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Leticia

OK-Hochverlagerung/Nasenscheidewand 22.04.08

Ich bin wieder da!!!!!!

Zur Vorgeschichte: Ich habe an einer Zahnschmelzstörung und einem offenen Biss gelitten. 2004 wurde mein OK nach vorne verlagert, eine Kinnplastik und die Zähne mit Provisorien versorgt da meine Zähne verkront werden.

Diese OP war von den Schmerzen her gering. Der Mund war mit Gummis verschlossen was die Nahrungsaufnahme und das Sprechen sehr beeinträchtigt hat. Seit der OP konnte ich den Mund nicht mehr schließen + ich hatte keine ruhe Schwebe was sich mit der Zeit auf Nacken und Kiefer gesetzt hatte. Leider wusste ich nie was eine ruhe Schwebe ist da dies vor und nach der OP nicht berücksichtigt wurde. Kurzum ich musste nochmal unter das Messer.

Am 22.04.08 war es dann soweit. Zu diesem Zeitpunkt war ich nervlich kaputt. Mein OK sollte hinten 1,9 cm und vorne 9 mm angehoben werden (hoffe ich hab das richtig verstanden).

Am 21. 04 hab ich in die Klinik eingescheckt. Hatte total nette Leidensgenossinen. Ich hatte besonders Angst, dass sich mein Gesicht zum Nachteil verändert (Kinn und Nasenscheidewand). Zum Glück hatte ich einen sehr netten Operateur der mich aufgemuntert hat.

22.04.08 OP-Tag.:

Um 12:45 wurde ich geholt. Davor hab ich bestimmt meine Zähne achtmal geputzt und meine Lippen andauernd eingecremt (guter Tipp da meine Lippen nach der Op fast keinen Schaden genommen haben). Arnica überdosiert (muss aber sagen, die helfen wirklich) eingenommen. Dann war es soweit. Noch einmal auf das WC (das 9x an diesem vorm.) Ich wurde in den Vorbereitungsraum geschoben. Dort war dann gleich der nette Anästhesist, der hat mich etwas beruhigt. Trotzdem hab ich geheult wie ein Schlosshund. Trotz der Tablette hab ich alles mitbekommen. Dann wurde ich in den OP geschoben. Da lag ich da alleine und keiner um mich herum und plötzlich war ich weg.......

Im Aufwachraum bin ich um 17.15 Uhr aufgewacht. Ich kann mich erinnern das ein Pfleger neben mir saß und Skat spielte. Meine Eltern waren auch anwesend. Ich hatte höllischen Durst nur leider darf man nach so einem Eingriff erst 6 Stunden danach was trinken. Mein Mund war so trocken. Das war der unangenehmste Teil. Das Ziehen des Katheders war überhaupt kein Problem und tat nicht weh. Nach 2 Stunden wurde ich auf mein Zimmer gebracht. Ich hatte die ganze Zeit keine Schmerzen. Alle halbe Stunde hab ich die Schwester gerufen ob denn schon 24:00 Uhr ist.Ich hatte solchen Durst :-) In dieser Nacht hab ich einen Liter Wasser mit einer Spritze zu mir genommen was problemlos lief.

1 Post-OP Tag:

Morgens um sechs war ich fit wie ein Turnschuh. Zu meinem Erstaunen merkte ich das mein Mund nicht fixiert war. Darüber hab ich mich so sehr gefreut da es hieß, dass der Splint 6 Wochen drin bleiben musste. Bei der Visite hab ich dann erfahren das die Nasenscheidewand begradigt wurde da sich die Nase durch die OP stark verkrümmt hatte was eine schlechte Nasenatmung nach sich gezogen hätte. Die Schwellung hielt sich in Grenzen. Nur langsam merkte ich das die Schmerzen kamen und mich das ganze doch sehr mit genommen hat als ich dachte. Den Rest des Tages habe ich versucht zu schlafen.

2 Post-OP Tag.

Schmerzen werden immer schlimmer. Mein Freund + Mutter besuchen mich. Liege nur so apathisch im Bett. So starke Schmerzen hatte ich noch nie. Ich habe Schmerzmitteldosen bekommen die eigentlich Tumorpatienten bekommen. Leider haben diese auch nicht geholfen. Ich war kraftlos und konnte noch nicht einmal meinen Nachttisch aufräumen. In der Nacht wurde mir dies zum Verhängnis. Die Schwester machte mich so bös an. "Ich soll mich nicht so anstellen, ich bin doch ein junges Mädchen und wie es denn hier aussieht" Das gab mir den Rest. Typisches Phänomen Beruf verfehlt.

3. Post-OP Tag:

Schmerzen gehen langsam zurück. Die Nacht war nicht besonders, da durch die Mundatmung andauernd der Mund trocken ist was sehr unangenehm ist. Den Rest des Tages bin ich rumgelaufen und hab mich auf die Terasse gesetzt und natürlich gekühlt. Das Essen war furchtbar. Hab zu diesem Zeitpunkt viell 10 Löffel Suppe zu mir genommen. Ergebnis: 4 Kilo abgenommen, juhu.

4./5. Post-OP Tag: Schmerzen waren erträglich und es wurde immer besser. Die Schwellung war auf ihrem Höhepunkt. Konnte noch nicht einmal richtig die Augen öffnen. Blutergüsse wurden auf einmal sichtbar.

6. Post-Op Tag:Entlassung endlich!

Faszit: Meine OP ist jetzt 4 Wochen her und ich habe immer noch eine starke Schwellung im Gegensatz zu der ersten OP. Nach meiner Entlassung habe ich keine Schmerzmittel mehr gebraucht. Seitdem läuft alles total super, keine Komplikationen, Sprechen wird von Tag zu Tag besser. Seit 2 Wochen arbeite ich wieder (Arztpraxis) und sitze schon an der Anmeldung + Telefon. Hab mich auf Wochen der Sprachlosigkeit eingestellt. Im Nachhinein hat sich alles zum Guten gewendet. Es war wirklich nicht so schlimm wie ich es mir vorgestellt habe. An alle die es noch vor sich haben: Habt keine Angst, es ist wirklich auszuhalten. Es gibt wirklich Schlimmeres. Eine Frau auf meinem Zimmer hatte einen Tumor im Kiefer und Metastasen, sie hat nur noch wenige Monate zu leben. Das ist wirklich schlimm!!!!

Ich hoffe natürlich, dass es bei mir jetzt weiter bergauf geht. Wie lange habt ihr mit der Schwellung zu tun gehabt?

Danke an das Forum, was mir vor und nach der OP mit Rat zur Seite stand/steht.

Ganz liebe Grüße

Leticia

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Hallo Leticia,

herzlichen Glückwunsch zur überstandenen OP :razz: ! Du hast einen schönen Bericht geschrieben!

Die letzten Schwellungen sind bei mir ca. 6 Wochen nach der OP (UK-VV im März) weg gewesen, die waren aber wirklich nur noch minimal.

Dann weiterhin gute Besserung!

LG

Tiffany

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fühlst du dich denn mit deinem aussehen jetz auch besser? also kannst du unter der schwellung schon schönheit erahnen? :)

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Danke.

Bin jetzt 5 Wochen Post-Op und bin wirklich noch stark geschwollen.

Unter der Schwellung kann ich ein eher unvorteilhaftes Aussehen erkennen. Vorher fand ich mich hübscher. Die Nase hat sich durch das Hovhsetzen stark verbreitert. Die fällt jetzt natürlich ´noch mehr auf. Ich hoffe ich komme damit klar weil sonst werde ich mich einer Nasenkorrektur unterziehen.

Wann darf man eigentlich wieder in die Sonne?

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na das is ja nicht so schön. Aber wenn du wirklich noch so stark geschwollen bist, dann kannst du ja noch gut hoffen ;)

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Wann darf man eigentlich wieder in die Sonne?

Also, ich habe das an der Schwellung festgemacht. Mit Schwellung hatte ich Angst, dass das alles noch dicker wird. Außerdem hat sich zumindest bei mir der Kopf in der Wärme mindestens doppelt so dick angefühlt.

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