misterbig

Selbstligierende Brackets - wirklich "besser"?

27 Beiträge in diesem Thema

Hallo zusammen!

Ende April bekomme ich meine feste Spange verpasst.

Der KFO hatte den Heil- und Kostenplan von sich aus mit (normalen) Keramikbrackets erstellt (weil ich erwachsen (26) und privat versichert bin).

In der Beratung hat er mir dann aber die anderen Systeme auch gezeigt und erklärt.

Seine Aussagen (zusammengefasst):

Mittel der Wahl wären eigentlich die "normalen" Metallbrackets.

Zu vertretende Alternative sind Keramikbrackets, gerade auch aus ästhetischer Perspektive.

Selbstligierende Brackets würde er mir wohl auch machen, wenn ich das wollte. Aber so ganz überzeugt scheint er von diesem System nicht zu sein. (O-Ton: "Die Werbung kann ihnen viel versprechen.")

Nachdem Lingual für mich wohl sowieso ausscheidet (meine Zunge wäre relativ groß, und hätte dann zu wenig Platz im Mund), sollte ich mich nun also für ein Bracketmodell entscheiden.

Nun hab ich hier im Forum von vielen gelesen, die selbstligierende Systeme tragen, also kann dieses System ja soo schlecht nicht sein (sonst würde es wohl kaum praktiziert).

Neben Ästhetik ist mir vor allem eine kurze Behandlungszeit wichtig.

Vielleicht können mir die KFOs hier (oder auch erfahrene User) sagen, ob denn die selbstligierenden Systeme wirklich so viel schneller zum Erfolg führen, als die "normalen".

Oder andersrum: Warum, wenn die selbstligierenden wirklich so viel besser sind, gibt es dann die "normalen" überhaupt noch?

Ich bin echt am zweifeln, da ja angeblich die Behandlung mit den selbstligierenden auch angenehmer (schmerzfreier) sein soll...

Danke schon mal!

misterbig

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Oder andersrum: Warum, wenn die selbstligierenden wirklich so viel besser sind, gibt es dann die "normalen" überhaupt noch?

Eine berechtigte Frage. Antwort darauf kann ich leider nicht geben. Vielleicht weil gerade Mediziner (im Vergleich zu anderen Wissenschaften) relativ fortschrittfeindlich sind? Oder aber halten selbstligierende Brackets nicht das was sie versprechen?...

Jetzt zu meinen persönlcihen Erfahrungen mit Brackets: Bei meiner ersten Behandlung, die sehr unerfreulich verlief, hatte ich normale Brackets. Ich würde den Brackets zwar nicht die Schuld für das Misslingen der Behandlung geben. Ziemlich sicher bin ich mir aber, dass die parodontalen Schäden, die im Zuge der Behandlung entstanden sind, bei selbstligierenden Brackets geringer ausgefallen wären.

Bei meiner jetzigen Behandlung habe ich im OK selbstligierende Keramikbrackets und im UK Speed (auch selbstligierend). Die Schmerzen sind tatsächlich geringer. Ein Voranschreiten der Zahnfleischrezessionen ist bis jetzt nicht eingetreten.

Auch sonst habe ich schon einige Fotos von Patienten mit normalen Brackets gesehen. Es ist auffällig und schockierend: Alle leiden unter Zahnfleischrückgang.

Mein Fazit: Finger weg von normalen Brackets! Selbstligierende sind auf jeden Fall zu bevorzugen. Noch besser:Light-Wire-Technik (Biofunktionelle Orthodontie) Statt Straight-Wire-Technik Dabei werden normale Brackets verwendet. Die Slothöhen sind jedoch viel geringer, die Drähte dünner und die auftretenden Kräfte vielfach geringer und besser verträglich. Das Ergebnis ist stabiler und funktionell ungleich besser. www.ibo-tech.de

Warum ein bestimmter KFO bestimmte Arten von Brackets bevorzugt, könnte ganz eigene wirtschaftliche Gründe haben: (so brutal es klingt) Er bekommt womöglich Megenrabatte.

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Danke für die schnelle Antwort!

Wenn mit "Light-Wire" diese hochelastischen Drähte gemeint sind, wie sie auch Stiftung Warentest in diesem Test empfielt (Testbericht), dann hatte ich sowieso vor, auf solchen zu bestehen.

Dass bei herkömmlichen Brackets das Zahnfleisch derart in Mitleidenschaft gezogen wird, höre ich zum ersten Mal... *schluck*

Werd meinen KFO mal darauf ansprechen.

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Wenn mit "Light-Wire" diese hochelastischen Drähte gemeint sind, wie sie auch Stiftung Warentest in diesem Test empfielt (Testbericht), dann hatte ich sowieso vor, auf solchen zu bestehen.
Nein, bei der Light-Wire Technik (Sato- oder Risse-Technik) werden keine superelastischen Drähte verwendet, da diese nicht ausreichend kontrollierbar sind. Die meisten Behandler bieten die moderneren (und aufwändigeren) Techniken aber nicht an.

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Hallo!

Könnte mir mal jemand erklären was mit "selbstlegierend" eigentlich gemeint ist? Habe selber solche, aber mir wurd nichts erklärt dazu... :mad:

Glg. Daniela

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Eine berechtigte Frage. Antwort darauf kann ich leider nicht geben. Vielleicht weil gerade Mediziner (im Vergleich zu anderen Wissenschaften) relativ fortschrittfeindlich sind? Oder aber halten selbstligierende Brackets nicht das was sie versprechen?...

....

Hi,

ich würde nichtmal den Ärzten die Schuld geben. Eher den Krankenkassen,

die nicht mehr zahlen wollen / können, und es seit den 80ern keine wirklich neue , grundlegende Gebührenanpassung gab. Ausserdem braucht es meist Jahre bist neue Methoden anerkannt sind, und übernommen werden (davon können auch PKV ein Lied singen)

Wo käme man denn hin, wenn man mehr Vorsorge oder schonende Methoden anwenden würde. Die ganze Planwirtschaft wäre ja gefährdet..:-(

gruss

michael

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Könnte mir mal jemand erklären was mit "selbstlegierend" eigentlich gemeint ist? Habe selber solche, aber mir wurd nichts erklärt dazu... :mad:

So ganz genau kann ich dir den Unterschied nicht sagen, aber selbstligierende Brackets brauchen keine Ligaturen (also Gummis oder Drähte um die Brackets), da der Bogen durch einen Riegelmechanismus im Bracket festgehalten wird.

Das macht diese Brackets kleiner.

Offensichtlich ist durch diese Bogenführung die Friktion, also die Reibung des Bogens am Bracket, geringer, was wohl zu schnelleren Behandlungserfolgen führt.

@caesiaflava:

Danke - ich werd da mal nachhaken...

@all:

Gibt es denn auch irgendwelche Nachteile (außer dem höheren Preis) bei den selbstligierenden Brackets? Weil, wenn das tatsächlich die eierlegende Wollmilchsau (kürzere Behandlung, weniger schmerzhaft, angenehmer zu tragen,...) unter den Bracketsystemen ist, frag ich mich immernoch, warum sich das System entgegen dem herkömmlichen Bracket nicht endgültig durchsetzt (schließlich gibt es das ja auch schon über 20 Jahre).

Ich werd natürlich nächste Woche meinen KFO mal fragen, warum er Vorbehalte gegen die selbstligierenden Brackets hat (und hoffe, dass es nicht nur der Mengenrabatt bei den normalen ist ;-) ), aber vielleicht könnt ihr mir da auch schon was sagen?

Danke!

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Gibt es denn auch irgendwelche Nachteile (außer dem höheren Preis) bei den selbstligierenden Brackets? Weil, wenn das tatsächlich die eierlegende Wollmilchsau (kürzere Behandlung, weniger schmerzhaft, angenehmer zu tragen,...) unter den Bracketsystemen ist, frag ich mich immernoch, warum sich das System entgegen dem herkömmlichen Bracket nicht endgültig durchsetzt (schließlich gibt es das ja auch schon über 20 Jahre).

Auch in anderen Bereichen der Medizin werden nicht die neuesten Materialen verwendet, selbst wenn du zahlreiche Studien belegt sind, dass diese besser sind. Ein gutes Beispiel aus der ästhetisch-plastischen Chirurgie: Brustvergrößerungen: Es gibt seit einigen Jahren neue Silikonimplantate mit rauer Oberfläche, bei denen die Komplikation der Kapselfibrose viel seltener auftritt. Dennoch sind die alten Implantate (mit glatter Oberfläche) noch immer am Markt und sind bei Augmentationsplastiken nach wie vor im Einsatz (wenn auch seltender) .

Für die Verwendung von älteren und überholten Methoden und Materialien gibt es sicher noch zahlreiche weitere Beispiele in der Medizin.

Als Patient ist es daher immer sinnvoll Informationen aus unterschiedlichen Quellen einzuholen und diese in die Therapieentscheidung einfließen zu lassen.

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hallo,

ich muss da ein wenig widersprechen, ich hatte normale brackets, welche mit drahtligaturen am bogen befestigt waren und keinerlei probleme mit zahnfleischrueckgang, auch keine sonstigen paradontalen schaeden. einzig bei den baender, aber das kam eher vom putzen, da das band ziemlich am zahnfleischrand endete.

ich hab waehrend der behandlung den kfo gewechselt, da ich mit der einen behandlungsmethode nicht ganz einverstanden war und muss sagen, dass ich beim 1. unter extremen schmerzen litt und beim 2. eigentlich keine schmerzen hatte :). ich glaube, es kommt sehr auf den behandler an, wie die vorgehensweise ist.

lg marion

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Auch sonst habe ich schon einige Fotos von Patienten mit normalen Brackets gesehen. Es ist auffällig und schockierend: Alle leiden unter Zahnfleischrückgang.

Ich hatte auch keinen generellen Zahnfleischrückgang trotz insg. fast 4 Jahren Brackets (Gold und danach Inspire Ice). Ich hab nur unten an den 1er bis 3ern einen akuten Zahnfleischrückgang bekommen als ich einen sehr merkwürdig geformten Bogen (der ans Zahnfleisch ranging) bekommen habe aus einem anderen Material als üblich auf das ich scheinbar eine akute allergische oder toxische Reaktion bekommen habe. Nach erneutem Bogenwechsel und antientzündlicher Behandlung ging das Zahnfleisch auch wieder ein Stück hoch. Solche pauschalisierenden Aussagen helfen also keinem weiter.

Und zum Thema Brustimplantate: Der Sinn der texturierten Oberfläche ist eine Verminderung des Risikos für eine Kapselfibrose. Doch nicht nur die Oberfläche sondern auch der Ort der Implantation ist wichtig für die Höhe des Risikos eine Kapselfibrose. Da die meisten Implantate aus ästhetischen Gründen bzw. was man dafür hält unter den Brustmuskel eingelegt werden und dort das Risiko für eine Kapselfibrose eh geringer ist, können dort auch glatte Implantate genommen werden. Auch rennomierte Firmen wie Mentor haben beide Oberflächen im Programm (und die heutigen glatten sind mit den alten Implantaten eh nicht mehr vergleichbar) und seriöse Fachärzte für plastische Chirurgie entscheiden sich individuell für dieses oder jenes Implantat. Das hat aber erstmal nichts mit den Kosten zu tun. Im Übrigen handelt es sich dabei ja meist um eine privat zu zahlende Operation und da wird es eh auf die Patientin umgelegt ;-) . Und zu irgendwelchen selbsternannten Schönheitschirurgen (dieser Begriff ist ja nicht geschützt) sollte man eh nicht gehen, für diese kann ich natürlich hier nicht sprechen.

Ich finde dass man sich daher ein wenig zurückhalten sollte mit Äußerungen über Dinge von denen man keine richtige Ahnung hat und das muss ich bei Dir jetzt leider nach Deinem Post dazu unterstellen.

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Ich finde es nicht gerade witzig, wenn mir hier immer wieder die Worte im Mund umgedreht werden. Also jetzt bitte GANZ genau lesen:

Ich habe nicht geschrieben, dass normale Brackets immer zu Zahnfleischrückgang führen.

Ich habe lediglich gemeint, dass auf allen Fotos, die mir von Rat suchenden Patienten geschickt wurden, Zahnfleischrezessionen zu erkennen waren.

Ich finde dass man sich daher ein wenig zurückhalten sollte mit Äußerungen über Dinge von denen man keine richtige Ahnung hat und das muss ich bei Dir jetzt leider nach Deinem Post dazu unterstellen.
Ich äußere mich grundsätzlich nur zu Themen von denen ich sehr viel Ahnung hab und das ist auch hier der Fall.

Und jetzt erklär mir bitte mal, welche meine Behauptungen falsch gewesen wäre. Das hast du in deinem Posting nämlich vergessen. ;)

Auch rennomierte Firmen wie Mentor haben beide Oberflächen im Programm
Stimmt. Man wird sich trotzdem fragen dürfen, warum diese noch angeboten werden, obwohl einwandfrei erwiesen ist, dass Implantate mit texturierter Oberfläche schlicht risikoärmer sind. Ist eben -wie gesagt- bei Brackets nicht anders...

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Ich finde es nicht gerade witzig, wenn mir hier immer wieder die Worte im Mund umgedreht werden. Also jetzt bitte GANZ genau lesen:

Ich habe nicht geschrieben, dass normale Brackets immer zu Zahnfleischrückgang führen.

Ich habe lediglich gemeint, dass auf allen Fotos, die mir von Rat suchenden Patienten geschickt wurden, Zahnfleischrezessionen zu erkennen waren.

Aha und das soll jetzt ein Beweis dafür sein? Was für Leute werden Dir denn Bilder schicken? Das werden alles Leute sein, die Probleme mit der kieferorthopädischen Behandlung haben. Schau Dir Fotos hier im Forum an und Du wirst genug Personen finden, die keinen Zahnfleischrückgang haben.

Ich äußere mich grundsätzlich nur zu Themen von denen ich sehr viel Ahnung hab und das ist auch hier der Fall.

Und jetzt erklär mir bitte mal, welche meine Behauptungen falsch gewesen wäre. Das hast du in deinem Posting nämlich vergessen. ;)

Ich sprach von den Implantaten und da hast Du eben nicht soviel Ahnung. Warum hab ich schon geschrieben.

Stimmt. Man wird sich trotzdem fragen dürfen, warum diese noch angeboten werden, obwohl einwandfrei erwiesen ist, dass Implantate mit texturierter Oberfläche schlicht risikoärmer sind.

Auch das habe ich oben bereits erklärt. Im Übrigen weiß jeder der sich medizinisch auskennt, dass solche Sätze ("einwandfrei erwiesen") nur von einem Laien stammen können. Hast Du etwa alle Studien zu diesem Thema gelesen, um das behaupten zu können? Ich glaube nicht ;-) .

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@ kathibaby:

Das ändert nichts am grundsätzlichen Wahrheitsgehalt von caesiaflavias Äußerungen. Man muss sich als Patient schon fragen dürfen, warum der eine Arzt dieses und der andere jenes Verfahren anwenden darf, ohne den Patienten vorher über Alternativen ordnungsgemäß aufgeklärt zu haben. Es kann doch nicht sein, dass Genosse Zufall (die jeweilige Arztwahl) darüber entscheidet, welches Verfahren zum Einsatz kommt und der Patient bei der Entscheidung nicht beteiligt wird. Wenn immer mehr Studien ergeben, dass die Standard-Edgewise-"Technologie" in einer nicht unerheblichen Zahl der Fälle zu unerwünschten Nebenwirkungen führt (und das sagen nicht irgendwelche von Dir offensichtlich wenig gelittenen "Laien") und hier eine Herangehensweise mit individuell geformten Bögen sowie geringerem Krafteinsatz helfen kann, dann wäre doch wohl zu fordern, dass alle Kieferorthpäden ihre Verfahren entsprechend anpassen. Aber das erfordert eben handwerkliches Geschick und einiges an Wissen über Biomechanik, das viele, viel zu viele, KFOs nicht haben. Brackets kleben und Standard-Bögen wechseln kann jeder, die ärztliche Kunst erweist sich erst bei Berücksichtigung der individuellen Gegebenheiten. Entsprechend wird irgendwie hingeferkelt und hingepfuscht, die Schäden an Kiefergelenk und Zahnhalteapparat werden schließlich erst oft Jahrzehnte später virulent und dann wird sich kaum noch ein Richter finden, der diese Schäden ursächlich mit der KFO-Behandlung in Zusammenhang bringt.

Außerdem: Was ist die Stoßrichtung Deiner Äußerung? Nur weil 60 % - 70 % aller Patienten keinen dramatischen Zahnfleischrückgang haben, müssen sich die restlichen 30 - 40 % damit zufrieden geben, obwohl es vielleicht zu verhindern gewesen wäre?! Was würdest Du sagen, wenn die Autoindustrie von heute auf morgen keine Airbags mehr verbauen würde, nur weil dieser bei weit über 90 % der Autos während der Nutzungsdauer gar nicht zum Einsatz kommt?! Sollen die paar Unfallopfer doch sehen, wo sie bleiben... Und moderne Narkosen sind, mit Blick auf Deinen im Profil angegebenen Beruf, ebenfalls überflüssig, bei den alten sind schließlich auch die meisten wieder aufgewacht - für die wenigen hundert, die heute zusätzlich eine OP überleben, dieser ganze Aufwand!? Schwund ist schließlich immer... :shock:

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Außerdem: Was ist die Stoßrichtung Deiner Äußerung? Nur weil 60 % - 70 % aller Patienten keinen dramatischen Zahnfleischrückgang haben, müssen sich die restlichen 30 - 40 % damit zufrieden geben, obwohl es vielleicht zu verhindern gewesen wäre?! Was würdest Du sagen, wenn die Autoindustrie von heute auf morgen keine Airbags mehr verbauen würde, nur weil dieser bei weit über 90 % der Autos während der Nutzungsdauer gar nicht zum Einsatz kommt?! Sollen die paar Unfallopfer doch sehen, wo sie bleiben... Und moderne Narkosen sind ebenfalls überflüssig, bei den alten sind schließlich auch die meisten wieder aufgewacht - für die wenigen hundert, die heute zusätzlich eine OP überleben, dieser ganze Aufwand!? Schwund ist schließlich immer... :shock:

Nur zur nochmaligen Erklärung:

1. Ich bezog mich nur auf die Äußerung, dass alle Patienten mit nicht selbstligierenden Brackets unter Zahnfleischrückgang leiden würden. Diese Äußerung ist nicht korrekt, denn es gibt auch genügend andere Beispiele. Ich habe keinerlei Diskussion zu pro und contra selbstligierend oder nicht geführt oder aber etwas anderes dazu geschrieben.

2. Habe ich mich vor allem zum Thema Brustimplantate geäußert, was als super Beispiel gebracht worden ist - denn da kenne ich mich ganz gut aus. Und da bewegt sich caesiaflava nunmal auf Glatteis und da habe ich sehr wohl das Recht ihre Kompetenz dahingehend anzuzweifeln.

3. Habe ich bestimmt nichts gegen neue Methoden und möchte hier auch nicht als Fortschrittsverweigerin o.ä. abgestempelt werden. Hier zeigt sich mal wieder, dass man gerne das liest was man lesen will. Dagegen hilft aber leider nur nochmaliges genaues Lesen ;-) .

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Es ist ja Dein gutes Recht, Kompetenzen anzuzweifeln oder ein andere Meinung zu haben, dann aber bitte ohne den Verweis auf die angebliche oder tatsächliche Laieneigenschaft einer Person. Ich als Wirtschafts- und Politikwissenschaftler verbiete schließlich Ärzten auch nicht per se die Teilnahme an Diskussionen über politische und wirtschaftliche Themen - und dies obwohl ich es schon mehrfach erlebt habe, dass Mediziner bei solchen Themen auf ein abenteuerlich niedriges Niveau stürzen können...

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Ich möchte die aufkommende (oder aufgekommene) Diskussion über Brustimplantate und Kompetenzen nur ungerne abwürgen.

Natürlich gilt, dass sich nur derjenige, der sich in einem Thema auskennt, zu einem Thema äußern sollte (zumindest, wenn er mit seiner Äußerung ein Werteurteil verbindet).

Ebenso ist auch verständlich, dass Vertreter einer bestimmten Ansicht dazu neigen, die Gegenseite argumentativ "schlecht" zu machen.

Und natürlich hat jemand anderes das Recht, auf eventuelle Schwachstellen einer Argumentation hinzuweisen...

Letztlich ist jeder Leser eines Beitrages ja auch selber gefordert, die jeweiligen Argumente abzuwägen, und sich seine eigene Meinung zu bilden.

Ich bin allen, die sich bis jetzt hier beteiligt haben, dankbar für ihre Äußerungen.

Zwar kann meine eigentliche Frage (ob selbstligiernde Systeme wirklich "besser" sind, als normale) noch nicht wirklich beantwortet werden (vielleicht kann ja auch mal einer der KFOs hier seine Meinung diesbezüglich kundtun - die Perspektive des Behandlers unterscheidet sich ja wahrscheinlich doch noch mal von jener des Patienten), aber zumindest bin ich jetzt doch etwas sensibler, was eventuelle Behandlungsrisiken (egal bei welcher Behandlungsmethode) angeht.

Hab am Mittwoch nen Termin beim KFO. Dieser hat eigentlich einen ausgesprochen kompetenten Eindruck gemacht. Und grundsätzlich unterstelle ich jedem Menschen (besonders solchen in medizinischen Berufen), dass sie eine eigene und im Idealfall reflektierte Meinung haben.

So wird auch mein KFO (hoffentlich) erörtern können, warum er welche Methode (nicht) anwendet.

Aber, wie gesagt: Bitte postet weiter eure Meinungen!

(Und wenn möglich wieder back to topic (also selbstligierende Brackets)... ;-) )

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Ich bezog mich nur auf die Äußerung, dass alle Patienten mit nicht selbstligierenden Brackets unter Zahnfleischrückgang leiden würden.

@Kathibaby: Du liest nur, was du lesen willst und scheinst mit dem Verständnis deutscher Sätze deine Probleme zu haben. Aber noch einmal (für alle, die ganz schwer von Begriff sind)

Zeig mir bitte, wo ich behauptet hätte, dass alle Patienten mit normalen Brackets Zahnfleischrückgang haben. Ich habe das NIE behauptet.

Auch bezüglich der Silikonimplantate widersprechen sich deine und meine Aussagen in keinem einizigen Punkt und du bleibst mir noch immer die Erklärung schuldig, welche meine Behauptungen falsch gewesen wäre. Ich bleibe dabei: Ich habe Recht und kenne mich aus.

Mein letztes Posting in dieser stumpfsinnigen Diskussion mit Personen, die den Sinn eines Satzes nicht genau erfassen wollen und dann irgendetwas hinein interpretieren, was der Verfasser nie gesagt hat, scheinbar nur um streiten zu wollen....

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(O-Ton: "Die Werbung kann ihnen viel versprechen.")

Eine selten unqualifizierte Äusserung für einen Fachmann.

Allein durch die Grösse und daraus resultierend, der verbesserten Optik und Reinigungsmöglichkeit entsteht ein Vorteil.

Klinische Untersuchungen eines Vergleichs beider Systeme kenne ich nicht.

Es gibt hier aber Leute die beide Sorten getragen haben.

Dein KFO scheint mir ein wenig rückständig zu sein,da selbstlegierende Brackets aktuellen Behandlungsstandard darstellen und nur die wenigsten Erwachsenen zu Kassenbrackets greifen.

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@Kathibaby: Du liest nur, was du lesen willst und scheinst mit dem Verständnis deutscher Sätze deine Probleme zu haben. Aber noch einmal (für alle, die ganz schwer von Begriff sind)

....

Mein letztes Posting in dieser stumpfsinnigen Diskussion mit Personen, die den Sinn eines Satzes nicht genau erfassen wollen und dann irgendetwas hinein interpretieren, was der Verfasser nie gesagt hat, scheinbar nur um streiten zu wollen....

Das sagt die Richtige, wenn man nicht in der Lage ist sachlich zu dikutieren wird man einfach pampig.

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Natürlich gilt, dass sich nur derjenige, der sich in einem Thema auskennt, zu einem Thema äußern sollte (zumindest, wenn er mit seiner Äußerung ein Werteurteil verbindet).

Ebenso ist auch verständlich, dass Vertreter einer bestimmten Ansicht dazu neigen, die Gegenseite argumentativ "schlecht" zu machen.

Und natürlich hat jemand anderes das Recht, auf eventuelle Schwachstellen einer Argumentation hinzuweisen...

Ich gebe dir vollkommen Recht. Tatsache ist aber (und das jeder nachvollziehen, der diesen Thread liest!), dass die Aussagen von mir und Kathibaby über Brustimplantate sich in keinem noch so kleinen Detail widersprechen. Kathybaby behauptet dennoch vehement ich würde von Dingen reden, von denen ich keine Ahnung hätte während sie sich weigert zu erklären, in welchem Punkt ich nicht Recht gehabt hätte.

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hallo,

um nochmals auf die urspruengliche frage zurueckzukommen:

am besten ists wahrscheinlich den behandler gezielt darauf anzusprechen. es kommt wahrscheinlich drauf an, was gemacht werden muss. da kann man entscheiden, welches system sinnvoller ist. bei mir zb. waren saemtliche zaehne immer verblockt, dh. ich haette immer draht- oder gummiligaturen um die brackets gehabt, ev. ists da nicht sinnvoll, den aufpreis zu zahlen, aber wie gesagt, so gut kenn ich mich da nicht aus. andererseits hat mein kfo gemeint, mit den ligaturen kann er besser auf meine zahnsituation eingehen, klang fuer mich logisch. die behandlungsdauer hat sich auch in grenzen gehlaten, waren dann nur 11/2 jahre, wovon die letzten 3 monate nichts gemacht wurde, sondern zur stabilisation dienten, sodass ich keinen positioner tragen musste. kann eigentlich nichts negatives zu den normalen brackets sagen, ausser dass die keramik etwas riesig sind, aber das war schon der einzige nachteil :)

lg marion

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Hallo,

eine eindeutige Antwort gibt es natürlich nicht. Alle Bracketsysteme sollen eines erreichen: Gerade Zähne. Die selbstligierenden Brackets bieten den Vorteil, dass v.a. in der Anfangsphase eine geringe Reibung entsteht. Keramikbrackets sehen schöner aus und funktionieren ähnlich gut. Diese Frage ist also von den ästhetischen Bedürfnissen abhängig. Viel Glück!

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Bei meinen Beratungen gab es einen KFO der bewusst keine selbstligierenden Brackets verwendet (Bewegung angeblich schlechter kontrollierbar und generell ungünstiger). Ein anderer KFO wollte selbst nach der Analyse entscheiden (oder zumindest vorschlagen), welches Bracketsystem er verwendet. Bei meinem derzeitigen KFO konnte ich wählen, wobei mir die selbstligierenden Metallbrackets (nicht Keramik) empfohlen wurden. Die habe ich auch gewählt.

Ein weiterer KFO hat in einem Internetforum geschrieben, dass die Bögen entscheidender als das Bracketsystem sind.

Wenn ein KFO Brackets (welche auch immer) nur verwendet, wenn sie in Patient explizit wünscht, wäre ich sehr skeptisch (z.B: hat er überhaupt Erfahrung damit?).

und hier geht es nur um selbstlegierende Brackets:

http://www.pressetext.at/pte.mc?pte=070913016

Das ist die Presseaussendung eines Herstellers, kann man also als Werbung einstufen, und ist zur Entscheidungsfindung generell ungeeignet (abgesehen von der Tatsache, dass es diese Brackets jetzt auch in Österreich gibt).

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