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OSchmidt

Vorstellung und Fragen

Dann hole ich jetzt mal etwas weiter aus, um vielleicht noch ein paar Informationen zu erhalten und mich euch vorzustellen.

Ich bin zur Zeit 31 Jahre alt, komme aus dem Bereich Köln/Düsseldorf, hatte als Jugendlicher feste und lose Zahnspangen und auch dieses Geschirr, um den Unterkiefer im Wachstum zu bremsen. Geholfen hatte dieses ganze Vorgehen jedoch nicht, sodaß mir von meinem damaligen KFO eine OP prognostiziert wurde. Meine Zähne haben sich dann alle immer weiter verschoben und meine Schneidezähne im Unterkiefer habe ich zwischenzeitlich gut abrasiert.Geplannt sind eine Oberkiefervorverlagerung und Unterkieferrückverlagerung. Auffällig waren in dem Zusammenhang extrem häufige migräneartige Kopfschmerzen in den letzten 15 Jahren, die immer schlimmer wurden, sodaß ich zwischenzeitlich einen jährlichen Verbrauch von etwa 1000 Tabletten Thomapyrin habe. Triptane halfen nicht und kein Arzt fühlte sich zuständig. Solltet ihr Ekzeme haben (in meinem Fall an den Knöcheln und Fusssohlen) fragt euch, ob ihr eine Unverträglichkeit gegen ASS, Diclofenac und Konsorten habt. Diesen Tipp bekamm ich vom 4ten Hautarzt, den ich aufsuchte. Ich konnte meinen Hausarzt mittlerweile zu Novalgin und Tilidin überreden, welches in der Lage ist, die Kopfschmerzen einigermassen in den Griff zu bekommen, ohne zu starke Nebenwirkungen zu forcieren. Meinen Füssen geht es mittlerweile schon bedeutend besser und ich habe die Hoffnung, daß mein Asthma auch besser wird. Jetzt muss ich halt nur noch mit Sehstörungen/Schwindel und Tinitus auszukommen lernen.

Auslöser für eine kieferorthopädische und kieferchirurgische Behandlung waren aber immer wieder auftretende Diskusluxationen im rechten Kiefergelenk, die durch die verkrampften Muskeln teilweise nur in Vollnarkose repositionierbar sind. Ich kann dann zwar den Mund noch normal öffnen und schließen, habe jedoch eine Linksverschiebung des Unterkiefers um etwa 2 mm, eine Veränderung des Zahnkontaktes und Schmerzen, die mich nicht zu Schlaf kommen lassen. Im Januar 2007 habe ich einen Kieferchirurg aufgesucht, der mich an Prof. Dr. Dr. F***** in Aachen verwiesen hat. Dieser schaute sich das ganze kurz an und verwies mich an einen Kieferorthopäden für die weitere Behandlung. Die Probleme im Kiefergelenk und die Kopfschmerzen interessierten nicht weiter, sodaß dort keine Behandlung erfolgte. Die Genehmigung durch die Krankenkasse erfolgte nach Erstellung der Unterlagen durch den Kieferorthopäden recht schnell, so daß ich im April 2007 Separiergummis an allen 6ern verpasst bekam, die jedoch nicht wirkten. Erst das Spannen von Messingdraht bewegte die Zähne, um Bänder montieren zu können. Zwischenzeitlich wurden die Schneidezähne und Eckzähne ausgeformt, jetzt steht noch das Aufrichten der Mahlzähne im Unterkiefer an, da diese nach innen gekippt sind.

Ende März hatte ich die vorletzte Diskusluxation und bin durch Zufall auf die Diagnose CMD gestoßen, die ich expliziert bei meinen Hauskieferchirurgen angesprochen habe. Dieser schickte mich noch mal nach Aachen zu seinem Kollegen, der auf einmal entschied dass ich noch eine Aufbissschiene bekommen soll, wenn alle 8er raus sind und die wahrscheinliche Bimax nicht durchgeführt wird, wenn das Kiefergelenk so strapaziert und geschädigt ist und sich unter Einsatz der Schiene erst einmal erholen soll. Mitte Mai war dann schon wieder die nächste Luxation angesagt. Ich bekam eine Einweisung zur Kiefergelenkssprechstunde an der Uniklinik Düsseldorf. Dort könne man nichts repositionieren und meinte, ich müsste die Schmerzen mit Medikamenten ertragen. Nach einer Woche Dauerschmerzen mit voller Tilidindröhnung konnte ich meinen Diskus dann selber ein- und ausrenken und habe seit diesem Zeitpunkt noch schlimmere CMD-Symptome. Zur Diagnose wurden nur Röntgenaufnahmen der Kiefergelenke und der Kieferknochen erstellt.

Ich konnte zwischenzeitlich ein Rezept für 6 Sitzungen Physiotherapie ergattern. Die Therapeutin hat festgestellt, das die ganze Kiefer- und Nackenmuskulatur überanstrengt sind, der Öffnungsvorgang des Mundes mit einem "Schlingern" erfolgt und ich den Unterkiefer nach links normal bewegen kann, jedoch nach rechts hin eine starke Einschränkung habe.

Ich bin der Meinung, das hier keine vernünftige Diagnose und Behandlungsplan erstellt wurde und einfach versucht wird, das ganze planlos in den Griff zu bekommen. Ich würde von mir langsam behaupten, daß ich mittlerweile unter Depressionen wegen meiner fehlenden Belastbarkeit auch im Berufleben leide, weil ich einfach nicht in der Lage bin, mich über einen Zeitraum von ein paar Stunden auf meine Arbeit zu konzentrieren, und wie ein Hypochonder hingestellt werde.

Kann mir jemand fähige Behandler oder Ratschläge für diese Probleme empfehlen, weil ich mir mittlerweile nicht mehr zu helfen weis. Ich hoffe, das sich diese Probleme ja spätestens mit der OP lindern, jedoch sehe ich keinen wirklichen Fortschritt in diese Richtung.

Gruß,

Oliver

PS: Sorry für den vielen Text, aber ich habe das Gefühl, endlich mit meinen Problemen eine Lösung finden zu können.

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Hallo Oliver,

Deine Probleme kommen mir sehr bekannt vor. Komme auch aus Düsseldorf, kämpfe schon seit 2 Jahren mit der Diskusluxation, mit nur mäßigem Erfolg.

Habe anteriore Diskusverlagerung, Tinnitus, Ohrenschmerzen, seit kurzen auch Probleme mit den Augen. Ich meine, sowas in unserem Alter (bin gerade 30 geworden) ist ja nicht normal.

Alle Zahnärzte, Kiefergelenkspezialisten und weitere Fachärzte, bei denen ich war, haben außer Diagnose "Stress" nichs meht zu sagen. Wobei ich genau weiß, dass das Ganze mit dem Stress überhaupt nicht zu tun hat, sondern Folge einer Zahnextraktion ist. Zuvor war ich kerngesund.

Momentan kriege ich meinen Mund nur 2 Finger breit auf, trage einen sogen. Bionator zur KG-Entlastung. Der aktueller Behandler ist ein KFO-Prof. an der Uniklinik Düsseldorf, ist wohl der kompetenteste von allen bisherigen. Denkt zumindest nicht nur an das Geld.

Ansonsten weiß ich ehrlich gesagt nicht, wohin noch damit. Bin schon am Überlegen, ob ich zu einem Prof. nach Wien zur Beratung fahren soll, der ist einer der wenigen, der KG-OP macht. Bzw. er kann einen Diskus wieder operativ zurückstellen, wenn alle anderen Methoden nicht mehr helfen.

Unter www.kiefergelenk.at gibt es viele Infos.

Wie ist es mir Dir, bist Du momentan in einer Behandlung? Was hat Dir am besten was gebracht?

Schöne Grüße

Olga

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Ich schliess mich euch an....

Aber Oliver, mit dir möcht ich echt nicht tauschen!!! So schlimm hab ich´s echt noch nicht gehört!!

Trage auch einen Bionator zur Entlastung, und um Die Backenzähne irgendwie höher zu holen (?),damit sich das KG öffnen, und der Discus sich wieder repositionieren kann.... so oder so ähnlich....

Macht leider mehr ärger als Entspannung, und ich habe das Gefühl, ich schlage da auf taube Ohren bei meinem KFO....

Da müssen wir wohl irgendwie durch....:evil:

Ich drück euch die Daumen, dass es euch bald besser geht!!

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hallöchen,

ich habe meine zahnspange auch mit 21 bekommen. nun folgte vor genau 6 wochen die kieferopartion, da ich eine starke fehlstellung im OK und UK hatte!ich musste 6 wochen lang einen slint im OK tragen, der gestern zum glück entfernt wurde.

jetzt ist meine frage, ob ich vom kieferorthpäden nochmal eine aufbissschiene eingesetzt bekomme oder der sich jetzt nur noch um die feineinstellung meiner zähne kümmert???

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Hallo Sarah,

wie lange trägst Du schon den Bionator? Merkst Du irgend-welchen Fortschritt? Wie ist es passiert, dass Dein Diskus sich verschoben hat?

Wo bist Du in Behandlung?

Ich trage das Ding seit November, nur nachts. Eigentlich merke ich keine Veränderungen, nur vor kurzem ist es mir aufgefallen, dass der Mund nicht nur 2 Finger, sondern ca. 2,5 (aber noch nicht 3) breit aufgeht. Vielleicht habe ich mir es eingebildet, weiß nicht mehr. Bewegungseinschränkungen sowie Ohrenschmerzen usw. habe ich leider nach wie vor.:-x

Kannst Du denn Deinen UK nach vorne oder seitlich bewegen? Was sagt Dein KFO?

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