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ninive

Klage gegen Kieferorthopäden

Hallo,

weiß jemand, ob eine Zahnspange mit der Bezeichnung "Nachtzahnspange" ausschließlich zum Tragen in der Nacht gedacht ist (vor allem mit Zungengitter), oder ob dieser Name einfach für eine herausnehmbare Zahnspange gilt (meiner Tochter bekam die Nachtzahnspange nach Abnahme der Brackets gemeinsam mit einem fixen Retainer - oben und unten - zur Stabilisierung des Behandlungsergebnisses).

Kann eine herausnehmbare Zahnspange, die auch tagsüber getragen werden soll, mit Zungengitter versehen sein? Wie kann ein Kind mit 13 Jahren damit sprechen und sich am Schulunterricht beteiligen?

Macht es Sinn, eine Behandlung mit festsitzender Zahnspange aufgrund vermeintlichen Zungenpressens zu beenden und mit einer herausnehmbaren weiterzubehandeln?

Kann man mit einer herausnehmbaren Zahnspange einen offenen Biss korrigieren, vor allem wenn zuvor am Oberkiefer ein fixer Retainer zur Stabilisierung angebracht wurde?

Bitte wundert Euch nicht über diese seltsamen Fragen, aber ich prozessiere gerade gegen den Kieferorthopäden meiner Tochter, der ihr nach 15. Monaten Behandlung mit festsitzender Zahnspange einen offenen Biss verursacht hat, wo zuvor eine Frontzahnbeziehung bestanden hatte. Versuche gerade mein Hirn zu ordnen, da die Verteidigung des Kieferorthopäden einer Märchenstunde glich. Gehe gerne näher auf alles ein, falls meine Fragen zu zusammenhangslos erscheinen sollten.

Schöne Grüße aus Wien!

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Du hast dazu schonmal gepostet. Wenn bereits prozessiert wurde, müsste doch auch ein Gutachten erstellt worden sein, von der jetzigen Situation.

Gibt es so ein Gutachten?

Soll denn tatsächlich weiterbehandelt werden mit der losen Spange oder dient sie nur zusätzlich zur Stabilisierung des Ergebnisses und das Gitter soll die Zunge zurückhalten.

Es wurde ja schon gesagt, dass der Kieferorthopäde nicht gut gearbeitet haben kann. Die Schuld des Kindes war es sicher nicht, dass mit der festen Spange ein offener Biss durch Zungenpressen entstand.

Ich kenne einen ähnlichen Fall einer Erwachsenen. Die hatte aber Stufe II vorher.

Warum genau musste deine Tochter behandelt werden? Der Biss war ja anscheinend vorher ok. Hatte sie schiefe Zähne, wenn ja in welche Richtung?

Gruß

FrauHolle

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Liebe Frau Holle,

meine Tochter hatte einen relativ milden Engstand im Unterkiefer, der ihr ein Druckgefühl verursacht hat und ein kleines ästhetisches Problem darstellte. Ansonsten fand ich ihre Zähne sehr schön, vor allem das Oberkiefer hat mir immer besonders gut gefallen (schöne Lachlinie). Der Kieferorthopäde, den ich zwecks Beratung aufgesucht habe, meinte, sie hätte einen Tiefbiss, der behandelt gehört. Naiv wie ich damals war, habe ich zugestimmt, meine Tochter mit einer festsitzenden Zahnspange behandeln zu lassen. Ich wurde in keinster Weise über die gewählte Methode (straight-wire) und deren Risiken und Nebenerscheinungen aufgeklärt, sonst hätte ich meine Tochter dem niemals ausgesetzt. Nach Beendigung der festsitzenden Therapie wurde das erzielte Ergebnis mit einem fixen Retainer oben und unten stabilisiert und für das Oberkiefer auch noch eine Nachtzahnspange mit Zungengitter angefertigt. Was damals alles im Argen lag, konnte ich in meiner Unwissenheit noch gar nicht benennen. Mir hat vorerst nur das optische Ergebnis nicht gefallen.

Fazit ist, dass aus einer Klasse I mit Frontzahnbeziehung (einem milden Engstand im UK und einem unwesentlichen Tiefbiss) nun eine Klasse II mit offenem Biss entstanden ist, und meine Tochter zudem unter ein fortschreitenden Zahnfleischrezession leidet (sie ist 13 Jahre).

Rein optisch hat sich ihr süsses Lächeln durch die Begradigung der Spee-Kurve geändert und auch die dentoalveoläre Protrusion im Oberkiefer trägt zu einer Typveränderung bei, die nicht vorteilhaft ist. Ihre Okklussion wurde komplett zerstört und sie leidet oft unter Kopfschmerzen. Um den Kehlkopf ist die Muskulatur stark verhärtet, was wahrscheinlich auch Grund für ihr ständiges Räuspern ist (Auskunft HNO-Arzt). Sie hat eine Mittellinienverschiebung von 2mm nach rechts und das Kiefergelenk zeigt bei der Mundöffnung ebenfalls eine Abweichung von 2mm nach rechts (Axiografie). Dafür habe ich auch noch über Euro 4.000,- bezahlt.

Es hat jetzt 1 Jahr gedauert, bis es zum Prozess kam und es gibt noch kein Gutachten, nur ein Beweissicherungsgutachten + Ergänzung zum Beweissicherungsgutachten. Beim ersten Gerichtstermin vor einigen Tagen wurde nur der Kieferorthopäde gehört; ich bin erst in 2 Monaten dran. In der Zwischenzeit soll ein Gutachten vom gerichtl. beeideten Sachverständigen erstellt werden. Ich bin jedoch nicht zuversichtlich, dass dieses objektiv ausfallen wird, da sich schon vor Gericht abgezeichnet hat, dass der SV dem Beklagten hilft wo es nur geht (Kollegen). Das zum Thema Unparteilichkeit.

Meine Fragen, die ich gepostet habe, haben einen Grund, da sie unmittelbar mit dem ersten Gerichtstermin und der Märchenstunde des Kieferorthopäden zu tun haben.

Schöne Grüße aus Wien!

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Ich muss dir sagen, dass mir das sehr leid tut was da passiert ist und ich sehr betroffen bin von so viel Inkompetenz und Unvermögen des Arztes.

Deine Tochter ist noch sehr jung. Ich weiß nicht was mit einer losen Spange in diesem Fall machbar ist.

Wenn der gerichtlich bestellte Sachverständige kein objektives Gutachten erstellt, hast du die Möglichkeit mit einem privaten Vergleichsgutachten von einem unbefangenen Gutachter, der vor allem die Problmatik mit der Speekurve kennt, eine Objektivität herzustellen. Ich wüßte über wen du an so einen Gutachter kommen kannst. casiaflava hatte diesen auch herangezogen. Schick ihr mal ne PN. Evtl. kann sie dir da helfen. Sie ist ja auch aus Österreich.

Das Gericht würde sich von einem weiteren auch überzeugen lassen, wenn die Argumente überzeugen.

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