn zusätzlich der Oberkiefer oder Unterkiefer zu weit zurückliegt, werden zusätzlich die Atemwege durch die Nase blockiert.

Man stirbt nicht durch die paar Atemaussetzer, man wird ja dadurch auch wach. Aber wenn das Gehirn immer weniger mit Sauerstoff versorgt wird. durch die Atmung, kann das zu Organschwächen führen, weil Sauerstoff über das Blut an die Organe transportiert wird. Ist dies nur noch engeschränkt möglich, kann es tatsächlich schlimmstenfalls tödlich enden.

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Oh Gott, je mehr ich lese, desto verwirrter bin ich...

Also: Meine Stufe ist ca. 14 mm groß. Ja, ja, ziemlich hitverdächtig, ich weiß... :-) Mein KFO sprach daher auch zunächst davon, dass es ohne OP nicht geht. Nachdem aber die Röntgenaufnahmen und das Modell fertig waren, erklärte er mir, dass die Kieferknochen und -gelenke überraschenderweise ganz gut zueinander stünden und gut aussähen, so dass der Überbiss im Wesentlichen kieferorthopädisch behandelt werden müsste. Er sagte außerdem, dass die Extraktionen sogar dann nötig wären, wenn ich mich operieren lassen würde.

Zu den möglichen Veränderungen des Profils: Wegen des Überbisses fände ich es ja eigentlich ganz nett, wenn sich mein (etwas Bart-Simpson-mäßiges ;-) Profil verändern würde. Der Gedanke an eine größere Nase etc. ist mir zwar auch nicht geheuer, aber das Risiko einer Veränderung des Gesichts besteht doch - soweit ich das verstehe - bei jeder Art der Zahnkorrektur, egal ob mit oder ohne Extraktion und egal ob mit oder ohne OP (die ja außerdem noch zusätzliche Risiken mit sich bringt), oder?

Hast du den Bericht über Exraktionstherapie gelesen?

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Entschuldige, Frau Holle, wollte Dir sowieso dazu auch noch 'was schreiben: Den Bericht fand ich sehr interessant. Kann jetzt natürlich immer noch nicht wirklich beurteilen, wie sinnvoll oder sinnlos es ist, mir Zähne ziehen zu lassen. Aber ich fand es schon beruhigend, dass die darin genannten Aspekte, die für eine Extraktion sprechen (oder jedenfalls nicht dagegen), mehr oder weniger auf mich passen.

Gestern abend habe ich mir dann auch nochmal genauer meine oberen Zähne angesehen, und meine Aussage zu den Lücken muss ich dahin relativieren, dass zwar zwei seitliche Zähne ohne Berührung der benachbarten Zähnen, also quasi "einsam und allein" dastehen, aber dafür alle anderen Zähne (mit Ausnahme der beiden mittleren Schneidezähne) dicht aneinanderstehen.

Glaube, ich werde mich jetzt einfach mal darauf verlassen, dass mein KFO schon weiß, was er tut. Mit meinem Profil kann ich im Moment dank des Überbisses eh keinen Schönheitspreis gewinnen, und einer von den beiden Zähnen, die gezogen werden sollen, ist ohnehin eine Ruine und müsste u. U. in der Zukunft sowieso mal gezogen werden. Also verlasse ich mich jetzt mal auf meinen KFO :-)

Aber trotzdem vielen Dank für die Infos, super, dass es dieses Forum gibt!

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Ich hatte mal einen provisorischen Retainer (eine gelbe Masse, die nur um die Zähne geschmiert wird und sehr schnell aushärtet), der den Zungenfunktionsraum um nur ca. 7mm eingeschränkt hat. Mein Lebensgefährte hat mich dann in der Nacht immer wieder aufgeweckt, weil ich geschnarcht habe. (Hab weder vorher noch nachher jemals geschnarcht.)

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