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tan6884

Unterkiefervorverlagerung am 19.5.2008 in Wels (OÖ)

Hier mein Op-Erfahrungsbericht vom Klinikum Wels bei OA Dr. B.

Der Unterkiefer wurde um 5mm vorverlagert plus Kinnplastik um 3mm.

SONNTAG, 18. 5. 2008

Aufnahme; Um etwa 10Uhr musste ich im Krankenhaus auf der Kieferambulanz erscheinen. Danach gings zur Aufnahmekanzlei und anschließend auf die Mund-Kiefer- und Gesichtschirurgie im 1. Stock.

Ich bekam ein 2-Bett-Zimmer (juhu), hatte einen Fernseher und eine nette Zimmerkollegin (bei ihr wurden alle vier Weisheitszähne entfernt)

Vormittags war Blutabnahme, EKG, Aufnahmegespräch, den Venflon bekam ich auch schon gelegt.

Nachmittags musst ich noch zum Lungenröntgen und zum Anästhesiegespräch. Danach hieß es nur noch warten... um 17 Uhr bekam ich meine letzte feste Mahlzeit - die Henkersmahlzeit sozusagen... *gg*

MONTAG, 19. 5. 2008

um 6 Uhr wurde ich geweckt, danach bin ich duschen gegangen und dann habe ich diese hübschen OP-Sachen bekommen. Naja...

Mundpflege musste ich auf der Station machen (mit Wasserstoffperoxid) *bäh* anschließend nochmal Zähne putzen und mit Mundspülung nachspülen.

Ich stand schon um 7:20 Uhr auf dem OP-Plan und habe daher schon um 6:45 Uhr meine lmaa-Tablette verlangt. Aber ich glaube richtig gewirkt hat sie noch nicht, als ich geholt wurde.

In der OP-Schleuse wurde ich von einer netten Schwester begrüßt und mit dem Patienten-Förderband auf den OP-Tisch transferiert (der war vorgewärmt!) *gg*

Dort bekam ich eine Art Strumpf über die Haare gezogen. Danach wurde ich in den OP- Saal gebracht. Die ganze "Crew" stellte sich bei mir vor und waren außerordentlich nett. Der Anästhesist wunderte sich etwas über den Venflon in meinem li Arm --> normalerweise hätte er rechts sein müssen. Ich bekam in Narkose einen neuen Zugang gelegt.

Schwupps, ich bekam schon meine Narkose... mein linker Arm brannte etwas... der Anästhesist sagte, dass es nochmal brennen würde.... aber das hab ich garnicht mehr mitgekriegt...

kurz vorm Aufwachen hörte ich noch meinen Arzt sagen, dass alles gut verlaufen ist, ich konnte aber noch nicht antworten, ich war noch zu müde...

das nächste Mal als ich die Augen aufmachte, war ich schon im Aufwachraum und es war punkt 10 Uhr.

Zuerst fühlte ich mal mein Gesicht nach tauben Stellen ab, war aber nichts zu finden... juhu!!

Kurz darauf kam ein Pfleger vorbei und fragte, ob ich Schmerzen hätte. Ich bejahte und bekam sofort darauf eine Infusion mit Dipidolor angehängt.

Um 11 Uhr wurde ich samt meinen 2 Drainagen schon wieder in mein Zimmer gebracht. Bekam dort Eisbeutel und schlief erstmal eine Runde.

Um etwa 13 Uhr bekam ich doch nochmal Schmerzen und klingelte deshalb nach der Schwester. Ohne Umschweife erhielt ich eine Infusion mit Voltaren.

Eine halbe Stunde später bin ich mit Hilfe der Schwester mal aufgestanden um mal den Mund auszuspülen.

Am Nachmittag kam mein KFC vorbei, sah sich das Ergebnis nochmal an und war vollauf zufrieden. Er sagte, er habe selten so einen sauberen Mund nach einer Operation gesehen.

Den Nachmittag verbrachte ich damit, Eisbeutel aufzulegen und etwas fernzusehen. Zum Abendessen bekam ich schon klare Suppe und Tee.

Die folgende Nacht war lang: die Drainagen störten beim Schlafen, durch die Schwellung konnte ich mich nicht auf die Seite drehen und außerdem musste das Bett 30Grad hochgestellt sein. Aber irgendwie ging die Nacht auch rum.

1. bis 3. postoperativer Tag

Zum Frühstück gabs immer Kaffee und diesen tollen Energy-Drink (den bekam ich fünfmal am Tag). Mittags bekam ich immer klare Suppe und Tee. Abends das gleiche.

Dienstagabend musste ich nochmal zu meinem KFC in die Ambulanz. Die Drainagen wurden entfernt, Biss überprüfen, Zähne etwas einschleifen, Gummis wurden eingehängt. Danach gingen die Schmerzen wieder los --> war doch etwas zuviel... Bekam aber meine Schmerzinfusion und Cortison gegen die Schwellung. Schlafen ging ohne die Drainagen auch gleich viel besser.

Mittwoch (2. postoperativer Tag)

musste ich noch zur Röntgenkontrolle- mittags dann zu meinen KFC: alles paletti; bekomme ab heute Parkemed in Tablettenform, Freitag darf ich nach Hause!

Donnerstag (3. postoperativer Tag)

gabs schon Cremesuppe und flüssiges Püree (?), Fruchtjogurt und Fruchtmus *lecker*.

Am Abend kamen die Nähte li und re in den Wangen raus (dort, wo die Schrauben eingesetzt wurden). zum Abendessen gabs Vanillecreme (man glaubt garnicht, wie man sich über diese kleinen Dinge freuen kann)

Schlafen ging diese Nacht auch schon deutlich besser.

Freitag (4. postoperativer Tag)

heute erkenne ich mich schon wieder einigermaßen im Spiegel, bin noch blau/grün und gelb unterhalb des Kinns. Krankenstand für 2 Wochen, Schonung zu Hause. Die Schmerzen sind mit Parkemed gut in den Griff zu bekommen.

Montag, 2. Juni 2008

Nun habe ich schon 13 Tage überstanden und es geht wirklich jeden Tag ein bisschen besser. Von den Drainagen-Einstichstellen sieht man fast nichts mehr, die Nähte innen wurden schon entfernt, Gummis muss ich 24h/Tag tragen.

Im nachhinein gesehen, bin ich froh, es gemacht zu haben, ich würds jederzeit wiedermachen. Die ersten Tage sind zwar echt unangenehm, aber man kann sowas echt ÜBERLEBEN!

Ich hoffe, mit meinem Bericht etwas weitergeholfen zu haben! Bei Unklarheiten bitte fragen!

Liebe Grüße, Tanja

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Hallo Tanja,

alles Gute zur überstandenen OP!

Fünf Energydrinks im Krankenhaus am Tag, wow! Ich war froh, wenn ich drei geschafft habe.

Dann gute Besserung!

LG

Tiffany

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Hallo Tan6844,.

ich habe bald einen OP - Termin, ebenfalls für eine Kiefervorverlegung ... naja bald ... ich bin noch in Planung quasi ...zuerst kommt ja die Zahnspange dann die OP und dann wieder ne Spange....

ich habe aber echt große Angst vor der OP- darum würde ich mich freuen wenn du mir ein Paar Fragen beantworten könntest ....

* wird man vor der OP untersucht - ob das Herz z.B: das ganze überhaupt aushält - weil meine größte Angst ist es, nie wieder aus der OP aufzuwachen :sad:

*kann man nach der OP reden ? - erfolgt die OP rein von innen oder auch von aussen - gibts also mögliche Narben von Aussen....? weil du was von der "Drainagen-Einstichstellen" - was ist eine Drainage und wieso "EInstichstelle" :sad:

*wie lange nach der OP -kann man das Kinn nicht bewegen bzw. gar nicht reden - die Vorstellung, nach der OP nichts sagen zu können, ob man z.b. Schmerzen hat etc., ist total schlimm für mich :sad:

* hab im Forum irgendwas von Splints gelesen ... weisst du was das ist...tut das entfernen weh?

- ich müsste noch eine Nasen-OP machen, da ich eine Nasenscheidewandverkrümmung habe und ich mir gedacht habe, ob ich nicht beides aufeinmal machen könnte .... weil nach einer OP würde ich mich ein 2. mal nicht noch einmal trauen....

*glaubst das ist zu überstehen....?

*die Nase wäre ja dann zu - kann ich dann - nach einer Kieferop- überhautp durch den Mund atmen ... oder würde man ersticken ...... weil man im Mund und dann noch dazu mit der Nache was hat ....

weiss nicht ob ich das alles übersteh :-(

hoffe auf ne Antwort von dir

Lg Tom :sad:

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* wird man vor der OP untersucht - ob das Herz z.B: das ganze überhaupt aushält - weil meine größte Angst ist es, nie wieder aus der OP aufzuwachen
Für den Check deines allgemeinen Gesundheitszustandes ist dein Hausarzt zuständig. Im Zuge der sogenannten OP-Freigabe entscheidet er, welche Untersuchungen vor der OP durchzuführen sind. Manche Ärzte machen umfangreichere Blutuntersuchungen und EKGs, andere gehen damit wiederum sparsamer um. Vorschriften gibt es hier meines Wissens leider keine.

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Hallo Tom

- ich müsste noch eine Nasen-OP machen, da ich eine Nasenscheidewandverkrümmung habe und ich mir gedacht habe, ob ich nicht beides aufeinmal machen könnte ....

Ich hab auch schon eine Nasenscheidewandbegradigung hinter mir, und das war halb so wild. Ich hatte Kunststoffröhrchen in der Nase, und keine Tamponade. Frag deinen HNO, on er auch so was nehmen kann, da sich das Kunststoff nicht so innen an der Schleimhaut festkrustet. Das ist angenehmer als die Tamponade, wenn die Drainage gezogen wird. Nach der OP hatte ich keine Schmerzen, nur so ein gefühl, als ob die Nase voll ist und ich sie mir pzutzen muss, und Druck auf den Ohren (konnte so keinen Druckausgleich machen). Sonst war alles OK.

Zudem ist dann atmen durch die Nase nicht möglich !

Da wir beim Thema sind, ich glaube nicht, dass man die Kieferverlagerung zusammen mit der Nasen-Sache machen kann.

Zum einen ist das eine andere "Disziplin", zum anderen wirst du bei der Kieferop "nasal" intubiert, und ich kann mir nicht vorstellen, dass der Doc danach nochmal oral intubiert.

Zu den anderen Fragen kann ich dir keine Auskunft geben, da ich noch keine Kieferverlagerung gemacht bekommen habe.

Viele Grüße

Thomas

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Hallo Thomas,

ich dachte mir schon, dass beides auf einam nicht geht ......hmmm ich hab in ein paar wochen ein beratungsgespräch schaumamal was der chirug dazu sagt ....

caesiaflava => danke für den Tipp :-)

muss mal mit meinem Hausarzt reden ...bzw. den Chirug dann fragen ....

was war jetzt eigentlich mit deiner intubation ... weil ich a bissl was durchstöbert habe ....

alles sooooooooooooo besch**** :-(

auf sowas könnt ich echt verzichten....

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Hi,

muss mich mal einschalten, also ich hatte in Bad Homburg den Maximal Eingriff, d.h. alles was überhaupt möglich ist!

Mein Chirurg meinte nach der OP zu mir, dass er auch die Nasenscheidewände saniert hätte, da dort ebenfalls etwas schief war und ich in Folge dessen mit dem rechten Nasenloch keine oder fast keine Luft bekam.

Also ist es doch möglich, fragt mich aber nicht wie!

Ich weiß nur, dass die Chirurgen an der Nase drankommen, wenn der Oberkiefer vom Rest des Schädels getrennt wurde.

LG

Tanja

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Hi,

Also ist es doch möglich, fragt mich aber nicht wie!

Ich weiß nur, dass die Chirurgen an der Nase drankommen, wenn der Oberkiefer vom Rest des Schädels getrennt wurde.

LG

Tanja

Hi danke für dein Posting ... aber wenn das die einzige Lösung ist - das Oberkiefer vom Rest des Schädls zu trennen - verzichte ich und lauf weg ...

hab dir ur panik .... das ich nicht mehr aus der OP aufwache ...

das ich ersticke oder das herz es nicht aushält oder soooo...

sag Tanja ... kann man nach der OP überhaupt was sagen /reden...? oder wird der ganze Kopf eingewickelt....? würd mir gern deine "vorher - nacher Bilder anschauen" ... da braucht man ja ein PW oder so...

- wird nur von innen oder auch von aussn operiert ....?

- wenn deine Nase auch gleich operiert wurde, war die ja quasi zu - aufgrund der Tamponade

wie hastn da atmen könnne ... wenn der Hals aufgrund der Schwellung auch total eng war ....

?????

LG

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Hallo Tom!

Wie lange musst du auf deinen Termin warten?

Ich wurde erst im Krankenhaus untersucht (OP-Freigabe) mit EKG, Lungenröntgen, Blutabnahme etc.

Es ist im NOrmalfall sehr unwahrscheinlich, nie mehr aus der Narkose aufzuwachen, Restrisiken gibt es immer... aber ich denke, als gesunder Erwachsener muss man sowas übestehen können... Die heutigen Narkosemittel sind gut dosierbar und im allgemeinen gut verträglich!

Ich konnte nach der Op sprechen, zwar wenig und langsam (Schwellung); Lachen und Niesen tat weh... *gg*

Bei mir wurde die OP von innen durchgeführt, habe nur aussen an den Wangen (eher unten) zwei kleine Narben zurückbehalten... da wurden die Schräubchen durch eine Stichinzision eingesetzt! Ist aber sehr unauffällig.

Drainagen sind dazu da, das sie das Blut und Wundsekret aus der Wunde/OP-Gebiet ableiten und somit größere Schwellungen verhindern... aber die Drainagen nimmt auch nicht jeder Chirurg- ist verschieden!

Ich habe sie am 1. postOP Tag wegbekommen.

Einstichstelle/Austrittsstelle war bei mir unterhalb des Kinns!

Schmerzen haben sich bei mir in Grenzen gehalten...du darfst nur 6- 8 Wochen nur weiche Kost zu dir nehmen! Also den UK nicht belasten (Die Schrauben halten auch nur einen gewissen Druck aus)

Splint ist eine Art Beiß- / Führungsschiene damit die Zähne leichter zueinander finden. Ich hatte keinen Splint. Nur am Abend vor der OP musste ich ihn probieren, damit der KFC während der OP meine Kiefer zueinander stellen konnte. Nach der OP hatte ich ihn wie gesagt nicht!

Ps: hab dir eine PN geschickt!

Lg, Tanja

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Hier mal mein Gebiss ....

http://img37.imagevenue.com/img.php?image=33523_Gebiss_123_1185lo.jpg

Überbiss von 11 mm und einen

Tiefenbiss Klasse II was immer das auch heissen soll .....

weiss jemand wie lange man ca. eine Zahnspange tragen muss, bis operiert wird .... wann werden da die Weisheitszähne gezogen - vor der Zahnspange oder irgendwann vor der OP....

Danke an alle die geantwortet haben

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