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Thomas

OP auch wenn Fehlstellung kein Problem bereitet

35 Beiträge in diesem Thema

Hallo,

ich habe seid meiner Jugend einen deutllichen Überbiss (Unterkiefer etwa 7-10mm zu kurz) und eine Schiefstellung der oberen Frontzähne. Die letzten 10 Jahre habe ich dies irgendwie erfolgreich verdrängt, aber jetzt habe ich mich wieder mal damit beschäfftigt und bin dabei auf dieses sehr interessante Forum gestossen. Ich sollte noch dazu sagen, dass ich mit dem Überbiss keinerlei gesundheitlichen Probleme wie Kieferschmerzen oder Knacken im Kiefer habe. Lediglich die Schieflage der Frontzähne stört mich rein optisch.

Ich war bereits bei mehreren Kieferorthopäden und habe da deutlich unterschiedliche Meinungen gehört.

Der 1. war sehr entsetzt, wie man mit so einer Fehlstellung überhaupt leben kannö eigentlich sollten mir bereits alle Zähne ausgefallen sein und ich vor Kieferschmerzen nur noch schreien. Er meinte mir könne nur eine Behandlung Multiband plus OP Unterkiefer helfen.

Die 2. meinte OP total unnötig, wenn man keine Probleme hat stattdessen Ausformen der Zahnbögen mit Invisalign. Der 3. meinte zwar vom rein medizinischen Standpunkt wäre eine OP für ein 100 % Ergebnis unumgänglich, aber wenn man keine Probleme hat, sollte man lieber abwarten. Die Behandlung mit Invisalign hielt er für totalen Quatsch, da das von Invisalign versprochene Ergebnis (ich hatte bereits die Simulation von Invisalign) nie zu erreichen sei. Er hielt eine Behandlung der Frontzähne mit Keramik-Brackets am sinnvollsten. Meine Zahnärztin, die ich ebenfalls befragte, sagte auf keinen Fall operieren.

Naja ihr könnt euch vorstellen, ich bin jetzt doch etwas im unklaren was Sache ist. Wenn ich mir die Beiträge hier im Forum so durchlese, bekomme ich nicht gerade viel Lust auf die OP, da mir die Zeit nach der OP doch ziemlich heftig erscheint. Weiterhin habe ich auch Angst vor der Verletzung des Nervs im Unterkiefer. (Und natürlich auch Angst vor der OP im allgemeinen). Wie gesagt ich habe eigentlich kein Problem mit meiner Fehlstellung (ausser der Optik der Frontzähne) und frage mich ob es dann den ganzen Aufwand wert ist.

Wie war das bei euch, habt ihr euch freiwillig operieren lassen, d.h. hattet ihr eigntlich im Moment keine Probleme mit der Fehlstellung, oder haben euch medizinische Probleme zur OP getrieben?

Grüße

Thomas

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hi thomas,

Der 3. meinte zwar vom rein medizinischen Standpunkt wäre eine OP für ein 100 % Ergebnis unumgänglich, aber wenn man keine Probleme hat, sollte man lieber abwarten.

ich nehme antwort nummer drei :D sehe ich ganz genauso: wenn du mit deinem gesichtsprofil (und vornehmlich das wird sich durch eine op ändern) aus ästhetischer sicht keine probleme hast und du auch sonst nicht über funktionelle beschwerden klagst, würde ich genau so verfahren. dentale fehlstellungen -die dich ja offensichtlich stören- lassen sich auch rein kieferorthopädisch lösen. ob mit oder ohne invalisgn: dazu kann ich nix sagen, ein präziseres ergebnis wird auf jedenfall mit einer festen spange geben.

ich hoffe, die erstmal geholfen zu haben. wie alt bist du eigentlich?

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Hallo, du sprichst mir aus der Seele.

Mir gehts ganz genauso. gleiche Problematik, gleiche fehlstellung, die gleichen aussagen von Ärzten. Nur das bei mir die Sorge ums ausehen gar kene rolle spielt, ich hab eher das Gefühl, dass die Fehlstellung schlimmer wird und ich irgendwann nicht mehr beissen kann.

Ich war vor par Jahren wegen Knacken im Kiefer beim KFO, der hat mich dann noch in die Zahn und Kieferklinik überwiesen zur tiefergehenden untersuchung bzw. Beratung.

Mir wurde da immer gesagt, es sei nicht unbedingt notwendig da was zu machen, ich solle aber ne Aufbissschiene tragen. Zur entlastung, weil ich Knirschen tu.

vor allem aber wurden mir auch von den risken erzählt. Der Kiefer könnte unter der OP auch leiden, weil er sich ja an die jetzige Stellung gewöhnt hat und eine Veränderung auch eine Belastung wäre. Kieferschmerzen könnten schlimmer werden. Zähne, Kronen, Wurzelfüllungen, all das könnte in Mitleidenschaft gezogen werden.

Ich habe aussagen von Ärzten gehört wie: an meinen Kiefer würd ich niemand ranlassen, das is die sensibelste Stelle im ganzen Körper

ein Problem ist ja auch, dass nur die kombinierte KFO+OP Methode von der Kasse bezahlt wird. Wenn man nur ne KFO macht, kostet das einen par 1000 euro. Kann sich nicht jeder leisten.

Ich bin jetzt wieder in einr entscheidungsphase und werde auch nochmal zum KFO gehen. wie gesagt, weil mein Biss schlechter geworden ist.

Nun hab ich hier schon viele gelesen von Leuten die die behandlung machen lassen haben und ich hab eigentlich nie gelesen dass es jemand bereut hätte.

Dennoch bin ich noch nicht so weit. Wie gesagt, ich werde wieder beim KFO vorstelig werden.

stefan

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@Rainer

danke für deinen Ratö im Moment tendiere ich auch zu Nummer 3. Ich bin 32 also nicht mehr ganz so jung. Ich hab halt auch noch von beruflicher Seite ein Problem mit einer OP. Als Lehrer kann ich sowas eigentlich nur in den Sommerferien machen lassen, ich hab aber Angst, dass nach 6 Wochen noch nicht alles ueberstanden ist.

@Stefan1000

gut zu hören, dass man mit solchen Gedanken nicht allein ist. Schon eine tolle Sache so ein Forum. Auch ich habe das Gefühl, dass die Fehlstellung bei mir schlimmer wird, allerdings nicht der Überbiss, sondern die Schiefstellung der Frontzähne, aber dies könnte man ja mit einer festen Spange relativ leicht beheben. Das hab ich auch schon gehört, dass das ganze System aus Kiefer, Muskleln... sich an die Fehlstellung gewöhnt hat und eine Änderung Probleme machen könnte. Allein schon wenn ich mir vorstelle, welche Kräfte beim Kauen am Kieferknochen wirken und dann wird der Knochen aufgesägt... brrr

ein Problem ist ja auch, dass nur die kombinierte KFO+OP Methode von der Kasse bezahlt wird. Wenn man nur ne KFO macht, kostet das einen par 1000 euro. Kann sich nicht jeder leisten.

Naja ich hab eine private Krankenzusatzversicherung, die einen Teil der Kosten trägt. Die Invisalign Sache würde mich 4000 Euro, die feste Spange etwa 2000 Euro kosten. Ich zahl davon etwa die Hälfte selber, also nicht so schlimm.

Nun hab ich hier schon viele gelesen von Leuten die die behandlung machen lassen haben und ich hab eigentlich nie gelesen dass es jemand bereut hätte.

Ich hab irgendwo weiter hinten im Forum eine Umfrage gefunden bei der immerhin 28% gesagt haben, sie würden es nicht mehr machen lassen. Anders ausgedrückt mehr als jeder 4. würde es nicht mehr machen lassen. Irgendwie bedenklich.

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Thomas, die Umfrage ist aber keineswegs representativ, weil viel zu wenig Leute daran teilgenommen haben. Noch dazu muss man natürlich wissen "warum" die Leute die OP nicht mehr machen lassen würden. Nur wegen dem Ergebnis? Oder wegen den "SChmerzen" danach. Ich habe auch noch niemanden gesehen, der es wirklich "bereut" hat, die OP machen zu lassen.

Grüsse

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Nachtrag: Auf Zahnärzte älteren Semesters würde ich persönlich sowieso nicht hören. Die haben vor 50 JAhren im Studium mal eine OP angesehen und sind sonst größtenteils nicht auf dem Laufenden, was diese OP Verfahren anbelangt. Mein Zahnarzt, ein besonders nettes Exemplar war noch der festen Überzeugung, daß man Zähne extrahieren muss, bevor man die Kiefer auseinandersägt und hat mir extrem von der OP abgeraten - totale Fehldiagnose.

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@Marco

Schon klar, dass die Umfrage nicht representativ ist; problem ist halt, dass es wohl keine representative Umfrage gibt. Ich find es im allgemeinen schwer, Statistiken fuer dieses Gebiet zu finden (und glaub mir als promovierter Physiker liebe ich Statistiken :lol: ) Das einzige was ich bis jetzt gefunden habe, war ein englisches Paper bezueglich der Verletzung des Nervs im Unterkiefer; link war irgendwo im Forum, muss nochmal suchen. Das hatte mir auch nicht gerade Mut gemacht. Zu meiner Zahnaerztin: Keine Ahnung wie alt die ist, aber ich wurde mal schaetzen Mitte 30 also nicht sehr alt. Auf mich macht die einen sehr guten Eindruck (auch ihr Mann ist Zahnarzt, macht z.B. viel Implantate).

Naja, was wuerdest du mir raten???

Gruesse

Thomas

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Hallo Thomas,

es gibt für den Schweregrad der Fehlstellungen eine KIK Einstufung. Nach den Graden der Fehlstellung bezahlt das die Krankenkasse. Soviel ich weiß ab Klasse 3. Aber jeder Fall wird da individuell geprüft. Vor allem, wenn man erwachsen ist. Ich würde mich auf jeden Fall für eine Operation aussprechen, wenn der Kiefer eine Fehlstellung hat. In der Fachsprache heißt das skelletale Fehlstellung. Die Fehlstellung der Zähne sieht nach außen immer ästhetisch schlecht aus, aber was viele nicht wissen ist: Die Form der Zähne entscheidet über die Funktion im Kiefer. Funktion ist also Aussehen und Aussehen ist Funktion. Warum man aber als Patient bei einem Chirurgen auftaucht und vielleicht anschließend beim KFO, ist mit Problematik des Bißes verbunden und nicht wie anzunehmen mit der reinen Ästhetik. Wartet man also bis zum richtigen Crash der Zähne, dass einnem diese nach und nach abbrechen, ist der Gang zum Chirurgen zu spät. Die Zähne können also ihre eigentliche Funktion nicht mehr übernehmen. Implantate oder Prothesen sind dann auf jeden Fall die Folge. KIK heißt Kieferorthopädische Identifikations Klassen. Leider haben die Organisationen die Fehlstellungsklassen soweit nach oben gesetzt, dass der Schweregrad schon einer eigenen Körpermißhandlung gleich kommt. Z.B. Bei Überbiss Einbiss in das Gaumendach ( traumatisch). Kreuzbiss, wohl verbunden mit Einbiss in die eigenen Backen, Progenie, also Ausssehen wie Schuhmacher, Bruce Springsteen muss wohl auch enorm sein, damit gehandelt wird. Die Kombination KFO und Chirurgie ist wohl eine sehr individuelle Handhabung der Kassen, obwohl ich befürchte, dass hier beim Schweregrad er KFO Anteil selbst getragen werden muss und der Chirurgie Anteil geht zu Lasten der Versicherung. Ich hoffe, man investiert da wirklich in die Gesundheit der Menschen und in deren richtige Orientierung im Leben. Gesunde Zähne sind also verbunden mit einem Gesunden Kauapparat. Der MKaumuskel wird richtiger belastet, je besser die Fraftverteilung auf dem Gesamtkiefer ist. Orthopädie soll sich doch mit Richtigstellung beschäftigen, oder nicht?? Gruß Matteo

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Hallo Thomas,

auch ich stand vor drei Jahren vor der Entscheidung - OP und Spange oder lassen, wie es ist. Ich habe mich erstmal gegen die Sache entschieden.

Nachdem meine Kieferprobleme (hauptsächlich Kieferknacken) aber immer stärker wurden, hab ich das Thema letztes Jahr nochmal aufgegriffen und mich letztendlich doch für die Behandlung entschieden. Ausschlaggebend war die Aussage meines Zahnarztes, KFO und Kieferchirurg, dass meine Frontzähne keinen Halt haben (offener Biss) und irgendwann ausfallen können.

Da ich mittlerweile 33 Jahre bin und mit 40-45 noch meine eigenen Zähne haben möchte und die KK das im Moment noch bezahlt, zieh ich die Behandlung jetzt durch. Operiert worden bin ich noch nicht (ich hoffe nächstes Frühjahr), von daher kann ich zu dem Thema noch nichts sagen. Und ob das alles so richtig ist, was ich mach, weiß ich auch nicht .... :oops:

Gruß,

Curley

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Hallo Thomas!

Ich habe einen Überbiss von 6-7 mm, habe aber auch überhaupt keine Probleme mit meinem Kiefergelenk.

Dennoch habe ich mich jetzt nach drei Jahren für die UK Vorverlagerung entschieden. Erstens meinte mein

Kieferorthopäde dass ich auf Dauer Probleme mit meinem Kiefergelenk bekommen werde, da sich mein Kiefergelenk

nicht in der richtigen Stellung befindet, zum anderen stört mich mein Überbiss auch optisch.

Nach 6 verschiedenen Kieferorthopäden bzw. Chirugen kann ich dir nur sagen:

Kieferorthopäden bzw. Chirugen werden dir immer zur OP raten, die verdienen ja einen Haufen Geld an dir, lass

dich also nicht verunsicheren. Die Entscheidung für bzw. gegen die OP kann dir keiner abnehmen.

Wenn du dich für die OP entscheidest kann ich dir nur raten einen sehr guten Kieferorthopäden und Chirugen

aufzusuchen, lieber mehr bezahlen und dafür ein gutes Ergebnis erzielen, wie knausrig sein und dadurch

schlafende Hunde wecken. So eine OP hat man ja auch nur einmal im Leben und ich finde man sollte bei dieser

Sache nicht aufs Geld schauen, Hauptsache du vertraust deinen Ärzten.

Viele Grüße,

Olli

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Hallo,

ich hatte auch keinerlei Probleme mit oder wegen meinem Überbiss. Weder gesundheitlich noch optisch. Ich hatte häufig Kopfschmerzen, aber da konnte mir keiner sagen ob die durch die Fehlstellung kommen oder nicht!

Ich hab mich nur aus dem Grund operieren lassen weil ich, lt. der Aussagen mehrerer Ärzte, im Alter sehr grosse Probleme kriegen könnte. Beispielsweise früher und schneller Zahnverlust duch die falsche Abnutzung oder die geringe Möglichkeit eine Prothese eingesetzt zu bekommen wenn ich sie bräuchte!

Ich bin zum Chirurgen, der hat mir zwei KFO zur Wahl gestellt, ich hab mir einen ausgesucht und die Sache kam ins Rollen!

Ich selber hätte es ohne wirklich gute Gründe nicht gemacht. Aber diese Gründe wurden mir plausibel genannt und wenn dann auch noch die KK so mitspielt hatte ich keinen Grund mehr zu zweifeln.

Thomas, ich würde einfach mal zu einem Chirurgen deines Vertrauens gehen und dich komplett über die ganze Sache aus dessen Sicht aufklären lassen.

Viele Grüsse

Vreni

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@all

Danke fuer die vielen Meinungen; ich weiss aber immer noch nicht ob ich es tun soll :oops: Auf jeden Fall werde ich mich nochmal ausfuehrlich beraten lassen.

Mal ne dumme Frage: Ich war ja bereits bei mehreren Kieferorthopaeden, von denen ja teilweise zu einer OP geraten wurde. Kann ich jetzt einfach so zu einem Kieferchirurgen gehen und mich beraten lassen, oder geht das nur mit Uberweiseung durch den Orthopaeden? Ich dachte immer der Weg waere Orthopaede -> Chirurg.

Ach ja kennt jemand in Schwaben einen guten Kieferchirurg? Spontane Suche in den gelben Seiten ergab Dr. Dr. Liebig in Memmingen; das waere ganz in der Naehe. Kennt den jemand? Ich werd nochmal einen eigenen Thread aufmachen; ist wohl sinnvoller.

Gruesse

Thomas

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Thomas,

woher kommst du denn genau? Ich komme aus Augsburg.

Du kannst übrigens bei irgendeinem Chirurgen deiner Wahl einlaufen, brauchst dazu keine Überweisung.

Ich war bei meiner GNE zuerst bei Dr. Scheibe in Augsburg, bin dann für die ganze OP nach Bad Homburg zu Doktor Kater gewechselt.

Ich kann dir deine Entscheidung auch nicht abnehmen, du hast hier schon ne Menge guten Input bekommen. Letztendlich würde ich aber persönlich bei den meisten mittelstark-starken Fällen zu einer OP tendieren.

Grüße

MArco

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Hallo Thomas,

ich habe auch einen Überbiss (9 mm) der mich tierisch optisch stört. Ich hab mich endlich zu einer OP durchgerungen und bin seit dem einfach happy. Ich wurde zwar noch nicht operiert, aber ich bin schon in Behandlung. Wenn man sich nicht wohl fühlt, sollte man es machen. Es wird immer Phasen in deinem Leben geben, wo es dich stören wird. Das ist bei mir genauso, eimal stört es mich gar nicht, dann habe ich Tage, da möchte ich nicht in den Spiegel schauen.

Ausserdem ist es medizinisch auf jeden Fall ratsam. Wenn du heute keine physischen Probleme hast, hast du nicht die Garantie, dass du sie im Alter auch nicht hast. Klar ist so eine OP immer auch ein "kleines" Risiko aber meist, wie man hier im Forum liest, mit einem positiven Ergebnis.

Denk drüber nach, informierte dich beim Chirurgen.

LG Annemarie :D

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um mal meinen Senf dazuzugeben;

meine Unterkiefervorverlagerung war am 06.10 in den Offenbacher Kliniken. Bei mir waren es auch ca. 8mm; also schon relativ ausgeprägt. Ästhetisch gesehen war es jetzt gar net so problematisch, da man sich ja auch mit der Zeit "antrainiert" den Kiefer in der "richtigen" Position zu halten. Schlimmer war da schon der Biss und das ständige Gefühl, dass die Zähne nicht aufeinanderpassen.

Meiner (laienhaften) Meinung nach ist eine OP heutzutage reine Routine. Bis vorletzten Donnerstag hatte ich noch eine tierische Angst davor; knapp eine Woche später kann ich aber getrost sagen, dass sich das ganze wesentlich unproblematischer darstellte als im Vornherein befürchtet. Klar; die ersten 3 Tage wirst du deine Entscheidung, dich operiert haben zu lassen bereuen. Diese 3 Tage sind wirklich sehr sehr unangenehm. Dank dieses Forums wirst du jedoch sehr gut darauf vorbereitet.

Danach gehts wirklich sehr schnell bergauf. Ich habe heute zum Beispiel das erste Mal wieder Chili con Carne (mit Reis) gegessen. Auch Nudeln sind für mich seit 3 Tagen kein Problem mehr. Man passt sich wirklich sehr schnell an die Situation an. Auch meine Unterlippe und Kinn haben schon wieder sehr viel Gefühl. Ich denke, dass in ca 2 Wochen wieder alles da sein wird. Mein einziges Problem ist nach wie vor das Sprechen. Es geht zwar aber selbst mit ausgehängten Gummis muss ich mich anstrengen, deutlich zu reden. Wird wohl noch ne Woche dauern, bis ich den Dreh raus hab.

Ich hab jetzt noch ne Woche frei und werde dann am 24.10 wieder anfangen zu arbeiten und sehe dahingehend auch keinerlei Komplikationen.

Also, die Zeit nach der OP wirst du mit links überstehen. Ich fand die 1 1/2 Jahre in denen ich die blöde Spange tragen müsste in der Gesamtheit wesentlich unangenehmer.

Versteh mich net falsch, Risiken gibt es immer, auch bei dieser Operation. Aber ich denke, dass die Wahrscheinlichkeit bei nem erfahrenen Chirurgen seinen Kinn-Nerv zu verlieren vernachlässigbar gering ist. Mein Chirurg meinte übrigens, dass er pro Jahr ca 300 Kiefer Op`s macht und es ihm noch nie passiert ist, dass einer seiner Patienten anhaltende Probleme mit den Gesichtsnerven hatte.

Andererseits wär es natürlich total behämmert sich ohne Grund operieren zu lassen. Frag dich also, ob dich der Überbiss wirklich und auf Lange Sicht nicht stören wird. Jede andere Frage wäre in deinem Fall wohl unangebracht, da es ja bei dir anscheinend keine medizinischen Gründe für eine OP gibt.

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Hallo Thomas,

ich wurde vor 2 jahren in Bad Homburg operiert.

Meine Fehlstellung war nur sehr unauffällig. Ich war mir auch nicht sicher ob operieren soll.

Ich habe gar keine Schmerzen oder Probleme gehabt.

Die Ärzte haben mir aber Angst gemacht, daß es später schlimmer werden kann.

Meine Tante hat das gleiche. Und sie hat auch nie Schmerzen gehabt.

Jetzt finde ich mich etwas 'hässlicher' als vorher. Aber weh tut fast nichts. Nur dicke Narben habe ich noch unter der Lippe (innen).

ich weiss nicht, was ich dir raten soll. Aber überlege es dir gut. Zurück gibt es nicht. Viele lassen wegen Aussehen operieren und wünschen sich da zu viel. Dann sind sie vielleicht enttäuscht.

Es ist ein krasser eingriff. auch wenn Fortschritte inzwischen.

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Wow, haette ich nicht gedacht, dass in so kurzer Zeit so viel Input kommt. Ich hab mich jetzt dazu entschlossen doch mal einen Kieferchirurgen aufzusuchen; ich werd gleich mal am Montag einen Termin vereinbaren vor ich es mir wieder anders ueberleg :?

Das grosse Problem ist halt abzuwaegen was das richtige auf lange Sicht sein wird. Lass ich jetzt nichts machen, bekomm ich vielleicht in 10 Jahren mal Probleme aber vielleicht auch nicht. Lass ich jetzt was machen handel ich mir vielleicht (wenn auch wie im Forum zu lesen relativ unwahrscheinlich) sofort ein Problem ein, was ich ohne OP nie gehabt haette. Mir persoenlich erscheint das halt etwas komisch sich ohne Probleme unters Messer zu legen; klar wenn ich jetzt schon Schmerzen haette waere die Entscheidung sicher leichter.

Bei so einer aehnlichen Entscheidung hab ich halt schon mal schlechte Erfahrungen gemacht. Ich hatte relativ viele Amalgan Fuellungen in den Zaehnen aber nie Probleme damit; mein damaliger Zahnarzt meinte, die muessten dringend ersetzt werden, da ich sonst Probleme damit bekommen werde. Also hab ich mir eine komplett Sanierung machen lassen und hab jetzt nur noch Kunststoff-Fuellungen drin. Allerdings hab ich mit denen mehr Probleme als vorher, z.B. sind einige Zaehne beim Kauen sehr druckempfindlich geworden. Auch war bei 2 Zaehnen kurz nach der neuen Fuellung eine Wurzelbehandlung noetig. Waere vielleicht mit den alten Fuellungen nie so gekommen.

Gruesse

Thomas

(Ach ja, sorry wegen der Umlaute; sitze gerade an nem Rechner mit englischen Betriebssystem)

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Hey Thomas!

Die Entscheidung ist schon nicht leicht und keiner kann sie dir abnehmen. Allerdings denke ich bei einigen Beiträgen im Forum schon fast, dass die OP und die Folgen oft weniger schlimm sind, als man meint. Aber auch ich habe extreme Angst.

Was deinen Fall betrifft, könntest du ja vielleicht erstmal abwarten, ob du später damit Probleme bekommt. Für den Beginn einer KFO-Behandlung ist es nie zu spät, denke ich mittlerweile. Wenn du die Sache allerdings doch jetzt in Angriff nehmen möchtest, dann informier dich nur ausführlich über alles, auch beim Chirurgen. Umso mehr Meinungen man sich eingeholt hat, umso eher findet man dann auch seinen Weg. Auch wenn das anfangs eher verwirrend erscheint.

Auch ich stehe gerade kurz vor der Entscheidung, ob nun OP oder nicht. Allerdings ist meine Geschichte etwas anders, bin schon seit 10 Jahren in KFO-Behandlung, das hat mir ohne OP bisher bloß keine Erfolge und wahrscheinlich auch kein stabiles Ergebnis gebracht. Deshalb hab ich jetzt den Arzt gewechselt und der wird mir nächste Woche noch ein bisschen was zum weiteren Behandlungsverlauf sagen.

Vom ästhetischen her könnte ich mit der Fehlstellung leben, allerdings besteht das Risiko, dass meine Zähne wandern, wenn die Behandlung so beendet wird. Und allein wegen der Funktionalität spiel ich nun mit dem Gedanken, mich unters Messer zu legen. Auch, um endlich mal ein Ende abzusehen und nicht noch zig Jahre mit Spange rumzulaufen.

Also alles Gute für deine Entscheidung!

@ jasmina

Was wurde denn bei dir für ne OP gemacht?

LG

Linda

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So, ich hab jetzt mal meinen Mut zusammengenommen und mich bei einem Kieferchirurg (Dr. Dr. Liebig in Memmingen) fuer eine Beratung angemeldet. Naechsten Montag ist es soweit, mal sehen was der so sagt.

Zum Glueck hatte der schon einen Termin in einer Woche, sonst haette ich es mir in der Zwischenzeit doch wieder anders ueberlegt. Dank dem Forum hier, bin ich jetzt ja schon ganz gut informiert und weiss was ich so in etwa fragen sollte.

Ach ja, ab wievielen OP am Kiefer wuerded ihr einen Chirurg als erfahren einstufen? Ich hab irgendwie gar keine Vorstellung davon wie oft so eine OP in Deutschland durchgefuehrt wird. Wenn man davon ausgeht, dass nur ein Bruchteil aller Patienten auch hier im Forum aktiv ist, mussen es doch eine ganze Menge sein.

Gruesse

Thomas

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Hallo tom,

ich beobachte dein thema, enn ich stehe ja vor der gleichen Situation. Ich war heute leider noch zu feig einen Termin auzumachen, aber dein Beispiel macht mir Mut.

stefan

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Hallo Thomas,

ich bin eine aus der "Schumacher-Fraktion" gewesen.Bei mir war die Beurteilung so einstimmig,dass mir nur der Mut und das Vertrauen gefehlt haben.Der Zahnarzt konnte mir mangels "Biss" keine Kronen für zu ersetzende Zähne einsetzen,da meine Progenie sehr ausgeprägt war.Letzten Donnerstag habe ich die letzte Metallentfernung nach einer fast 4jährigen Behandlungszeit hinter mich gebracht.Hätte es die heutigen Standards in meiner Jugend gegeben,bin 38,hätte ich mich schon mit 18 operieren lassen.Man will es nicht wahrhaben,aber die Kiefergelenke leiden im laufe der Jahre ganz schön unter der Fehlstellung.Trotzdem solltest Du erst den Arzt Deines Vertrauens finden,bei dem Du Dich in guten Händen fühlst.So habe ich es gemacht und nicht bereut.

LG Caro

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Ich habe heute meinen KFO Termin. Möchte mal wieder diagnostisch die Lage abklären lassen, bzw. den aktuellen Stand anschauen lassen.

Bei mir gab es leider bisher keine eindeutige Indikation für eine Behandlung bzw. einen Eingriff.

Ich weiss echt nicht was leichter oder schwerer ist, wenn man weiss es muss gemacht werden, oder wenn einem gesagt wird es könnte gemacht werde!?!?

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Hallo Thomas,

die Entscheidung ist mir auch nicht leicht gefallen und das mit 45. Es gibb viele Pro und Contra`s

Bei der Anschauung im Spiegel kam mir oft der Gedanke, einer KFO-Behandlung, da meine Zaehne alles andere als gerade standen. Außerdem hatte ich einen sehr engen Oberkiefer. Probleme hatte ich eigentlich nie damit. Zahnarztkontrollen, das war`s. Habe mit meinem Zahnarzt mehrmals darüber gesprochen, der mir eine KFO-Behandlung empfohlen hat, wegen späteren Problemen beim Zahnersatz. Also das Pro zur KFO-Behandlung

Jetzt bin ich seit 3 Jahren ind KFO-Behandlung und muß sagen, dass vorläufige Ergebnis ist schon zufriedenstellend. Wenn ich so lese was da zu regulieren war, Zahnwanderungen in beiden Kiefern, Mittellinienverschiebungen im OK und UK, Kreuzbiß, etc.. Jetzt ist die Regulierung soweit abgeschlossen und seit Anfang des Jahres ist die OP ein Thema. Der Kreuzbiss ist noch nicht ganz behoben und der Ok steht hinter dem UK. Wenn ich die Behandlung jetzt beende, kann es passieren, dass meine Zähne wieder in die alte Stellung fallen oder vielleicht noch schlimmer. Also das Pro zur OP. Schließlich hätte ich mal ca. 4000,-- Euro aus dem Fenster geschmissen, da ich die KFO-Behandlung selbst zahlen mußte, obwohl die OP von meiner KK übernommen wird, was für mich ein kleiner Trost ist, da es ja medizinisch notwendig ist.

Wäre am Anfang der Behandlung von einer kombinierten Behandlung die Rede gewesen, wären wohl nach Aussage meiner KK, die gesamten Kosten übernommen worden. Deshalb vorher gut informieren. Soweit zu den Kosten.

Vielleicht bin ich auch deswegen noch am zweifeln, weil am Anfang der Behandlung nicht von einer OP die Rede war. Wenn dies im Vorfeld aber schon festgestanden hätte, ich weiß nicht, ob ich mich dann für eine KFO-Behandlung entschieden hätte. Ich frage mich jetzt, was kommt nach der OP, steht da wieder was an, was vorher unklar war? Fragen über Fragen.

Am zweifeln bin ich immer noch, wollte schon einen Rückziehr machen, aber wie ich lese ist das wohl normal. Ob ich mich richtig entschieden habe, ich glaube diese Lösung weiß ich auch erst nach der OP. Viele hier im Forum haben sich wohl richtig entschieden und darum hoffe ich auch, dass mein PRO für die OP die richtige Entscheidung war und du auch eine Lösung finden wirst

Übrigens genau heute in 3 Wochen liege/lag ich unter`m Messer.

Bibbernde Grüsse

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So heute abend gehts zum Kieferchirurg zur Beratung. Mal sehen was der mir erzaehlt. Am liebsten waere es mir ja, wenn er sagt, dass ich ohne OP davonkomme und nur ein wenig zur Anpassung der Frontzaehne zum KO soll. Das Problem wird halt sein, dass ich mich dann mit dieser einen Meinung zufrieden gebe (weil ich ja genau das hoeren wollte) und das ganze wieder fuer ein paar Jahre zu den Akten lege. Sollte er mir andereseits sagen, dass es eine OP sein muss, werd ich sicher noch zu ein paar anderen Chirurgen rennen (vermutlich bis ich einen finde der das Gegenteil sagt :lol: )

Gruesse

Thomas

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Ich war heute beim kFO und werde morgen einen termin beim chirurgen ausmachen.

danach were ich mich entscheiden.

Ich glaube eine Minimalbehandlung, wo man nur die Frontzähne ein bischen grade biegt macht keinen sinn, denke auch das das kein KFO macht, weil der ja nur "ganzheitlich" arbeiten kann, bzw. will. Ich hatte mir auch so was "erhofft".

Mir wurde heue gesagt, dass ich rechnen muss:

1 Jahr feste Spange

OP Unterkiefervorverlagern und evt. Oberkiefer (Mittellinie) "drehen"

3 Monate Feinregulierung mit fester Spange

einige Monate Retention mit loser spange

Das erschien mir eine recht kurze Zeit für den ganzen aufwand. Der KFO meinte dass man meine Fehlstellungen überwiegend operativ beheben könnte und die Zahnstellung dann mehr oder weniger nur noch die Feinarbeit wäre.

Naja, werde das in meinem Thread "Stefan, OP ja oder nein" weiter berichten.

Wer weiss ob wir nicht "bald" das ganze hinter uns haben und uns gegenseitig gratulieren!

Im Moment bin ich gefühlsmässig eher dafür als dagegen , das kann sich natürlich schnell ändern. Mal sehen.

stefan

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