Oase

Behandlung trotz Depression?

28 Beiträge in diesem Thema

Hallo,

Ich habe eigentlich keine Beschwerden mit Zähnen oder Kiefer, also keine Schmerzen oder Beeinträchtigungen. Der Grund, warum ich zum KO gegangen bin, ist, dass ich beobachten konnte, wie sich ein vorderer oberer Schneidezahn verschoben hat. Viele meiner Zähne sind zwar auch schief, aber schon seit meiner Jugend.

Eine erste Untersuchung ergab die Notwendigkeit von Brackets. Ob für ein besseres Resultat noch zwei Zähne gezogen werden sollen oder gar eine Kieferoperation nötig ist, ist noch offen, aber sehr wahrscheinlich.

Nun ist es aber so, dass ich seit ca. 6 Jahren an einer Depression leide. In den letzten zwei Jahren konnte ich aber dank einer Gesprächstherapie erfolgreich meine Medikamente absetzen.

Es geht mir wirklich besser, doch ich befürchte, dass die zahnmedizinische Behandlung, die mir bevorsteht, mein Befinden beträchtlich beeinflusst und einen Rückfall begünstigt.

Ich werde heute mit meiner Therapeutin darüber sprechen, aber sie hat keine praktischen Erfahrungen, was es heißt, Brackets zu tragen.

Darum wende ich mich an euch.

Ich habe eben Bedenken, was diese Behandlung betrifft. Sie wird mich psychisch wohl sehr fordern und ich habe Angst, wieder depressiv zu werden.

LG

Oase

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Oh jeh, dass ist natürlich nicht gerade gut. Aber wenn es medizinisch nötig ist, dann würde ich es trotzdem machen. Erst einmal sollen die Ärzte doch klären, was genau gemacht werden muss und ob eine OP nötig ist. Außerdem wird Dir der KFO doch auch sagen können, wie lange die Behandlungszeit ungefähr sein wird.

Wenn Du weißt, was alles gemacht wird und ob OP oder nicht, dann denk noch ein paar Tage nach und setze Dich damit auseinander. Momentan ist es sicherlich sehr schwer für Dich, weil alles noch in der Luft hängt und Du keinen genauen Plan hast und nicht weißt was wann auf Dich zukommt. Ich denke, wenn Du erst einmal genau informiert bist, dann kannst Du auch besser entscheiden ob Du das willst.

Du solltest aber immer Bedenken, dass es nur eine gewisse Zeit ist und nicht für immer und ewig. Du solltest auch veruschen Dich nicht allzusehr darein zu steigern. Sind sind viele Leute die das gleiche durchmachen und heutzutage ist es sogar normal, dass auch Erwachsene Zahnspnagen tragen.

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Hey,

ich kann Dich gut verstehen, das Du angst davor hast, psychisch einen Rückfall zu erleiden. Ich bin nicht depressiv, neige aber allgmein dazu sehr melancholisch zu sein. In den letzten Monaten ging es mir gesundheitlich immer schlechter und natürlich dadurch auch psychisch.

Du schreibst, das Dein Schneidezahn vorne schief ist. Durch eine Spange wird das ja gerichtet. Ich habe auch einen Schneidezahn vorne ziemlich schief, er kippt ab. Sieht man auf meinem Bild hier zum Glück jetzt allerdings nicht so doll. Aber ich erhoffe mir durch die Behandlung z. B. auch, das ich offener lachen kann. Ich kann mir vorstellen, das Du bestimmt auch nicht offen lachst, oder? Hast Du evtl. schon mal darüber nach gedacht, eine Spange von innen zu nehmen? Bei mir ist das nicht möglich, ich hoffe darauf Kreamikbrackets zu bekommen.

Ich versuche im Moment einfach nur an die Zeit "danach" zu denken, mich absolut darauf zu fokussieren. Die Zeit währenddessen wird hart. Aber danach bestimmt umso schöner!

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Hi Oase,

ich kann mich gut hineinfühlen, wenn man dann Brackets im Mund hat und die große Befürchtung dann niemandem die neue Errungenschaft zu zeigen. Ich weiß noch, wie ich anfangs nach dem KFO- Besuch wieder nach Hause gefahren bin und einer Schnellstraße den Autos entgegen gefahren bin. Es muss nur so geblitzt haben und ich dachte, was denken die Autofahrer nur? Nun, es ist ein neuer Augenblick, wo man etwas mehr Selbstbewußtsein haben wird, denn sonst würde man den Mund nicht mehr aufmachen.

Das führt dich automatisch selbst zur Konfrontation mit deinem Äußeren und den Zähnen und klar, deine Mundpartie. Aber: Es ist auch interessant seine Mitmenschen zu beobachten, was sie von der Sache halten. Es gibt doch viele, die ganz unbewußt über ihre eigenen Zähne mit der Zunge gehen, so als könnten sie sich diese SPANGE IN IHREM Mund ganz und gar nicht vorstellen.

Ich meine, es geht um deine Zähne und um dein kleines Handycap, was du vielleicht auch durch diese geniale Behandlung gleich mit aus der Welt schaffen kannst. Es verschafft einem das Gefühl etwas für seine Gesundheit zu tun, sich auch vermehrt darum zu kümmern und der Mitmenschen ein signal zu geben, mehr sogar Tolleranz auszuüben und zu zeigen, dass es im Endeffekt ein Stück Draht im Mund ist, der aber soviel bewirkt. Da komme ich vielleicht sogar ins schwärmen, obwohl es leider auch viele Fasen gibt, wo die Zahnwanderung echt schmerzhaft ist, weil ja wirklich was korrigiert wird. Aber es verhält sich wohl auch hier, wer schön sein will, muss leiden. - Schön - im Sinne von alles funktioniert wieder. Sagen wir mal, Eine OP ist ja schon eine echt anstrengende Sache, vor allem die Zeit der Genesung.

Mein Tipp an dich wäre, treffe dich doch mit einer Person aus diesem Forum, um mit ihr über dich und die anbahnende Behandlung zu sprechen. Dann spürst du vielleicht auch, dass diese Ängste nur etwas mit dem Unbekannten zu tun haben. Denn sprechen tun wir ja nach wievor, erst Recht, wenn wir eine Freundin haben. Gruß matteo--------Wird schon !

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Ich danke euch für all die tollen Antworten. So fühle ich mich nicht allein und wunderbar verstanden. :540::-)

Ja, ich lache nicht gern mit offenem Mund, nicht nur wegen dem einen schiefen Zahn, sondern wegen dem ganzen Überbiss.

Ich bekäme mit 100%iger Wahrscheinlichkeit Keramikbrackets, das würde die Sache einfacher machen.

Natürlich möchte ich es vermeiden, mich sozial zurückzuziehen, da ich ja so schon sehr wenig Freunde habe. Ich bemühe mich jetzt schon, einzusehen, dass 2 Jahre Brackets nichts sind im Vergleich zu den restlichen 60 (?) Jahren gerade Zähne.

Meine weitere Sorge ist... (Lacht mich nicht aus!)... dass ich die Freude am Essen verliere.

Ich koche gern und genieße daher auch das Essen. Ich höre aber immer wieder, dass Brackets Essen zum Abenteuer werden lassen. Das beschäftigt mich auch...

Außerdem habe ich Angst, dass die Schmerzen meine Kraft aufzehren, meine Kraft, das Positive an der ganzen Sache zu sehen und durchzuhalten.

Sicher würde ich gern jemanden aus dem Forum treffen, aber ich befürchte, hier ist niemand aus Tirol. :23:

Ich bin mir jedoch sicher, dass ich hier Unterstützung finde, wenn ich dran bin. :162:

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Hallo Oase,

Nun, es ist ein neuer Augenblick, wo man etwas mehr Selbstbewußtsein haben wird, denn sonst würde man den Mund nicht mehr aufmachen.

Also, da kann ich meinem Vorredner nur beipflichten: Als sie drin war, war ich irgendwie doch ziemlich "stolz" auf meine Zahnspange und hab sie auch immer deutlich aufblitzen lassen. Letztlich hab' ich sie als (seelische oder ästhetische) Belastung nie empfunden. Im Nachhinein empfand' ich es tatsächlich als das Schwierigste, mich für die Behandlung zu entscheiden - der Rest lief dann irgendwie von selbst.

Und was den "Spaß am Essen" betrifft: So schlimm ist das Ding nun wirklich nicht, auch wenn's zugegebenermaßen einige Übung erfordert und auch mal nervt und wehtut. Mir hat's auf alle Fälle nie wirklich den Spaß am Essen verdorben.

Ich denke, auch Du wirst das packen!

Viele Grüße

Kristian

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Ich hab in das Thema jetzt bestimmt schon 25 mal rein geschaut... Jedesmal überlege ich mir was(ob ich schreiben soll...

Nicht leicht, ich bin mir selbst da unsicher. Also auf alle fälle ja es ist eine Belastung! Ja manchmal sind harte zeiten dazwischen. Wenn du aber mit jemand drüber reden kannst dann mach das. Ich weiß nicht wie dringend das alles bei dir ist bzw wie nötig oder anders gesagt wie wichtig dir das alles ist. Du solltest schon dazu stehen ansonnsten wirst du dich irgendwann fragen wieso du das machst...

Die frage ist auch wie schwer deine Depression ist.

Dennoch kann ich sagen sooo schlimm ist es nun auch wieder nicht. Am schlimmsten kann wenn du wirklisch schiefe zähne hast die schmerzen sein wenn die zähne sich bewegen, und es ist belastend wenn du dann lange so ein splint drin hast und nicht essen kannst. Aber hier haben das ding auch nur ca ne woche drin und das ist dann wieder schnell vorbei.

Ausserdem hier wird sich nicht nur öffentlich unterhlaten sondern auch privat und dan wird sich gegenseitig unterstützt und ausgebaut. Daher du wärest wirklich nicht alleine.

LG

SD

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hi oase,

ich kann dem vorher gesagten auch total zustimmen.

mir stellt sich auch noch eine andere frage: inwieweit wird es dich belasten, wenn du nichts tust? wirst du dir dann vllt vorwerfen, dass du etwas hättest tun können und es nicht getan hast?

das forum wird dir auf jeden fall helfen.

lg und alles gute

janet

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Danke für all die lieben Worte...

Ich habe heute die Unterlagen für die Krankenkasse bekommen, ich soll sie einreichen.

Da sehe ich nun die genaue Diagnose, die ganzen Zahlen und Fremdwörter, die Röntgenbilder und Fotos, die gemacht wurden.

Und es bricht alles über mir zusammen: Das Finanzielle, all die Daten (von denen ich nicht weiß, wie dramatisch sie sind), der Druck dahinter...

Ich fühl mich wie gelähmt....

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Oase, das ist ganz normal!

Bitte mach dir keine zu großen Sorgen deswegen!

Als ich meine Röintgenbilder und Abdrücke das erste Mal gesehen habe, wurde mir gleich ganz schlecht. Man sieht plötzlich, dass etwas nicht stimmt und hat dann auch noch diese ganzen Fremdwörter schwarz auf weiß, die einen Teil von einem umschreiben sollen.

Aber das wird besser! Man lernt damit umzugehen. Versprochen! Nur das finanzielle wird leider nicht weniger ...

Nicht aufgeben!!

Alles Liebe

Sapine

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Hallo Oase,

tief durchatmen und nen klaren Kopf behalten. Und bei Fragen: Jeder steht dir hier zur Seite.

Und schon wirst du zur Wohlfühl-Oase ;-).

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Hallo Oase,

ich teile deine Bedenken voll und ganz.

Bei medikamentös behandelten Depressionen sowie einem nur gering ausgeprägten sozialen Umfeld, schliesse ich auf ein sehr gering ausgeprägtes Selbstbewusstsein und Selbstwertgefühl.

Den Wunsch einer ästhetischen Verbesserung kann ich voll nachvollziehen, dennoch ist die Zeit mit einer festen Zahnspange sehr belastend und setzt auch ein gesundes Selbstwertgefühl voraus, da die optischen Einschränkungen nunmal lange Zeit da sind.

Bevor Du das gewünschte Ziel in einen Rückfall umkehrst, warte doch lieber bist Du vollends gesund bist.

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Ach was solls. Scheiß auf PN´s Butter zu den Fischen, Kuh geb Milch!

Also vor der ganzen Behandlung war ich auch schwer Deprie, hatte auch deswegen so manche unschönen zwischenfälle. Und ja ein deutlicher MITgrund warum ich das machen lassen habe, war der wunsch auf Optische verbesserung UND ein besseres selbstwertgefühl wenn ich in den Spiegel sehe. Manchmal hat das ganze sehr an mir genagt. Leider gab es in der zwischenzeit einen heftigen zwischenfall der mich wünschen lassen könnte lieber wieder die Depries zu haben, aber keine sorge!!! das wird dir nicht passieren weil du den fehler den ich da gemacht habe wohl keinen fall machen wirst!!! Aber so viel seit der Erfolgreichen OP, der geraden Zähnen und super sauber weißen zähnen geht es mir deutlich besser und ich habe jetzt schon TROTZ Spange viel mehr lust in die Kamera zu lächeln als vorher und mein Flirt verlangen ist so von 0 auf 66% gestiegen (die anderen 33% kommen nach entfernung der Spange)

Ich geb dir den Rat, wenn du meinst du musst das machen weil es dich belastet usw dann mach es, sei dir aber im klaren das wird kein spaziergang/kindergeburtstag. Sprech die einname der Antidepresiva und der schmerzmittel usw mit dem arzt ab nicht das ein mischkonsum zu einem unfall führt. UND was sehr gut ist das was ich nicht habe rede mit dem doc drüber...

LG

SD

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Flirt Verlangen finde ich gut, mein Flirt Verlangen ist wahrscheinlich bei 100 %, aber durch diesen einen schiefen Zahn vorne, fällt es mir unwahscheinlich schwer frei zu lächeln. Das wird sicherlich nach der Behandlung auch besser.

Oase, wie lautet denn Deine genaue Diagnose

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Hallo Oase,

das hoert sich gerade nicht so gut an.

Darf ich mal fragen, was ist die Ursache fuer deine Depression? Unzufriedenheit mit eigenem Aeusseren? Liebeskummer? Unzufriedenheit mit sich selbst und eigener Rolle in diesem Leben? Noch etwas?

Das Tragen von Brackets selbst beguenstigt keine Depression - klar, ist es zu Beginn ungewohnt, so war es bei mir, aber mittlerweile habe ich mit ihnen keine Probleme und finde es sogar cool :-) (Trage Brackets seit 21 Monaten). Die andere Sache ist, dass du waehrend der Behandlung viel kritischer zu dir selbst wirst, ich meine, was dein Gesicht angeht. Bevor ich die Behandlung angefangen hab war ich mit meinem Gesicht eigentlich zufrieden, nur meine Nase hat mich gestoert, aber auch nicht sooo sehr.

Seitdem ich meine genaue Diagnose kenne, und auch sooo viel hier im Forum lese, ist das anders geworden. Ich hab nie sooo genau die Gesichter von den anderen Menschen betrachtet wie jetzt. Es war sogar so weit, dass ich vor der OP mein eigenes Gesicht fast nicht mehr im Spiegel sehen konnte, ich wollte die OP so schnell wie moeglich. Und auch nach der OP war es so, ich schaute ueberall in Spiegel (in der Stadt, an der Uni, in meinem Tanzverein, in Geschaeften und auf der Strasse). Eine Zeit lang hatte ich so ein bissl Identitaetskrise (die Veraenderungen waren nicht so gross, und mit dem OP Ergennis war ich zufrieden, aber die anderen Gesichtszuege sehen dadurch auch anders aus - z.B. Wangenknochen oder Nase - und du denkst - das ist doch nicht MEIN Gesicht).

Keine Frage, die OP wuerde ich jederzeit wieder machen, aber bis man zu diesem Gleichgewicht kommt, das wird eine gewisse Zeit dauern.Wenn man 20-30 Jahre mit so nem Gesicht rum laeuft, und dann ploetzlich alles anders ist, muss man damit erstmal klar kommen.

Ich wuerde sagen wenn du unter deinen schiefen Zaehnen sehr leidest, dann lass sie korrigieren (es gibt schliesslich auch unsichtbare Spangen - lingual etc.).

Wenn die Ursache der Depression anders ist, wuerde ich die Behandlung erst dann machen wenn du mental komlpett gesund wirst, nicht dass zu deinen jetzigen Problemen (6 Jahre Depri ist wirklich heftig !) waehrend der Behandlung psychisch zusammen brichst. Besonders gilt das wenn du eine OP brauchst.

Es ist auch sehr wichtig, dass du Leute hast (Freunde und Familie), die dich immer ablenken und aufmuntern. Wenn auch das nicht gegeben ist, wuerde ich die Behandlung erstmal lassen.

LG.

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Ich freu mich, dass ich so viele Antworten auf meine Bedenken bekomme. Danke an alle! :152:

Mein Aussehen bzw meine Zahnfehlstellung ist nicht der Grund meiner Depression. Vielmehr mein geknicktes Selbstwertgefühl (aufgrund von frühkindlichen Erfahrungen), mein selbstaufopferndes Verhalten, unterdrückte Aggressionen und Perfektionismus. Ich leide zwar auch unter meinem Aussehen, aber nicht massiv.

Der Grund für eine kieferorthopädische Behandlung liegt daher nicht im optischen, sondern doch im gesundheitlichen Bereich. Meine Zähne verschieben sich weiterhin und ich möchte gesundheitliche Folgen vermeiden - im Sinne von: Vorsorge ist besser als Nachsorge.

Ich nehme seit kurzem keine Antidepressiva mehr. Ich war auch nie derart betroffen, dass ich stationär aufgenommen werden musste. Allerdings war ich doch in meinen Pflichten und im Alltag beeinträchtigt.

Wie erwähnt mache ich zur Zeit eine Gesprächstherapie, die mir auch in den Zeiten von Brackets und Co helfen würde.

Ich möchte nicht unbedingt warten, bis ich "gesund" bin, denn ich habe keine Garantie, wann das sein wird. Vielleicht gelte ich in einem Jahr als psychisch stabil, vielleicht aber auch erst in 20 Jahren. Ich bin jetzt 30 und mache es entweder jetzt oder bade dann die Konsequenzen aus.

Meine genaue Diagnose lautet: Kreuzbiss beiderseits, Ok Uk Frontprotrusion (das soll wohl bedeuten, dass die vorderen Zähne vorragen), Syndrom: Klasse II/1

Mein Oberkiefer ist in Ordnung, das untere sitzt zu weit hinten.

Engstand OK: -1,0mm bei +16,2mm zur FE, Überbiss: +4,0mm

Engstand UK: -2,0mm bei +8,1mm, sag. Stufe: +8,0mm

Ich hab das jetzt vom Beahndlungsplan für die Krankenkasse abgetippt. Also wie "dramatisch" meine Fehlstellung ist, kann ich nicht beurteilen, aber vielleicht jemand von euch (und könnte es mir dann erklären :37: ).

------

P.S: Ich weiß nicht, was mein Mann dann sagt, wenn der Flirtfaktor derart steigt! :rolleyes:

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Ich kann mir vorstellen, dass Dir die Behandlung momentan wie ein hoher Berg erscheint.

Natürlich musst Du dir klar sein, dass es teilweise schwierig wird, aber dass eben auch schnell Erfolge sichtbar sein werden.

Ich finde es für mich immer hilfreich, wenn mich so ein Projekt droht zu "erschlagen" mir Etappenziele zu setzen und diese anzugehen - und oft ergibt eins das andere.

Ich bin nun schon quasi im letzten "Lager" vor dem Gipfelsturm. Ich kann Dir mit auf den Weg geben, dass die Zeit wie im Fluge vergeht, dass du vielleicht so auch begeistert von der Entwicklung sein wirst, dass du nicht nach links und rechts schaust was evtl. die lieben Mitmenschen von dir denken - das wünsche ich die jedenfalls von Herzen.

Liebe Grüße

Bracket.

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Ich möchte nicht unbedingt warten, bis ich "gesund" bin, denn ich habe keine Garantie, wann das sein wird. Vielleicht gelte ich in einem Jahr als psychisch stabil, vielleicht aber auch erst in 20 Jahren. Ich bin jetzt 30 und mache es entweder jetzt oder bade dann die Konsequenzen aus.

Dann mach es.

Da Du ohnedies verheiratet bist, ist der Flirtfaktor dann eh sekundär:wink:

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Hey!

Ich leide selber auch unter depressiven Verstimmungen und zusätzlich noch unter Agoraphobie, habe also in für mich aufregenden Situationen Panikattacken.

Ich habe die Erfahrung gemacht, je mehr ich mich selber überwinde und solche Dinge anpacke, umso besser geht es mir psychisch. Mich versuchten alle immer zu schonen. Mit der Zeit hatte ich es so satt, immer ein "Spezialfall" zu sein, dass ich mich einfach in alles regelrecht hineingestürzt habe. Dass ich endlich mein Gebiss in Ordnung bringen will, habe ich spontan letztes Jahr entschieden und diese Entscheidung mit niemandem besprochen, weil ich all das "Ich weiss nicht, stehst du das durch?" gar nicht hören wollte. Habe jetzt den ersten grossen Schritt (GNE-OP) hinter mir und bin echt stolz auf mich.

Es ist bestimmt kein einfacher Schritt, eine solche Behandlung durchzustehen, und ich bin mir sicher, dass ich auch selber hier und da mal eine Krise haben werde. Aber zerbrechen werde ich daran bestimmt nicht.

Ich kann dir also nur raten, wenn du das gerne machen möchtest, dann mach es. Deine Krankheit darf dir nicht überall im Leben im Weg stehen, das wäre zu schade.

Alles Gute bei deiner Entscheidung und liebe Grüsse

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Nun ist es aber so, dass ich seit ca. 6 Jahren an einer Depression leide. In den letzten zwei Jahren konnte ich aber dank einer Gesprächstherapie erfolgreich meine Medikamente absetzen.

Es geht mir wirklich besser, doch ich befürchte, dass die zahnmedizinische Behandlung, die mir bevorsteht, mein Befinden beträchtlich beeinflusst und einen Rückfall begünstigt.

Deine Bedenken kann ich gut verstehen.

Du solltest auch jeden Fall bedenken, dass eine Zahnspangen auch jede Menge Aufwand und Unanhemlichkeiten mit sich bringt. Es muss mit erheblichen Aufwand für Mundhygiene gerechnet werden. Zwischenmalzeiten sollten vermieden werden. Auch treten nach den KFO-Terminen mitunter mittelstarke Schmerzen auf, die das Wohlbefinden ganz erheblich beeinträchtigen können.

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Ihr seid alle so :670: !! Ich befürchte, ihr werdet noch öfter von mir hören.

Ich habe mich zu 99% für Brackets entschieden. Ich glaube, ich bin stark genug, es zu schaffen - schließlich ist es für einen guten Zweck.

Mich würde aber noch interessieren, ob jemand etwas zu den Daten, die ich reingestellt hab, etwas sagen kann.

Zur Wiederholung:

Kreuzbiss beiderseits, Ok Uk Frontprotrusion (das soll wohl bedeuten, dass die vorderen Zähne vorragen), Syndrom: Klasse II/1

Mein Oberkiefer ist in Ordnung, das untere sitzt zu weit hinten.

Engstand OK: -1,0mm bei +16,2mm zur FE, Überbiss: +4,0mm

Engstand UK: -2,0mm bei +8,1mm, sag. Stufe: +8,0mm

Sind diese Daten stark von der Norm abweichend? Was habt ihr im Vergleich?

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Hallo Oase, ich gebe mal eine Ferndiagnose ab, obwohl das nicht ganz zutreffen könnte, was ich sage. Das haben so Diagnosen an sich:razz: .

Also:

Kreuzbiss beiderseits läßt darauf schließen, dass dein OK vom Gesamtzahnbogenverlauf wesentlich kleiner ist, als der Zahnbogen im UK.

Das ist bei vielen Frauen der Fall, weiß der Kuckuck, warum das so ist. Das wäre vielleicht eine Frage für Rainer:?: .

Der Kopf ist in drei Richtungen eingeteilt.

1. Die waagrechte Ebene liegt in sagitaler Richtung.( nach hinten und vorne)

2. die transversale Ebene liegt senkrecht auf der vertikalen Achse.( nach links und rechts)

3. die vertikale Achse (senkrechte Richtung) gibt die Richtung nach oben und unten vor.

Der Überbiss ist eigentlich nur auf die sagitale Ebene bezogen und heißt in deinem Fall: 8 mm

Dann gibt es aber auch noch den sogenannten Tiefbiss, der bis zum totalen Deckbiss werden kann.

Somit hast du einen Überbiss von 4mm. Überbiss heißt also, dass sich OK und UK Zähne leicht bis stark überlappen. 4mm ist schon nicht ohne.

Ich weiß aber nicht was FE bedeutet.

Könnte Frontalebene bedeuten.Heißt soviel , wie deine vordere Gesichtsfläche.

Also ein Überbiss von 4mm und eine Entfernung von 8mm zwischen OK und UK Frontzahnschneiden. Die sagitale Stufe bedeutet, der Abstand von OK Frontzahnschneide zu UK Frontzahnschneide.

Was ich ganz lustig finde ist, dass

die Österreicher immer --das Kiefer-- sagen. In Deutschland heißt es der Oberkiefer, der Unterkiefer. Na ich hoffe, dass ich nun etwas mehr Licht ind Dunkel bringen konnte. Gruß matteo:razz:

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Moment, ich bin Österreicherin und finde den Ausdruck "das Kiefer" auch merkwürdig ;)

4mm ist schon nicht ohne.
Naja, 2mm ist der Normwert. Ein Überbiss von 4mm ist meines Erachtens für sich genommen noch nicht behandlungsbedürftig. Ein traumatischer Einbiss in den Gaumen wird bei diesem Wert ja noch nicht vorliegen.

sag. Stufe: +8,0mm
Dieser Wert ist als wesentlich pathologischer anzusehen als die 4mm Overbite. Wie soll die Stufe korrigiert werden? Eine UK-Vorverlagerung ist vermutlich indiziert.

Die Angaben zum Engstand finde ich seltsam bzw. verstehe sie nicht. Kann es sein, dass du in Wien in Behandlung bist?

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Ich bin eigentlich Südtirolerin und da heißt es DAS Kiefer, DER Radio und DAS Teller. :136:

Ja, eine operative UK Vorverlagerung wurde mir empfohlen. Die Frontzähne beider Kiefer stehen nach außen.

Die Angaben zum Engstand verstehe ich persönlich so, dass die Zähne keinen Platz haben. Eine Extraktion auf beiden Seiten im OK wurden mir auch nahe gelegt, damit mehr Platz entsteht.

Nein, ich werde nicht in Wien, sondern in Innsbruck behandelt.

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Nein, ich werde nicht in Wien, sondern in Innsbruck behandelt.
Interessant. Bei der von dir angeführten Diagnose handelt es sich nämlich -wenn ich nicht irre- um den sogenannten Fernröntgenengstand -eine, soweit meine Recherche -Diagnoseeigenheit der -wie ich bis jetzt dachte -Wiener KFO, aber scheinbar wird das auch in Innsbruck so gemacht.

Ich habe bis jetzt nicht verstanden, was es mit dem Fernröntgenengstand auf sich hat. Bis jetzt erscheint mir die Vermessung des Engstandes anhand des Röntgens mehr als sinnlos und die Begriffsbezeichnung äußerst irreführend. Faktum ist aber, dass ich selbst von einem Arzt verpfuscht wurde, bei dessen Diagnose auch unter anderem auf Ermittlung des Fernröntgenengstandes basiert. Sie auch dazu hier mein Thread: http://www.progenica.net/forum/showthread.php?t=3886&highlight=fernr%F6ntgenengstand

Die Angaben zum Engstand verstehe ich persönlich so, dass die Zähne keinen Platz haben.
Offenkundig wird bei deiner Diagnose bzgl Engstand ein Bezug zur Fazialebene (=FE) hergestellt, was meines Erachtens absurd ist. Die Lage der Fazialebene wird nämlich von der Kinnprominenz bestimmt. Die Lage der Frontzähne zur Fazialebene als Maß für den Engstand zu nehmen, macht keine Sinn. Üblicherweise wird der Engstand anhand der Modelle ausgemessen.

Letztlich ergibt sich natürlich die Frage, welche therapeutischen Konsequenzen sich auf Basis dieser diagnostischen Vorgehens ergeben. Vielleicht kommt ja letztlich etwas vernünftiges dabei heraus. :?::idea:

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