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Bakkalaureus

Grenzfall oder OP?

Hi zusammen,

ich bin neu hier und auch richtig froh, dass ich das Forum hier gefunden habe. Ich überlege seit Jahren, ob ich eine Kiefer-OP durchführen lassen soll oder nicht.

Ich schieße einfach mal los mit meiner Geschichte :)

Mit 17 hat meine Zahnärztin die Fehlstellung meines Kiefers festgestellt und mich zum KFO überwiesen. Komischerweise hat mein voriger Zahnarzt die Fehlstellung nie bemerkt.

Da ich kurz vor meinem 18. Geburtstag stand, war eile geboten. Ich habe einen Termin bei einem KFO bekommen, der mich unter anderem Mit Michael Schumacher verglich (sehr charmant). Es wurde geröntgt (?) und ein Abdruck von meinem Gebiss genommen. Der KFO machte Druck bezüglich der Entscheidung und wollte diese Kieferfehlstellung, trotz geschlossener Wachstumsfugen, orthopädisch beheben- Zuerst mit einem Gesichtsbogen und dann mit Speed-bracktes. Er sagte mir meine Schneidezähne würden sich früher oder später stark abnutzen, sodass ich mit Kronen wie Stefan Raab aussehen würde.

Mein Vater war das zu teuer und er war der Meinung ich müsse es nicht machen. Es gibt ja schließlich genug Menschen mit schiefen Zähnen. Es sei ja alles Geldmacherei.

Ich wollte mich damit nicht zufrieden geben und habe einen zweiten KFO aufgesucht. Dieser sagte mir meine Fehlstellung müsse behoben werden, allerdings chirurgisch. Mein Oberkiefer müsse nach vorne gesetzt werden und außerdem müsse er geweitet werden. Er sagte die KK würde diesen Eingriff bezahlen.

Daraufhin habe ich einen normalen Zahnarzt aufgesucht (ein Nachbar von uns).

Er sagte ich sei ein Grenzfall und müsse selber wissen, ob ich es machen möchte. Aber er ist allerdings „nur“ Zahnarzt und kein KFO.

Für meinen Vater war die Sache klar: Keine Behandlung nötig!

Jetzt sind einige Jahre vergangen (ich bin mittlerweile 22) und ich habe festgestellt, dass mein Unterkiefer in den letzten Jahren etwas nach rechts gerutscht ist. Mehr oder weniger regelmäßig habe ich Kiefergelenksschmerzen, fast immer ein Knacken im rechten Kiefergelenk beim Öffnen des Mundes, ein ständiges Spannungsgefühl im Kieferbereich.

Wenn ich die Zähne zusammen beiße, haben nur meine Schneidezähne Kontakt. Zwischen meinen Backenzähnen ist genug Platz, um ein Papier durchzuschieben.

Gestern hat meine Freundin mal darauf aufmerksam gemacht, dass ich teilweise ziemlich nasal spreche und dass ich ganz leicht lispele, aber nur bei manchen Wörtern. Für mich ist das Thema nun wieder topaktuell. Ich fühle mich seit Jahren eh total unwohl mit meiner Mundpartie.

Auf Fotos kann ich die Zähne nicht zeigen, weil ich dann wie ein „Behinderter“ aussehe (entschuldigt die Ausdrucksweise). Meine Unterlippe ist sehr dominant, meine Zähne am OK wirken sehr klein, bzw. sind kaum sichtbar. Für mich ist der psychische Aspekt zur Zeit am wichtigsten. Ich fühle mich einfach nur total scheiße, was meine Mundpartie angeht. Ich habe auch das Gefühl, dass meine ohnehin schon große Nase noch dominanter wirkt.

Meine Zähne selber sehen auch etwas komisch aus. Durch die geringe Abnutzung sind meine Backen- und Eckzähne ziemlich spitz- Ich sehe ein bisschen wie Dracula aus ^^

Außerdem habe ich wiederkehrend Atemprobleme. Ich kann schlecht durch die Nase einatmen. Ich habe immer das Gefühl, ich würde dadurch nicht genug Luft bekommen, weshalb ich fast ständig durch den Mund atme.

Alles in Allem sind meine Beschwerden zwar unangenehm, aber ich habe mich dran gewöhnt.

Ich habe nur Angst, dass ich später beim Zahnersatz Probleme aufgrund meiner Kieferstellung bekommen könnte.

Ich werde die OP, frühestens in einem Jahr machen können, weil ich ab Januar ein Semester in China studiere und da nicht unbedingt in KFO-Behandlung möchte.

Nun meine Fragen an die Leidensgenossen und Fachkundige:

Ist meine Fehlstellung eine Kleinigkeit (so weit man das anhand der Bilder und meiner Beschreibung erkennen kann)? Oder sind die Risiken der OP in meinem Fall zu hoch? Wie ich schon sagte steht die Optik im Vordergrund, aber nur für die Optik allein würde ich die OP nicht machen lassen. Wie groß wäre der optische Unterschied überhaupt? Ich kann leider nicht abschätzen wie dringlich die OP ist... würde mich über eine Einschätzung von euch freuen (auch wenn die natürlich keine Diagnose vom KFO ersetzt).

Btw: Kennt jemand einen guten KFO und KFC im Raum Ruhrgebiet?

(Fotos kommen gleich)

Liebe Grüße

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Hi!

Also erstmal, im Vornherein: Deine Situation im Mund/Kiefer kann man so gut wie garnicht beurteilen, weil die Fotos extrem schlecht sind!

Also mach bitte nochmal Fotos im hellen und ersetze die dann :-);)

Von dem, was ich gelesen habe, würde ich dir eher raten (wobei man das ohne Untersuchung auch nicht sagen kann), diese OP zu machen (wenn du nicht extrem Angst hast oder sonstiges). Weil deine Beschwerden werden mit den Jahren nicht besser (eher noch schlechter, und wenn du erst operieren lässt, wenn deine Beschwerden viel schlechter sind, kann es sein, dass sie sich nur noch geringfügig bessern - gerade solche Sachen am Kiefergelenk sind manchmal irreparabel).

Ich finde das sehr komisch, dass dieser eine KFO dich mit diesen diversen Stars verglichen hat. Hat der irgendwie nen Clown gefrühstückt ;) erst M.Schumacher, dann S.Raab :P

Auch, dass du seitlich einen offenen Biss hast (keinen Zahnkontakt seitlich) ist in jedem Fall eine Behandlung notwendig (würd ich jetzt mal so behaupten)!

Und die Atemprobleme sollten dir den Ausschlag dazu geben, die OP machen zu lassen!

Natürlich kann ich das nicht so beurteilen wie ein erfahrene r KFO!

Alles Gute wünsch ich dir, und berichte wie es weitergegangen ist! :-)

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hi,

ich finde auch das die foto`s zu schlecht sind um das genau zu beurteilen. Sonst würde ich vom optischen eigentlich eher nicht sagen, das es so schlimm aussieht! Aber die restlichen beschwerden sind unbedingt zu behandeln! denn ja, die werden nicht besser werden.

Also besser jetzt als später!

Viel glück und ich hoffe du wirst einen guten Arzt finden, der keine Groupie ist ;-)

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Hi!

Wie schon gesagt, auf den Fotos kann man Deine Fehlstellung leider nicht beurteilen - nicht nur wegen der Bildqualität, sondern weil man einfach zu wenig vom Gesicht/Kiefer sieht.

Schön wären 2 Bilder von Vorne, 1 davon lachend, und eines im Profil. Einen kleinen Wegweiser für aussagekräftige Fotos findest Du in den "Hinweísen zur Bilddokumentation".

(wirklich beurteilen können wir es als Laien eh nicht, am ehesten können wir hier eine gewisse Richtung erkennen. Aber wirklich was sagen kann nur ein KC/KFO. Und der guckt sich zudem die Röntgenbilder, Abdrücke etc. an)

Ansonsten bist Du vermutlich in einer ähnlichen Situation wie ich, als ich vor einem Jahr vor der Entscheidung stand (KFO: Fehlstellung vorhanden, KC: Op dringend nötig, Eltern: alles Geldmacherei, so eine große OP, mach das bloß nicht... ich: :?::-( ).

Ich denke, bei so einer Entscheidung (und in so einer Situation) können Eltern nicht wirklich helfen.

Was Du tun kannst:

Dich möglichst gut informieren.

Wenn Du unsicher bist oder Dich bei einem Arzt nicht so gut beraten fühlst: eine oder mehrere weitere Meinungen einholen. Wichtig dabei ist, dass der Chirurg sich mit Dysgnathien und deren Behandlung auskennt.

Evtl. kann der Arzt Dir auch sagen, ob Deine körperlichen Symptome durch die Dysgnathie bedingt sind.

Dann kommt es auf Deinen persönlichen Leidensdruck an. Wenn es Dir damit schlecht geht, die Schmerzen/Verspannungen/Nasenprobleme etc. Dir Probleme machen und/oder schlimmer werden und eine med. Indikation für eine OP vorliegt (das sollte ein guter Kieferchirurg beurteilen, der sich mit Kieferfehlstellungen auskennt), ist eine OP sicher sinnvoll.

Ein zu schmaler OK führt (soweit ich weiß) oft zu eingeschränkter Nasenamtmung.

Auch die Verspannungen können durch die Fehlstellung ausgelöst werden - man versucht unbewusst, die Fehlstellung auszugleichen, indem man z.B. ständig mit den Zähnen knirscht oder presst, was zu Verspannungen und auf Dauer auch zu Zahnschäden führt.

Aber wie ausgeprägt die Fehlstellung ist und ob eine OP dir helfen kann, solltest Du am besten mit einem Kieferchirurgen besprechen, der sich mit dem Thema auskennt.

Der KFO kann Dir vielleicht einen in Deiner Nähe empfehlen.

Ich würde sagen, zumindest den offenen Biss sollte man auf jeden Fall behandeln.

LG, Anna

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Die Fotoqualität lässt zwar zu wünschen übrig, aber man kann dennoch erkennen, dass du eine negative Frontzahnstufe hast, obwohl bereis eine dentoalveoläre Kompensation (UK-Front steht extrem steil, OK-Front erscheint protrudiert) vorliegt. Das bedeutet, dass rein kieferorthopädisch gar nichts mehr zu machen ist. Somit bist eigentlich bereits klar ein Fall für eine OP. Das Erscheinungsbild der Oberlippe deutet darauf hin, dass wohl (auch) eine OK-Rücklage vorliegt.

Wenn nicht allgemeinmedizinische Gründe (wie. zB Kreislauferkankungen oä) oder psychische Gründe (extreme Angst) gegen eine OP sprechen, wäre ein Eingriff sicher sinnvoll.

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