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Hausi

Unterkiefer-Vorverlagerung in Bad Homburg

So, ich will als Neuling auch mal von meiner OP am 19.5. berichten.

Kurz vorweg: Ich durfte heute (23.5.) nach Hause, und speziell die ersten Tage ging es mir deutlich besser als erwartet.

Sonntag, 18.5.: Einlieferung

Einlieferung war am So (18.5.) mittag um 14.00 Uhr. Ärzte und Schwestern kamen bereits am ersten Tag sehr sympathisch rüber. Nach der Besprechung mit der Narkose-Ärztin konnte ich gegen 16 Uhr nochmal raus. Sind dann durch die Parks und Straßen des überaus schönen Bad Homburg geschlendert und zuletzt gegenüber der Klinik beim Thailänder eingekehrt - die Henkersmahlzeit sozusagen.

Bis dato war ich allein im 2er Zimmer und sollte das auch über Nacht bleiben. Dennoch kam Abends kurzfristig jemand hinzu, bei dem es Komplikationen gab. Das Kiefergelenk war ihm aus der Pfanne heraus gerutscht, somit mußte nochmal operiert werden. Er durfte aber nach 2 Tagen wieder raus und auch gleich wieder Nudeln etc essen.

Montag. 19.5.: Operation

Eigentlich sollte ich um 8 Uhr der Erste sein, jedoch wurde mir der obige Fall vorgezogen. Bekam gegen 9.30 die LMAA-Tablette. Hab dann tief und fest bis 11 Uhr geschlafen, und noch nichts tat sich in Sachen OP. So wurde ich dann doch ganz nach hinten geschoben, kam gegen 11.45 dann runter. Äußerst schnell waren dann die Lichter aus.

Aufwachen:

Bin kurz vor 14 Uhr auf der Aufwachstation aufgewacht, kann mich noch gaaanz dunkel dran erinnern. Richtig fit war ich aber erst auf dem Zimmer. Bekam gegen 15 Uhr Besuch von meiner Freundin, konnte bis dato sogar schon ein bißchen sprechen - wenn's auch schwerfiel. Der Tag ging dann im Nu rum, große Schmerzen hatte ich den Tag über nicht.

Bekam Abends noch einen Kamillentee, den ich dann mit der Spritze zu mir nehmen mußte. Der Mundeingang war noch mit festen Gummis verschlossen, außerdem versperrten beidseitig in die Backen führende Drainagen den Weg (die waren relativ lästig). Der Splint im Mund störte mich nicht groß, die Schwellung war minimal.

Dienstag 20.5.:

Morgens ging's los mit Brei. Viel mehr als Schmerzen, Kühlmaske, Infusionen und das Essen mit Spritzen störte mich der lange Tag - die Zeit ging trotz Besuchs einfach nicht rum. Nach wie vor war nur wenig geschwollen, Schmerzen waren auch eher gering.

Abends habe ich auch gleich mit Erfolg einen Versuch gestartet, die Zähne zu putzen. Nicht 100% effektiv, aber den Rest muß halt die Mundspülung erledigen.

Mittwoch 21.5.:

Die lästigen Drainagen durften morgens bei der Visite endlich raus. Sollte dann rüberkommen in die Praxis zum Röntgen - alle waren dort über meinen ersten Eindruck überrascht, ich sah fast schon fit aus. Mir wurde dann die Entlassung für Morgen (Do) in Aussicht gestellt.

Um 13:30 bekam ich dann in der Klinik eine Lymphdrainage (= eine Art sanfte Massage zur Abschwellung, sehr angenehm). Über den Mittag wurde dann aber meine rechte Backe dick, die Schmerzen wurden erstmals stärker!

Mein Zimmerkumpane wurde mittags entlassen, wegen des Feiertags mit Brückentag am Do/Fr kam niemand mehr hinzu. War also von nun an im Einzelzimmer - als gesetzlich Versicherter ohne Zuzahlung versteht sich.

Donnerstag 22.5.:

Bei der Visite zur Entlassung stellte sich dann heraus, dass ich rechts einen Bluterguss erlitten habe. Also war's nix mit heimgehen. Die Backe war äußerst dick.

Freitag 23.5.:

Entlassung. War früh nochmal bei der Lymphdrainage und ging dann in die Praxis rüber. Der Bluterguss hatte sich ansatzweise gut entwickelt - schmerzt aber immer noch.

Kurz vor der Abreise habe ich noch Mittagessen bekommen, und erstmals war es kein reiner Brei, der mir serviert wurde. Auch ein Tipp für zuhause: Spinat mit Rührei. In kleinen Stücken ließ es sich ohne Kauen gut runterschlucken.

Abschließende Zusammenfassung:

Bin heilfroh, daß ich es gemacht habe. Die Sache mit dem Bluterguss war einfach nur Pech, kann passieren. Sonst hätte ich bis heute so gut wie keine Schmerzen gehabt.

Respekt hatte ich Anfangs vor den kommenden Wochen bezüglich Essen. Aber heute Mittag Spinat und Rührei hat mir gezeigt, es muss auch in den ersten zwei Wochen nicht unbedingt nur Brei und Suppe sein. Wichtig ist halt, dass alles so klein ist, daß es ohne Kauen geschluckt werden kann. Hackfleisch dürfte also auch kein Problem sein. Wichtig ist dann die Soße dazu - damit es flutscht.

Kann euch also nur Mut machen. Die lästigen Tage im Krankenhaus gehen vorbei.

Werde die kommenden Tage immer mal nachtragen, wie es vor allem mit dem Essen weitergeht.

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Kleines Update meinerseits:

Der Bluterguss ging leider nicht weg, hat sich dann bakteriell entzündet und mußte daraufhin letzte Woche nochmals unter Vollnarkose entfernt werden. Die 6 Wochen gehen daher für mich von vorn los.

Aber ich kann alle, die jetzt Angst vor der OP bekommen, beruhigen: Ich bin ein Einzelfall, der laut Praxis in den letzten 7 Jahren nur 1x vorgekommen ist.

Jedenfalls geht es nun bergauf, die Spritze zum Essen brauche ich nicht mehr. Jetzt heißt es also: Noch 5 Wochen mit dem Essen durchstehen und hoffen, daß dann alles ok ist.

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Glückwunsch zu den überstandenen OP´s,

hast wohl echt pech gehabt.

Woran hat es gelegen das du so ein Bluterguß bekommen hast,

der auch wegoperiert werden muß?

Hoffe es geht dir schon besser.

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Das ist eine gute Frage. Es ist wohl einfach eine Pechsache. Blutergüsse sind die eine Sache (scheint es ja durchaus öfter zu geben), die bakterielle Infektion die andere.

Ich kann nur den folgenden Tipp an alle geben:

Geht sofort zu eurem Doc, sobald ihr harte Stellen an den Schwellungen entdeckt. Meist sieht das Ganze dann aus wie ein "dickes Ei".

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Das ist eine gute Frage. Es ist wohl einfach eine Pechsache.

auf der OP-Aufklärung steht was zur infektion als "selten" oder "sehr selten". das wär dann glaub ich eine chance von 1:1000 oder 1:10000.

glückwunsch zum gewinn ;-)

und zur überstandenen OP.

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Oh, du Armer... Wuensche dir gute Besserung. Hauptsache du hast es hinter dir. Es wird schon!

War es nicht moeglich, den Bluterguss unter oertlicher Betaeubung zu entfernen?

LG. Xenia

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