Micha

Alternative OP-Methode zur UK-Erweiterung

Auf amerikanischen Seiten wird häufiger über eine alternative Methode (Distraction Osteogenesis) zur herkömmlichen LeFort I Osteotomie (BSSRO) berichtet, die sich zumindest in den USA immer mehr durchzusetzen scheint. Ähnlich wie bei einer GNE (oder transversalen UK-Distraktion) wird ein Distraktor genutzt, nur dient dieser hier dazu den (Unter-) Kiefer in die Länge zu ziehen. Hierfür muss der Knochen ebenfalls nur geschwächt werden. Bei den neueren Distraktoren ist keine Fixierung von außen mehr notwendig, somit bleiben auch keine sichtbaren Narben zurück.

Beschriebene Vorteile der Methode:

- Schonung der Knochenstruktur

- Weniger Schädigung / bessere Erholung der Nerven (durch die langsame, schrittweise Expansion)

- geringe Rezidivgefahr

Anscheinend wird die Methode hierzulande noch kaum genutzt - außer bei gravierenden Fällen. In Dr. K's Bildergallerie sind ganz unten ein paar Beispiele zu sehen, bei denen der Distraktor aber außen angebracht wurde.

Halte es jedenfalls für eine interessante Sache, auf die ich allerdings erst nach meiner (herkömmlich durchgeführten) OP gestoßen bin. Meines Wissens wurde das hier auch noch nicht angesprochen. Wäre nett zu erfahren, wenn jemand mehr darüber weiß oder sogar bereits Erfahrung mit der Methode gemacht hat.

Links:

http://www.oc-j.com/june01/Distraction.htm

http://www.parkmeadowscosmeticsurgery.com/distraction_osteogenesis.cfm

http://www.head-face-med.com/content/3/1/7/

http://www.oralmaxsurgery.theclinics.com/article/PIIS1042369905000750/related

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Keiner (der seinen KFC mal drauf ansprechen könnte)? Mich würde wirklich interessieren, wieso diese schonende Methode zur UK-Vorverlagerung angesichts der Vorteile nicht öfters eingesetzt wird. Konnte bisher keinen Grund finden (außer dass vllt die Erfahrungen damit noch fehlen).

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Hi Micha,

bin durch Zufall über einen Artikel zu deiner Frage gestopelt. Prof Paulus aus München schreibt, dass sich das Ergebnis nicht so gut wie bei der konventionellen OP-Methode einstellen lässt.

...."Perfekte Okklusionen wie sie im Erwachsenenalter mithilfe der klassischen orthognathen Chirurgie mit einer einzigen operativen Korrektur erzielt werden können, sind in diesen Fällen mit der Distraktions-Osteogenese nicht zu erzielen. McCarthy aus den USA, der die Distraktions-Osteogenese am Unterkiefer als Erster ausführte und zusammen mit der American Society for Cranio-Facial Surgery sicherlich die längste und weitreichendste Erfahrung auf diesem Gebiet besitzt, beschränkte jüngst die Indikation für die Distraktionsosteogenese auf die o. g. schweren Fälle der Unterkieferunterwicklung, während er nach wie vor die klassische orthognathe Chirurgie für die meisten Fälle von Kieferfehlstellungen als "state of the art" zuständig sieht.".......

Quelle: http://www.blzk.de/archiv/zbay/7_8_00/007-8s27.html#abb3

VG

Andy

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