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Andreachen

Meine Bimax am 11.01.2008 in Bad Homburg

Hallo,

nachdem ich nun einige „dramatische“ Erfahrungsberichte in diesem Forum gelesen habe, möchte ich allen neuen Patienten bzw. Lesern schreiben, wie es auch anders sein kann. Durch eigene intensive Recherche (Gespräch mit vorbehandelndem Kieferchirurg, Internet und TV) bin ich auf die Praxis von Dr. Med. Dr. Med. Dent. W. K. in Bad Homburg gestoßen. Ohne große Wartezeit bekam ich einen Termin zur persönlichen Vorsprache. Herr Dr. K. stellte bei mir eine Fehlstellung des Ober-/Unterkiefers und der Nasenscheidewand fest. Somit konnte ich mir endlich meine beeinträchtigte Nasenatmung erklären, hätte ich nie vermutet. Jetzt kam die Wahl des Kieferorthopäden. Mir war sehr wichtig, dass ich einen Orthopäden auswählen konnte, der Herrn Dr. K. und seinem Team bekannt war und mir von der Praxis in Bad Homburg mit bestem Gewissen empfohlen werden konnte. Das war für mich ein weiterer Schritt, um den Erfolg der Behandlung sicherzustellen. Es verlief alles total nach Plan. Dann kam der Tag des Vorgespräches auf meine OP (Bimax). Am interessantesten war die 3D-Aufnahme von meinem Kopf. Echt faszinierend, wenn man bedenkt, dass diese Aufnahme der Simulation der OP dient. Der Oberkiefer wurde nach vorne gesetzt, der Unterkiefer ebenfalls und zusätzlich leicht nach unten gekippt und die Nasenscheidewand wurde korrigiert. Ich bekam jedes Detail sehr genau und verständlich erklärt, ohne viele Schnörkel, sodass es eben auch ein Patient versteht, der nicht Medizin studiert haben muss. Die Sprechstundenhilfe hat mir durch ihre angenehme und einfühlsame Art meine Bauchschmerzen genommen und ich kann nur sagen, es war sehr wichtig, dass sie auch jeden noch so kleinen Punkt erwähnt hat. Es ist wirklich besser auch unangenehme Dinge zu erfahren, als dass man nach der OP mit manchen Nebenwirkungen/Nebenerscheinungen, die dazugehören und ganz normal sind, konfrontiert wird und damit nicht richtig umgehen kann. Am 10. Januar (mein Geburtstag) reiste ich an. Die Aufnahme in den Hochtaunus-Kliniken war O.K., ein Zwei-Bett-Zimmer – sehr angenehm. Alles tip top sauber. Das Gespräch mit der Anästhesistin war für mich sehr wichtig und ich empfand es angenehm, da sie sich die nötige Zeit nahm und auf mich sehr kompetent und beruhigend wirkte. Danach war ich gut informiert, weil ich selber viel fragen konnte und offene und ehrliche Antworten bekam. Auch haben wir unsere Witzchen gemacht, das musste sein. Am 11. Januar gegen 7.30 Uhr war mein großer Tag. So kurz vor der Schleuse zum OP-Saal konnte ich meine Tränen irgendwie nicht mehr halten, es war ein ganz komisches Gefühl, obwohl ich sehr gut vorbereitet wurde. - Na ja, wer hat da keine Angst – alles ganz normal. Alle waren echt lieb, einen witzigen Spruch auf den Lippen, meine Hand wurde von einem netten älteren Herrn gehalten und auch das Streicheln über die Wange tat in diesem Moment gut. Ich habe das „Einschläfern“ überhaupt nicht mitbekommen. Beim Aufwachen ca. 2 Stunden später (für mich mein 2ter Geburtstag !) auf Intensiv war ich irgendwie hilflos, aber überrascht, denn in Anbetracht dieses „Wahnsinnseingriffs“ hatte ich wenig Schmerzen, eigentlich nur Kopfschmerzen. Meinem Schmerzempfinden nach auf einer Skala von 1-10 konnte ich den Schwestern genaue Info geben, wie viel Schmerzmittel ich benötigte. Also alles ganz sanft. Minimale Übelkeit durch die Narkose (nur nicht brechen, das war meine größte Sorge) und die Schmerzmittel waren sehr magenfreundlich. Ich war total erleichtert. Am Samstagvormittag war ich schon wieder auf dem Stationszimmer. Mit der Kühlmaske im Gesicht sah ich ein wenig aus, wie das Phantom der Oper, das Teil war Gold wert. Es heißt HILOTHERM und ist ein hochwertiges, isothermes Therapiegerät. Die Schwellung entwickelte sich gar nicht so stark, der Vergleich mit einem Kugelfisch kommt aber auch bei mir hin. Leichte Verfärbungen im Gesicht stellten sich erst am Dienstag ein, waren aber wieder ganz schnell verschwunden. Auch konnte ich von Anfang an ganz normal sprechen. Jeder, der mit mir telefonierte war begeistert, dass ich mich total normal anhörte. Die Nahrungsaufnahme ging gut. Suppe habe ich mit einer Spritze aufgezogen und über einen kleinen Schlauch in den Mund gegeben, ich war ja noch leicht verschnürt, um den Kiefer ruhigzustellen. Sah irgendwie witzig aus. Ich habe jede Veränderung täglich auf Bildern festgehalten. Sonntagnachmittag wurden die Fixierungen dann geöffnet und auch die Drainageschläuche entfernt. Etwas unsanft, aber ein kurzer Ruck und alles war vorbei. Es hatte sich kaum Blut/Wundsekret angesammelt. Nun konnte ich Suppe und Haferbrei normal löffeln. Die Nasenatmung funktionierte auch schon merklich besser, nur beim Schnäuzen musste ich sehr, sehr vorsichtig sein, mind. 4-6 Wochen lang. Atmen ging teilweise nur durch den Mund. Zum Schlafen hatte ich das Kopfteil etwas hochgestellt, da blieb die Nase einigermaßen frei und ich musste nicht ständig durch den Mund atmen. Gegen das Schnarchen meiner Bettnachbarin konnte ich leider nichts tun . Mit dem Essen ging es von Tag zu Tag besser und die doppelte Portion brauchte ich auch. Ich war für alles dankbar, was ich bekam und es hat so gut geschmeckt. Die Ärzte haben täglich nach mir und den anderen Patienten gesehen. Ich war insgesamt 8 Tage im Krankenhaus und kann nur sagen, dass meine OP mit allem Drum und Dran ein voller Erfolg war. Ich bin super glücklich und wenn ich das Ergebnis sehe, dann weiß ich, dass Herr Dr. K. sein Bestes gegeben hat (mein schönstes Geburtstagsgeschenk im Leben) und auch ich alles genau richtig gemacht habe. Ich würde diesen Schritt jederzeit wieder tun. Die Brackets sind am 6. Mai abgenommen worden und nun trage ich eine Kunststoffklammer. Einen Monat lang rund um die Uhr und dann nur noch nachts. Die in mir verbauten Metallteile werden in einer zweiten OP Ende d. J. herausgenommen. Auch kann ich schon wieder fast normal essen. Es dauert ein wenig länger und gelegentlich habe ich in den Kiefergelenken so ähnlich wie Muskelkater. Aber das ist alles ganz normal. Festere Dinge, wie z. B. Äpfel, Nussschokolade oder caramelisierte Riegel esse ich natürlich noch nicht. Da bin ich supervorsichtig, denn ich möchte nichts aufs Spiel setzen. Lieber etwas länger die Füße still halten, als mir selber schaden. Ich merke von Woche zu Woche, dass wieder irgendwas besser ist, z. B. das Gefühl am Zahnfleisch, mehr Kraft beim Kauen etc. Ich kann nur allen ans Herz legen, erkundigt euch ganz genau, wo und von wem ihr euch operieren lasst. Löchert die Ärzte ruhig mit euren Fragen (z. B. nach Ausbildung, Werdegang, Anzahl der ausgeführten OP’s, Spezialisierungen, Bilder von operierten Patienten), das ist ganz O.K. Gute Ärzte können das verstehen und geben gerne unter dem nötigen Datenschutz die Auskünfte. Dies habe ich in der Praxis von Herrn Dr. K. in Bad Homburg erfahren. Und ich bin eine sehr kritische Person, die Aktionen mit viel Risiko sehr skeptisch gegenüber steht. Aber es war alles stimmig und ein positives Bauchgefühl kam noch dazu. Informiert euch über alles was zu eurem Eingriff beiträgt und seid vor allem positiv und aufgeschlossen dem gegenüber. Es ist eure Gesundheit und vielleicht auch wie bei mir, der sogenannte Strohalm nach dem man greift, um endlich von seinen Beschwerden befreit zu werden. Danach wird alles besser, das Wohlbefinden steigt und es tut einfach nur gut. Bringt aber auch die nötige Geduld nach der OP mit, denn alles braucht nun mal seine Zeit. In vielen Berichten konnte ich Ähnliches nachlesen, z. B. bzgl. meiner Mitmenschen zu meinem jetzigen Aussehen. Da hat sich nun einiges getan. Aus den Augen des Betrachters ist immer subjektiv zu sehen. Negative oder gleichgültige Bemerkungen ignoriert einfach und wertet sie als Neid. Positive Kommentare legt ihr am besten in den Langzeitspeicher für besonders schöne Momente. Was aber wirklich zählt, ist der eigene Blick in den Spiegel. Wer sich mit dieser Thematik nicht beschäftigt, kann auch nur schwer nachvollziehen, dass eine Fehlstellung des Kiefers negative Auswirkungen auf den restlichen Halteapparat und auch innere Organe haben kann. Ich hoffe, dass ich künftigen Patienten mit meinen Erfahrungen ein wenig die Angst nehmen und auch allen anderen Mut machen konnte.

Liebe Grüße, viel Glück und Gute Besserung

wünscht

Andrea aus dem Kreis Hersfeld-Rotenburg a. d. Fulda

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Hallo,

herzlich Willkommen im Forum,

dein OP Bericht, ist dein ersterBericht überhaupt hier im Forum.

Außserdem alles gute zu deiner gut überstandenen OP,

wenn man den Bericht liest hast du mehr über die Ärzte und Klinik geschrieben und alles Positiv:), als über dich.

Hört sich natürlich gut an,

zwar habe ich eine andere Meinung über das Krankenhaus etc. aber für jemanden der das KH nicht kennt,

hört sich dieser Bericht echt toll an. Kommt man sich ja vor wie ein König, was aber natürlich nicht so ist,

warst wohl zur richtigen Zeit am richtigen Ort.

Nach so einem tollen positiven Bericht würde mich eigentlich,

deine Fehlstellung sehr interessieren, wann du mit der Behandlung angefangen hast.

Und vorher , nachher Bilder wären natürlich sehr interessant, da die Op ja nun schon länger her ist,

wirst du bestimmt nicht mehr angeschwollen sein.

Also das Ergebniss kann sich bestimmt zeigen lasssen:)

Ansonsten wünscht man jedem, und sich selber auch,

so ein positives Endergebniss, wie du es geschildert hast.

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Hallo Orkide,

danke für deine Zeilen. Es tut mir leid, dass du keine so guten Erfahrungen in Bad Homburg gemacht hast. Aber sicher ist da was Wahres dran, dass ich zur richtigen Zeit am für mich richtigen Ort war. Ich glaube das hatte was mit Schicksal und Glück zu tun. Mein Leidensweg (ging in 1991 nach einem Reitunfall schleichend los, heute bin ich 41 Jahre) war lange genug. Wobei ich heute weiß, dass die Kieferfehlstellung schon von Geburt an da war. Vielleicht hatte "Jemand" mit mir Mitleid. Nach dem Motto, ein blindes Huhn findet auch mal ein Korn, war eben nunmal ich an der Reihe. Ich finde, dass ich über mich schon recht viel geschrieben habe. Mehr kann ich dazu auch eigentlich nicht schreiben. Meine Fehlstellung stellte sich durch zurückliegenden OK und UK dar. Dadurch war auch die Nasenscheidewand verkrümmt. Meine kieferorthopädische Behandlung begann im Januar 2007. Die Zähne ließen sich sehr gut regulieren und ich war selber überrascht, dass der OP-Termin dann doch schon so zeitnah stattfinden konnte. Da ich neu hier im Forum bin, bitte ich dich um Verständnis, dass ich mich erstmal mit dem Einstellen von Bildern vertraut machen muss. Ich schreibe von meinem Dienst-PC und da sind mir einige Anwendungen bzw. Rechte untersagt. Aber ich werde mal versuchen ein schönes Bild Vorher und Nachher einzustellen. Also, bitte etwas Geduld. Ansonsten erstmal heute bis hierher.

LG

Andrea(chen)

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