Lovely_Yola

Körperdysmorphophobie vs. eindeutige Kieferfehlstellung

32 Beiträge in diesem Thema

Hallo ihr Lieben,

wußte nicht genau, in welchen Thread ich das Thema reinstelle.

Mir ging es die letzten Tage sehr schlecht, und ich mußte psychotherapeutisch behandelt werden. Ich war wirklich am niedrigsten Punkt und wußte nicht mehr weiter!

Bei mir wurde eine Körperdysmorphophobie festgestellt.

http://www.lebenshilfe-abc.de/koerperdysmorphobie.html

Die Ärztin sah keine Auffälligkeiten an meinem Kiefer und meinte, ich hätte eben die oben genannte Erkrankung (ähnlich wie bei einer Magersüchtigen, die mit 40kg sich immer noch zu dünn findet = verzerrte Körperwahrnehmung).

  • Ich selbst weiß sehr wohl, dass mit meinem Kiefer was nicht stimmt, und dass mich dies weniger gut aussehen lässt.

vs.

  • Die Ärztin meinte, es wäre rein psychologischer Natur und ich hätte eine verzerrte Wahrnehmung.

Was meint ihr dazu?

Und hat so ein ähnliches Problem jemand von euch auch (also dass es manche Tage gibt, an denen man sich garnicht mehr raustraut, weil man denkt, alle Leute starren auf den Kiefer)?

LG, Anna

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Hallo Anna,

war das eine Kieferchirurgin, die keine Kieferfehlstellung feststellen konnte?

Lg

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Hallo Anna,

Du bist da nicht die einzige. Bei mir wurde das auch diagnostiziert. Es gibt Leute hier im Forum, die sich nicht mehr so rege beteiligen, bei denen gepfuscht wurde bzw. die mit einer Extraktionstherapie falsch behandelt wurden und somit Probleme mit ihrem Gesicht bekamen. Alle bekommen den Stempel "körperdysmorphe Störung" aufgedrückt. Dabei bilden sich die Leute das nicht ein und ein verzerrtes Bild entsteht nur bei Außenstehenden, die das nicht beurteilen können. Die kleinste negative unnatürliche Veränderung im Gesicht lässt jeden "verrückt" werden.

Da es sehr vielen wie dir geht, kann man hier nicht von körperdysmorpher Störung reden, auch wenn das Verhalten was man an den Tag liegt das gleiche ist wie bei Körperdysmophobie. Der Unterschied ist, dass körperdysmorphisch Gestörte nie mit sich zufrieden sind. Dagegen wenn bei dir der Kiefer wieder harmonisch ist, sind deine psychischen Probleme wie weggeblasen.

Die Ärzte und Kieferorthopäden machen sich nicht klar wie sehr ein Mensch leidet, wenn etwas mit seinem Gesicht nicht stimmt. Darum find ich es um so dramatischer wenn so ohne Skrupel drauf los gearbeitet wird am Gesicht des Menschen und der Patient keine Ahnung hat, was da passiert.

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Hallo Anna,

war das eine Kieferchirurgin, die keine Kieferfehlstellung feststellen konnte?

Lg

Das war sicher die Psychotherapeutin, die das überhaupt nicht beurteilen kann. Die sieht nur den Istzustand und denkt man sieht nun mal so aus und es gibt nichts entstellendes.

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Vor einigen Jahren habe ich in einer Zeitschrift (ich glaube es war dieser Birgitteableger: emotion) einen für mich sehr interessanten Bericht über Dysmorphophobie gelesen.

Als Fallbeispiele:

Eine Frau die aufgrund eines schiefen Zahnes massive psychische Probleme hatte.

Ein stark untergewichtiger Mann, der wenn es den sein muss nur "gepolstert" unter Leute geht.

Es liegt ja in beiden Fällen eine Störung/Einschränkung (oder wie man es nennen will) vor. Nur ist jetzt der Zahn aus Sicht eines KO's nicht unbedingt "behandlungswürdig".

Es wurde in dem Artikel auch die Frage diskutiert: was passiert nach einer KO Behandlung - ist damit automat. auch die "psych. Problematik" kuriert?

Viele Grüße

Bracket

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Hallo Anna,

war das eine Kieferchirurgin, die keine Kieferfehlstellung feststellen konnte?

Lg

Nein, war eine Psychotherapeutin, die keine Auffälligkeiten feststellen konnte. Ich nehme es ihr auch garnicht übel, weil es ja nicht ihr Fachgebiet ist und sie sich damit nicht auskennt, aber ich fand es einfach nur schlimm, dass man den Stempel "Körperdysmorphophobie" aufgedrückt bekommt und keine Anhörung, sondern gleich auf die Schiene "rein psychologische Probleme" geschoben wird.

Die denken, hätte ich keine Körperdysmorphophobie, dann hätte ich auch keine Probleme, aber das eigentliche Problem wird nicht erkannt, und will man es selbst (als "dummer kleiner Patient, der eh von nix ne Ahnung hat") erklären, wird nicht zugehört weil die Ärztin sooo sehr von der Diagnose überzeugt ist.

Als ich alles abstritt und meinte "Mich kann man auf psychologischer Schiene mit der Diagnose "Körperdysmophophobie" nicht behandeln, weil ich ganz genau weiß, warum das so ist! Weil ich wirklich ein Kiefer-Problem habe! Und das lässt sich allein durch Psychotherapie nicht wetmachen!" Da verdrehte die Therapeutin nur die Augen und meinte "Ja das ist ja das Problem bei dieser Störung! Die Patienten sehen nicht ein, dass sie eine psychische Störung haben! Das macht es um einiges schwieriger!" - Wisst ihr was ich meine, wie man sich da fühlt?

Wird man direkt als Psycho abgestempelt, der sein Problem nicht erkennt, ähnlich wie eine Magersüchtige, die ein verzerrtes Körperwahrnehmungsbild hat. Da werden einem Krankheiten unterstellt, die man garnicht hat!! Unmöglich............. :roll:

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Hört sich ein bißchen nach Teufelskreislauf an, wo sich jeder angesprochen fühlen könnte. Gruß matteo:mrgreen:

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Hey Lovely Yola,

dysmorphophobie zu haben muss nicht unbedingt heissen, an sich einen makel zu sehen, der nicht da ist, sondern es kann auch heissen, einen vorhandenen makel, der für andere kaum oder garnicht sichtbar ist, einfach unauffällig ist, als besonders schlimm oder entstellend zu empfinden. das wird meist davon begleitet, dass sich die gedanken überhandnehmend um diesen makel kreisen.

dysmorphophobie kann aber auch sein, wenn man sich überproportional über das eigene vermeintlich unterdurchschnittliche aussehen gedanken macht, die, es den tag bestimmt, und man auch negative einflüsse von aussen (unfreundliches benehmen einer kassiererin, ein job den man nicht erhalten hat, blicke von fremden uuuusw.) alles einfach auf sein schlechtes aussehen oder einen makel bezieht. typisch ist das denken von betroffenen leuten: "wenn ich doch nur schön wäre, wäre alles viel besser und einfacher in meinem leben".

es ist also wirklich sehr schwer zu erkennen, ob jemand an dieser wahrnehmungsverzerrung leidet oder nicht, denn JEDER, und ich meine wirklich ALLE, die daran leiden, und der heilung noch nicht nahe sind, sagen: "ICH bin aber WIRKLICH hässlich, ich leide nicht an wahrnehmungsstörungen, ich bin wirklich hässlich oder habe diesen entstellenden makel" wobei dysmorphophobische leute praktisch nie entstellt oder hässlich sind, sondern meistens sogar überdurchschnittlich bis model-like schön, von anderen betrachtet.

man ist mit dieser krankheit auch nicht zu eitel oder ähnliches, sondern sieht in den spiegel, und sieht selber ein monster, wo keines ist, ganz ähnlich wie auch magersüchtige fettpolster sehen, wo nur noch knochen und hat sind.

es ist für einen mit dieser krankheit also unglaublich schwer, herauszufinden, was nun die wahrheit ist, wie man wirklich aussieht, aber ich würde sagen, es lohnt sich hilfe zu suchen, oder sich selbst zu helfen, wenn die gedanken um einen makel, oder das vermeintlich schlechte aussehen den tag und auch das leben bestimmen, man einfach alles darauf bezieht, die gedanken ständig oder sehr oft darum kreisen..

liebe grüsse, stephany

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Also ich denke auch, dass in dem Fall eine Psychotherapeutin das Ganze wohl nicht so gut beurteilen kann, da eine Kieferfehlstellung ja was ist, was Laien nicht erkennen, wenn es nicht total auffällig ist.

Vielleicht ist es ja so, dass du zwar eine Kieferfehlstellung hast, aber dennoch es größeres Problem damit hast, also man es bei deinem Schweregrad "normal" haben würde? Denn deine Fehlstellung ist bestimmt nicht so schlimm, dass sie irgendeinem Außenstehenden auffällt, oder? (sieht zumindest auf den Bildern nicht so aus)

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Hey Lovely Yola,

dysmorphophobie zu haben muss nicht unbedingt heissen, an sich einen makel zu sehen, der nicht da ist, sondern es kann auch heissen, einen vorhandenen makel, der für andere kaum oder garnicht sichtbar ist, einfach unauffällig ist, als besonders schlimm oder entstellend zu empfinden. das wird meist davon begleitet, dass sich die gedanken überhandnehmend um diesen makel kreisen.

dysmorphophobie kann aber auch sein, wenn man sich überproportional über das eigene vermeintlich unterdurchschnittliche aussehen gedanken macht, die, es den tag bestimmt, und man auch negative einflüsse von aussen (unfreundliches benehmen einer kassiererin, ein job den man nicht erhalten hat, blicke von fremden uuuusw.) alles einfach auf sein schlechtes aussehen oder einen makel bezieht. typisch ist das denken von betroffenen leuten: "wenn ich doch nur schön wäre, wäre alles viel besser und einfacher in meinem leben".

es ist also wirklich sehr schwer zu erkennen, ob jemand an dieser wahrnehmungsverzerrung leidet oder nicht, denn JEDER, und ich meine wirklich ALLE, die daran leiden, und der heilung noch nicht nahe sind, sagen: "ICH bin aber WIRKLICH hässlich, ich leide nicht an wahrnehmungsstörungen, ich bin wirklich hässlich oder habe diesen entstellenden makel" wobei dysmorphophobische leute praktisch nie entstellt oder hässlich sind, sondern meistens sogar überdurchschnittlich bis model-like schön, von anderen betrachtet.

man ist mit dieser krankheit auch nicht zu eitel oder ähnliches, sondern sieht in den spiegel, und sieht selber ein monster, wo keines ist, ganz ähnlich wie auch magersüchtige fettpolster sehen, wo nur noch knochen und hat sind.

es ist für einen mit dieser krankheit also unglaublich schwer, herauszufinden, was nun die wahrheit ist, wie man wirklich aussieht, aber ich würde sagen, es lohnt sich hilfe zu suchen, oder sich selbst zu helfen, wenn die gedanken um einen makel, oder das vermeintlich schlechte aussehen den tag und auch das leben bestimmen, man einfach alles darauf bezieht, die gedanken ständig oder sehr oft darum kreisen..

liebe grüsse, stephany

Danke für deine Worte! Ich habe mal drüber nachgedacht.

Es ist einfach so, dass ich extrem hohe Maßstäbe an mich selbst setze! Ich bin schon in gewisser Weise perfektionistisch, aber das bin einfach ich. :-| Z.B. an andere Menschen setze ich vom Aussehen her überhaupt nicht hohe Maßstäbe, ich finde sogar viele Menschen mit Makeln viel interessanter, ich mag Menschen, die nicht eingebildet sind und einfach fröhlich, egal wie sie aussehen. Aber bei mir selbst ist das irgendwie ganz anders. Vielleicht macht mich das auf viele andere auch unsympathisch :-l

Es ist ja auch nicht so, dass ich wegen der Fehlstellung nur mein Äußeres schlecht beurteile, sondern es macht mir viel mehr zu schaffen, dass ich jeweils nur 1-2 Kontakte auf den Backenzähnen hab. Und durch Verschieben des Unterkiefers bekomme ich manchmal auf einer Seite 2 Zahnkontakte und auf der linken Seite sogar 3 Zahnkontakte. Aber dann ist mein Kiefer schief. Manchmal nehme ich das in Kauf (!!!!), nur um Kontakte zu haben!

Ich weiß auch nicht, warum mich dieser fehlende Zahnkontakt so sehr behindert, es ist wirklich so, dass dies eine Behinderung für mich darstellt, unter der ich sehr leide.

Manchmal lese ich hier im Forum von anderen Betroffen, die auch einen offenen Biss haben, aber denjenigen macht dieser fehlende Zahnkontakt anscheinend garnicht so viel aus!? Oder täusche ich mich da?

Uuuups. Bin ein bißchen vom Thema abgeschweift, aber nun steht es jetzt schon so da.

Vielleicht habe ich diese Körperdysmorphophobische Störung,

aber ich weiß auch ganz genau, dass ich eine behandlungsbedürftige Zahnfehlstellung habe,

und dass ich alles andere als attraktiv bin, wenn ich lache!

Viele hier wissen, wie wenig Wert mancher KFO auf die Ästhetik seines Patienten legt, vieles wird nicht behoben, manches sogar noch mehr verschlimmert.

Ich möchte keine Lippen wie Angelina Jolie und auch keine Zähne wie Heidi Klum, einfach nur einen normalen Mund ohne gezwungenen Lippenschluß!

Also ich denke auch, dass in dem Fall eine Psychotherapeutin das Ganze wohl nicht so gut beurteilen kann, da eine Kieferfehlstellung ja was ist, was Laien nicht erkennen, wenn es nicht total auffällig ist.

Vielleicht ist es ja so, dass du zwar eine Kieferfehlstellung hast, aber dennoch es größeres Problem damit hast, also man es bei deinem Schweregrad "normal" haben würde? Denn deine Fehlstellung ist bestimmt nicht so schlimm, dass sie irgendeinem Außenstehenden auffällt, oder? (sieht zumindest auf den Bildern nicht so aus)

Das Problem ist, dass man mir die Kieferfehlstellung auf den ersten Blick (für Laien) wirklich nicht auffällt.

Allerdings wirkt meine Fehlstellung z.B. auf Bildern, als wäre ich dumm oder unfähig, oder hätte kein Durchsetzungsvermögen, keine Power!

Das wird mir auch stäääändig unterstellt!

Vielleicht fällt man nach einer gewissen Zeit auch tatsächlich in diese Verhaltensmuster, weil man einfach keine Lust mehr hat, etwas anderes zu beweisen und man es sich einfach leichter macht und resigniert.

Was ich damit meine, wissen sicherlich viele von euch, was assoziiert wird mit Kieferstellungen.

Markantes Kinn / Unterkiefer = dominanter Typ (egal ob m oder w)

Fliehendes Kinn / Unterkiefer = nicht durchsetzungsfähiger Mensch (oder andere Sachen, wie oben schon beschrieben)

Das sind natürlich alles nur Merkmale, die einem durch die Gesichtsphysiognomie zugeschrieben werden. Aber Fakt ist, sie werden einem zugeschrieben! :-l

Ich gehe sogar so weit, dass ich denke, das Gesicht macht in einem hohen Grad aus dem Menschen, was er eigentlich ist, also das Gesicht schiebt dich in deine Verhaltensmuster. Aber das ist nun auch wieder ein anderes Thema.

Nun bin ich schon wieder bißchen abgeschweift, aber bin heut irgendwie in Schreiblaune :mrgreen:

Fakt ist: Jeder, der eine Kieferfehlstellung hat, sollte ernst genommen werden und selbst wenn eine Körperdysmorphophobie vorliegt, ist diese allerhöchstwahrscheinlich durch die Fehlstellung entstanden. Ohne Behebung der Fehlstellung sehe ich auch für die meisten keine Besserung der Probleme, außer man macht sich selbst was vor! :???:

LG, anna

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Hey Lovely Yola,

ich sehe das meiste sehr ähnlich wie du, auch ich bin perfektionistin, und habe sehr unter meiner kieferfehlstellung gelitten...

durch meinen beitrag meinte ich auch keinesfalls dass du wirklich dysmorphophobie hättest, habe einfach mal die infos die ich dazu kenne zusammengefasst, da wir schon beim thema sind, vielleicht hilfts ja jemandem!;)

ich denke, egal ob krankheit, oder äusserliche wirkliche makel, einfach egal was es ist, das einen unglücklich macht, man sollte dagegen kämpfen, so dass man möglichst glücklich wird..

nur würde das doch bei dir heissen, die fehlstellung korrigieren zu lassen, was du aber momentan nicht möchtest...

dann bist du doch aber sehr in die ecke gedrängt? dann kannst du es nicht korrigieren lassen, kannst dich aber auch nicht mit der fehlstellung anfreunden...

hmmm... haste denn schon einen ausweg in sicht? hast du neue infos über die nonoperative lösung?

auf alle fälle hoffe ich sehr für dich, dass du einen weg finden kannst!!!

liebe grüsse, stephany

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nur würde das doch bei dir heissen, die fehlstellung korrigieren zu lassen, was du aber momentan nicht möchtest...

# Doch, ich möchte die Fehlstellung ja unbedingt korrigiert haben! Zwar keine OP, aber die ist wahrscheinlich auch nicht zwingend notwendig (dreimal auf Holz klopf).

hmmm... haste denn schon einen ausweg in sicht? hast du neue infos über die nonoperative lösung?

auf alle fälle hoffe ich sehr für dich, dass du einen weg finden kannst!!!

Danke! :-)

Ja, ich habe bereits einen Weg in Aussicht, jetzt liegt es nur noch daran, einen KFC /KFO zu finden, der sich mit dieser Methode auskennt, was alles andere als leicht ist..

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Ich weiß auch nicht, warum mich dieser fehlende Zahnkontakt so sehr behindert, es ist wirklich so, dass dies eine Behinderung für mich darstellt, unter der ich sehr leide.

Manchmal lese ich hier im Forum von anderen Betroffen, die auch einen offenen Biss haben, aber denjenigen macht dieser fehlende Zahnkontakt anscheinend garnicht so viel aus!? Oder täusche ich mich da?

Hey Lovely Yola

Da täuschst du dich leider wirklich :( Ich leide selber auch total darunter. Ich drücke mir manchmal mit den Händen stundenlang den Unterkiefer nach oben, um auch ein bisschen mehr Zahnkontakt zu haben. Aber durch dieses aufeinander "pressen" sind meine unteren Zähne wie eingedrückt, was das Beissen richtig schmerzhaft macht. Ich kann nicht mal mehr Kaugummi kauen, das tut so weh. --> offener Biss sucks

Und mir sagen auch so viele Leute immer, ich sehe traurig oder zu ernst aus, weil meine Mundwinkel durch den offenen Biss eher nach unten zeigen. Aber das wahre Problem dahinter, dass man lieber einen Lippenschluss erzwingt und dabei gehässig aussieht, als dass man ständig seine Zähne zeigt, das merkt natürlich niemand.

Ich finde die Diagnose deiner Therapeutin übrigens auch ein bisschen übertrieben. Klar konzentrieren wir uns extrem auf unsere Zähne und Kieferstellung, eben deswegen, weil wir seit frühauf solche Probleme damit haben. Dass man dadurch psychisch angeschlagen ist, ist ja absolut kein Wunder. Man muss ja echt auch viel einstecken, wenn die Zähne nicht perfekt aussehen. Aber von einer Dysmorphophobie würde ich erst reden, wenn man sich ein Problem selbst einredet, das nicht besteht. Und eine Kieferfehlstellung ist nun mal ein Problem, und das nicht nur optisch :(

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Ich gehe sogar so weit, dass ich denke, das Gesicht macht in einem hohen Grad aus dem Menschen, was er eigentlich ist, also das Gesicht schiebt dich in deine Verhaltensmuster. Aber das ist nun auch wieder ein anderes Thema.

Dem kann ich nur zustimmen. Habe es im positiven wie im neagtiven Sinn kennen gelernt.

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Hallo ihr lieben, hallo Anna,

bei der dysmorphen Störung ist es wie bei den meisten psychischen Störungen: Die Grenze zwischen "normal" und "krankhaft/gestört" ist fließend und nicht ganz scharf abgegrenzt. Zur Diagnosestellung in der Psychologie sollte gesagt werden, dass es Kriterienkataloge gilt im Sinne von: Dieses Verhalten/Merkmal wird über soundsolange soundso intensiv bzw. oft gezeigt. Wenn der Klient 5 von 8 Merkmalen (oder halt irgendwelche anderen Zahlen) aufweist, dann wird diese und jene Diagnose gestellt.

Damit will ich sagen, dass die Psychologin sehr wahrscheinlich bei dir einzelne Aspekte der dysmorphen Störung gesehen hat und dies sie zu der Diagnose geführt hat. Du befasst dich ja momentan wirklich sehr, sehr viel mit deiner Kieferfehlstellungund leidest auch sehr darunter. Da möchte ich auch auf das verweisen, was Stephany geschrieben hat: dass Patienten mit körperdysmorpher Störung nicht zwingend einen Makel sehen, der nicht da ist,

sondern es kann auch heissen, einen vorhandenen makel, der für andere kaum oder garnicht sichtbar ist, einfach unauffällig ist, als besonders schlimm oder entstellend zu empfinden. das wird meist davon begleitet, dass sich die gedanken überhandnehmend um diesen makel kreisen.

Ich will damit nicht sagen, dass du diese Störung HAST, sondern dass gut sein kann, dass du einige Anzeichen davon aufweist. Ich denke, es fällt jeder erst einmal aus allen Wolken, wenn bei ihm eine "psychische Störung" diagnostiziert wird, und die wenigsten wollen das wirklich wahrhaben. (was ich auch total natürlich finde). Jede Diagnose hat aber auch die Chance, etwas dagegen zu tun.

Die Psychologin hat diese Diagnose nunmal gestellt. Die Frage ist ja jetzt, wie du damit umgehst. Du kannst natürlich sagen: "Die spinnt ja, das hab ich nie und nimmer. Ich bin doch nicht psychisch krank, ich will mit der nichts zu tun haben". Oder du versuchst, die Information zu nutzen, und an zwei Fronten zu kämpfen: zum einen, die Kieferfehlstellung zu behandeln (denn die wurde ja von KFO und KFC diagnostiziert, ist also wirklich vorhanden! (wenn ich deine Geschichte richtig im Kopf habe)) und zum anderen zusammen mit einer Psychologin oder einem Psychologen, der/m du vertraust, die KFO-Behandlung zu begleiten,zu schauen, was an der Diagnose körperdysmorphe Störung genau dran ist, das Leiden unter deiner Fehlstellung zu vermindern, an deinem Selbstbild zu arbeiten..., so dass nach Behandlungsende auch die körperdysmorpher Störung bzw. die Tendenz in diese Richtung der Vergangenheit angehört.

Ich will nochmal sagen: Ich will hier weder die Diagnose der Psychologin bestätigen und sagen: du hast diese Störung, noch die Diagnose als total abwegig darstellen und sagen: die Psychologin spinnt ja total, du hast das doch nie und nimmer. Ich will dich hier auch nicht als psychisch krank abstempeln.

Ich möchte hier nur noch obigen Aspekt in die Diskussion mit einbringen und aufzeigen, dass so eine Diagnose auch eine Chance sein kann (und wenn man sie nur nutzt, um psychologische Unterstützung im normalen Leben bezahlt zu bekommen.... ;-) ).

Ich wünsch dir gute Entscheidungen und viel Erfolg bei deiner Behandlung,

Ganz liebe Grüße,

Johanna

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"Manchmal lese ich hier im Forum von anderen Betroffen, die auch einen offenen Biss haben, aber denjenigen macht dieser fehlende Zahnkontakt anscheinend garnicht so viel aus!? Oder täusche ich mich da?"

Die Tatsache, dass du auch sehr an der mangelnden Funktion und nicht nur an der Ästhetik leidest, in ein Beweis dafür, dass die Psychotherapeutin eine Fehldiagnose gestellt hat. Du bist auch bei weitem nicht die einzige, die an der Nonokklusion leidet. Ich hatte früher einen völlig normalen Biss, der sich vor 4 Jahren geöffnet hat. Ich hatte durch den Verlust des normalen Bisses massive Konzentrationsstörungen. Der nicht vorhandene antagonistische Kontakt hat mich anfangs richtig panisch gemacht, später hat er "nur" noch permanentes Unbehangen verursacht. Auch einige andere hier im Forum leiden sehr unter dem "Gefühl", welches der offene Biss verursacht. Ein offener Biss ist ebenso wie eine starke Progenie eine psychisch sehr belastende Fehlstellung, da dem Betroffenen eine kurzfristige Kompensation gar nicht möglich ist. (Bei UK-Rücklagen kann der Patient immerhin den UK vorschieben, bei leichten Progenie-Fällen, den UK etwas zurückziehen usw. Beim offenen Biss ist dies schlicht unmöglich.) Zusätzlich versuchenen beim offenen Biss der schlechte Lippenschluss und das skelettal zu lange Gesicht oftmals Verspannungen der Gesichtsmuskulatur. Das Zerkleinerungsfunktion des Speisebreies ist extrem eingeschränkt. Das sind reale funktionelle Probleme, die die Lebensqualität einschränken. Was zum Teufel hat das also mit Dysmorphophobie zu tun?

Du solltest du Psychotherapeutin mal deinen Biss zeigen und ihr sagen, dass du an dem fehlenden antagonistischen Kontakt leidest. Wenn sie ihre Diagnose dann nicht revidiert, vergiss sie bitte.

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Warum operieren denn so viele Ärzte psychisch stark belastete Menschen mit Makeln? Doch nicht nur weil so so viel daran verdienen, auch weil denen bewusst ist, dass es den Menschen danach sehr viel besser geht. Da könnte man doch allen den körperdysmorphobischen Stempel aufdrücken. Die Leute würden sich psychologisch behandeln lassen und alles ist fein.... So einfach ist das eben nicht. Ich wurde 6 Wochen in einer Klinik therapiert. Für eines war es sicher gut, ich war hier gezwungen regelmäßig zu essen, da ich das durch starke Depressionen nicht mehr konnte. Aber ich hab mich immer noch nicht dem schlechten Ergebnis der kieferorthopädischen Behandlung abgefunden. Mich ärgert es nur, die Zeit die ich verschwendet habe, wo ich viel weiter gekommen wäre auf der Suche nach richtigen Ärzten. Innerlich kam ich auch dort nicht zur Ruhe. Meine Gedanken kreisten immer noch um mein Problem und ich ärgerte mich ständig was die kieferorthopädische Behandlung mit mir und aus mir gemacht hat.

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Darauf bin ich vor kurzem auch gestoßen. Diesen Artikel bekommt mein Anwalt auch für seine Recherche.

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ich hab mir das hier nun durchgelesen udn frage mich nun ob mein verhalten ("ich bin nur ohne zahnspange schoen"), auch da reinpasst.

tut mir elid, dass ich das jetzt gleich wieder auf mich selbst beziehe, aber wenn es das ist, dann koennt ich ja vielleicht arbeiten mit therapeutischer hilfe und das wuerde mich dann vielleicht weniger ungluecklich mti mri selbst machen...

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Hallo,

"lustigerweise" war es bei mir genau umgekehrt: Schon seit der Pubertät (bin jetzt 22) habe ich mich mit meinem Kiefer nicht wohlgefühlt, mein größtes Hassobjekt war immer das Kinn. Allerdings haben mir meine Familie, mein Freund usw. immer eingeredet, ich sähe "völlig normal" aus. Jetzt bin ich seit ein paar Wochen deswegen in psychotherapeutischer Behandlung und muss feststellen, dass meine Probleme mit meinem Kiefer und insbesondere dem Kinn nicht so ganz unbegründet zu sein schein. Daher möchte ich mich jetzt operieren lassen und habe auf diesem Wege auch dieses tolle Forum gefunden, worüber ich sehr froh bin, da ich vorher immer befürchtete, eine erfolgreiche OP am Kinn sei so gut wie unmöglich...

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Hallöchen!

Ja, ich habe auch ein ähnliches Problem. Ich war vor zig Jahren wegen meiner Kieferfehlstellung bei zwei Kieferorthopäden und einem Kieferchirurgen. Laut ihnen war (damals jedenfalls) mein Biss und die Stellung des OK zu der des UK korrekt.

Ich fühle mich aber ästhetisch beeinträchtigt und komme mir langsam vor, wie der letzte Idiot. Bilde ich mir das alles nur ein?! In den nächsten Wochen werde ich's wieder in Angriff nehmen und mich zu einem Kieferorthopäden trauen. Wenigstens meine Zahnfehlstellungen sollen korrigiert werden - aber, ganz ehrlich, ich kann mir nicht vorstellen, dass der Kiefer passt wie er ist.

Siehe Foto im Anhang. Bewusst ein Foto, auf dem man's sehr gut erkennt, dass der Oberkiefer im Verhältnis eindeutig zu lang ist usw.

Ihr dürft ruhig unverblümt eure Meinung äußern!!!

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