Susanne9477

Implantat - Horrorabzocke

Hallo zusammen,

also ich muss jetzt mal meinen Frust loswerden.

Und zwar habe ich im UK noch meine feste Spange. Da mir im Teenangeralter ein Zahn (35) gezogen wurde, ist natürlich im Laufe der Jahre der Zahn daneben in die Lücke gekippt.

Im Rahmen der KFO Behandlung wurde diese Lücke jetzt wieder geöffnet mit dem Hintergrund dort ein Implantat einsetzen zu lassen.

Also war ich bei meinem Zahnart und habe nachgefragt, ob denn die Lücke jetzt groß genug sei, um das Impantat zu setzten und mit welchen Kosten ich den rechnen müsste.

Dummerweise habe ich mir keinen HKP vorher geben lassen, denn ich habe mich auf seine kompetente Aussage verlassen.

Naja, auf jeden Fall sagte er mir beim Gespräch dass ich in etwa mit ca. 2200 Euro rechnen müsste, abzl. dem Festzuschuss der KK (ca. 400,-- Euro) und abzgl. dem Zuschuss meiner privaten Zusatzversicherung (ca. 650,-- Euro).

Also einem Eigenanteil von ca. 1200.

Am Donnerstag letzter Woche wurde mir das Implantat eingesetzt, am Samstag letzer Woche bekam ich den HKP und die voraussichtliche Kostenschätzung für das Implantat und damit zusammen auch fast einen Herzinfarkt.

Der HKP beträgt eine Gesamtsumme von 1700,-- abgl. 400 ,-- Euro den evtl. die KK zahlt, d.h. ich hätte einen Eigenanteil von 1300,-- Euro. Dann noch eine separate Rechnung für das eigentliche Implantat von nochmals 1600,-- Euro Eigenanteil. Das sind 2900,-- Eigenanteil für ein Implantat. Spinnt der ???

Darauf hin bin ich gestern zur Kontrolle gegangen und hab einen Aufstand in der Praxis geprobt, aber vom Feinsten.

Zuerst erzählt mir die Praxishilfe, dass die Rechnung vollkommen in Ordnung sei und wenn sie mir das alles privat in Rechnung gestellt hätte, dann hätte ich mit dem Doppelten rechnen müssen, denn die KK zahlen ja keine Implantat.

....Das weiß ich auch, aber die will mir doch nicht weiß machen, dass ein einzelnes Implantat 6000,-- Euro kostet - trotz Knochenaufbaus.

Dann kam Diejenige, die die Rechnung oder vorl. Rechnung geschrieben hat.

Sie sagte mir, dass sich die Patienten freuen, wenn sie am Ende weniger bezahlen müssten als veranschlagt wurde.

..... ja das hilft mir nichts, wenn ich vorher schon ins Koma gefallen bin.

Aber den Abschuss hat der Arzt gebracht und meinte, er würde keine Rechnungen schreiben und wüsste deshalb nicht wieviel so ein Implantat kosten würde. Und ich solle mich nicht so aufregen, das wäre ja jetzt erstmal eine grobe Schätzung gewesen und es wird nochmal etwas günstiger.

Will der mich eigentlich verarschen?

Wieso steht auf meine Kostenheilplan nicht die komplette Behandlung drauf, sondern nur die Behandlung einer einzusetzenden Brücke. Somit muss ich ja zweimal Arbeitszeit etc. bezahlen.

Das ist alles reine Abzocke, das habe ich ihm auch gesagt, und dadruch, dass ich keinen Kostenheilplan unterschrieben habe, werde ich das auch nicht bezahlen, denn hätte ich mit diesen Kosten rechnen müssen, hätte ich vielleicht doch eher die Brücken-Kronen-Variante genommen.

Ich gehe auf jeden Fall mit beiden Rechnungen zur KK und lass die mal drüber schaun. Bin gespannt, was die dazu sagen.

Ach das Beste ist ja auch noch, als er sagte, dass ich noch einen Special Preis bekommen würde für die 3 Inlays die ich noch bekomme. Von 450 auf 350,- . Ja darauf kann ich auch verzichten.

Was meint ihr darüber?

Gruß

Susi

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Hi,

erst behandeln lassen und dann den HKP erstellen...sehr merkwürdig.

Da du eine mündliche Vereinbarung schwerlich beweisen kannst, hat dein Behandler bei der Rechnungsstellung bzw. dem HKP "Narrenfreiheit".

Das lachhaft unverschämte Gewäsch der Assistentinnen und die Unwissenheit über die Rentabilität seiner eigenen Arbeit, zeichnen deinen Arzt tatsächlich als Abzocker aus.

Leider hast Du für den Irrglauben man könne als Patient uneingeschränktes Vertrauen haben, vermutlich jetzt zu zahlen.

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Leider hast Du für den Irrglauben man könne als Patient uneingeschränktes Vertrauen haben, vermutlich jetzt zu zahlen.

das sehe ich anders. mehrkostenvereinbarung sind vom patienten grundsätzlich VOR der behandlung unterschreiben zu lassen - und das ist offensichtlich nicht geschehen. ergo: keine schriftliche vereinbarung, kein geld. so die aktuelle rechtssprechung, die mir bekannt ist.

@susanne: das ist natürlich käse, was der kollege dir da präsentiert. was du zu zahlen hast sind die 1600,- euro für die implantation (also für den reinen chirurgischen eingriff) plus die kosten für die krone (geschätzte 600 euro) minus die kosten, die deine KK an einer brücke bezahlen würde (400,-). macht also 1800,- für dich, von denen die private zusatzversicherung ja auch noch was übernimmt. ich denke, die abrechnungstante hat sich ganz einfach vertan (was natürlich eher nicht passieren sollte) - und der chef hat keinen blassen von der abrechnung :D

und wenn der herr für drei inlays regulär nur 450,- euro nimmt, dann kauft ihm kein richter der welt EIN implantat für 2900,- euro ab. denn auch die rechtsverdreher kennen mittlerweile die implantat-straßenpreise ;-)

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So isses. Erst unterschreiben, dann behandeln.

Das Thema Papierkrieg ist aber leider so. Ein Kostenvoranschlag auf dem alles drauf steht wäre schön ist aber vom Gesetzgeber nicht gewünscht.

Alles was Brücke betrifft muß auf einen Kassenplan, alles was Implantat betrifft auf Privatplan. Da kommt schon mal schön was zu zusammen.

Das erhöht weder die Transparenz noch das Verständnis (auf beiden Seiten)

Gruß Steve

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Ich denke mal, wo Zahnlücken sind, sollten Implantate hin, damit die Lücke geschlossen ist. Oder eine Brücke, die am besten minimalst die Nachbarzähne kaputt macht. Fazit, hier in deutschland ist es jetzt Mode teure Implantate an den Patienten zu verkaufen, die einfach schnelles und gutes Geld bringen.

Die billigen Zahnersätze werden vom Ausland gerne gemacht, weil es dort zu anderen Preisen und billiger eingekauft werden kann.

Also wird im grunde der Arbeitsmarkt politisch ins Ausland gelegt und zugelassen, dass somit certifizierte, teure Arbeit hier noch in diesem Lande gemacht werden kann. andernfalls würde die gesamte zu teure Zahntechnik gleich ins Ausland abwandern. Mal so nebenbei, der Patient zahlt auch diese ganze Certivizierungsangelegenheit, wie toll eine Praxis ist, oder ein sogenannter Arbeitsplatz- Produkt- Maßstab ist.

Hier kann man nur sagen, diese Verkaufsmentalität wird von den Ländern zugelassen. Dafür ist auch die WHO zuständig, die hier Opfer zuläßt.

Würde der Patient billigst und einfach abgefertigt, was zahnersatz angeht, könnten die Zahnärzte nichts mehr dran verdienen und die ganze Lobby, die am Geld interessiert ist würde verschwinden.

Sowas wünsche ich mir als Zahntechniker, aber dazu gehören neue politische Entscheidungen, die momentan nicht von diesem Land ausgehen. Gruß matteo:x

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Ich soll ja 5 neue implantate bekommen. Die sagten mir pro zahn 1000 bis 1250 euro.

Plus Zuzahlung Op und KFO?

Entweder du hast viel Geld oder machst ein glückseliges Leben von deinen Zähnen abhängig.

Sorry, aber 5 Implantate?

Geht das nicht mit Brücken bzw. Zahnersatz?

Wenn Du derart schlechte Zähne hast, frage ich mich ob eine prothetische Behandlung nicht die bessere Lösung zu sein scheint, als im Gegenzug eine Summe von sicherlich 10000 € für eine ungewisse und letztlich (was Zähne nunmal sind) nicht wirklich existenzielle Geschichte auszugeben, zumal Implantate die absolute Luxusversion einer Behandlung darstellen.

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Ich hoffe mal, das ich mich nicht rechtfertigen muss. Ich bin 25 Jahre. Sorry aber schon Brücken? das geht auch schöner...

LG

SD

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