bienie

Schlaflos nach Kieferopertion

Hallo,

ich bin am vergangenen Mittwoch am Kiefer operiert worden. Mein Unterkiefer wurde nach vorne geholt und aus dem Oberkiefer wurde was rausgenommen, damit er einen anderen Winkel bekommt.

Es geht mir soweit auch wieder ganz gut, konnte heute die KLinik schon iweder verlassen. Allerdings belasten mich 1 großes Problem: Ich kann seit der OP nicht mehr schlafen, was mich sehr fertig macht, weil ich eigentlich total erschöpft bin.

Ich habe zum einen ein Problem mit dem Splint in meinem Mund. Er fühlt sich an wie ein riesiger Fremdkörper in meinem Mund, ich kann den Mund nicht richtig schliessen, weil das Gesicht noch nicht ganz abgeschwollen ist und dann atme ich nur durch den Mund. Der wird dann ganz trocken und so lässt es sich einfach nicht schlafen. Von einer vernünftigen Schlafstellung mal ganz zu schweigen.

Zum zweiten bekomme ich jedes Mal komische Bilder und Inhalte innerlich, wenn ich meine Augen schliesse. Ich weiss, das klingt sehr komisch. Aber ich bin ganz normal und psychisch vollkommen gesund, aber dieser Zustand macht mir Angst. Und wenn ich es dann geschafft habe, schrecke ich kurze Zeit später mit einem Angstgefühl in mir wieder auf.

Ich wollte mal fragen, ob ihr ähnliche Probleme nach der OP hattet und wie ihr euch alle mit eurem Splint angefreundet habt.

Herzliche Grüße, Bienie

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Hi Bienie!

ich hatte das selbe problem wie du.. die ersten 5 tage postOP konnte ich auch keinen moment schlafen, obwohl ich todmüde, erschöpft, und voller schmerzmittel war. ich konnte aus müdigkeit nicht lesen, weil alles vor meinen augen verschwomm, auch kaum laufen usw, aber schlafen ging trotzdem irgendwie nicht, und die stunden vergingen im dunkeln, todstillen krankenhaus schleichend, es war einfach ein albtraum, weil in diesen stillen stunden die schmerzen irgendwie überwältigend wurden.. aber mit der zeit ging es eigentlich, jetzt, 3 wochen post OP schlafe ich immer noch nicht supergut, weil einfach die schlafposition(auf dem rücken, leicht sitzend) so ungewohnt und unbequem ist, und auch das gefühl im gesicht/kiefer, aber es geht eigentlich immer besser!

ich bin sicher, das bessert sich auch bei dir, irgendwann ist man einfach so erschöpft, dass es klappt mit dem schlafen..

wünsche dir noch gute besserung!

liebe grüsse, stephany

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ich weiß zwar nicht, obs bei euch hilft, aber ich bin manchmal auch total aufgedreht und nervös und find keinen Schlaf, obwohl es manchmal dann soweit geht, dass ich voll müde bin. Bei mir hilft Traubenzucker, also Dextro Energy oder sowas, das beruhigt irgendwie komischerweise. Kann aber natürlich sein, dass das nur bei mir so is.... aber wollt den "tipp" nicht vorenthalten.. vielleicht hilfts euch ja. lg, anna

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Bei mir isses wohl so, dass mein Körper die Vitamine (oder was da alles in dieser Dextro Energy noch drin ist) braucht, um abschalten zu können. So denk ich mir das zumindest. Aber bin da wohl dann doch ein Einzelfall. :-)

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Hallo,

vielen lieben Dank für all eure lieben Antworten. Ist schön zu merken, dass mit diesem Problem nicht alleine ist. Ich bin auch nachts alleine mit coldpacks an den wangen durch die leeren Krankenhausflure geschlichen und hab mich immer wieder gefragt, ob es die richtige Entscheidung war, den Kiefer operieren zu lassen....

Die erste Nacht zu Hause lief besser als im Krankenhaus. Da die Nasentropfen alleine nicht viel geholfen haben und mir es ähnlich wie Sascha geht und ich die nicht so gerne ohne Ende nehme, ist mir wieder eingefallen, dass ich bei Schnupfen mir immer Chinaöl unter die Nase mache und ein wenig auf die Nasenwurzel. Und: Das hat heute Nacht ganz gut funktioniert. Vielleicht hilft euch das ja auch weiter.

Liebe Grüße, Meike

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Ich hatte damals nach der Bimax auch wahnsinnige Schlafstörungen. Im Krankenhaus habe ich die ersten 24h vor mich hingedämmert, aber danach hab ich Nachts meist kein Auge zugetan. Nach der Entlassung hatte ich dann 4-6 Wochen jede Nacht Albträume, ich bin wirklich jede Nacht um genau 01.30 Uhr schweißgebadet im Bett aufgewacht und konnte mich immer erstmal umziehen, Das war wirklich fürchterlich. Des Weiteren meinte ich mich daran zu erinnern, dass ich während der OP einmal wach geworden bin und hab immer wieder davon geträumt, dass irgendwer rief: "Sie wird wach!" und dann wieder alles dunkel wurde. Das konnte ich im nachhinein (ca. 1/2 Jahr später) auch auf dem Narkoseprotokoll verifizieren. Da stand genau das natürlich nicht drauf, aber ein Blutdruckanstieg von 60/40 mmHg, den ich die ganze Zeit über hatte auf 160/100 mmHg und nachfolgende Gabe von allen Medikamenten, die man so hat um jmd. in Narkose zu versetzen, sprechen für mich (als Anästhesistin 8-) ) Bände :roll: .

Aber irgendwann konnte ich auch wieder besser schlafen - von meinen "normalen" Schlafstörungen mal abgesehen ;-) .

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Ich hatte damals nach der Bimax auch wahnsinnige Schlafstörungen. Im Krankenhaus habe ich die ersten 24h vor mich hingedämmert, aber danach hab ich Nachts meist kein Auge zugetan. Nach der Entlassung hatte ich dann 4-6 Wochen jede Nacht Albträume, ich bin wirklich jede Nacht um genau 01.30 Uhr schweißgebadet im Bett aufgewacht und konnte mich immer erstmal umziehen, Das war wirklich fürchterlich. Des Weiteren meinte ich mich daran zu erinnern, dass ich während der OP einmal wach geworden bin und hab immer wieder davon geträumt, dass irgendwer rief: "Sie wird wach!" und dann wieder alles dunkel wurde. Das konnte ich im nachhinein (ca. 1/2 Jahr später) auch auf dem Narkoseprotokoll verifizieren. Da stand genau das natürlich nicht drauf, aber ein Blutdruckanstieg von 60/40 mmHg, den ich die ganze Zeit über hatte auf 160/100 mmHg und nachfolgende Gabe von allen Medikamenten, die man so hat um jmd. in Narkose zu versetzen, sprechen für mich (als Anästhesistin 8-) ) Bände :roll: .

Aber irgendwann konnte ich auch wieder besser schlafen - von meinen "normalen" Schlafstörungen mal abgesehen ;-) .

Hallo Kathi,

ui, dass gerade dir als Anästhesistin sowas passiert, ist natürlich krass!

Oder passiert das mal öfters, dass jemand in der Narkose (so halbe) aufwacht?

Wenn man bedenkt, dass viele sich nach einer Vollnarkose eh an nichts mehr erinnern können, könnte sowas ja schon möglich sein, oder?

Wobei ich auch denke, dass einem/r guten Anästhesist/in sowas nicht passiert....

LG, Anna

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Hey Kathibaby,

klingt echt krass was du da durchmachen musstest..:( aber hast dus nach diesen ersten wochen richtig verarbeiten können?

ich kann mir vorstellen, dass das erlebnis, während der OP aufzuwachen, schlimm sein kann.. trotzdem hätte ich eine frage dazu, da ich mich mit diesem thema ein wenig beschäftigt hatte vor der OP: kannst du beschreiben, was genau daran traumatisierend gewirkt hat? also, die tatsache, dass etwas nicht 100% funktionierte, die unfähigkeit, die situation in kontrolle zu haben, oder hast du geräte gehört, gesehen?

hoffe die fragen sind nicht zu direkt, nachdem du das persönlich durchleben musstest, falls ja, tut es mir leid!! aber das würde mich wirklich interessieren..:oops:

liebe grüsse, stephany

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Also ich konnte auch nach der OP irgendwie ÜBERHAUPT nicht schlafen und bin wirklich die 3 Tage lang nur rumgelaufen, habe rumgesessen irgendwo und es war einfach so schrecklich, weil die Zeit auch nicht verging und es ja nicht gerade spannend ist.....habe dann auch die Ärztin angefleht nach Hause gehen zu dürfen. Dort habe ich dann wenigstens niemanden gestört und konnte mich ordentlich beschäftigen. Deswegen wurde ich halt früher entlassen, weil die Ärztin auch meinte, dass man "nur gesund wird, wenn man sich wohl fühlt". So war es auch. Zu hause hatte ich zwar immernoch Schlafprobleme, weil ich irgendwie total die Horrorbilder vor Augen hatte, wenn ich sie geschloßen habe. Ich dachte irgendwie immer, dass wenn ich mich falsch hinlege ich das OP-Ergebnis zerstöre oder mich irgendwie verletze oder sonstiges. Natürlich völliger Quatsch, aber so war es irgendwie. Konnte das dann aber tagsüber nachholen weil ich mich zu haus so wohl gefühlt habe! :-)

Letztendlich ging es dann irgendwann mit Geduld und viel Müdigkeit....tipp ? Habe ich keinen...hmmm. ;-)

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Hey Kathibaby,

klingt echt krass was du da durchmachen musstest..:( aber hast dus nach diesen ersten wochen richtig verarbeiten können?

ich kann mir vorstellen, dass das erlebnis, während der OP aufzuwachen, schlimm sein kann.. trotzdem hätte ich eine frage dazu, da ich mich mit diesem thema ein wenig beschäftigt hatte vor der OP: kannst du beschreiben, was genau daran traumatisierend gewirkt hat? also, die tatsache, dass etwas nicht 100% funktionierte, die unfähigkeit, die situation in kontrolle zu haben, oder hast du geräte gehört, gesehen?

hoffe die fragen sind nicht zu direkt, nachdem du das persönlich durchleben musstest, falls ja, tut es mir leid!! aber das würde mich wirklich interessieren..:oops:

liebe grüsse, stephany

Ich kann noch nichtmal sagen was es für Albträume waren, ich weiß nur, dass ich irgendwie als ich während der OP aufgewacht bin verwirrt geschaut habe und eben die Stimmen gehört habe. Dann war ich wieder weg. Das Erlebnis ist nüchtern betrachtet für mich nicht schlimm gewesen, allerdings hatte im unmittelbaren zeitlichen Zusammenhang ich diese fürchterlichen Schlafstörungen. Wahrscheinlich habe ich die Geschehnisse im Unterbewußtsein anders wahrgenommen und habe sie mit den den Albträumen verarbeitet.

Es gibt übrigens immer mal wieder sog. Awareness-Phänomene während einer Narkose, allerdins sind diese durch die immer genaueren Überwachungsmethoden deutlich seltener als früher. Z.B. verwenden wir immer kontinuierliche Hirnstrommessungen, um die Narkosetiefe noch besser beurteilen zu können. Allerdings beruht das Tun von uns Anästhesisten nunmal immer auf (eigener) Erfahrung und Menschen sind auch keine Maschinen an denen man an einen Schlaf-An-Aus Knopf drückt. Jeder reagiert ein wenig anders auf die Medikamente, auch wenn die meisten sehr berechenbar sind in ihrer Reaktion. Es gibt aber auch immer wieder Patienten, die eben nicht so auf die Medikamente reagieren wie man es eigentlich kennt ;-) .

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Es gibt übrigens immer mal wieder sog. Awareness-Phänomene während einer Narkose, allerdins sind diese durch die immer genaueren Überwachungsmethoden deutlich seltener als früher. Z.B. verwenden wir immer kontinuierliche Hirnstrommessungen, um die Narkosetiefe noch besser beurteilen zu können. Allerdings beruht das Tun von uns Anästhesisten nunmal immer auf (eigener) Erfahrung und Menschen sind auch keine Maschinen an denen man an einen Schlaf-An-Aus Knopf drückt. Jeder reagiert ein wenig anders auf die Medikamente, auch wenn die meisten sehr berechenbar sind in ihrer Reaktion. Es gibt aber auch immer wieder Patienten, die eben nicht so auf die Medikamente reagieren wie man es eigentlich kennt ;-) .

Oder es gibt auch viele Menschen, die im Aufklärungsgespräch bezüglich ihrer Alkohol-Nikotin-Drogen-Verbrauch nicht so ehrlich sind. Oder irre ich mich?

Aber ich denke, dem sind auch viele solche Awareness-Fälle zugeschrieben!?

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Allerdings belasten mich 1 großes Problem: Ich kann seit der OP nicht mehr schlafen, was mich sehr fertig macht, weil ich eigentlich total erschöpft bin.

Ich habe zum einen ein Problem mit dem Splint in meinem Mund. Er fühlt sich an wie ein riesiger Fremdkörper in meinem Mund, ich kann den Mund nicht richtig schliessen, weil das Gesicht noch nicht ganz abgeschwollen ist und dann atme ich nur durch den Mund. Der wird dann ganz trocken und so lässt es sich einfach nicht schlafen. Von einer vernünftigen Schlafstellung mal ganz zu schweigen.

Zum zweiten bekomme ich jedes Mal komische Bilder und Inhalte innerlich, wenn ich meine Augen schliesse. Ich weiss, das klingt sehr komisch. Aber ich bin ganz normal und psychisch vollkommen gesund, aber dieser Zustand macht mir Angst. Und wenn ich es dann geschafft habe, schrecke ich kurze Zeit später mit einem Angstgefühl in mir wieder auf.

Ich wollte mal fragen, ob ihr ähnliche Probleme nach der OP hattet und wie ihr euch alle mit eurem Splint angefreundet habt.

Herzliche Grüße, Bienie

hallo ja ich hatte das gleiche wie du .....kein schlaf.....und wenn dann nur 2 stunden oder etwas mehr oder garnicht ...kahm teilweise an den tag an......

des letzte was du da schreibst kommt von zu vielen horror filmen :) spass.

ich zb hatte angst das alles schief läuft und dass alles schief bleiben wird....das waren meine grössten ängste aber es is halt eingetroffen und da kann ich jetzt auch nichts mehr ändern....bin grad dabei mir eine zweite meinung einzuholen

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Kathibaby: das dachte ich mir auch so ähnlich, dass man eigentlich nicht richtig sagen könnte, was genau so schlimm ist an so einem erlebnis, aber doch lässt es einen nicht so schnell los..

übrigens, ein freund von mir hatte seit klein auf immer wieder OPs, und wacht nun fast bei jeder OP auf, da sein körper quasi immunität gegen das mittel aufgebaut hat.. ganz schön erschreckend, mit dem wissen in eine OP zu müssen.. aber er ist wohl unempfindlich auf solche erlebnisse, denn er scheint kein trauma davongetragen zu haben, oder aber, er spricht lieber nicht darüber.

noch extremer finde ich aber, dass bei manchen fällen nicht gemerkt wird, dass die person bei bewusstsein ist, sie also länger in diesem zustand bleibt während der OP, die muskel relaxanten aber wirken, so dass sie sich nicht bewegen kann, die schmerzmittel aber auch nachgelassen haben, sie also die schmerzen spürt.. echt horror.. müssen wirklich sehr unglückliche umstände sein, dass das alles eintrifft, und natürlich grottenschlechte arbeit des anästhesisten, aber soll vorkommen!

grüsse, stephany

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bin ja noch nicht Operiert kann daher nichts zur schlaflosigkeit sagen, nur so viel das ich es kenne und total hasse. Extrem müde zu sein total geschlaucht dringend erholung zu brauchen aber nicht schlafen zu können. Das zerrt unendlich am nervenkostüm!

Zu dem wach werden. *schauder* was für ein horror... Also manche sachen sind mir egal wurde auch schon unter einer "Spinal" nakose Operiert. Da haben sie mir das bein aufgeschnitten und ich wollte noch zu sehen dabei. Aber im gesicht. Ich hau den anestesitsten wenn der mir das antut. Gerade so wach zu werden sich aber null bewegen können nicht auf sich aufmerksam machen zu können und genau in dem moment um schön mitzubekommen wie er einem den Unterkiefer "rausbricht" NA SUPER! Das geben dann ein paar schöne alpträume. Das mit dem drogen konsum alkohol konsum usw also ich werde den genau sagen wann was wie usw hab echt kein bock das es dann noch meine schuld ist wenn ich aufwache weil ich was verschwiegen habe. Bin auch schon ganz brav geworden rühre nichts mehr an....

LG

SD

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