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Gast Schlörte

Oberkiefer-OP am 09. April 2008

Hallo,

bin gerade frisch aus dem KH zurück. Hier mein OP-Bericht.

Da ich einen offnen Biß und eine falsche Bißlage hatte, wurde bereits am 07. März 2007 eine GNE bei mir durchgeführt.

Jetzt war der Oberkiefer-Bruch dran.

Am Dienstag, den 08. April sollte ich ins KH gehen. Leider hatte ich mir übers Wochenende eine Nasennebenhöhlenentzündung eingefangen...

Freitags hatte ich Fieber, Samstags Kopfschmerzen am Montag bin ich zum Arzt, der hat mir dann ein starkes Antibiotikum verschrieben.

Dienstag Morgen sollte ich erst zum KFO, damit er mir den OP-Splint mitgeben kann, und diese Haken für die Gummis festmachen kann.

Da aber wegen meiner Krankheit gar nicht klar war, ob man mich operieren kann, hat mich der KFO erst mal ins KH geschickt. Ich solle zum Anästhesisten gehen, wenn der grünes Licht gibt, könne ich wieder kommen.

Das war etwa gegen 9 Uhr morgens.

Also ab in KH, da sagte man mir auf der Station das die Anästhesisten-Sprechstunde erst um halb 2 Uhr stattfindet, und man mir vorher nichts sagen könne...

Scheinbar hab ich nach dieser Nachricht so traurig drein geguckt, daß die Schwester doch erbarmen mit mir hatte, und meinte, wenn ich eine halbe Stunde warten würde, könne sie vielleicht jemanden erreichen.

Es war dann etwas mehr als eine Stunde später, als dann ein A. auftauchte. Hat mich genau angeguckt, und befunden, daß ich operiert werden kann.

Super!

Wieder ins Auto, ab zum KFO. Der hat alles befestigt, wieder zurück ins KH, da konnte ich dann richtig aufgenommen werden.

Auf meinem Zimmer haben sonst noch zwei Frauen gelegen, die beide schwerden Krebs hatten. Sehr nett, aber schlimm dran...

Nachmittags kam dann die Schwester zu mir, und meinte, ich müsse noch mal zum KFO, weil der was vergessen hat.

Dann bin ich auf Krankenschein mit dem Taxi hin und her kutschiert worden, weil ich selber nicht fahren durfte wegen der Versicherung (war ja schon im KH aufgenommen).

Der KFO hat dann nur noch etwas an meiner Zahnspange abgeschliffen.

Die Nacht habe ich sehr unruhig geschlafen. War so aufgeregt.

Mittwoch morgen, vor der OP, war ich aber dann ganz ruhig.

Weil Chefarzt-Visite war, hat sich mein OP-Termin um eine halbe Stunde nach hinten verschoben, auf 8 Uhr, und die Schwester hat vor lauter Aufregung vergessen, mir die Tablette zu geben, mit der man schon mal "dusselig" wird.

War aber nicht schlimm. So habe ich bis zur Narkose alles mitbekommen, und mich sehr nett mit dem Anästhesiten unterhalten. Ist interessant das alles mal richtig zu sehen.

Um halb 1 Uhr bin ich wieder aufgewacht, da haben sie mich gerade vom OP in den Aufwachraum gefahren. Habe noch mitbekommen, wie sie mir den Beatmungsschlauch aus der Nase gezogen haben.

Im anderen Nasenloch war die Magensonde, und wegen der Nasennebenhöhlenentzündung ist mir sofort die Nase zu gegangen.

Das war sehr unangenehm, da ich durch den Mund nicht richtig atmen konnte. Da war ja der Splint drin, und die Zähne waren mit Gummis zugemacht.

Eine halbe Stunde später war ich dann wieder auf dem Zimmer.

Schmerzmäßig ging es, nur die Magensonde war fies, und mein Gesicht war arg angeschwollen. Meine KCH hat aber so gut gearbeitet, daß ich gar keine blauen Flecken hatte. (Fotos stelle ich gleich im Bilder-Forum ein.)

In der Nacht habe ich durch die Sonde schweres Sodbrennen bekommen. Donnerstag morgen gab´s dann zum ersten Mal wieder was zu essen. Durch die Sonde. Ist ein merkwürdiges Gefühl, aber auszuhalten.

Morgens hat die Schwester mir zum ersten Mal den Splint rausgeholt, und ich durfte mir das Blut aus dem Mund spülen. Eine halbe Stunde hatte ich dann "Freiheit", dann hat sie den Splint wieder reingemacht.

Freitag ist mir auf der Toilette der Kreislauf weggesackt... Das war nicht so schön. Da haben die mich mit drei Schwestern aus dem Bad gezogen, und ins Bett gelegt. Sofort Beine rauf, und Kopf runter. Nach einer halben Stunde in dieser Lage gings dann wieder.

Abends hab ich wieder den Splint raus bekommen, und hab für die Nacht nur Gummis an die Zähne bekommen.

Samstag morgen wurde die Magensonde gezogen, und ich durfte Brühe essen. Abends durfte ich dann unter Aufsicht duschen. (Die hatten Angst, daß mein Kreislauf wieder versagt, in der warmen Dusche.) Es war aber O.K. das mein Mann Aufsicht geführt hat. (Gottseidank.)

Sonntag (heute) gabs dann Brühe und Spargelsuppe zum Frühstück, und Brühe und Kohlsuppe zu Mittag.

Kurz nach dem Essen kam meine KCH, (Sie war natürlich jeden Tag da, um nach mir zu sehen) und weils mir so gut ging, und ich ja so gut mitgearbeitet habe, durfte ich dann nach Hause! Toll!

So, das war alles.

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Hey!

Glückwunsch zur überstandenen OP! Klingt doch allesin allem so, als ob alles gut gelaufen wäre...

Gute Besserung weiterhin!

LG Christina

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Super - hast es nun auch überstanden.

Hoffe du erholst dich zu hause gut.

Wie gehts dir nun mit den Schwellungen/Schmerzen?

lg

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Auch von mir Glückwunsch zur überstandenen OP...

Wünsche Dir gute Besserung und schnelles Abschwellen...

LG Schnattchen:-D

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von mir auch alles alles gute zur überstandennen OP und schön das du schon wieder zu hause bist, da fühlt man sich doch am allerbesten!! Wie gehst dir mit der schwellung`??

LG

Conny

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Hi Schlörte,

Gratulation!

Mal ne Frage: Weshalb hat man dich über die Magensonde ernährt? Diese wurde mir nach der Op gezogen, als ich aufgewacht war.

lg

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@Alle

Danke. Danke. Danke.

Die Schwellung ist dank guten kühlens sehr gut zurück gegangen. Morgen werde ich die Fotos einstellen, dann könnt ihr das mal ansehen. ;-)

@feigling

Schmerzen hab ich nur, wenn ich zu sehr lachen muß. Sonst gar nix. Dadurch das der OK durchgeschnitten wurde, sind auch alle Nerven durch. Daher sind meine Zähne und das Zahnfleisch oben ohne Gefühl. Das wächst aber wieder zusammen, dauert aber.

@lydia

Die KCH wollte ganz sicher gehen, daß erst mal gar nichts an die Nähte kommt, damit es nicht zu einer Wundentzündung kommen kann. Hab auch am UK zwei kleine Nähte unterhalb der beiden Eckzähne, wo die "Halterung" während der OP befestigt war, und da kann schnell Essen dran kommen. Auch wenn man noch so aufpasst.

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