oliver

Rezidiv nach UK-Vorverlagerung / Zweite OP wagen?

Hi zusammen!

Bei mir wurde 09/2006 mein UK um ca. 6-7 mm vorverlagert. Ein halbes Jahr war der Biss wirklich perfekt und ich absolut zufrieden. 6 Monate Post OP kam die Metallentfernung. Seit dem hat sich wieder ein Überbiss gebildet. Der Kieferchirug meinte, an der Metallentfernung kann es nicht gelegen haben, es läge an den Kiefergelenken. Sie haben sich etwas abgeflacht und dadurch ist der Überbiss wieder entstanden.

Heute habe ich wieder einen Überbiss von ca. 3-4 mm. Sowohl mein Kieferorthopäde als auch mein Kieferchirug meinten ich sollte das nochmal operieren lassen. DEr Kieferchirug sagte aber auch wieder im gleichen Atemzug, dass sich danach auch wieder ein Rezidiv bilden kann...

Weiß jetzt wirklich nicht was ich machen soll!? Mal abgesehen von dem ganzen Leidensweg (UK Vorverlagerung, 8 Wochen lang nicht essen, Gewichtsabnahme) hab ich große Bedenken , dass sich nach der zweiten OP vielleicht der Biss bzw. mein Gesundheitszustand noch weiter verschlechtern könnte. Vielleicht ist nach der 2. OP das Rezidiv noch größer wie es jetzt ist. Oder meine Kiefergelenke flachen sich noch mehr ab und ich bekomme Probleme mit den Kiefergelenken die ich jetzt zum Glück nicht habe.

Andererseits habe ich mit den jetztigen 3-4 mm Überbiss wirklich ganz schön zu kämpfen. Denke quasi den ganzen Tag daran, weil ich immer meinen Kiefer vorschieben muss, damit der Biss passt. Das geht natürlich auch ganz schön an die Psyche...

Hat den irgendjemand voneuch eine 2 OP nach einem Rezidiv gewagt und ist positiv damit gefahren?

Ich bin bei der AOK versichert. Wie siehts da eigentlich aus. Müssen Krankenkassen immer bei Rezidiven bezahlen? Oder sagt die Krankenkasse, bei 3-4 mm zahlen wir nicht?

Muss die OP noch vor Abschluß der Kieferorthopädischen Behandlung erfolgen damit die Krankenkasse bezahlt oder könnte ich mich auch in 1 Jahr noch operieren lassen?

Viele Grüße, Oliver

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

-Werbung-

-Werbung-

also langsam wirds hier echt unheimlich. überall gibt es nur noch probleme...da kriegt man ja doch noch angst vor der op.

Wenn du unter dem Biss leidest würde ich nochmals operieren. Den UK dauerhaft vorzuschieben ist auch nicht gesund...

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Also, ich mach gerade meine 2. kombinierte kfo/kfc Behandlung. Hatte auch eine UK-Rücklage, die komplett vor 10 Jahren korrigiert wurde. Mein Rezidiv hat aber länger gedauert. Bei mir hat sich das erst Jahre später gezeigt und ich habe die Platte heute noch drin. Hast Du ein MRT gemacht oder so? Das man mal genau sieht wie Dein Gelenk aussieht? Auch wenn Du momentan keine Schmerzen hast, können die Gelenke schon geschädigt sein. War bei mir auch so.

Bei mir hat die Kasse diese 2. Behandlung genehmigt. Ich war ja schon einmal komplett fertig.

Mein Tipp: Mach ein MRT, hol Dir eine 2. Meinung von einem Chirurgen ein und dann schläfst Du ein paar Nächte drüber. Schreib Dir eine Liste mit all Deinen Fragen und geh die durch. Aber klär genau ab, wie Dein Gelenk aussieht und ob da ggf. eine Entzündung drin sein kann. Das könnte auch eine Ursache sein. Ich habe sogar eine Szintigraphie extra gemacht.

Damals war es bei mir nur eine UK-Vorverlagerung und bei der jetzigen Behandlung hatte ich eine GNE und mir steht noch eine Bimax bevor. Ich weiß wie blöd das ist und ann Dich verstehen. Aber bei mir sind die Gelenke so kaputt, dass ich noch einmal nachkorrigieren muss.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

ich kann mich daran erinnern, dass ich bei Recherchen im Internet auf eine Doktorarbeit zu dem Thema Rezidivbildung bei Progenie-Kieferoperationen gestoßen bin. Wenn ich es noch richtig in Erinnerung habe, dann war in der Zusammenfassung gestanden, dass bei Unterkiefer-Verlagerungen bei über 30% der untersuchten Patienten sich nach mehreren Jahren wieder ein Rezidiv gebildet hat. Irgendwie ist diese Zahl schon erschreckend gewesen. Bei den Obierkiefer-Operationen war die Zahl wesentlich geringer.

Leider habe ich mir die Doktorarbeit nicht heruntergeladen, so dass ich die genauen Zahlen nicht mehr nachvollziehen kann.

Aber ich muss ladyinovergine recht geben, die Häufung der Probleme nach der OP gibt mir schon auch zu denken. Nur leider ist es für einen Rückzieher schon zu spät, ich kann nur hoffen, dass alles gut verläuft.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

@tomtom: Wenn Du diese Doktorarbeit nochmal findest oder Dich erinnerst, wo sie war, dann mail mich bitte sofort an.

Hoffe nur, dass bei meiner 2. Behandlung alles gut geht. Eine Dritte werde ich nciht mehr machen, nur ist es schade, wenn man sich monatelang da durchquält und die OP macht und das alles ertragen muss und es dann doch umsonst war.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

OK, kann ich machen. Ich hab zwar gestern schon danach gesucht, diese aber nicht mehr gefunden. Aber ich muss Dich um ein paar Wochen vertrösten, denn ich stecke gerade voll in den Urlaubsvorbereitungen, denn morgen früh geht es für 2 Wochen weg.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Ja, ist gut. Mich würde es dann aber brennend interessieren.

Ich verstehe das alles nämlich nicht. Ich habe ja noch die Platten drin und die sind starr. Wie kann dann also bei 30% der Fälle ein Rezidiv entstehen??? Auch wenn die Platten entnommen werden, dass passiert ja erst dann, wenn der Knochen sich neu gebildet hat bzw. Monate später. Die Frage ist, welche Ursachen hat das Ganze, denn der verlängerte Unterkieferast ist ja eigentlich stabil? Zieht der Muskel zu sehr noch nach hinten oder was ist da los???

Fragen, die ich mir seit Beginn meiner Behandlung stelle: Wie konnte das alles passieren?

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Hi Ihr Beiden!

@ Lippi

Wie lange nach deiner ersten OP war denn dein Biss in Ordnung? Kam das Rezidiv auf einmal oder ist dein Unterkiefer langsam immer etwas mehr zurückgewandert? Wegen deinen Kiefergelenken: Treffen deine KFO und KC irgendwleche Vorsichtsmaßnahmen, damit sich dein Gelenkszustand durch die 2. OP nicht noch weiter verschlechtert? Kam es bei dir schonmal vor, dass sich dein Kiefer ausgerenkt hat?

@tomtom

Besten Dank für die Doktorarbeit, sehr informativ!

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Wie lang das genau nach meiner 1. OP war, kann ich nicht sagen. Es kam sehr schleichend und irgendwann ist es mir richtig aufgefallen, dass ich wieder einen Unterkiefer habe, der zu weit hinten ist. Meine Gelenke sind abgenutzt, meine Gelenkscheiben sind nach vorne gerutscht und festgeklebt. Das hat man beim MRT erst richtig sehen können.

Deswegen mach ein MRT, damit man genau sieht wie Deine Gelenke aussehen. Ggf. Kannst Du eine Gelenkspülung machen lassen (hab ich auch gemacht), wenn die Gelenkscheiben verklebt sind. Bei mir kam das Rezidiv aber keinesfalls so schnell wie bei Dir. Meine Behandlung war ja schon abgeschlossen gewesen.

Ich finde das etwas komisch bei Dir und könnte fast meinen, dass da vorher schon was war. Die Schmerzen kamen bei mir auch erst sehr spät, daher heißt es nicht, dass an den Gelenken nichts ist wenn keine Schmerzen auftreten.

Beimir knackt es manchmal und ich habe auch immer wieder das Gefühl, dass mein Unterkiefer bei manchen Kaubewegungen ein bißchen hängt. Also, damit meine ich, dass er nicht gleich ins eine Position findet. Ich habe jetzt Aufbauten im Mund und seit dem ist es besser.

Mein KFO und KFC treffen insofern solche Maßnahmen, dass ich nicht nur zum MRT sondern auch zur Szintigraphie musste um auszuschließen, dass ich nicht eine unendeckte Entzündung habe, denn sowas gibt es auch in den Kiefergelenken. Ich musste vor Beginn der Behandlung zu mehreren Ärzten, Blutbild machen lassen (auf Entzündungen), MRT, Szintigraphie, beim Orthopäden war ich um auszuschließen dass mit der Halswirbelsäule alles ok ist (kann auch Ursache sein). Es musste erst alles abgeklärt werden.

Jetzt wird meine Behandlung genau unter die Lupe genommen und mein KFC hat mehrmals überlegt, wie ich operiert werden soll. Aber eine 100%ige Sicherheit gibt es leider nicht. Meine Gelenke sind schon so kaputt, dass ich laut MRT in Klasse V-VI von VI eingestuft wurde. Ich denke, es kann bald nicht schlimmer werden.

Ich würde Dir raten, dass Du erst einmal versuchst die Ursache zu finden. Und dann bei der Kasse wegen Kostenübernahme anfragst. Ich würde wenn die OP machen lassen, solange Du noch in KFO Behandlung bist, damit der gleich mitschaut und Deine Zähne auch nach der 2. OP richtig passen. Und ich würde mir beim 2. Mal die Platten nicht so schnell entfernen lassen. Da würde ich auf sicher gehen und erst -wenn überhaupt- nach 1 Jahr die Platten rausholen lassen. Ich habe meine seit 10 Jahren drin und hatte nie Probleme.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Ich kann nur aus dem Bereich der Wirbelsäulenversteifung sprechen. Dort kann angeblich auch nichts mehr rutschen, wenn es verknöchert und verwachsen ist. Das kann bei einem Erwachsenen bis zu 2 Jahre dauern. Vorher würden die Stangen, Schrauben, Haken nicht rausnehmbar sein. Danach macht man es normal nicht, weil es halt nen gefährlicher Eingriff ist.

Dennoch hab ich in der Klinik auch Leute gesprochen, bei denen es nach Stangenentnahme wieder verrutschte! (Z.b. weil sie gegen das Metall reagierten, kam das dann raus, danach wurd es wieder schlechter).

Drum werd ich bei meinem KC Gespräch auch direkt anfragen, ob die nicht einfach bleiben können. Reicht schon, dass nach der WS-OP nun der Kiefer dran is..

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Erstelle ein Benutzerkonto oder melde dich an, um zu kommentieren

Du musst ein Benutzerkonto haben, um einen Kommentar verfassen zu können

Benutzerkonto erstellen

Neues Benutzerkonto für unsere Community erstellen. Es ist einfach!


Neues Benutzerkonto erstellen

Anmelden

Du hast bereits ein Benutzerkonto? Melde dich hier an.


Jetzt anmelden